Wie Geld anlegen?

  • Hallo zusammen,

    meine Tochter (18) hat über die Jahre Ersparnisse von 14.000 Euro zusammenbekommen.

    Sie lebt noch zuhause und wird wohl auch während ihres geplanten Studiums bei uns im Haus bleiben.

    Nun soll ihr Geld nicht einfach auf einem Nullzins-Konto dahindümpeln, sondern sich weiter positiv entwickeln.

    Sie arbeitet momentan auch auf 450-Euro-Basis, aber nicht fest.

    Wie würdet Ihr das Geld anlegen, so dass zum einen eine gewisse Flexibilität gegeben ist, zum anderen aber auch eine positive Wertentwicklung stattfindet? Ich selbst bin ja Fan von ETF, kann ihr beratend aber keine Sicherheit über die nächsten 5-10 Jahre versprechen.

    Gruß

  • Im Prinzip läuft es auf die Strategie im Artikel Geldanlage hinaus. Je nach Sicherheitsbedürfnis einen Anteil an Tages- / Festgeld und den Rest in Aktien-ETF. Damit hätte man einen Sicherheitsanteil für potenzielle Ausgaben und einen Renditeanteil.


    Ohne beraten zu wollen: Wenn Du im Notfall aushelfen könntest würde ich angesichts des Alters trotzdem auf >>70% Aktien-ETF gehen, ansonsten vielleicht 50:50.


    Ach ja, Glückwunsch dass Du die Tochter hast Ersparnisse aufbauen lassen.

  • ...wir werden wohl mtl. EUR 200 in einen großen, breit gestreuten ETF einsparen, so dass bei zunehmendem Investment in ETF immer genügend Bargeld abrufbar bleibt - außerdem berücksichtigen wir damit die Volatilität. Von Tages- und Festgeld halte ich derzeit nichts und besser verzinste Bundesobligationen gibt es nicht mehr.

  • go4java,

    das mit der „Sicherheit“ bzw. den Bedenken dazu bei der Geldanlage will mir nicht in den Kopf. Wenn man den vorgeschlagenen Split Tagesgeld-ETF betrachtet, so ist beim Tagesgeld sicher, dass die Kaufkraft schwindet... und beim ETF ist die Vola recht sicher.

    Wenn Töchterlie einen Taui cash und für den Fall der Fälle aufhebt und den größeren Rest in einen ETF (MSCI...) steckt, dürfte sie auf Sicht gut fahren. Bis zu ihrer Rente kann sie - von der einmaligen Investition ausgehend - mit etwa dem 25fachen rechnen, oder Kaufkraft bereinigt mit dem etwa 10fachen. Sicher ist das allerdings nicht... und deshalb darf sie sich ihren „Topf“ auch ruhig einige male im Jahr ansehen und ggfs. die Marschrichtung korrigieren.


    Kommen dann monatlich um die 200 Öcken hinzu... 12 x 200 = 2.400 p.a. ... darf sie in „nur“ 25 Jahren mit etwa 120 Riesen aus diesem „Sparstrumpf“ rechnen. Bleiben diese ca. 120k bis zum Rentenalter im Topf (ETF), dürften nach jetziger Sicht gegen 450k (nicht kaufkraftkorrigiert) zur Verfügung stehen, ohne dass weiter hinzugespart bzw. -investiert wird.


    Die nur mal so zum Entwickeln von Vorstellungen.


    Wir alle können nicht mal für 1 Monat in die Zukunft schauen; mach dir deshalb wegen der angesprochenen 5 bis 10 Jahre keinen Kopf!

    Wer weiß... vielleicht wird in 5 bis 10 Jahren an unseren Schulen chinesisch als Amtssprache gelehrt. Ni chi le ma?


    Kann auch sein, dass der Euro in die Tonne kommt...


    Erkläre deiner Tochter, welche Möglichkeiten du siehst, lass‘ sie selbst mal mitrechnen und eine eigene Vorstellung entwickeln... und lass‘ sie selbst abwägen und entscheiden. Erzähle ihr, dass sie bei dringendem Bedarf „jederzeit“ Fondsanteile verkaufen kann... und dass man aber auch für den „dringenden Bedarf“ separat ein paar Öcken zusätzlich unters Kopfkissen legen kann.


    Liebe Grüße, auch an die Tochter!

  • ...auch hier ein großes Danke, JDS !

    Ich habe mit ihr über die Möglichkeiten gesprochen und noch ein paar Links zum Nachlesen und Mitleben geschickt. Wir sind mit unseren Strategien ja nicht auseinander und ich möchte, dass sie selbst Verantwortung für ihr Geld übernimmt - an den Schulen lernt man solche Basics der Lebensführung leider nicht.