Der Versicherungsheini

  • Wir hatten den KV Versicherer meiner Frau da, da wir unser drittes Kind privat krankenversichern wollten. Ich hatte erwartet, dass er Werbung machen würde. Das Gespräch gipfelte in massivem Druck eine Unfallversicherung für unsere Kinder bei ihm abzuschließen. "Ich will euch ja keine Angst machen, aber ... ich hatte einen Fall, du wurde ein Mädchen vergewaltigt, das bekam von uns 200.000 Euro Einmalzahlung und 1000 Euro Rente."


    Da sitzen wir also mit unserer 2 Wochen alten Tochter und lassen uns Horrorstories von vergewaltigten Mädchen von unserem Versicherer erzählen.


    Am liebsten hätte ich ihm eine reingeschlagen. Ich war noch tagelang wütend.

  • Hört sich nach massiver Frechheit an.

    Wäre es eine Möglichkeit einen anderen Aussendienst-Mitarbeiter deines Versicherer kommen zu lassen?

    Die Nachversicherung eines Neugeborenen scheint wohl keine Provision zu bringen.


    Bei meiner PKV lief das unkompliziert. Nachversicherungsantrag beim Innendienst angefordert (+ kleine Beratung am Telefon), ausgefüllt, mit Kopie Geburtsurkunde zurückgesand. Das wars.

  • Wir hatten den KV Versicherer meiner Frau da, da wir unser drittes Kind privat krankenversichern wollten. Ich hatte erwartet, dass er Werbung machen würde. Das Gespräch gipfelte in massivem Druck eine Unfallversicherung für unsere Kinder bei ihm abzuschließen. "Ich will euch ja keine Angst machen, aber ... ich hatte einen Fall, du wurde ein Mädchen vergewaltigt, das bekam von uns 200.000 Euro Einmalzahlung und 1000 Euro Rente."


    Da sitzen wir also mit unserer 2 Wochen alten Tochter und lassen uns Horrorstories von vergewaltigten Mädchen von unserem Versicherer erzählen.


    Am liebsten hätte ich ihm eine reingeschlagen. Ich war noch tagelang wütend.

    Er muss Geld verdienen... Leider muss man immer stur bleiben. Wir haben dann immer einfach gesagt "Haben wir alles schon". Damit waren die Themen dann auch vom Tisch.,


    Zugegeben, es nervt natürlich trotzdem!


    P.S: Ein Direktabschluss über die Firma war kein Thema oder war es ein direkter Vertreter der Firma (z.B. Debeka)?

  • Hallo Chris,


    erst einmal Glückwunsch zur Geburt der Tochter.


    Ein ähnliches Erlebnis mit einem debeka- Vertreter hatte ich vor Jahren. Nun hat er bei mir natürlich auf Granit gebissen und ist wütend gegangen. Ich habe immer noch ein paar Verträge bei der debeka, kommuniziere aber mit der Direktion. Das geht. Von Vertretern habe ich seit dem nichts mehr gehört.


    Irgendwo habe ich aber auch Mitleid mit diesen „Versicherungsheinis“. Sie stehen unter ungeheurem Druck und da schießt der eine oder andere schon mal über das Ziel hinaus. Interessant zu hören, dass es ausgerechnet eine Unfallversicherung für die Kinder sein sollte. Die werfen also immer noch am meisten Gewinn und damit Provision ab.


    Gruß Pumphut

  • Der Punkt bei der Unfallversicherung ist ja, dass sie so gut wie nie leistungspflichtig wird (nur in der Kombination Unfall und langfristig bleibende Schäden daraus) und dann auch nur in vergleichsweise bescheidenen Summen. Die geribg erscheinenden Beiträge sind da wohl durchaus auskömmlich für den Versicherer.