Allianz Fond entwickelt sich nicht gut.

  • Hallo liebe Community,


    und zwar hat mein Vater vor ca. 3 Jahren ein Allianz AufbauPlan für mich abgeschlossen, indem er jeden Monat 100 einzahlt.


    Nun hab ich den Fond (LU0324636652) mir mal genauer angeschaut und bemerkt, dass er ja beinahe alle Aktien verkauft hat und daher nicht die Erholung nach Corona März erlebt hat. Nun liegt das Geld in „Kasse“ und das seit Monaten.


    Die Frage ist ja jetzt, wird irgendwann in Aktien wieder investiert? Und laut Factsheet soll er ja mindestens 30 Prozent in Anleihen investieren. Das hat er auch nicht geschafft, von der angepeilten 50/50 mal abgesehen.


    Vielleicht lohnt sich eher eine Kündigung und Verkauf der Anteile trotz Minus? :/


    Danke vorab. :)

  • Mark371

    Hat den Titel des Themas von „Allianz Fond Performer schlecht.“ zu „Allianz Fond entwickelt sich nicht gut.“ geändert.
  • Hallo Mark371 , willkommen im Finanztip-Forum.


    Um mal was positives zu sagen, das Geld wird seit Corona für Dich aufbewahrt. Bei 3 Jahren Ansparzeit sollte +-0 auf dem Konto sein.


    Offensichtlich erreicht der Fonds sein Ziel nicht seit Corona. An welchen Indikatoren das Nicht-Investieren festgemacht wird kannich aus dem KIID nicht erkennen. Er hat ein schlechtes Rating hinsichtlich der Performance, d.h. er liegt unter dem Durchschnitt vergleichbarer Produkte.


    Alternative wäre ein Mischportfolio nach Empfehlung von Finanztip https://www.finanztip.de/geldanlage/ Dem Fonds würde ein ausgewogenes Portfolio entsprechen.

  • Hey Kater.Ka ,


    danke für deine Antwort. :)


    Für mich als Neuling ist das total unverständlich wieso ein Aktienfonds genau im Crash alles verkauft? Und dann halbes Jahr nicht weiter investiert? Ich wusste nichtmal, dass das möglich ist.


    Ist das Ziel nicht, eine langfristige Rendite zu erreichen und den Markt mitzunehmen? Ohne Aktien im Fond wird das doch aber schwierig. Immerhin zahlt man ja relativ hohe Gebühren...


    Außerdem habe ich gelesen, dass die Allianz den Ausgabeaufschlag nicht berechnet, sondern ihn im ersten Vertragsjahr als einmalige Gebühr über 12 Monate verteilt abgebucht hat. Ist ja eine feine Sache, um den Kunden bei vorzeitiger Kündigung einen großen Minus einzubauen. Auch wenn es ja aus Sicht vom Versicherer Sinn macht.


    Also wenn du meinst, das +-0 drauf ist, bin ich eher beruhigt. :D Dennoch hätte er nach dem Crash den Aufschwung mitnehmen müssen. Das war ja eine enorme und einige Chance gewesen!


    Macht es denn Sinn, den noch zu bespannen?

  • LT. Webseite ist es ein Mischfonds."Ausgewogener Mischfonds mit aktivem Anlagemanagement"lt. https://de.allianzgi.com/de-de…zept-sri-ausgewogen-c-eur

    Lt. KIID soll der Benchmark übertroffen und die Verlustrisiken beschränkt werden. Genau da ist der Haken. Vermutlich hat der Fondsmanager nach Corona mit weiteren Kursrückgängen gerechnet und Dich vor Verlust geschützt, indem die Aktien verkauft wurden. Leider hast Du damit nicht an der Erholung seit dem Frühjahr teilgenommen. Anscheinend war das Risiko dem Fondsmanager zu hoch.


    Den Fonds gibt es bei allen Fondsvermittlern mit 100% Rabatt auf den AA, das mit der Verteilung auf 12 Monate kannte ich noch nicht.


    Das mit den +/-0 war wohl etwas zu optimistisch. speziell mit AA. Das müsste Du aber auf dem Depotauszug sehen (?).

    Macht es denn Sinn, den noch zu bespannen?

    Ich drücke mich gerne vor solchen Aussagen. Finanztip empfiehlt etwas anderes, s. den Link im vorigen Post. Der Fonds läuft schon länger unterdurchschnittlich. Es gibt bessere Produkte am Markt. Ich halte den Fonds auch nicht unbedingt geeignet für jemanden der noch lebensjünger ist. Unterm Strich würde ich ihn nicht weiter besparen. Allerdings weiß ich nicht mit welcher Intention Dein Vater diesen Plan abgeschlossen hat. Habe mir mal die Produktseite angesehen und erkenne eher Nachteile als Vorteile für den Anleger.


    Sorry, sind glaube ich viele negative Aussagen auf einmal.

  • Mein Vater wollte für mich wohlmöglich

    Vorsorgen. Also war er beim Versicherer, der ihm genau diesen Fond im „Allianz AufbauPlan“ empfohlen hat. Dieses berechnet die AA auf 12 Monate verteilt und erlaubt nur begrenzt Änderung von Sparraten/Aussetzungen etc. Man bindet so den Kunden an sich...

    Da mein Vater von solchen Produkten keine Ahnung hat, hat er sich wohl auf den Berater verlassen.


    Lt. KIID soll der Benchmark übertroffen und die Verlustrisiken beschränkt werden. Genau da ist der Haken. Vermutlich hat der Fondsmanager nach Corona mit weiteren Kursrückgängen gerechnet und Dich vor Verlust geschützt, indem die Aktien verkauft wurden. Leider hast Du damit nicht an der Erholung seit dem Frühjahr teilgenommen. Anscheinend war das Risiko dem Fondsmanager zu hoch.

    Aso jetzt verstehe ich. Danke! :D


    Die Frage ist nur, warum er seit einem halben Jahr nicht reinvestiert? :/


    Und deine Meinung zum Fond teile ich eher auch. Nur macht es doch keinen Sinn den Fond jetzt zu verkaufen, wenn er gar nicht in Aktien investiert ist und durch AA schon einiges abgenommen hat. Oder?

  • Nur macht es doch keinen Sinn den Fond jetzt zu verkaufen, wenn er gar nicht in Aktien investiert ist und durch AA schon einiges abgenommen hat. Oder?

    Tja, das ist die Millionenfrage für jeden Anleger.


    Wenn wir z.B. bei -20% wären durch Kursrückgang und Kosten der Anlage muss der Kurs um 25% steigen, damit der Verlust ausgeglichen ist. Lt. Factsheet war das beste Jahr 2019 mit ca. 12%, wobei da Anfang des Jahres nach dem Dezembercrash auch ziemliche Tiefstkurse à la Corona waren. Es könnte also mehrere Jahre dauern bis Du im Plus bist.


    Keiner weiß wie sich eine Anlage in einen ETF die nächsten Monate entwickeln wird. Wenn es gut läuft kann man damit mehr verdienen. Da Dein Fonds 1,65% Kostenquote hat würde ich mir zumindest einen Teilausstieg überlegen.