Steckt Geldwäsche dahinter?

  • Hallo,


    mein Finanzberater hat mir ein Angebot gemacht, wie ich innerhalb von 2.5 Monaten über 10% Rendite mache.


    Es geht um eine Investition in einen Künstler für den über die Weihnachtszeit Werbung gemacht werden soll.


    Das Angebot ist:


    Ich überweise meinem Finanzberater 5000 Euro aufs Konto.

    Mein Finanzberater gibt mir eine schriftliche Quittung ueber 5600 Euro, "erhalten per Überweisung und in bar".

    Mit Rückzahlungsdatum im Januar.

    Dann bekomme ich 5600 Euro zurück auf mein Konto und das wars.


    Vielleicht ist es tatsächlich eine so gewinnbringende Investition, aber vielleicht steckt auch etwas anderes dahinter.

    Was denkt ihr Experten darüber?

  • danke fuer Deine Antwort fitom.


    Ich erkenne zwar einen leichten Sarkasmus in Deiner Antwort, bin aber nicht ganz sicher worauf genau der sich bezieht. (womit schon mal klar ist, dass ich der Dumme bin :))


    Mein Berater macht das selber nicht, weil es ihm laut eigener Aussage auch um den Künstler geht und er vielleicht selber auch andere Möglichkeiten für Renditen hat.

    Hast Du Lust nochmal in direkten Worten zu sagen, was Du genau darüber denkst?

  • Hallo hlux, entweder ist es illegal (Steuerhinterziehung, Subventionsbetrug) oder Du sollst übers Ohr gehauen werden oder es soll jemand anderes übers Ohr gehauen werden oder eine Kombination. Oder es ist eine tolle Geldanlagemöglichkeit, die ich nur einfach nicht in meinen kleinen Kopf bekomme. Was macht Dein Finanzberater denn beruflich?

  • Hallo Pantoffelheld,

    mein Finanzberater ist beruflich Finanzberater :)

    Die theoretische Idee, dass jemand durch fremdfinanzierte Werbung, seine Auftragslage verbessert, so mehr Umsatz macht und dann das Fremdkapital "verzinst" zurückzahlt, halte ich grob für nachvollziehbar.

    Mich wundert nur, warum jemand das Geld dann nicht günstiger von der Bank leiht.
    (Aussage war: das dauert zu lange, bis Banken da reagieren).


    Auf meiner Seite entstünde ja auf jeden Fall ein zu versteuernder Gewinn.
    Aber der liesse sich ja bei der Steuer auch tatsächlich angeben.

    Aber natürlich werde ich skeptisch, wenn mir so eine Gelegenheit geboten wird, weil Menschen wirklich gute Gelegenheiten selten an andere weitergeben.

  • Sinn würde es machen wenn der Finanzberater plant in Insolvenz zu gehen. Dann kassiert er jetzt noch mal und die Rückzahlung reduziert sich auf die Insolvenzquote.


    Sauber wäre ein Darlehensvertrag, rechtlich wackelig bleibt es auch dann, da es keine Sicherheit für die Rückzahlung gibt.


    Wie immer ist bei Angeboten, die zu schön klingen, Vorsicht angesagt. 600 € Rendite über 2,5 Monate auf 5.000 € sind ca. 60% Jahreszins. Dafür sollte es woanders auch einen Kredit geben.

  • Vielen Dank für die Antwort Kater.Ka,


    die Hintergrundgeschichte ist von aussen betrachtet natürlich zweitrangig.
    Der Berater würde den Erhalt des Geldes und die Rückzahlung mit Datum quittieren.

    Wenn allerdings eine Insolvenz geplant ist, ist die Lage natürlich eine andere.
    Ist ohnehin die Frage, wie "wertvoll" so eine Quittung ist.

  • danke fuer Deine Antwort fitom.


    Ich erkenne zwar einen leichten Sarkasmus in Deiner Antwort, bin aber nicht ganz sicher worauf genau der sich bezieht. (womit schon mal klar ist, dass ich der Dumme bin :))


    Mein Berater macht das selber nicht, weil es ihm laut eigener Aussage auch um den Künstler geht und er vielleicht selber auch andere Möglichkeiten für Renditen hat.

    Hast Du Lust nochmal in direkten Worten zu sagen, was Du genau darüber denkst?

    ja du hast meinen Sarkasmus erkannt ,aber ich bin in keiner Weise der Meinung dass du dumm bist ,kenne dich doch garnicht ,ich wollte dich nur ein bisschen wachrütteln, Weil du bei diesem tollen Zinssatz auch dein eigener Experte sein kannst..... eine Quittung hilft auch nicht so viel wenn der Schuldner kein Geld hat oder einfach nicht zurück zahlt und du dann deinem Geld hinterher laufen musst. du kannst natürlich auch sagen ,ich helfe diesem Künstler gerne und gut ists......

  • Guten Tag,


    also ich hätte da eine Menge Fragen an den "Finanzberater"

    Wer ist der Künstler?

    Kann ich Ihn kennen lernen?

    Warum hat er ohne Werbung keinen Erfolg?

    Wie oder wo will der Künstler denn in den nächsten 2 Monaten arbeiten?

    Warum keine Bank?

    Warum kein Crowdfunding?

    Woher kommt eigentlich deine Qualifikation als Finanzberater arbeiten zu dürfen?


    Ich persönlich würde dieses Angebot auf keinen Fall auch nur annähernd in Betracht ziehen.


    Gruß TradeAttack

  • Vielen Dank für eure Antworten.

    Da ich mich in der Finanzwelt nicht so auskenne und es ja hätte sein können, dass so etwas prinzipiell möglich ist, war ich mir bezüglich meines Bauchgefühls eben nicht ganz sicher.


    Aber da ihr mein mulmiges Gefühl bestätigt habt, ist meine Meinung nun gefestigt.


    Grüße hlux

  • Moinsen,

    "Finanzberater" ist ja weder Ausbildungsberuf noch ein irgendwie geschützter Begriff. Ich habe Ende der 80er Jahre eine Umschulung zum Industriekaufmann absolviert, das war die halbe Berufsschulklasse plötzlich quasi über Nacht Finanzberater von Maschmeyer's AWD. Drückerkolonne klang nicht so gut wie Finanzberater... ;)