Altersvorsorge/Geldanlage - Vermögensverwaltung bei BAP Capital

  • Ich habe von BAP Capital ein Angebot kommen wo eigentlich nichts dagegen spricht das auch zu nehmen.
    Ein Berater der BAP Capital hat mir folgendes vorgeschlagen:

    Vermögensverwaltung (Alpha Performance)
    https://www.bap-capital.de/kompetenzen/vermoegensaufbau/vermoegensverwaltung/

    Dazu habe ich eine Zusammensetzung des Wertpapierdepots mit 13 institutionelle fonds.

    BAP Capital ermöglicht das private Anleger in institutionelle fonds investieren können.

    Dazu habe ich auch ein Bild gesehen das dieses Portfolio dieses jahr ca. 18% Wertentwicklung gemacht hat.

    Die Bank worin das Geld investiert wird läuft über Volkswohlbund bzw über FFB .

    Die Kosten bei Volkswohl Bund sind laut BAP Capital so:

    (bei einer Sparrate von 100€ monatlich)


    Abschlusskosten (alpha):




    2,50%




    1.380,00 €




    Verwaltungskosten (beta):




    9,50%




    5.244,00 €




    Kosten auf Fondsguthaben (gamma):




    0,15%




    7.015,74 €




    Stückkosten p.a. bei AlVo:




    0 €




    0 €




    Insgesamt:








    13.639,74 €




    Und bei den 18% Wertentwicklung kann man schonmal JA sagen wenn man sich zum Beispiel als Vergleich das All Weather Portfolio anguckt was ca. 5% hat.

    Es ist möglich das ich es falsch sehe und ich auch nur verascht werde dahher möchte ich ein Feedback von leuten die sich auskennen.

    Wenn jemand bereit ist das mal auszuwerten würde ich noch die Anlageempfehlung bzw die Zusammensetzung des Wertpapierdepots schicken und dazu ein Vorschlag für eine Fondsgebundene Rentenversicherung (Volkswohl Bund)


    mfg. NeonBlitz

  • Lass Dich nicht von den Zahlen blenden. Ein NASDAQ ETF liegt seit Jahresbeginn etwa 30% im Plus, ein Gold-ETF 20%. Ich kenne Echtgeldportfolios, die seit Juni 18% im Plus sind. Es ist also nicht schwer ein Portfolio zu konstruieren, das im Schnitt 18% hat. Insofern würde ich das als Verkaufstrick bezeichnen. Angegeben auf der Webseite sind 7-10% p.a., Anlagezeit > 7 Jahre.


    Der Berater soll Dir seinen Depotauszug über die sieben Jahre empfohlene Haltedauer zeigen, in wie fern die 7 - 10 % nach kosten erreicht wurden.


    Zu den Gegenfakten: ich nehme bei JustETF gerne die 70%-Portfolios als Benchmark. Je nachdem ob mit oder ohne Gold liegen die über 7 Jahre Stichtag heute bei 7,2 - 7,5% p.a. Ein reiner MSCI World ETF bei ca. 10,5%. Ein bekannt guter gemanagter Mischfonds liegt im Bereich der 70% Portfolios. Alle diese Produkte liegen also im gleichen Bereich wie die Vermögensverwaltung lt. deren Webseite, ohne die Abschlusskosten, die verloren sind, wenn Du es Dir zwischenzeitlich anders überlegst..

  • Ja aber das bei Bap Captital klingt meiner meinung nach alles logisch und als vorteil.
    Die ermöglichen es das man als privater in inatitionelle fonds investieren kann . Bei der Webseite wird nur 7-10% angezeigt da es auch mal schlechter laufen kann aber dieses jahr lief das Portfolio bis jetz bei 18% und da kann wohl kein normales Portfolio mithalten. KLar die kosten sind höher aber die Rendite ist ja auch höher. und die berater verdienen nicht daran wieviel ich einzahle sondern die verdienen prozentuall an den gewinn den ich bekomme. heißt also die sorgen dafür das man viel gewinn macht.


    Also meiner meinung nach klingt das alles sehr logisch. Aber das war es auch bei der Ergo wo ich letzendlich wieder gekündigt habe da die altervorsorge höchstwahrscheinlich auch nur verasche ist.

    Also wollte ich eigentlich in ETF´s investieren wo ich aber auch noch nicht ganz weiß welche bzw was für ein Portfolio. vielleicht wär auch die altersvorsorge nicht schlecht bei 18% was auch gemanagt wird.

  • Es wird Dir hier keiner vorschreiben was Du zu tun hast, da jeder für seine Anlagen selbst verantwortlich ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Renditen im Schnitt weit oberhalb der Marktrendite liegen ist eher gering.


    Zwei Fakten:

    Die sog. institutionellen Tranchen von gemanagten Fonds liegen in den Kosten im Bereich < 1% unter denen von denen von Privatanlegern, aber i.d.R. noch über denen von ETF. Die Möglichkeit in institutionelle Tranchen zu investieren ist zwar nett, erklärt aber nicht den Erfolg.

    Es gibt genügend kaufbare Portfolios, die in dem Bereich 20% und höher liegen für dieses Jahr liegen und die das auch schon eine ganze Zeitlang schon machen, sonst stünden sie nicht auf meiner Watchlist. Hier im Vergleich mit einem MSCI ETF https://www.fondsweb.com/de/ve…LU0864710354,LU0392494562

    Wenn Du dann runterscrollst siehst Du, dass die Fondsmanager recht einseitig auf Technologie / IT gesetzt haben. Das würde ich aber trotzdem nicht als Maßstab für langfristigen Erfolg nehmen. Wenn die eine Branchenrotation falsch einschätzen können die auch stark daneben liegen.

  • Bei der Webseite wird nur 7-10% angezeigt da es auch mal schlechter laufen kann aber dieses jahr lief das Portfolio bis jetz bei 18% und da kann wohl kein normales Portfolio mithalten.

    Oh doch... es gibt mindestens 5 Aktienfonds, die diese Performance geschlagen haben, und dies nicht nur in 2020. Fragst du Tante Google nach den erfolgreichsten Fonds, wirst du schnell fündig... versprochen!

    Kater.Ka hat diese Geschichte auch schon ausführlich behandelt.


    Eine private Altersversorgung mit einer Rendite von knapp unter 20% aufbauen zu wollen, bleibt vermutlich nur denjenigen vorbehalten, die sich sehr intensiv mit ihren Öcken beschäftigen. Der eher passive Realist rechnet mit eher realistischen Werten von zwischen 6 und 8%... und richtet seine „Sparraten“ danach aus... wobei die Zahl derer, die zu 100% in Aktien oder Aktienfonds investieren, sehr sehr klein ist. Insofern sind bei den vorgenannten Renditen auch die aus Festgeld o.ä. und Immobilien berücksichtigt.


    ... und die berater verdienen nicht daran wieviel ich einzahle sondern die verdienen prozentuall an den gewinn den ich bekomme. heißt also die sorgen dafür das man viel gewinn macht.

    Wer hat dir denn diesen Müll erzählt?

  • ... und die berater verdienen nicht daran wieviel ich einzahle sondern die verdienen prozentuall an den gewinn den ich bekomme. heißt also die sorgen dafür das man viel gewinn macht.


    Also den Müll hat mir der Berater von Bap Capital erzählt. und wenn das stimmt hört sich da ja eigentlich gut an.


    also meint ihr lieber selber passiv in etfs investieren?

  • könnt ihr mir da gute etfs oder Portfolio vorschlagen?

    Dachte so an Allweather oder Kommers Wertportfolio. (Sind ja recht bekannt) und dann Msci Wolrd, Msci EM , Inflationsgeschützte Anleihe, dann so noch eine Anleihe. Und rest weiß ich leider noch nicht. evtl. rohstoffe oder small caps.
    Außerdem möchte ich einmal für die Rente was haben +45 Jahre und einmal für zwischendurch. ca. in 5-15 Jahren.

  • Finanztip empfiehlt breit gestreute Aktien-ETF. Empfehlungen hier, auf die grüne Schaltfläche drücken. Je nach Interesse mit oder ohne Schwellenländer und ggf. nachhaltig. https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/fondssparplan/


    Wenn die Anlagesumme etwas größer wird kann man über Core-Satellite-Ansatz noch was anderes dazu nehmen. Das wären z.B. die Faktoren nach Kommer.


    All-Weather-Portfolio ist sehr anleihenlastig, würde ich so aktuell nicht machen außer man ist sehr sicherheitsorientiert unterwegs.


    Inflationsgeschützt macht Kommer mMn nicht, verwechselst Du das mit Beck? Der hat Linker und Schweizer Staatsanleihen..

  • Also den Müll hat mir der Berater von Bap Capital erzählt. und wenn das stimmt hört sich da ja eigentlich gut an.

    ... auf der Internetseite steht etwas von einer 1,57%igen Vermögensverwaltungsgebühr zzgl. 0,15%iger Verwahrgebühr.


    Es gibt aber tatsächlich Vermögensverwalter, die neben unter 1%igen Verwaltungsgebühren (auf den Depotwert) z.B. 10% vom Gewinn (Wertzuwachs) berechnen. Das hört sich erst einmal „gut“ an... aber bei deinen 18% nehmen sich solche „Jungs“ auch 1,52% vom Ganzen.

  • nein inflationsgeschützte anleihen sind ja bei All Weather. Aber bei all weather finde ich auch ist sehr anleihenlastig daher wollte ich vllt weniger anleihen nehmen. aber etwas sicherheit sollte auch sein. und nicht das klassische All Weather was sehr usa lastig ist sondern eher das andere.

  • Hallo zusammen,




    Einer unserer Berater hat mich auf die Diskussion im Forum über die BAP Capital hingewiesen.


    Gerne möchte ich als geschäftsführender Gesellschafter der BAP Capital GmbH öffentlich und transparent Stellung zu den Fragestellungen beziehen.




    Ich finde es erstmal gut alles zu hinterfragen und sich auch Mal weitere Meinungen einzuholen.


    Wichtig ist allerdings wer sich hinter diesen Ratschlägen verbirgt. Die Konkurrenz, Hobbyanleger, jemand der vor einer Woche ein Youtube Video über ETFs gesehen hat oder vllt. sogar Profis?


    Hier würde ich mir wünschen diese Frage aufzunehmen und den Berater diesbezüglich zur Rede zu stellen. Wenn ich eine bevorstehende OP habe frage ich nun mal auch nicht meinen Nachbarn was er denn empfiehlt sondern den Arzt. Gleiches sollte für die Finanzbranche auch gelten. Zugegebener Maßen hat diese zurecht allerdings einen eher schlechteren Ruf über die Jahre aufgebaut. Wir als BAP Capital hoffen dem entgegenwirken zu dürfen.




    Bzgl. Der Abschlusskosten vom Volkswohl Bund sind weitere Kosten von 1,5% zwischen dem Jahr 5-8 noch zu ergänzen. Somit verteilen sich die gesamten Abschlusskosten quasi auf die ersten 8 Jahre von insgesamt 4% (eher überdurchschnittlich). Die Verwaltungskosten sind mit 9,5% im Mittelfeld und die Kosten auf das Fondsguthaben mit 0,15% sind besonders günstig (hat den größten Effekt). Ansonsten sind diese Infos soweit richtig.




    Des weiteren unterscheidet man zwischen der Altersvorsorge (hier wurde der Volkswohl Bund zurecht empfohlen) oder dem Depot. Wir empfehlen i.d.R. (je nach individuellen Zielen) beides.


    Vereinfacht gesagt hat die Altersvorsorge höhere Kosten dafür aber langfristig Steuerersparnisse. Das Depot dagegen weniger Kosten und dafür höhere Steuerabgaben. Hierzu sollten Empfehlungen bitte auch nur entgegen genommen werden, wenn man alle steuerlichen Aspekte hierzu verstanden hat. Bei unseren Empfehlungen fließen Kompetenzen aus dem Steuerrecht, Investment und Versicherungswesen mit ein. Meiner Meinung nach braucht es immer die Kombination aus allen 3 Kompetenzen um eine ordentliche Empfehlung zu gewährleisten. Da reicht es nicht 10 Youtube Videos über ETFs gesehen zu haben.




    Bzgl. Der ETFs ist das i.d.R. auch immer die Standardantwort, wenn man was diesbezüglich auf Google eingibt. Das ist auch erstmal gar nicht verwerflich, weil man mit ETFs gar nicht soviel falsch machen kann. Man ist breit gestreut und hat wenig Kosten.


    Bei der richtigen Auswahl der ETFs findet man allerdings nicht wirklich zufriedenstellende Lösungen im Internet (hier wird fast immer nur der einfache MSCI World empfohlen. Ein ACWI ist den wenigsten bekannt, wobei das eigentlich Basiskenntnisse sein sollten). Grundsätzlich macht es für uns bzw. den Berater keinen monetären Unterschied, ob Sie ETFs oder institutionelle Fonds empfohlen bekommen. Beide beinhalten keine versteckten Provisionen o.ä.. Auch ETFs können also im Depot als auch in der Altersvorsorge gewählt werden.




    Wieso empfehlen wir also aktiv gemanagte Fonds? Weil der Job eines guten Investmentberaters eben ist eine bessere Performance als die Benchmark (also dem Index) für seinen Kunden zu erzielen. Zumindest ist das unser Anspruch bei der BAP Capital für eine Daseinsberechtigung am Markt. Diese Überperformance lässt sich meiner Meinung nach nur durch Smart Beta-ETFs erzielen oder über ein aktives Management. Mir ist bewusst das es hier bestimmte Statistiken zu gibt. Gerne erläutere ich diese im persönliche Gespräch / Webinar.


    Bis heute ist uns eine bessere Performance gegenüber der Benchmark gelungen. Dies ist natürlich keine Garantie für die Zukunft. Mit einer Performance von wie hier genannten 18% möchten wir auch nicht werben (siehe Website: 7-10% p.a.). Wenn der Kunde dann 18% Performance erzielt hat freuen sich natürlich beide Seiten.




    In dem Sinne würde ich mich über Interessenten und Diskussionen über z.B. ein Webinar freuen. Dazu können Sie mir, wenn dies gewünscht ist gerne eine Mail an die info@bap-capital.de senden. Das Webinar könnte ich am 8.12.20 um 18 Uhr anbieten um Jedem transparent Rede und Antwort zu stehen. Wir möchten uns hier nicht vor unangenehmen Fragen verstecken.



    Mit freundlichen Grüßen

    Nico Bachmann

    BAP Capital GmbH

  • Getagt für die Moderation Anika S.


    Persönliche Anmerkung:

    Die Themen Versicherungslösung vs. selbstbestimmte Anlage, ETF vs. gemanagte Fonds, empfohlene ETF World / ACWI / nachhaltig sind hier im redaktionellen Bereich hinreichend behandelt. Die Vielschreiber im Forum beziehen sich dabei auf die Empfehlungen von Finanztip und ggf. Finanztest, wobei es hier keine signifikanten Unterschiede gibt.

    Ich habe letzte Woche ein Youtube-Video über ETF gesehen, nehme aber trotzdem für mich in Anspruch aus über 30 Jahren eigener Anlageerfahrung fundiert und faktenbasiert Stellung genommen zu haben. Ob jetzt der Fragesteller sich im Vertrauen auf die dauerhafte Qualität des Vermögensverwalters auf das angebotene Produkt einlässt oder auf die selbstbestimmte Anlage geht muss er für sich selbst entscheiden.

  • In dem Sinne würde ich mich über Interessenten und Diskussionen über z.B. ein Webinar freuen.

    Hallo Herr Bachmann,


    ich frage mich, welchen Wert eine Teilnahme an einem solchen Webinar (für mich) haben sollte. Sicherlich können Sie dabei Ihr Angebot bzw. Ihre verschiedenen Angebote klarer darstellen, als sie NeonBlitz hier angerissen und dargestellt hat. Aber, wie gesagt, wozu?

    Wird das Angebot dadurch besser?


    Aber... egal... ich unterhalte mich eh nur mit Leuten über meine Finanzen, wenn ich deren „Net Worth“ kenne und dieser den Erfolg ihrer Strategie untermauert 😉


    Nichtsdestotrotz... weiterhin viel Erfolg.


    John

  • Hallo NicoBachmann,


    mit einer Sache könnten Sie schon mal vorab etwas Licht ins Dunkel bringen...


    Wenn der Kunde monatlich 100€ in das angebotenen Konstrukt (Versicherungsmantel) einzahlt, welche Beträge werden als „Sparanteil“ im ersten, zweiten, dritten... bis zehnten Jahr in den jeweiligen oder die jeweils gewählten Fonds „gesteckt“?