Verlustbescheinigung

  • Hallo, guten Morgen,

    ich habe ein Aktiendepot in der Schweiz. Über eine Ergebnisaufstellung des Vermögensverwalters (Depot wird bei der Swissquote geführt) reiche ich jährlich zusammen mit anderen Bankergebnissen meine Zahlen ein. Somit fallen alle Beträge ganz regulär unter deutsches Steuerrecht. Nun hatte ich in 2019 nur einen höheren Verlust, keine Gewinne aus Aktienverkäufen, den ich in der EK-Steuer Erklärung geltend machen wollte. Geht so nicht, schreibt das Finanzamt. Ich müsse eine sogenannte Verlustbescheinigung der Bank einreichen. Die Schweizer Bank beruft sich auf das Schweizer Steuersystem und sagt, es gibt keine Verlustbescheinigung. Nun erfuhr ich, dass ich für ca. 260CHF eine Aufstellung bekommen könnte... gibt’s nichts einfacheres / günstigeres? In 2020 habe ich noch mehr Verluste (wirecard)... gibt es einen Tipp aus Ihrem Haus?

    Vielen Dank und lieben Gruß

  • In 2020 habe ich noch mehr Verluste (wirecard)...

    Ich mag zu den steuerlichen Aspekten keine Infos geben... frage mich aber, wie man in 2020 Verluste mit WDI machen konnte. Der Laden stand schon vor dem Allzeithoch heftig in der Kritik und in 8/19 läuteten die Alarmglocken laut genug, um da zu verkaufen und je nach Haltedauer ggfs. sogar noch „gute“ Gewinne mitzunehmen.

  • Hallo ChSanchez , willkommen im Finanztip-Forum.


    Vorbemerkung: Rechts- und Steuerberatung findet hier nicht statt.


    Ich habe ein wenig die Suchmaschine befragt und bin auf eine Anwalts-Antwort gestoßen zu vergleichbarem Sachverhalt gestoßen. Dort wurde das Vorgehen des Finanzamts bestätigt. Begründet ist dies damit, dass in §20 Abs.6 EStG letzter Satz zwingend die Verlustbescheinigung gefordert wird. http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__20.html .


    Bevor man die 260 CHF an Swissquote zahlt wäre mMn zu klären, ob das dann tatsächlich die vorgeschriebene Bescheinigung ist und natürlich ob die Gewinne aus der Verlustverrechnung so hoch sind, dass sich das lohnt.