Anfänger-Portfolio ETF + Einzelaktien

  • Guten Morgen zusammen,


    ich würde gerne eure Experten-Meinung abgreifen, was folgende ETF-Sparpläne angeht. Dieses Jahr habe ich mich zum ersten Mal so richtig mit dem Thema Geldanlage auseinandergesetzt und möchte gerne dahingehend aktiv werden.


    ETF


    (50-30-20)

    Core MSCI World, monatl. 200 EUR

    Core MSCI EM IMI (acc), monatl. 120 EUR

    MSCI Europe ESG (acc), monatl. 80 EUR


    Global Clean Energy, monatl. 25 EUR

    Digitalisation, monatl. 25 EUR


    Es geht nicht um eine Anlageberatung, sondern einfach nur, ob die Verteilung generell sinnvoll ist (Betrag, Gewichtung).


    AKTIEN


    Des Weiteren stellen sich mir folgende Fragen, da ich im nächsten Schritt auch in Einzelaktien investieren möchte:


    Wie viele Aktien pro Unternehmen machen Sinn? Also Menge oder Gesamtbetrag des Kaufs? Klar kommt es aufs Unternehmen an, aber z.B. Alphabet 1 Aktie und Xiaomi 3? Ich las häufiger von den Faustregeln 1-3 Aktie(n) pro Unternehmen ODER ALTERNATIV ca. für mindestens 500 EUR Gesamtbetrag investieren. Und auch maximal vorerst in 7-10 Unternehmen investieren (wegen Überblick behalten und gleichzeiitger Diversifikation). Stimmt das? Ich könnte ja entweder direkt kaufen oder ebenfalls per Sparplan besparen. Als Neuling tut man sich da schwer.


    Danke euch,

    t.

  • Hallo toujours , willkommen im Finanztip-Forum.


    Finanztip empfiehlt eine Ein-ETF-Strategie, entweder in den MSCI World oder MSCI All World oder die jeweils nachhaltige Variante. Empfohlene Produkte hier https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/fondssparplan/


    Die Aufteilung auf drei ETF kann man machen, die Sinnhaftigkeit sieht man nur im Rückblick. EM hat Nachholpotenzial, Europa auch, kann also ein guter Plan sein, muss aber nicht. Historisch wäre ein reiner Word-Ansatz günstiger gewesen.


    In Deiner Aufteilung fehlt der Sicherheitsbaustein, ggf. hast Du den außerhalb.


    Die beiden Satellites sind mit 11% (50/450) im Grunde noch OK, schau Dir die Bestandteile und deren Entwicklung an, ob Du das so willst.


    Bei Einzelaktien würde ich eine größere Diversifikation bevorzugen, oberhalb von 14-20, sofern es eine Basisanlage sein soll (das wäre bei Alphabet so, Xiaomi würde ich eher als Spekulation sehen). Die 500 € kommen aus den Transaktionskosten, wobei sich das durch die in den letzten zwei Jahren erschienen Neo-Brokern etwas relativiert hat.


    Ohne Kenntnis Deines finanziellen Hintergrunds würde ich das Thema Aktien in Summe auf < 10% Deines Anlagevermögens beschränken.

    Speziell bei spekulativen Aktien die Einzelposition beschränken, man kann nie ausschließen, dass eine Wirecard dabei ist.


    Kauf über Aktiensparplan finde ich im Grunde OK, habe allerdings keine Erfahrung mit dem Handel von Bruchteilen. Diese gehören mMn dem Broker und sind dann nicht Dein Eigentum in der Lagerstelle.


    Es gibt im Netz etliche Quellen zu Risikomanagement im Portfolio. Diese sind zwar eher auf noch heißere Produkte gemünzt, aber die Beschäftigung mit der Frage "Was möchte ich im worst case verlieren?" hilft zu einem demütigen Ansatz.

  • Hallo Kater.Ka und merci für die Begrüßung und den Link :)


    Den Sicherheitsbaustein habe ich außerhalb auf meinem Sparkonto.


    Ich will mir jetzt auf jeden Fall eine Basisanlage basteln, das ist richtig. Dann werde ich mir mal fürs Erste roundabout 15 Unternehmen raussuchen, die für mich interessant klingen. Ich strebe eine anfängerfreundliche Mischung aus Diversifikation und "Überblick behalten" an.


    Wenn die 500 EUR Regel dann nicht mehr so ins Gewicht fällt, macht es dann tatsächlich auch Sinn, wirklich "nur" 1 - 3 Aktien pro Unternehmen zu haben? Weil eigentlich kommt es ja auf das Unternehmen an (z.B. Vergleich 1 Aktie Alphabet vs 1 Aktie Xiaomi). Oder dann gleich mehr nehmen, wenn die Einzelaktie so günstig ist (wenn auch spekulativ)? Ich finde dazu leider überhaupt keinen groben Richtwert, an dem man sich orientieren kann.


    Bei Aktien-Bruchteilen ist es glaube ich so, dass diese jeweils dem Broker gehören, bis diese "voll" sind.


    Ich habe etwa 5000 EUR zum Start des Aktiendepots.

  • Ich möchte noch mal oben an meine 10% erinnern, das widerspricht sich nicht mit der Aussage von chris2702 . Bei 5.000 € reicht es nicht für ein diversifiziertes Portfolio. Deswegen versuchen erst mal über ETF eine breite Basis aufbauen. Unabhängig davon kannst Du ja immer mal Dir eine Einzelaktie aussuchen und kaufen. Bei den Neo-Brokern fallen kaum Kaufkosten an. Da bei einer Einzelaktie immer ein Totalverlustrisiko besteht das dann aber eher als Hobby ansehen.

  • Hallo toujours,

    ich würde die vorhandene Kohle zu 70/30 in MSCI World und EM stecken (aber erst, nachdem ich auf einem Tagesgeldkonto 3-5 Monatsbruttogehälter geparkt habe) und dann ein gutes Buch lesen, z.B. von Gerd Kommer "Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs".

    Viel Spaß!