Performance von Robo Advisor in 2020 - Lieber selbst machen?

  • Hallo Zusammen,


    ich habe mich zum Jahresende wieder einmal mit meinen Anlagen beschäftigt.

    Dabei habe ich zwei Quirion Portfolios (weil man früher für nen Sparplan noch separat anlegen musste).

    Parallel dazu mittlerweile "eigene" ETFs über TradeRepublic.


    Meine 60/40 Strategie bei Quirion steht aktuell bei 8% nach 3 Jahren Laufzeit, der Sparplan (70/30) etwas besser bei 19,2% (zeitgewichtet). Der MSCI World hat in der gleichen Zeit 27,5% hingelegt (-> bei einer 70/30 Strategie wären ich dann auch bei ca. 19,2% wenn ich mich nicht verrechne).

    Ich überlege jetzt, das Quirion Konto aufzulösen, um mir die Kosten zu sparen.


    Jetzt meine Frage: Gibt es dazu irgendwelche Gegenargumente, die man beachten sollte? Bzw. wo liegt der Vorteil des Roboadvisors, abgesehen davon das er einem etwas Arbeit abnimmt?


    Gibt es irgendwo Analysen wie die Performance der Roboadvisor über das Jahr im Vergleich zum Markt war? Ich weiß das Scalable ja wohl sehr schlecht abgeschnitten hat...


    Viele Grüße,

    Christian

  • Jetzt meine Frage: Gibt es dazu irgendwelche Gegenargumente, die man beachten sollte? Bzw. wo liegt der Vorteil des Roboadvisors, abgesehen davon das er einem etwas Arbeit abnimmt?

    Du hast das schon richtig erkannt. Du tauschst mehr Komfort gegen mehr Kosten. Die Roboadvisor versprechen, deine Risikoneigung bei dir abzufragen und ein entsprechendes Portfolio dauerhaft zu rebalancen. Für den komfortorientierten Kunden ist das attraktiv. 10% Rendite bei 0% Risiko gibt es auch hier nicht.

  • hier mal eine Quelle zu deiner Vergleichsfrage:

    Robo Advisor im ersten Echtgeld-Test Deutschlands seit 2015 | Performance-Vergleich mit Rendite nach Gebühren (brokervergleich.de)

    In dieser Übersicht habe ich keine Info gefunden, ob die Kosten für den entsprechenden Robo Advisor mit enthalten sind oder ob es nur die Wertentwicklung der Anlage ist.

  • Gebühren sind in der Berechnung mit drin. Die Angabe steht unten drunter.


    Warum weichen unsere Performance-Angaben von den Angaben auf den Anbieter-Webseiten ab? Für unsere Berechnungen ziehen wir jeweils die Kurswerte vom letzten Handelstag des Vormonats heran. Dabei berücksichtigen wir alle anfallenden Gebühren und Steuern. Das bedeutet auch: wir haben bei keinem der Anbieter einen Freistellungsauftrag gestellt, weil dieser a) bei einem Depotstand von insgesamt mehr als 140.000 Euro schon bei einem Prozent Rendite pro Jahr aufgebraucht wäre und b) wir den uns zur Verfügung stehenden Sparerpauschbetrag nicht gleichmäßig auf alle Anbieter aufteilen können, was zu Verzerrungen im Test führen würde. Daher haben wir uns entschieden, bei keinem der Robo-Advisor einen Freistellungsauftrag einzurichten, und geben die erzielte Rendite nach Steuern an. Details zum Testverfahren »

  • Die Anlage über einen Robo Advisor erfolgt in meinem Namen. Kann ich über die Fonds/ETFs selbst verfügen - also diese z.B. auf ein anderes Depot übertragen oder klappt dieses nur, wenn ich dort nicht mehr über den Robo Advisor spare?

  • Hallo Marv89,

    ich glaube, das ist eine Grundsatzentscheidung. Du willst es selber im Griff haben, dann sparst du dir den Robo, so wie ich auch. Du willst, dass die Auswahl der Investments und das Rebalancing jemand macht, der "Ahnung hat", nimmst du einen Robo. Such dir auf YouTube von Finanztip oder Finanzfluss was zum Thema Robo. Der Gerd Kommer hat seit 2020 einen am Start, der seine Anlagephilosophie umsetzt bzw umsetzen soll:

    viel Spaß!

  • Die Anlage über einen Robo Advisor erfolgt in meinem Namen. Kann ich über die Fonds/ETFs selbst verfügen - also diese z.B. auf ein anderes Depot übertragen oder klappt dieses nur, wenn ich dort nicht mehr über den Robo Advisor spare?

    Also ich kann aus eigener Erfahrung vom ehemals Weltinvest jetzt sogenanntem ETF Roboadvisor von Weltsparen sprechen. Bei diesem muss man die ganze Anlage auflösen, dabei werden die Anteile verkauft und du erhältst das Geld.