GRV ungleich Investment

  • Ich hab studiert und bekäme die 45 Jahre trotzdem voll. Es geht auch ohne Bummeln, wenn mit etwas Glück die Lebensumstände passen. Da ich aber - wiederum glücklicherweise - früh genug auf die Warnungen gehört habe, dass die GRV nicht reichen wird, sehe ich sie inzwischen auch nur noch als ein Zubrot. Ich wunderte mich damals schon, dass der Satz zwar manchmal fiel ("private Vorsorge ist notwendig"), dass sich aber niemand darum kümmerte, wenn sich jemand nicht darum kümmerte. Die künftig noch viel stärkere Altersarmut in Deutschland ist hausgemacht. Das ärgert mich.


    Wenn wir das System eh mit bald 100 Mrd. Euro jährlich aus Steuern bezuschussen, dann lasst uns einen kleinen Teil noch drauflegen und endlich den kapitalgedeckten Baustein einführen. Wenn wir ihn dann schrittweise erhöhen, sieht es in 20-40 Jahren schon viel besser aus, oder? Dann muss meine Tochter keine drei Rentner*innen finanzieren.

  • Wenn man mit 20 sein Studium abgeschlossen hat, kann man mit den gewohnten 65 in Rente, nach 45 Jahren. Aber wer hat das schon?

    Wer vor oder während des Studiums Beiträge geleistet hat, der kann dahin kommen. Freiwillige Beiträge sind ab 16 möglich, Beiträge aufgrund von Beschäftigung ab 13. (Minijob kann ausreichend sein.)

    Aber wer denkt so frühzeitig an später und hat die Gesetzesentwicklungstendenzen der nächsten 45 Jahre im Blick?

  • Fachschule zählt aber erst ab 17 Jahren rentensteigernd. Die meisten beginnen aber schon mit 16 ihre Fachschulausbildung. Hat man schon wieder 0,75 Punkte pro Kopf gespart.

    Oha, kommen die Kurzschuljahrgänge wieder?


    Auch hätte ich vermutet, dass die Mehrheit der Teilnehmer von Meister- oder Techniker-Schulen volljährig sind.


    Aber wenn alle ihre Fachschule vor der Vollendung des 17. Lebensjahres abgeschlossen haben, dann spart sich die Regierung Kosten für die versicherungsfremden Leistungen, die nicht durch Beiträge, sondern über den Bundeszuschuss finanziert werden sollten.

  • Genau. Die versicherungsfremden Leistungen kosten inzwischen viel Geld. Die sollten aus anderen Töpfen finanziert werden. Dazu zählen die Rentenanteile für Arbeitnehmer aus der Zeit der damaligen DDR. Hierfür müsste Steuergeld aufgebracht werden.

    Abzüglich all dieser Zahlungen wäre der Rententopf für die reine Rentenzahlung nicht schlecht gefüllt.

  • Oha, kommen die Kurzschuljahrgänge wieder?


    Auch hätte ich vermutet, dass die Mehrheit der Teilnehmer von Meister- oder Techniker-Schulen volljährig sind.


    Aber wenn alle ihre Fachschule vor der Vollendung des 17. Lebensjahres abgeschlossen haben, dann spart sich die Regierung Kosten für die versicherungsfremden Leistungen, die nicht durch Beiträge, sondern über den Bundeszuschuss finanziert werden sollten.

    Ok, die genaue Bezeichnung ist Berufsfachschule. Die kann man direkt nach der Realschule besuchen. Kann man auch mit 15 schaffen. Jedenfalls hat man hier einen Riegel davor gemacht, alles unter 17 zählt nicht. Der Maurer hingegen bekommt seine Ausbildung in der GRV ab 15 anerkannt und aufgewertet.

  • Genau. Die versicherungsfremden Leistungen kosten inzwischen viel Geld. Die sollten aus anderen Töpfen finanziert werden. Dazu zählen die Rentenanteile für Arbeitnehmer aus der Zeit der damaligen DDR. Hierfür müsste Steuergeld aufgebracht werden.

    Abzüglich all dieser Zahlungen wäre der Rententopf für die reine Rentenzahlung nicht schlecht gefüllt.

    Die Rente wird von den Geldern die momentan eingezahlt werden gezahlt, heißt alle egal wo, zahlen ein und alle Rentner ob Ost oder West bekommen davon die Rente. Da die Einheit schon 30 Jahre zurück liegt, ist diese Aussage, Entschuldigung, einfach Unsinn. Bei anderen versicherungsfremden Leistungen kann man natürlich darüber nachdenken. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass die Rentenkasse bereits jährlich mit nicht wenigen € Steuergeld unterstützt wird.

  • Die Rente wird von den Geldern die momentan eingezahlt werden gezahlt, heißt alle egal wo, zahlen ein und alle Rentner ob Ost oder West bekommen davon die Rente. Da die Einheit schon 30 Jahre zurück liegt, ist diese Aussage, Entschuldigung, einfach Unsinn. Bei anderen versicherungsfremden Leistungen kann man natürlich darüber nachdenken. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass die Rentenkasse bereits jährlich mit nicht wenigen € Steuergeld unterstützt wird.

    Und wie soll das in der Zukunft laufen? Wer soll die Rente bezahlen? Müssen wohl sehr hohe Steuermittel sein.


    Der offizielle Sprachgebrauch der Politiker ist inzwischen bei "Fehler von 2015" angekommen.


    Nichts mehr mit "Wir schaffen das" und "Willkommenskultur".


    2/3 der Syrer haben es nach 6 Jahren noch nicht in die Arbeitswelt geschafft:


    https://www.zeit.de/gesellscha…beitsmarkt-hartz-iv-quote?


    (man beachte hier die positive Überschrift)


    Viktor Orban gab jüngst einem amerikanischen Sender ein Interview, bei dem er die Willkommenskultur als Risiko bezeichnete.


    https://www.anderweltonline.co…dreifach-hoch-auf-ungarn/


    Ein zurück nach Syrien wird es nicht geben. Es sollte mehr für die Integration (besonders ins Erwerbsleben) getan werden. Aber wenn ich das Niveau der Sozialarbeiter sehe, die diese Tätigkeit machen: da kann nichts bei rauskommen (ja, ich habe mit allen diesen Dingen zu tun).


    Es läuft wie schon immer: Erst die zweite Generation integriert sich.


    Die Rente ist sicher, nur die Höhe macht große Probleme.

    Lass keinen zwischen Dich und Dein Geld.

  • derruediger , da bin ich ja bei dir, hier muss dringend mehr getan werden, allerdings nicht bei der GRV, wie oben geschrieben, die zahlen nur für die erworbenen Punkte. Die 2/3 nicht in Arbeit gekommenen erwirtschaften keine eigenen Punkte. Damit werden dann die Steuerzahler weiter belastet, mit nennen wir es Sozialhilfe.

    Richtig ist auch, dass die Einnahmen der Rentenkasse steigen müssen, allerdings wird es schwer auf hauruck um zu stellen (Staatsfond oder ähnliches), die jetzt ihre Rente beziehen müssen ja auch weiterhin bedient werden. Also viele Ideen, aber schwer umsetzbar.... zumal ich nicht auf Einigkeit in der Politik hoffe und auch nicht, dass Banken und Versicherungen bei einer Umstellung, wie auch immer diese aussehen mag, außen vor bleiben. Eher glaube ich wieder, wie bei Riester, BAV usw., werden diese ihren nicht geringen Anteil bekommen. Womit das Unheil weiter seinen Lauf nehmen wird.

  • Zitat aus "ihre-vorsorge...":

    "Zur Begründung verwies Roßbach auf die oft prekäre Lage der Betroffenen, die „überdurchschnittlich stark auf Grundsicherung im Alter angewiesen“ seien."


    Mit Betroffenen sind "nicht obligatorisch gesicherte Selbstständige", vorwiegend Kleinunternehmer, gemeint...


    Geht's noch? Einerseits sind diese Selbstständigen mündig genug, um ein Gewerbe auszuüben und Gewinne versteuern zu dürfen, und andererseits will man sie bezüglich ihrer Altersvorsorge bevormunden.

    Wer sich als Selbstständige/r nicht um seinen "Kram" kümmert hat halt im Alter schlechte Karten. Arbeiten bis zum Tod wäre ja auch eine Alternative zur Pflichtversicherung ;-)

  • Geht's noch? Einerseits sind diese Selbstständigen mündig genug, um ein Gewerbe auszuüben und Gewinne versteuern zu dürfen, und andererseits will man sie bezüglich ihrer Altersvorsorge bevormunden.

    Wer sich als Selbstständige/r nicht um seinen "Kram" kümmert hat halt im Alter schlechte Karten. Arbeiten bis zum Tod wäre ja auch eine Alternative zur Pflichtversicherung ;-)

    Nun, wir haben Bekannte (beide selbstständig ~ 50), die ganz bewusst die staatl. Grundsicherung in Ihre Altersplanung 'einbauen'. Beide haben die Möglichkeit Geld 'schwarz' beiseite zu legen, was Sie auch Beide tun (Schließfach).

    Der Plan ist dann irgendwann im Alter die Selbstständigkeit aufzugeben und sich auf die Grundsicherung zu verlassen. Das Spaßgeld, soll dann aus dem Schwarzgeld kommen.


    Das Problem ist eben, dass man bei Selbstständigen nicht kontrolliert, ob überhaupt etwas für die Altersvorsorge getan wird.

  • Wenn eine Selbstständigkeit nicht genug abwirft, um den Regelbeitrag (aktueller Beitragssatz × Bezugsgröße) zu zahlen, dann ist diese Selbstständigkeit wohl nicht tragfähig.

    Wenn alle dazu verdonnert werden, vernünftig vorzusorgen, dann klingt das für mich erstmal recht nachvollziehbar.

  • Lustig. Pro Jahr zahlt der Bund rd. 100 Mrd. Euro aus Steuermitteln zu, per Saldo sind die Beitragseinnahmen als deutlich geringer als die Ausgaben für Rentenzahlungen.


    Wenn nun 2020 die Einnahmen um 2,4% steigen, die Rentenerhöhung aber Pi mal Daumen 3,7% beträgt, dann würde ich das nicht als "stabil" bezeichnen.


    Aber vermutlich muss man Beamter oder Politiker sein, um diese Zahlen positiv zu deuten.