Verhältnis Aktien/ETF zu Tagesgeld

  • Hallo zusammen,


    Tolles Forum hier!!! :thumbsup:

    Meine Frage:


    Man liest ja häufiger, dass man ein bestimmtes Verhältnis „Aktien“ vs. „Geld auf Tageskonten“ anstreben sollte, z.b. 50/50 oder 70/30 abhängig von der eigenen Risikoaffinität.


    Wie sind aber hier Immobilien mit zu berücksichtigen? Eigenheim, vermietete Wohnung, etc. Ich sehe es weder in der einen noch in der anderen Kategorie, es darf jedoch natürlich nicht unberücksichtigt bleiben, oder?


    Fiktives Beispiel: ich besitze ein selbstbewohntes Haus für 1 Mio., eine vermietete Wohnung für 200k, habe Aktien in Höhe von 100k und Barvermögen in Höhe von 50k. Das Verhältnis Aktien/Barvermögen ist in diesem Beispiel meiner Ansicht nach weniger „relevant“ als wenn ich die Immobilien nicht hätte.


    Was ist Eure Meinung dazu?


    Grüße

  • Hallo.


    Ob Immobilien eher risikoträchtig oder nicht sind, da kann man sich streiten.

    Ich würde zumindest sagen, dass sie zusätzlichen Kapitalpuffer erfordern. (Der kann aber auch außerhalb der Zusammenstellung Tagesgeld/Depot erfolgen.


    Am Ende geht es ja nicht darum, ob man eine Faustformel abbildet oder eine Lehrmeinung umsetzt, sondern dass man beruhigt und entspannt investiert bzw. vorsorgt.


    "Alles was die Nachtruhe sicherstellt, ist erlaubt!" ;)

  • Ja, das stimmt. Man sollte steht’s gut schlafen können.


    Was mich jedoch verwundert, dass in einschlägigen Artikeln und Büchern nie darauf eingegangen wird. So als ob man entweder nur in Immobilien oder nur in Aktien investiert und sich daher nie die Frage stellt...


    Gibt es denn keine „Lehrmeinung“?

  • Moin,


    die wichtigste „Lehrmeinung“ ist diese: „Lass dir weder von armen Schweinen, noch von armen Verkäufern/Beratern vorschlagen, wie du deine Geldangelegenheiten handhaben sollst!“


    Die „Reichen“ haben eher zwei Drittel ihres (Netto-)Vermögens auf Aktien, ~ 20% in Immo und den Rest „cash“ (Geldwerte) verteilt.


    Wenn deine Immo für 1m bezahlt ist, na dann hast du halt ein Dach überm Kopf. Die Aufteilung des restlichen Vermögens auf Geld- und Sachwerte hat mit deinem Lifestyle, Alter und den Einkünften zu tun. Wovon lebst du heute und wovon morgen?

  • Eine häufige "Lehrmeinung" ist, dass eine eigene Immobilie "nur" Lifestyle bedeutet und man deshalb eigentlich nur Mieter sein sollte, da es günstiger sei.

    Es mag in vielen Fällen, je nach Lage, womöglich auch passen.


    Wenn ich meine aktuelle (persönliche) Situation so betrachte, kann es so falsch nicht gewesen sein ein Haus zu kaufen.

    Hab 2011 gekauft und würde denken, dass meine Immo heute bestimmt 100TE mehr Wert sein könnte.


    Es kommt im Prinzip immer auf die Lage der Immobilie an.


    Man empfindet die Immo halt auch einfach als sicher, da man anders als bei Aktien z.B. nicht jeden Tag einen Wert erfährt und deshalb die Schwankungen nicht bemerkt.


    Ich persönlich lasse meine eigene Immo in der Finanzplanung als Asset außen vor.

    Eine Kapitalanlage würde ich im Bereich Sachwerte mit einordnen und berücksichtigen.

  • Eine häufige "Lehrmeinung" ist, dass eine eigene Immobilie "nur" Lifestyle bedeutet und man deshalb eigentlich nur Mieter sein sollte, da es günstiger sei.

    Es mag in vielen Fällen, je nach Lage, womöglich auch passen.

    ... aber wenn alle Schlauen „nur“ Mieter wären, wem gehörten dann die Immobilien?

  • ... und damit sind wir da angekommen, dass die Immo individuell betrachtet werden sollte. Micha hat es ja auch aus seiner Sicht und persönlichen Situation heraus geschildert.

    Ich denke mal, die Immobilie ist mit untereinander vergleichbaren (anderen) Sachwerten nicht vergleichbar und zu divers, als dass man sie bzw. ihren Wert als Prozentsatz bei der Vermögensverteilung berücksichtigen kann.