Zahle ich beim Strompreis wirklich zu viel oder gibt es Preise zum selber aussuchen?

  • In diversen Vergleichsportalen hat jeder die Qual der Wahl. Was mir aber aufgefallen ist, wenn man einen bestimmten Anbieter beobachtet, bekommt man einen besseren „Kilowattstunden-Preis" je höher der geschätzte Verbrauch liegt. Liegt man bei der Prognose zu tief, bekommt man bei bestimmten Anbietern erst gar kein Angebot.


    Einige wenigen Anbietern haben entsprechende Verbrauchs- und Preisstaffeln (zwar versteckt) auf deren Webseite veröffentlicht.


    Bei all meinen bisherigen Anbietern ist mir aber nie aufgefallen, dass eine entsprechende Preisstaffel Bestandteil des Liefervertag geworden ist.


    Da der Stromverbrauch am Vertragsanfang noch nicht feststeht, bin ich dann selber schuld, wenn ich meinen geschätzten Verbrauch zu niedrig angebe und dafür (für die kWh) einen teureren Tarif bekomme als wenn ich beim geschätzten Verbrauch (maßlos) übertreiben würde und einen billigeren Strompreis bekomme?


    Und was wäre, wenn ich erst durch eine zu hohe Schätzung einen Vertrag mit/bei Anbieter xyz bekomme, sich aber später rausstellt, das ich so wenig verbrauche, das der mich erst gar nicht aufgenommen hätte?


    Hab ich irgendwo was übersehen? Kann mir jemand was dazu sagen?


    Danke

  • Meines Wissens kannst du einen beliebigen KWH Verbrauch angeben. Der Stromanbieter wird aber noch einen Plausicheck mit dem Netzbetreiber machen, der dem Stromanbieter deinen realen Verbrauch mitteilt. Darauf wird dein Abschlag basieren und natürlich kannst du nicht Vertragskonditionen beanspruchen, die in einer anderen Liga spielen.

  • Die Frage hatte ich explizit bei E.ON gestellt vor ca. 3 Jahren und hatte bestätigt bekomme, dass dies unabhängig sei. Chatprotokoll abgespeichert. Habe mich dann ein wenig nach oben orientiert und auch genau so bekommen.


    Bei Entega steht die Staffel in den Vertragsunterlagen.

  • Hallo kleinkraemer,


    ich vermute mal, das ein Stromanbieter den durchschnittlichen Verbrauch seiner Kunden kennt und daher nicht jede beliebige gemeldete Zahl einfach so glaubt. Spätestens im zweiten Jahr ist der Verbrauch ja auch klar ersichtlich. Außerdem hat der Versorger ja auch die Möglichkeit beim Netzbetreiber oder Messstellenbetreiber den Verbrauch der Vergangenheit zu erfragen.

    Es wird einfach günstiger für den Anbieter sein, den paar Leuten Ihren Spaß zu lassen, als aufwendig nach einem Jahr zu prüfen ob der angegebene Verbrauch zum tatsächlichen Verbrauch passt und unter Umständen dann einen mickrigen Nachschlag zu erhalten, der nicht mal den Aufwand deckt, geschweige denn sich positiv aufs Gesamtergebnis auswirkt.


    Gruß TradeAttack