Ausschüttungen wiederanlegen

  • Guten Morgen,


    meine Frage wäre, wie ihr die Wiederanlage von Ausschüttungen handhabt.

    Beispiel: ich bespare einen ausschüttenden ETF auf den MSCI World, der quartalsweise ausschüttet.

    Am Anfang liegen die Quartalsausschüttungen ja im Cent Bereich oder kleinen Eurobereich.

    Sammelt ihr die Ausschüttungen und legt die dann auf einmal für das ganze Jahr wieder an oder passt ihr direkt die Sparrate für den Monat nach der Ausschüttung an?

  • Ich würde mir hier nicht so viel Stress machen, auch wenn das unsystematisch ist.


    Mögliche Lösung: Ausschüttung grob abschätzen, z.B. 2,5% p.a., daraus einen Monatswert berechnen, diesen auf die Sparrate aufsatteln. Da man bei einer Gehaltserhöhung die Sparraten mindestens um die Hälfte der Erhöhung anpassen soll ist man eh dran und kann das in einem Zug erledigen.

  • Ich möchte gerne Mal noch einen anderen Aspekt mit aufführen und hoffe, dass ich fachlich richtig liege bzw. es richtig verstanden habe;)


    Wenn die Eltern ein Pflegefall werden sollten, spielt seit kurzer Zeit nur noch das Einkommen der Kinder eine Rolle, (100.000 Euro)

    ob eine Zuzahlung des Kindes erforderlich ist.

    Das spricht für nen thesaurierenden Fonds, wenn man gut verdient und durch die Ausschüttung an die Grenze kommt.


    Freue mich über Meinungen zu diesem Thema.

    Möchte betonen, dass ich auch die Meinung verstehe, warum soll die Allgemeinheit für die Kosten aufkommen....


    Allerdings ist mein Standpunkt hier, warum soll jmd. der fleißig Geld für seine Altersvorsorge zur Seite legt, am Ende der Verlierer sein..


    Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt:)

  • MichaG


    Wenn man die Gesamtbevölkerung nimmt und davon die die 100k verdienen und davon die deren Eltern wenig Geld haben und davon die die signifikante Kapitalerträge haben und davon die die das Jahrzehnte im voraus wussten und davon die, deren Wahl Thesaurierer vs Ausschütter einen Unterschied gemacht hätte bei der Frageob sie mehr oder weniger als 100k verdient....


    Ich glaube da bleiben nicht viele übrig. Von daher ein äußerst theoretisches Problem. Aber wer sich Gedanken macht, ob der Sparplan 0 Euro oder 1 Euro kostet, findet sicher auch hier noch Optimierungspotential.

  • Es gibt viele Leute in dieser Range. Aber ich hatte so verstanden, dass du über ein Konzept nachdenkst, bei dem jemand 99.000 Euro verdient und 1 Mio Vermögen hat und dann sagt "bin ich froh, dass alles in Thesaurierern liegt. Mit Ausschüttern müsst ich meinem Vater das Altersheim finanzieren".


    Ich glaube bei dieser Zünglein an der Waage Situation wirst du nicht so viele finden. Und wenn du 150k, 200k, 500k verdienst, musst du eh zahlen. Da bringt dir auch der Thesaurierer nicht mehr viel.

  • Es gibt viele Leute in dieser Range. Aber ich hatte so verstanden, dass du über ein Konzept nachdenkst, bei dem jemand 99.000 Euro verdient und 1 Mio Vermögen hat und dann sagt "bin ich froh, dass alles in Thesaurierern liegt. Mit Ausschüttern müsst ich meinem Vater das Altersheim finanzieren".


    Ich glaube bei dieser Zünglein an der Waage Situation wirst du nicht so viele finden. Und wenn du 150k, 200k, 500k verdienst, musst du eh zahlen. Da bringt dir auch der Thesaurierer nicht mehr viel.

    Sorry, ne so war es überhaupt gar nicht gemeint. Da ist es nur fair, wenn so ne PPerson zahlt (meine Meinung;)


    Eher jemand der z.B. deutlich weniger verdient, aber fleißig fürs Alter spart...

  • Quelle der Regelung https://www.bundesregierung.de…tlastung-familien-1658396


    Aus der FAQ Punkt 14 https://www.bmas.de/DE/Themen/…en-entlastungsgesetz.html


    Die 100.000 Euro-Grenze umfasst das gesamte Jahresbruttoeinkommen. Das bedeutet, dass auch sonstige Einnahmen wie aus Vermietung, Verpachtung oder Wertpapierhandel als Einkommen im Sinne der 100.000 Euro-Grenze zu berücksichtigen sind.

    Vorhandenes Vermögen wird dabei nicht berücksichtigt.

    Theoretisches aber nicht ganz praxisfernes Beispiel: Wenn jemand in einen Dividenden-ETF monatlich 500 € spart (6% Rendite, davon 4% Ausschüttung) liegt er nach Steuern nach 20 Jahren bei 200 T€ Vermögen. Die Ausschüttung beträgt dann 8.000 € p.a. Ähnlich liegen die Verhältnisse bei einer abgezahlten vermieteten Wohnung.


    Damit hat MichaG erst mal recht, dass man mit einem Thesaurierer hier besser steuern kann. Selbstverständlich hat chris2702 recht, dass die Anzahl solcher Fälle beschränkt sein dürfte.