DKB-Broker: Niedrigere Flat-Fee durch einmaligen Sparplan?

  • Hi Community,


    ich bin beim DKB Broker. Ich weiß, es gibt günstigere Neo-Broker. Aber ich schätze den Vorteil, alles aus einer Hand zu haben - und bei höheren Sparraten relativieren sich auch die Flatfees.


    Was bei der DKB teurer ist: Einmalanlagen. Hier zahlt man 10 Euro bis 100.000 Investitionssumme.


    Allerdings liegt auch die maximale Sparrate bei ETF-Sparplänen bei 100.000 Euro - und kostet dann nur 1,50 Euro.


    Kann man dann nicht einfach einen ETF-Sparplan einrichten mit der gewünschten, höheren Summe und diese anschließend auf das gewünschte, dauerhafte Niveau absenken (Sparplan ändern bzw. Sparplan löschen und neu anlegen). Ist das möglich oder übersehe ich hier etwas wichtiges?


    Vielen Dank!

  • Kann man dann nicht einfach einen ETF-Sparplan einrichten mit der gewünschten, höheren Summe und diese anschließend auf das gewünschte, dauerhafte Niveau absenken (Sparplan ändern bzw. Sparplan löschen und neu anlegen). Ist das möglich oder übersehe ich hier etwas wichtiges?

    Das geht üblicherweise und habe ich bei verschiedenen anderen Anbietern schon praktiziert.


    Hinweis: der Preis bei den EInmalanlagen gilt mMn nur bis 10T€. Bitte ggf. checken,

  • Das geht üblicherweise und habe ich bei verschiedenen anderen Anbietern schon praktiziert.


    Hinweis: der Preis bei den EInmalanlagen gilt mMn nur bis 10T€. Bitte ggf. checken,

    Super, danke für deine Einschätzung.

    Du hast recht - es sind sogar nur 10.000 Euro. Damit würde die Einmalzahlung sogar 25 Euro kosten - vs. 1,50 im Sparplan mit gleicher Rate - das ist ja dann doch ein Unterschied. ;-)


    Falls wer das mal konkret bei DKB praktiziert hat, freue ich mich über Erfahrungsberichte!

  • Hallo,

    der maximale Betrag bei der DKB für einen Sparplan liegt bei 5.000€/Monat. Der Betrag gilt. m.W. n. pro Sparplan! Bei 2 oder mehr Sparplänen sind das dann entsprechend mehr.


    Gruß

    Dirk

    Hi Dirk,


    das würde natürlich die Situation ein wenig verändern. Ich hatte an unterschiedlichen Stellen im Netz auch 100.000 Euro für den ETF-Sparplan vernommen, bei DKB finde ich das aber nicht direkt. Da sich mein Depot noch in Freischaltung befindet, kann ich es selbst noch nicht nachprüfen.


    Ich reiche die Info nach. ;) (Und falls wer zwischendurch schauen kann und mag, bis wo die Raten gehen, freue ich mich über Info.)

  • Ich habe versucht einen Sparplan über 1 Mio anzulegen. Dieser wurde automatisch auf 100.000 gekürzt und ein Kommentar eingeblendet, das 100.000 die Maxgrenze ist.

    Danke für den Test. Dann kann man ja grundsätzlich eine Einmalanlage < 100.000 Euro auch über eine Sparplanrate, die man anschließend ändert oder löscht realisieren, oder? Oder siehst du als DKB-Broker-Inhaber etwas, das dagegen sprechen könnte?


    Achja, und noch eine Frage in diesem Zusammenhang: DKB fasst Einmalanlagen und Sparraten des gleichen ETFs in eine Position zusammen, oder? Egal, auf welchem Weg dieser erworben wurde - anschließend ist es eine Position, korrekt?


    Danke dir!

  • Danke für den Test. Dann kann man ja grundsätzlich eine Einmalanlage < 100.000 Euro auch über eine Sparplanrate, die man anschließend ändert oder löscht realisieren, oder? Oder siehst du als DKB-Broker-Inhaber etwas, das dagegen sprechen könnte?

    Ich denke das geht. Werde es Ende des Monats mal mit dem Kindergeld für meine 400 Kinder testen. ;)

    Achja, und noch eine Frage in diesem Zusammenhang: DKB fasst Einmalanlagen und Sparraten des gleichen ETFs in eine Position zusammen, oder? Egal, auf welchem Weg dieser erworben wurde - anschließend ist es eine Position, korrekt?

    Eine ISIN wird nur einmal dargestellt. Das heißt wenn du zweimal ETF123 kaufst, einmal als Sparplan, einmal als Einmalanlage, wirst du nur eine Zeile im Depot sehen.

  • Bin selbst DKB Kunde und praktiziere es auch teilweise so.

    Du musst halt lediglich beachten, dass eine sofortige Ausführung des Sparplans nicht möglich ist.

    Wenn du einen Börsenrücksetzer eventuell schnell ausnutzen möchtest, ist der Sparplan eher nicht geeignet.

  • Im Übrigen würde ich persönlich auch argumentieren, dass die 10€ nicht wirklich teuer sind. Zumindest wenn man nur gelegentlich mal eine größere Position im Rahmen eines langfristigen Buy&Hold-Ansatz kauft.


    Sieh es doch mal so, die 10€ Gebühren bei einer 5k€-Order entsprechen 0,2%. Für eine Optimierung auf so niedrigem Niveau lohnt sich doch kaum der Aufwand. Da ist jede Kursschwankung um Dimensionen größer.


    Man könnte auch so argumentieren:

    Beim nächsten Abend in der Kneipe einfach nur 17 statt der üblichen 20 Pils trinken. Dann hast du es schon wieder drin und betrunken bist du trotzdem ;)


    Gruß

    Sebastian

  • Im Übrigen würde ich persönlich auch argumentieren, dass die 10€ nicht wirklich teuer sind. Zumindest wenn man nur gelegentlich mal eine größere Position im Rahmen eines langfristigen Buy&Hold-Ansatz kauft.

    Danke für deinen Input!

    Absolut, das sehe ich grundsätzlich auch so. Grundsätzlich rechne ich mir auch bei Fix-Fees eine prozentuale Rate aus - liegt diese deutlich unter 1% ist alles okay. ;)


    Am Ende gibt es aber ja immer einen direkten Vergleich bzw. die Opportunitätskosten. Wenn ich 1,50 statt 10 Euro zahle ohne nennenswerte Nachteile, dann würde ich dazu tendieren.

  • Finde deinen Beitrag super!

    Ich hoffe wir (nehm mich teilweise nicht einmal aus) kommen wieder alle wieder ein wenig weg von der "Geiz-ist-geil-Mentalität.

    Finde 10 Euro auch definitiv fair und gemessen am hoffentlich langfristigen Anlagehorizont fair.

    Aber das ist meine persönliche Meinung;)

  • Es ist halt Glückssache.

    Steigen oder fallen die Kurse bis zur tatsächlichen Sparplanausführung, ärgerst oder freust du dich.

    Und im Zweifel (eher sehr wahrscheinlich) sind die Schwankungen halt deutlich größer als die 10€.


    Im Grunde kann ich deine Gedanken aber nachvollziehen. Ich neige da auch des öfteren mal zu. Ich glaube wir sind da auch ein Stück weit Opfer der Geiz-Ist-Geil-Indoktrination...


    Gruß

    Sebastian

  • Finde deinen Beitrag super!

    Ich hoffe wir (nehm mich teilweise nicht einmal aus) kommen wieder alle wieder ein wenig weg von der "Geiz-ist-geil-Mentalität.

    Finde 10 Euro auch definitiv fair und gemessen am hoffentlich langfristigen Anlagehorizont fair.

    Aber das ist meine persönliche Meinung;)

    Da warst du wohl schneller als ich :D


    Aber ja, vielleicht wird es iwann mal besser.


    Ein weiterer Punkt:

    Die 10€ können auch disziplinierend wirken. Es stellt eine gewisse Hürde bei Anflügen von Zockerei dar.


    Gruß

    Sebastian

  • Es ist halt Glückssache.

    Steigen oder fallen die Kurse bis zur tatsächlichen Sparplanausführung, ärgerst oder freust du dich.

    Und im Zweifel (eher sehr wahrscheinlich) sind die Schwankungen halt deutlich größer als die 10€.

    Ich kann deinen Gedankengang auch sehr gut nachvollziehen.


    Letztendlich verfolgt man damit aber Market-Timing. Wenn die Kurse zwischen möglichem Einmalkauf und Sparplanausführung steigen, ärgere ich mich. Wenn sie sinken, freue ich mich. Seriös vorhersagen kann ich es nicht. Deswegen hätte ich ohne große Aufwände die Transaktionsgebühren reduziert (die Betonung liegt ja auch auf "ohne großem Aufwand" = einen Depotwechsel würde ich dafür nie und nimmer in Kauf nehmen).


    Aber versteh mich nicht falsch, ich unterschreibe komplett, dann man viel öfter sich die variablen Kosten anschauen sollte und nicht nur auf den absoluten Wert und den Kneipen-Bier-Wert schauen sollte. ;)

  • Zu den Opportunitätslosten bitte noch die meist angenommene Wertsteigerung des Depots von 7% p.a., also ca. 0,02% pro Tag, miteinberechmen.

    Will sagen: Der ganze Sparplan-und-zurück-Aufwand lohnt sich nicht, da ja bei der Methode wieder durchschnittlich 15 Tage Rendite verloren gehen.