Gerd Kommer integrierte Multifaktor Strategie anpassen

  • Hallo zusammen,

    Ich bespare im Moment die Gerd Kommer integrierte Multifaktor ETF Strategie mit dem Unterschied das Ich keine Staatsanleihen bespare, sondern nur die 2 Aktien ETF’s:


    iShares Edge MSCI World Multifactor UCITS ETF USD (Acc), IE00BZ0PKT83, 70% Anteil, €350/monat
    iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF (Acc), IE00BKM4GZ66, 30% Anteil, €150/Monat


    Da der multifactor ETF "nur" Large und Mid caps beinhaltet, frage Ich mich ob es sinnvoll ist einen MSCI world small cap ETF hinzuzufügen z.B. iShares MSCI World Small Cap UCITS ETF, IE00BF4RFH31 (zu 10-20%, abgezogen von den 70%) und den small cap Prämie mit im Portfolio zu haben und gleichzeitig etwas mehr Diversifikation im Portfolio zu haben.


    Ich habe auch die Meinung gehoert, dass man anstatt dem small cap ETF einen zusaetzlichen Momentum Faktor ETF dazu holen solle z.B. iShares Edge MSCI World Momentum Factor UCITS ETF (Acc), IE00BP3QZ825


    Zur Info, das Geld ist als Altersvorsorge gedacht und wird bis kurz vor der Rente in 39 Jahren liegen bleiben. Deshalb die aggressivere Strategie mit 100% Aktien ETF’s.


    Ich freue mich auf eure Meinungen.


    Grüße aus Braunschweig


    Tobias

  • Hallo Tobias, ich schätze Gerd Kommer sehr, werde aber mit der Faktor-Strategie nicht warm. Das ist nur ein weiterer Versuch von Markttiming, was ja auch nach Kommers Meinung Glückssache ist. Dass er trotzdem Faktoren "spielt", finde ich inkonsequent und in seinen Publikationen auch nicht statistisch gut begründet.

  • iShares Edge MSCI World Multifactor UCITS ETF USD (Acc), IE00BZ0PKT83, 70% Anteil, €350/monat
    iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF (Acc), IE00BKM4GZ66, 30% Anteil, €150/Monat

    Hallo Tobias,

    mal ganz unabhängig von der Fondsauswahl ... mit 6k im Jahr und noch fast 40 Jahren bis zum Rentenalter wirst du sehr, sehr wahrscheinlich Altersarmut vermeiden und stattdessen „reich“ in die Rente gehen. Hut ab!

  • Ich habe nochmal das Buch von Kommer gelesen und doch ein Paar Dinge gesehen die doch noch im Gegensatz zu dem Artikel stehen:


    - Nachteil 1: Der MSCI World Multi-Faktor ETF von iShares hat keine wirkliche small cap exposure da der Grundindex der MSCI World ist und in diesem eben nur Large und Mid caps drin sind. Wäre es der MSCI World IMI wäre das anders.


    - Mögliche Lösung 1: Einen separaten small cap ETF in das Portfolio aufnehmen damit dieser Faktor noch besser mitgenommen werden kann.


    - Nachteil 2: Es gibt in der Tat ein sehr großes US-Gewicht in dem Multi-faktor ETF. Die Diversifikation ist ebenfalls gegenüber Marktneutral geringer was bei den Kriterien auch zu erwarten ist,


    - Mögliche Lösung 2: Einen MSCI Europe Multi-faktor ETF Aufnehmen, um US-Gewicht zu reduzieren und mehr Diversifikation zu haben.


    Unten im Spreadhseet habe Ich auch den Vorschlag für das modifizierte Portfolio mit dabei. Meine Frage ist:

    1. Ist das so stimmig / habe Ich irgendwo einen Denkfehler?

    2. Sind die prozentualen Verteilungen auch sinnig oder sollte besser einer mehr/weniger sein?


    Wenn jemand hier Erfahrung hat würde Ich mich über ein Feedback freuen. Noch zum Schluss, nicht über die iShares Affinität wundern. Mein Depot ist bei Trade Republic.


    Grüße aus Braunschweig

    Tobias



    [Blockierte Grafik: https://www.wertpapier-forum.de/uploads/monthly_2021_01/image.thumb.png.bc2e2e55112bd2a5862bec97ff5b5672.png]


  • Das kann man machen, aber die Aufteilung ob 2 oder 4 Fonds, und ob 5% hier oder da ist Geschmackssache. Da werden 10 Leute 15 Meinungen haben. Wichtig ist die hohe Aktienquote, die Tatsache, dass breit diversifiziert und kostengünstig angelegt wird, und dass eine hohe Monatsrate zusammenkommt. Mein Ding wären die Multifaktoren nicht (auch, weil die Fonds mit TERs von 0.4-0.5% wesentlich teurer sind als z.B. Vanguard Dev World mit 0.12%, aber es ist ein validierter Ansatz).


    Egal wie die Strategie lautet, am wichtigsten ist, dass man dabei bleibt (und zwar über >15 Jahre, damit die Prämien einen Einfluss haben können) und nicht zwischendurch die Strategie ändert (mit Transaktionskosten und ggfs sogar Steuern). Das geht nur, wenn man vom Ansatz überzeugt ist. Also ggfs noch einmal von 2 auf 4 ändern, aber dann wirklich in Ruhe lassen, nicht überoptimieren, sondern stetig sparen wäre, für die Rendite wohl am besten.

  • Hallo Galileo,


    Danke fuer dein Feedback. Vorab schonmal, ja du hast vollkommen recht das man lange dabei bleiben muss und nicht staendig die Strategie aendern soll. Zum Hintergrund, Ich habe "erst" letztes Jahr April mit ETF sparen begonnen, also nicht mal 1 Jahr dabei. Meine Idee war das Ich im ersten Jahr noch einiges ueber das Anlegen lernen werde, auch wie es optimiert werden kann. Aber Ich habe dennoch begonnen um einen fruehen Start zu haben. Nach dieser Optimierung ist auch schluss! Versprochen ;).


    Zu deinen weiteren Punkten:

    - hohe Aktienquote: Check, 100%

    - Breit diversifiziert: Durch die Aenderungen wird das deutlich besser

    - Niedrige Kosten: Ja... das ist nicht das billigste mit kombiniert 0.4% TER. Gleich wie ein SPDR ACWI IMI ETF. Damit kann Ich leben. Immernoch besser als z.B. die meisten Robo Advisors.


    Also nach jetzigem Stand werde Ich das uebernehmen und dann in 39 Jahren nochmal reinschauen :D.


    Cheers

    Tobias