Rürup mit Fonds (raisin.pension)

  • Hallo zusammen,


    Finanztip empfiehlt diverse Rürup-Optionen, die auf Fonds basieren, u.a. Raisin.Pension und dort idealerweise den MSCI World.


    Da die Ansparphase ziemlich lang ist, sind mögliche Risiken m.E. unkalkulierbar. Raisin bietet die Option, dass man den Renteneintritt beliebig oft verschieben kann, man muss das jedoch mit 13 Monaten Vorlauf machen. Wie Corona gezeigt hat, können 13 Monate auch ungünstig liegen. Wäre das Ende dieser Frist im Frühjahr 2020 gewesen, hätte man wohl nochmal um 13 Monate verschoben.


    Seht ihr andere Optionen, das Risiko gegen Ende zu minimieren? Z.B. die ETF zu verkaufen und den Betrag zu einem gewissen Zeitpunkt in der Nähe des Rentenbeginns auf Anleihen umzuschichten, die nicht so starken Schwankungen unterliegen?

    Viele Grüße,

    Andreas

  • Gegenfrage : Bringen die Anleihen nach Inflation noch eine positive Rendite ?

    Meine Option währe, die ETFs auch über die Rentenzeit hinaus zu behalten. Ich kann gut reden, weil ich Nachkommen habe. Die dürfen bei mir auch mit profitieren.

    Gruß


    Altsachsen

  • Vielleicht hatte ich meine Idee nicht genau genug beschrieben.


    Ich habe noch ca. 20 Jahre bis zum (heute absehbaren) gesetzlichen Renteneintritt. Meine Idee wäre, über min. 18 Jahre in ETF anzusparen und dann in den Jahren 18-20 zu schauen, ob wir gerade in einem (relativen) Kurshoch sind, dann die ETF zu verkaufen und in Anleihen umzuschichten.

    Die machen dann über 1-2 Jahre vermutlich wenig bis keine Rendite. Aber das angesparte Kapital könnte trotzdem mehr sein, als wenn die Aktien zum geplanten Renteneintritt dann um X % in den Keller rauschen, weil gerade SARS-COV-1500 ist oder irgendetwas anderes.

  • Bei den privat gehaltenen ETFs halte ich es ähnlich wie von Altsachse beschrieben, beim Rürup geht das nicht, da mit Rentenbeginn verrentet werden muss.


    1. Ich würde ein Rentendatum wählen, dass passt und es möglichst nicht verschieben, da dadurch sich auch der Rentenfaktor (sprich wie viel Rente pro Vermögen Dir gezahlt werden) ändert und der sich später in der Regel zu Deinem Nachteil ändert. Das ist einer der Vorteile des fair.pension-Produkts, dass Dein Rentenfaktor schon zu Beginn garantiert ist, den sollte man aufheben.


    2. Was den Übergang angeht: Du kannst innerhalb des Rürup-Mantels ja frei entscheiden wie Du anlegst und steuerfrei umschichten. Das heißt, Du kannst Dir selbt einen gleitenden Übergang umsetzen, weg von z.B. 100% Aktien-ETF z.B. 5 oder 2 Jahre vor dem Datum der Verrentung in eine weniger schwankende Anlageklasse (z.B. dann in kurzlaufende AAA-Euro-Staatsanleihen, sollte sowas in 18 Jahren noch existieren). Als Markettiming würde ich das nicht bezeichnen, weil es ja unabhängig vom Kurssstand und nur abhängig vom zeitlich Abstand zum Renteneintritt erfolgt. Und eine Rendite müssen die Anleihen auch nicht bringen, es geht ja nur darum 2-5 Jahre vor Verrentung das Risiko zu reduzieren, dass genau zum Datum der Verrentung ein Crash kommt, und man die Erholung nicht mitmachen kann, weil dann die Rente startet.