Wechsel von PKV zu GKV nach Studium

  • Hallo zusammen,


    ich bin Medizinstudent, bald 25 Jahre alt und fange vorrausichtlich an, ab Sommer 2022 als Assistenzarzt zu arbeiten.

    Ich bin als Student privat krankenversichert, möchte allerdings in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln.


    In diesem Artikel (https://www.finanztip.de/krank…nkenversicherung-student/) steht Folgendes geschrieben: "Selbst wenn Du während des Studiums privat versichert warst und gleich zum Berufsstart mehr als 64.350 Euro (Jahresarbeitsentgeltgrenze 2021) verdienst, kannst Du Dich gesetzlich versichern. Eine Sonderregelung gibt Dir die einmalige Möglichkeit einer gesetzlichen Krankenkasse beizutreten, sofern Du zuvor noch nicht voll berufstätig warst."


    1) Angenommen, das Gehalt als Assistenzarzt im 1. Jahr liegt bereits über der der Versicherungspflichtgrenze: Es soll dann trotzdem problemlos möglich sein, in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln? Von welcher "Sonderregelung" spricht Finanztip hier?


    2) Durch meine medizinische Doktorarbeit werde ich über die Beendigung des Studiums hinaus parallel zu meiner Tätigkeit als Assistenzarzt als Student immatrikuliert bleiben. Hat dies Auswirkungen auf meine Möglichkeit, die private Krankenversicherung zu verlassen?



    Liebe Grüße
    Konrad

  • Liebe/r Lange Oog,


    danke für deine Antwort! Auszug aus dem von dir genannten Gesetzestext sagt: "Der Versicherung können beitreten Personen, die [...] 3) erstmals eine Beschäftigung im Inland aufnehmen und nach § 6 Absatz 1 Nummer 1 versicherungsfrei sind; Beschäftigungen vor oder während der beruflichen Ausbildung bleiben unberücksichtigt,"


    Wie ist "erstmalige Beschäftigung" genau definiert? Ich nehme an, dass Minijobs nicht dazugehören, doch was charakterisiert eine "erstmalige Beschäftigung" dann?

  • Mit dieser Rechtsvorschrift eröffnet der Gesetzgeber Berufsanfängern die Möglichkeit einer gesetzlichen Krankenversicherung, wenn diese als höherverdienende Beschäftigte sofort krankenversicherungsfrei sind. Dies ist dann der Fall, wenn mit dem Arbeitsentgelt die geltende Jahresarbeitsentgeltgrenze überschritten wird.

    Ansonsten ist das Wort "erstmals" an und für sich selbsterklärend!

    Ansonsten sollte man das ggf. mit der Krankenkasse klären, die man wählt!

    Es gibt auch Menschen, die das juristisch gegen Entgelt begutachten und ggf. durchsetzen, wenn es möglich ist ...... die brauchen dann einen Lebenslauf!

    Sorry, aber wollen wir jetzt jeden möglichen Wenn/Dann Fall durchdeklinieren, wo Sie offensichtlich schon einen möglichen Hinderungsgrund kennen?

    Also liefern Sie bitte das, was Sie als möglichen Hinderungsgrund erkennen wollen!