mittlerweile mehrere stillgelegte ETF's - was tun?

  • Hallo liebes Forum,


    ich habe vor 4 Jahren begonnen mit einem ETF auf den MSCI World Vermögen für die Altersvorsorge aufzubauen.

    Doch fast jedes Jahr lege ich den ETF still und schließe einen neuen ab, weil die Bank Gebühren auf den ETF erhebt. Jetzt im Januar stehe ich wieder vor dem Problem.


    Meine Frage(n) richtet sich an diejenigen, die ebenfalls so vorgehen:

    Was macht Ihr mit den stillgelegten ETF's? Lasst Ihr sie Ruhen - wenn ja, wie lange? Verkauft Ihr die Anteile? Schichtet Ihr um?


    Viele Grüße aus dem Hessenlande

  • Hallo Hessenbub , willkommen im Finnaztip-Forum.


    Solange keine Kosten aufkommen spricht mMn nichts dagegen, die ETF still liegen zu lassen. Perspektivisch gewinnt man Flexibilität für einen späteren Verkauf.


    Wenn Richtung Jahresende Platz im Freistellungsauftrag ist könnte man in dem Rahmen Gewinne durch (Teil-)Verkauf steuerfrei machen. Da Du schon Anteile von vor 2018 hast auf die unterschiedliche steuerliche Behandlung achten.

  • Merci, ihr liebe Leud!!

    Das hilft mir!!

    Ich werde sie auch liegen lassen.

    Stimmt, ans Verkaufen habe ich noch gar nicht gedacht. ;-)

    Eine Frage habe ich aber noch. In der Kostenmitteilung steht was von „Kosten während der Haltedauer“... Gilt das dann nicht, weil der ETF dann ja ruht?

  • Und falls Dein Sparerfreibetrag von 801 € noch nicht ausgeschöpft ist, würde ich jedes Jahr soviel Anteile verkaufen, dass der Freibetrag ausgenutzt wird. Beim Verkauf von ETFs fallen zwar auch Gebüren an, aber die sind relativ niedrig.

    Gruß


    Altsachse

  • Ich will ja nicht, dass die am Hungertuch nagen. Ich will meine Kosten während der Passiv-Phase einfach nur minimieren. ;-) Die Comdirect schlägt da bei mir im Moment ganz ordentlich zu. Gibt es eine günstigere Alternative?

  • Wie gesagt, das sind die Stücke*Kurs*TER. Die Kosten entstehen auf Fondsebene, d.h. die berechnet weder Comdirect noch Smartbroker, sondern diese werden innerhalb des Fonds einbehalten.


    Du hast im Durchschnitt ca. 6.000 € angelegt, davon die 0,65%, sind rund 40 € im Jahr. Durch die Kurssteigerung gehen die Kosten natürlich weiter hoch. Du zahlst dies aber eben nicht direkt sondern durch leicht niedrigere Rendite.

    da in der Passivphase ja keine Kosten anfallen sollten!?

    Keine Kosten seitens der Bank. IShares hat ja aber weiterhin den Aufwand, den ETF zu betreiben.

  • Der Blockchain-ETF hat die gleiche TER wie der Energy.


    Offensichtlich besteht jetzt hier bei Comdirect der gleiche Fehler wie ich vom Energy bei Smartbroker berichtet habe. Dort stand der Energy mit 0.


    Nochmal: die Kosten werden Dir nicht belastet, sondern sind in der Rendite enthalten. Wenn der Blockchain Stand heute für ein Jahr 105% gebracht hat - das ist die Rendite, die Du siehst - wurden vorher die 0,65% abgezogen, üblicherweise über das gesamte Jahr mittels täglicher Belastung des Fondsvermögens.


    Wenn es Dich interessiert einfach mal in den Geschäftsbericht reinschauen.

    Für den Fonds ab Seite 253 in diesem PDF http://documents.fww.info/fwwdok_PyEce0jvIm.pdf

    Deine Renditeschmälerung gegenüber dem Index steht auf Seite 40 der PDF, da scheint allerdings ein Fehler drin zu sein.


    Im Jahresbericht 2019 findet sich noch die Erläuterung zu den 0,65%

    Die Managementgebühr, ein Prozentsatz des Nettoinventarwerts der jeweiligen Anteilsklasse, ist durch die Gesellschaft aus dem Fondsvermögen an die Verwaltungsgesellschaft zahlbar. Die Managementgebühr fiel täglich an und wurde an jedem Handelstag berechnet und monatlich rückwirkend gezahlt. Die Verwaltungsgesellschaft zahlte aus ihren Gebühren (und nicht aus den Vermögenswerten des Fonds) die etwaigen Gebühren und Kosten des Anlageverwalters, des Administrators, der Verwahrstelle, der Verwaltungsratsmitglieder, der Abschluss- und Berichtsprüfer sowie die dem Fonds entstandenen gewöhnlichen Gebühren, Aufwendungen und Kosten, wozu die Gründungskosten und sonstige Verwaltungskosten gemäß Beschreibung im Prospekt gehören.

    Das liegt dann also beim ETF Anbieter/Betreiber!?

    Üblicherweise ja, es sei denn der Depotanbieter erhebt ein Depot- bzw. Verwahrgebühr - häufig bei den lokalen Banken.


    Zu den Kosten des Fonds immer in die Originaldokumente des ETF--Anbieters schauen, das ist das KIID bzw. der Verkaufsprospekt. Die Ex-Ante-Kostenausweise der Depotbanken sind häufig fehlerhaft.