Ehevertrag. ja oder nein?

  • Wir haben keinen Ehevertrag. Grund ist dass wir glauben dass die gesetzliche Regelung das vorsieht was wir ohnehin wollen. Im Scheidungsfall wird der Zugewinn geteilt. Was ich vorher hatte, was geschenkt und vererbt wird , behalte ich ebenfalls. Sind die Vermögensverhältnisse krass unterschiedlich oder ist einer Unternehmer, macht ein Vertrag aber aus meiner Sicht auf jeden Fall Sinn. Beides war bei uns nicht drr Fall.


    Ich habe auch den Eindruck, dass früher der Mann den Ehevertrag wollte um nix zu zahlen, heute hingegen wenn die Ehefrau ihn einfordern müsste denn wenn sie beruflich zurück steckt um Kinder gross zu ziehen und dann geschieden wird muss sie nach drei Jahren wieder auf eigenen Füßen stehen. Ein Abstieg im Lebensstandard ist da quasi programmiert. Bei uns ist es so dass wir ähnlich viel verdienen und daher meine Frau kein massives Risiko eingeht.

  • Ich gebe @chris2702 Recht ... in der Regel machen Eheverträge bei sehr unterschiedlichen Vermögensverhältnissen oder unternehmerischen Vermögensteilen Sinn.


    Ich selbst werde im kommendem Jahr heiraten und auf einen Ehevertrag verzichten, denn eine Benachteiligung meiner Partnerin steht mir nicht im Sinn und auch für Eheverträge gibt es Spielregeln die nicht sittenwidrig sein dürfen.

    "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

    Lee Iacocca, amerik. Topmanager

  • Wir haben bereits vor 10 Jahren geheiratet, zu dem Zeitpunkt waren wir schon 5 Jahre liiert, mit gemeinsamer Wohnung, Haushaltskasse etc.
    Sogar die Katze haben wir uns geteilt - Nein, nicht im Sinne von zerlegt & gegessen sondern gemeinsam lieb gehabt. :P


    Meiner Meinung nach weiß man nach einigen gemeinsamen Jahren einfach dass man den Partner fürs Leben gefunden hat.
    Wer es weiß der heiratet, wer es nicht weiß, der denkt über einen Ehevertrag nach.
    Aber das ist nur meine Sichtweise, die muss nicht jeder teilen.

    „Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.”


    Henry Ford

  • Kannst du vielleicht stattdessen sagen wo deiner Meinung nach die gesetzliche Regelung Lücken hat oder eine Seite automatisch benachteiligt wird? Würde mich ehrlich interessieren. Vielleicht haben ja meine Frau und ich Dinge übersehen die zu guten Zeiten zu klären sind.


    An deiner Einschätzung ohne Nennung persönlicher Details wäre ich durchaus interessiert.

  • Wenn beide kein Vermögen in die Ehe mit einbringen, dann kann man getrost der gesetzlichen Regelung vertrauen.


    Anders wenn ein Ehegatte großes Vermögen hat und der andere nicht. Hier kann man schon darüber nachdenken, besonders wenn man die Eltern, welche in der Regel das Vermögen "einbringen", sinnhaft anerkennen möchte.


    Hier spielen auch viele Ängste mit, die ein qualifizierter und sensibler Berater ernst nehmen kann.

  • Wobei ich auch eines zu bedenken geben möchte.


    Im Zeitpunkt der Hochzeit ist man emotional miteinander verbunden und positiv zugetan .... denn mit Scheidung sind ja in der Regel keine Gefühle mehr füreinander da und der "Rosenkrieg" kann ausbrechen.


    Mein Credo war bisher:


    Wieso nicht die Spielregeln für die Trennung regeln, wenn man noch im 7. Himmel schwebt.

    "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

    Lee Iacocca, amerik. Topmanager


  • jepp :thumbup:

  • Ich habe weiterhin nicht verstanden, was Leute ohne Vermögen und Unternehmensbeteiligung regeln sollen. Umgangsrecht mit Kindern? Höherer Unterhalt für Geringverdiener? Detaillierte Aufstellung wer den Fernseher und wer die Couch kriegt.


    Grundsätzlich stimme ich @Henning und @kastanienblatt zu dass man lieber in guten Zeiten regelt was in schlechten zu Krieg führt. Mir ist aber nicht klar wer durch die Gesetzeslage wobei verliert.


    Wäre toll wenn da jemand Ahnung hat.

  • Kannst du vielleicht stattdessen sagen wo deiner Meinung nach die gesetzliche Regelung Lücken hat oder eine Seite automatisch benachteiligt wird? Würde mich ehrlich interessieren. Vielleicht haben ja meine Frau und ich Dinge übersehen die zu guten Zeiten zu klären sind.


    An deiner Einschätzung ohne Nennung persönlicher Details wäre ich durchaus interessiert.


    Hallo, sehr interessantes Thema finde ich... :D;)


    Ich finde die gesetzliche Regelung benachteiligt den alleinerziehenden Partner in gewisser Weise, da dieser nach ein paar Jahren wieder einem Vollzeitjob nachgehen muss, obwohl er vielleicht noch 2 minderjährige Kinder zu Hause hat, die auch versorgt und erzogen werden wollen....

  • Was nutzt die DT, wenn Du einem "nackten Mann" nicht in die Tasche fassen kannst? Die Schulden häufen sich zwar an, aber mit ´nem Titel kann ich mir den Allerwertesten putzen!
    Also aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Während des "7.Himmels" alles regeln. Was vielleicht mal kommt, weiß dann noch niemand. Aber das, wofür ich beispielsweise jahrelang gearbeitet und dafür auch verzichtet habe, wird mir kein Ehepartner nehmen. Tatsächlich aber nur dann sinnvoll, wenn einer wesentlich mehr einbringt.

  • @Ramona1504 das kann ich voll nachvollziehen. Gilt nicht 3 Jahre Partnerunterhalt und dann muss der Kindererzieher (meist wohl eine sie) wieder auf eigenen finanziellen Füssen stehen. Kindesunterhalt? Bis zum Ende der Erstausbildung vermute ich? Das wäre ja ok wenn die Düsseldorfer Tabelle realistische Werte hat. Kann ich nicht beurteilen.


    Ja 3 Jahre... nur ist dass mit 2 kindern wirklich reaslistisch, wieder vollzeit arbeiten zu gehen?Ich war mit einem kind alleinerziehend und es war sehr anstregend... vor allem auch was das finanzielle angeht...

  • Was nutzt die DT, wenn Du einem "nackten Mann" nicht in die Tasche fassen kannst? Die Schulden häufen sich zwar an, aber mit ´nem Titel kann ich mir den Allerwertesten putzen!
    Also aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Während des "7.Himmels" alles regeln. Was vielleicht mal kommt, weiß dann noch niemand. Aber das, wofür ich beispielsweise jahrelang gearbeitet und dafür auch verzichtet habe, wird mir kein Ehepartner nehmen. Tatsächlich aber nur dann sinnvoll, wenn einer wesentlich mehr einbringt.


    by the way.. meine kinder, sind zb unehelich ;) und ja,!!


  • by the way.. meine kinder, sind zb unehelich ;) und ja,!!


    Siehste! X(


    @Ramona1504


    Ja, es ist realistisch. Klar ist es anstrengend, auch finanziell, aber es geht. Das beweisen Millionen...Und auch ich als Frau wollte diese Kinder. Realistisch sollte frau auch in den Momenten der Entscheidung FÜR Kinder sein. Es kann immer alles anders kommen.
    Übrigens fühl ich mich dabei seit Jahren besser, nichts und niemanden betteln zu müssen. Abhängigkeit wäre für mich immer das Demütigendste gewesen. Entscheiden muss das aber jeder für sich selbst.