Ehevertrag. ja oder nein?

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    • Anixe schrieb:

      kastanienblatt schrieb:

      Anixe schrieb:

      Was nutzt die DT, wenn Du einem "nackten Mann" nicht in die Tasche fassen kannst? Die Schulden häufen sich zwar an, aber mit ´nem Titel kann ich mir den Allerwertesten putzen!
      Also aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Während des "7.Himmels" alles regeln. Was vielleicht mal kommt, weiß dann noch niemand. Aber das, wofür ich beispielsweise jahrelang gearbeitet und dafür auch verzichtet habe, wird mir kein Ehepartner nehmen. Tatsächlich aber nur dann sinnvoll, wenn einer wesentlich mehr einbringt.

      by the way.. meine kinder, sind zb unehelich ;) und ja,!!


      Siehste! X(

      @Ramona1504

      Ja, es ist realistisch. Klar ist es anstrengend, auch finanziell, aber es geht. Das beweisen Millionen...Und auch ich als Frau wollte diese Kinder. Realistisch sollte frau auch in den Momenten der Entscheidung FÜR Kinder sein. Es kann immer alles anders kommen.
      Übrigens fühl ich mich dabei seit Jahren besser, nichts und niemanden betteln zu müssen. Abhängigkeit wäre für mich immer das Demütigendste gewesen. Entscheiden muss das aber jeder für sich selbst.

      jupp, ich habe keinerlei finanzielle unterstützung für das grosse kind damals erhalten (an unterhalt nix, KG natürlich), ABER höchstsätze in kitas, musste ich ebenso leisten, wie doppelverdienende paare mit kind.. selbst, ist die frau 8)
    • So ist das Kastanienblatt, dito, ich auch. ^^ Deshalb bin ich froh, einen Ehevertrag gehabt zu haben, damit wenigstens alles andere geblieben ist. Meine Kinder bekommen bis heute keinen Unterhalt und ich muss für alles, was anfällt, aufkommen. Miete fürs eine Kind (obwohl es neben dem Studium jobbt), Studiengebühren usw. Ich verzichte seit Jahren auf viele schöne Sachen....ohne Kinder hätte ich wahrlich ein sorgenfreies Leben und immer genug finanziellen Spielraum.

      Aber ICH WOLLTE ES SO, deshalb fällt "Jammern" (auf hohem Niveau) völlig aus. Dank guter Gesundheit und stetiger Motivation war ich in meinem fast 50jährigen Leben noch nicht einen Tag arbeitslos und habe eine zeitlang eben auch noch neben meinem Vollzeitjob gearbeitet. Das geht auch ohne weitere Unterstützung (meine Eltern sind seit vielen Jahren bereits tot). Das geht mit positiver Lebenssicht und Erziehung zur Selbsständigkeit bei den Kindern. Und niemand muss glauben, dass meine Kinder mich dafür "hassen"...nee, im Gegenteil, die hängen wie die Kletten an mir....Also selbst ist die Frau...
    • @Anixe ich weiß das ist sehr persönlich (schon Kastanienblatt wollte darauf nicht antworten), deswegen bitte nicht sauer über die Frage sein, aber was hast du durch den Ehevertrag bekommen, das sonst "nicht geblieben" wäre, insbesondere wenn es kein Unterhalt war? Ignorier die Frage einfach, wenn sie dir nicht passt.

      Ich bin seit 2 Jahre verheiratet, wie oben geschrieben ohne Ehevertrag. Ich glaube wir hätten es beide als "Vorbereitung auf die Scheidung" empfunden, wenn irgendwann mal einer einen Ehevertrag verlangt hätte, insbesondere wäre meine Frau auf mich sauer gewesen. Wir hätten es als unromantisch empfunden, neben den Hochzeitsvorbereitungen die Scheidungsformalitäten abzusichern. Das geht glaub ich extrem vielen so. Im Freundeskreis weiß ich von diversen verheirateten Paaren, die keinen Ehevertrag haben. Sollten wir uns scheiden lassen, werden wir vermutlich keine Rücksicht mehr aufeinander nehmen und dann wird jeder irgendwas verlieren, das ihm/ihr lieb ist, sei es Geld, Umgangsrecht, Erinnerungsstücke, Lebensstandard. Aber ich find es für uns trotzdem richtig, weil wir daran glauben, für immer zusammen zu bleiben, weil wir einen Plan fürs Leben haben und weil eine Regelung des traurigen Ernstfalls schon vorab zu Scheidungserwartungen führen würde. Aber mir ist auch klar, das wir das im Fall einer Scheidung bereuen werden.
    • Hallo Chris,

      nein, ich bin nicht sauer und antworte Dir gerne. Ich entscheide auch, was ich im Netz preisgebe und was nicht...alles i.O. ;)

      Also, Du lebst in einer anderen Situation. Und ich denke, man muss das Emotionale ganz deutlich vom Sachstand trennen und wirklich realistisch betrachten.
      Den Ehevertrag haben wir gemacht, als sich mein Mann selbständig machte und damit nicht auch das Privatvermögen mit einfließt, sollte es zum Crash kommen. Zwischenzeitlich erbte ich eine Immobilie, da meine Eltern verstarben. Auch das wäre mit in die Konkursmasse gefallen. Natürlich durchlebte er mehrere Konkurse....
      Er wollte sich selbst verwirklichen, ich habe ein regelmäßiges gutes Einkommen nach Hause geschleppt und so ziemlich alles finanziert. Natürlich auch z.T. mit Krediten. Die schleppe ich heute noch teilweise mit mir rum.

      Nach weiteren Jahren entwickelte mein Ex-Mann eine Art Psychose...das endete darin, zu stalken, während ich arbeiten ging und das beeinflusste meine "Karriere" gewaltig, da er auch davor nicht halt machte. Über viele Jahre hinweg manipulierte er mich (und andere), aber aus meiner Sicht eben erst viele Jahre später erkennbar. Weil....Liebe macht blind. Anzeichen dafür gabs schon viel früher.

      Als wir geheiratet haben, kam mir nicht im Entferntesten der Gedanke, das wäre nichts fürs ganze Leben. Sonst hätte ich nicht geheiratet, logisch. Er war auch bis zum Zeitpunkt meiner Trennung der beste Vater für seine Kinder, die wir erst ein paar Jahre später bekommen haben. Leider nur bis dahin...Heute hat eines meiner Kinder so viel Wut in sich, dass sie nur noch sporadisch Kontakt hat. Er schafft es nicht mal, seine Unterlagen fürs Bafög zeitgerecht abzuliefern, sodass das Bafög natürlich entsprechend geringer ausfällt...alles zu Lasten seiner einzigen Tochter.
      Ich bin froh, dieses Kapitel irgendwann endgültig abschließen zu können. Und ich bin froh, einen "nicht sittenwidrigen" Ehevertrag zu haben.
    • Ja, hinter jeden deiner Sätze würde ich schreiben "Gott Sei Dank existiert ein Ehevertrag". Danke, dass du das so offen beschrieben hast.

      Aber es stimmt, da leben wir aktuell in einer anderen Welt und vielleicht bleibt sie ja die nächsten 50 Jahre über weite Strecken so schön wie die letzten zwei. Und wenn nicht, muss man halt weiter sehen. Aber jetzt geb ich auch Ruhe mit dem Thema. ;)
    • chris2702 schrieb:

      Ich habe weiterhin nicht verstanden, was Leute ohne Vermögen und Unternehmensbeteiligung regeln sollen. Umgangsrecht mit Kindern? Höherer Unterhalt für Geringverdiener? Detaillierte Aufstellung wer den Fernseher und wer die Couch kriegt.

      Grundsätzlich stimme ich @Henning und @kastanienblatt zu dass man lieber in guten Zeiten regelt was in schlechten zu Krieg führt. Mir ist aber nicht klar wer durch die Gesetzeslage wobei verliert.

      Wäre toll wenn da jemand Ahnung hat.


      Man muss ja nicht ohne Vermögen bleiben, nur weil es am Beginn der Ehe gerade Stand der Dinge ist. Oben schrieb jemand er/sie hat ein Haus geerbt, man könnte auch im Lotto gewinnen (soll vorkommen ;) ) oder eine dicke Abfindung erhalten usw. Derer Möglichkeiten zu Vermögen zu kommen sind mannigfaltig und jeder muss für sich selbst "Vermögen" definieren.

      Leider ist das mit dem heiraten heute meist nicht mehr für "immer" und man sollte m.E. - auch wenn es einen negativen Touch hat - vorher den Worst Case Fall einplanen.

      Gott sei Dank war ich bisher noch nicht verheiratet, wenn ich so Eure Statements lese (habe es auch nicht vor), aber falls doch noch irgendwann, dann gibt es einen Vertrag.
    • @Picteur

      Naja, Vermögen ist eben nicht gleich Vermögen. Bargeld ist schön, aber blöd, wenns weg ist. Eine selbst bewohnte Immobilie hingegen sichert mein Dasein mit den Kindern, zumal durch diverse Umbauten ein Kredit läuft. Wenn die Immobilie einfach mal gepfändet wird, weil mein Gehalt wegen meines Mannes gepfändet wird (in einer Zugewinngemeinschaft), leben wir unter der Brücke allesamt. Deshalb war ich dankbar, einen Ehevertrag zu haben.

      Für mich gibts nur noch geklärte Fronten. Selbst wenn ich nochmal heirate. ^^
    • Anixe schrieb:

      @Picteur

      Naja, Vermögen ist eben nicht gleich Vermögen. Bargeld ist schön, aber blöd, wenns weg ist. Eine selbst bewohnte Immobilie hingegen sichert mein Dasein mit den Kindern, zumal durch diverse Umbauten ein Kredit läuft. Wenn die Immobilie einfach mal gepfändet wird, weil mein Gehalt wegen meines Mannes gepfändet wird (in einer Zugewinngemeinschaft), leben wir unter der Brücke allesamt. Deshalb war ich dankbar, einen Ehevertrag zu haben.

      Für mich gibts nur noch geklärte Fronten. Selbst wenn ich nochmal heirate. ^^

      Das mein ich ja, besser man hat so ein Teil in der Tasche - auch wenn es unromantisch erscheint :)
    • Anixe schrieb:

      kastanienblatt schrieb:

      Anixe schrieb:


      @Ramona1504

      Ja, es ist realistisch. Klar ist es anstrengend, auch finanziell, aber es geht. Das beweisen Millionen...Und auch ich als Frau wollte diese Kinder. Realistisch sollte frau auch in den Momenten der Entscheidung FÜR Kinder sein. Es kann immer alles anders kommen.
      Übrigens fühl ich mich dabei seit Jahren besser, nichts und niemanden betteln zu müssen. Abhängigkeit wäre für mich immer das Demütigendste gewesen. Entscheiden muss das aber jeder für sich selbst.


      ich verstehe deine antwort mir gegenüber nicht wirklich...
      1. natürlich wollte der "alleinerziehende" part die kinder auch - aber was hat das damit zu tun, dass man dann im ernstfall finanziell mehr oder weniger alleine für die kinder aufkommen soll??

      2. es ist natürlich möglich, mit einem 3-jährigen und einem 6-jährigen kind vollzeit arbeiten zu gehen, aber ich denke ob dass der alleinerziehende partner stemmen kann und ob die kinder das alles wegstecken, ist doch sehr individuell und von fall zu fall verschieden. vor allem, wenn vielleicht ein pflegebedürftiges kind da ist...

      3. was hat das mit demütigung und abhängigkeit zu tun, wenn der alleinerziehende part von dem höher verdienenden part unterhalt erhält auch länger als 3 jahre?
      Happy new year 2015! :thumbup:
    • Ramona1504 schrieb:

      Anixe schrieb:

      kastanienblatt schrieb:

      Anixe schrieb:


      @Ramona1504

      Ja, es ist realistisch. Klar ist es anstrengend, auch finanziell, aber es geht. Das beweisen Millionen...Und auch ich als Frau wollte diese Kinder. Realistisch sollte frau auch in den Momenten der Entscheidung FÜR Kinder sein. Es kann immer alles anders kommen.
      Übrigens fühl ich mich dabei seit Jahren besser, nichts und niemanden betteln zu müssen. Abhängigkeit wäre für mich immer das Demütigendste gewesen. Entscheiden muss das aber jeder für sich selbst.


      ich verstehe deine antwort mir gegenüber nicht wirklich...
      1. natürlich wollte der "alleinerziehende" part die kinder auch - aber was hat das damit zu tun, dass man dann im ernstfall finanziell mehr oder weniger alleine für die kinder aufkommen soll??

      2. es ist natürlich möglich, mit einem 3-jährigen und einem 6-jährigen kind vollzeit arbeiten zu gehen, aber ich denke ob dass der alleinerziehende partner stemmen kann und ob die kinder das alles wegstecken, ist doch sehr individuell und von fall zu fall verschieden. vor allem, wenn vielleicht ein pflegebedürftiges kind da ist...

      3. was hat das mit demütigung und abhängigkeit zu tun, wenn der alleinerziehende part von dem höher verdienenden part unterhalt erhält auch länger als 3 jahre?


      hello,

      ich denke, sie hat es ganz anders gemeint.. alles gut..
    • Danke, Kastanienblatt, warste schneller ^^

      @Ramona1504

      Es ist so, dass man alle Eventualitäten VOR Hochzeit und dem Kinderkriegen durchspielen muss. Jeder wünscht sich eine "lebenslange", gute Beziehung, aber manchmal klappt das aus verschiedenen Gründen eben nicht.
      Da ich in meinem Fall schon länger vor der Trennung wusste, dass ich im Ernstfall keine finanzielle Unterstützung erwarten kann, war klar, dass ich immer arbeiten muss, um das Leben mit und ohne Kinder zu stemmen. Ich habe mich trotzdem bewusst für die Kinder entschieden, weil ich eben auch gerne arbeite. (Unterstelle mir jetzt bitte nicht, ich würde meinen, du tätest das nicht gern. Ich spreche nur von mir an dieser Stelle!)

      Demütigend ist es dann, wenn ich um jeden Cent fighten müsste, selbst wenn er zahlungswillig wäre. Ich hätte darauf keine Lust. Schon gar nicht in der Art, meinen Kindern ständig sagen zu müssen, dieses und jenes geht nicht, weil der Vater nicht zahlt oder wie auch immer. Spätestens bei Klassenfahrten und elektronischen "Spielzeugen" kommt diese Diskussion dann auf.
      Väter sind meiner Ansicht nach außerdem nicht nur für Zahlung zuständig, sondern auch noch für andere Dinge. Durch derartige Missstimmungen aufgrund des Geldes vermischt man häufig dadurch aber einiges und vermittelt einem Kind nicht unbedingt das beste Bild des Vaters. Wenn jedoch Eltern nicht mehr miteinander können, sollte das nicht über die Kinder ausgetragen werden. Meine Meinung-Punkt.

      Das konnte ich bereits auch vor der Trennung schon lange einschätzen, dass es so oder ähnlich kommt. Manchmal ist die rosarote Brille nämlich auch wech....

      Dass ein Kind pflegebedürftig ist, hast Du vorher an keiner Stelle erwähnt. Dann liegt der Fall durchaus anders.

      Du sollst auch gar nicht finanziell alleine für die Kinder aufkommen, hab ich so nicht gesagt. Es beweisen aber viele (meist) Frauen, dass Väter nicht zahlen wollen/ können und diese dann ab spätestens dem 13. Lebensjahr eben klar kommen müssen.

      @Henning

      Wenn Du mich gefragt hast, dann nochmal: Wenn ein Selbstständiger persönlich haftet, kann in einer Zugewinngemeinschaft auch die Ehefrau bzw. gemeinsames Vermögen herangezogen werden. Bei einer Immobilie, die beiden gehört, geht diese u.U. flöten. Ganz böse können sich außerdem Bürgschaften dann auswirken.