Alternative zu Bausparvertrag für risikoscheue Sparerin

  • Meine Freundin ist bei Finanzthemen risikoscheu und unmotiviert, daher schaue ich da immer wieder hin. Jetzt kam der Kontoauszug vom Bausparvertrag und ich war wenig begeistert. Ich hatte nach einer Beratung bei tecis meinen Bausparvertrag gekündigt, das Geld ist inzwischen in einem ETF Depot (70 % Aktien, 30 % Anleihen).


    Ihr Bausparvertrag hat eine Bausparsumme von 150.000 EUR, ein Guthaben von 8.000 EUR, einen Sparzinssatz von 0,10 % und einen Darlehenszinssatz von 1.25 %. Zuteilungsreif soll er bei 40 % sein. Gebühren sind 15 EUR/Jahr. Bei den aktuellen 300 EUR/Monat Einzahlung wird der in ungefähr 16 Jahren Zuteilungsreif sein.


    Wir wollen irgendwann Wohneigentum erwerben, haben aber keine konkreten Pläne. Vielleicht ist es in drei Jahren soweit. Wir könnten diesen Bausparvertrag als Anschlussfinanzierung nutzen. Man könnte ihn auch kündigen und als Eigenkapital nehmen.


    Wenn es mein Geld wäre, würde ich es einfach in ETFs packen und abrufen, wenn ich wirklich Wohneigentum erwerben will. Es könnte zwar gerade dann eine Krise geben, jedoch werden die Zinsen wohl weiterhin niedrig bleiben. Somit erscheint mir ein Bausparvertrag nur ein durchschnittliches Kreditangebot mit massiven Opportunitätskosten erkauft. Aber es ist ihr Geld und ich will ihr auch nichts empfehlen, womit sie im Zweifelsfall nicht selbst klarkommt.


    Insgesamt habe ich 40.000 EUR, davon 10.000 EUR auf dem Giro-/Tagesgeldkonto und 30.000 EUR im Depot. Sie hat ähnlich viel, allerdings 30.000 EUR auf Giro-/Tagesgeldkonto und 8.000 EUR im Bausparvertrag. Man könnte das ganze also auch als Risikostreuung sehen, ich mache den Risiko-Teil und sie den Ausgleich.


    Gäbe es für Sie etwas sinnvolleres als diesen Bausparvertrag, oder ist das schon akzeptabel so insgesamt?