Kein Girokonto und Depot wegen Insolvenz?

  • Hallo,

    ich bin Kunde der INGD. Da ich mich in der Privatinsolvenz befinde konnte ich nur ein Basiskonto und ein Tagesgeldkonto eröffnen. Ein Girokonto und die Eröffnung eines Depots wurde mir ohne Gründe zu nennen verwehrt.

    Ich gehe mal davon aus, dass das mit meiner Privatinsolvenz zusammen hängt. Ich befinde mich allerdings seit 01.07.20 in einem Anstellungverhältniss. Deshalb kann ich dieses Vorgehen nicht verstehen.

    Wo ist es möglich nun doch ein Depot zu eröffnen?

    Danke, VG

  • Hallo STR,


    ich vermute mal, das bis zum Ablauf der Restschuldbefreiung keine Bank mit dir arbeiten möchte. Theoretisch bleibt dir ja nur das Geld bis zur Pfändungsfreigrenze. Und davon kann man in der Regel keine Aktien kaufen. Ich wäre da sehr vorsichtig. Wenn deine Gläubiger mit bekommen, das du noch Geld zum spekulieren hast, könnte das ganze Insolvenzverfahren gekippt werden.


    Gruß TradeAttack

  • Verstehe, wobei es sich nur im sehr geringe Beträge handeln würde welche ich mir vom "Maul" absparen würde. Einfach um mal in die Materie ETF einzusteigen. Ich hab schon daran gedacht im Ausland ein Depot zu eröffnen. Kenne mich hier allerdings leider nicht aus.

  • So gesehen hast du Recht. Aber wenn es bergab geht, kannst du dich freuen, das es kein echtes Geld gekostet hat.

    Ich hab auch eine Insolvenz hinter mir. Das geht schneller vorbei als du denkst. Besorg dir für 3,95 mtl einen Onlinezugang zu deinen Schufadaten. Dann kannst du da schon mal alles in Ordnung bringen. Ich kann dir Mut machen, das auch da nach der Insolvenz keine Spuren zurück bleiben. Ich bin zu 100% rehabilitiert. Inklusive Dispo, Kreditkarte, Kredit und Mobilfunkverträge.


    Gruß TradeAttack

  • Moin,

    ich hab keine Erfahrung mit Insolvenz, möchte in dem Zusammenhang nur die jährliche kostenlose Auskunft erwähnen (von der Schufa "Datenkopie" genannt). Wann die Insolvenz aus der Schufa getilgt sein solle, müsste ja bekannt sein. Dementsprechend kann man seine Auskunftsverlangen ja planen.

    Siehe https://www.meineschufa.de/index.php?site=11_3

    Ob sich der kostenpflichtige Zugang lohnt oder nicht, das ist natürlich von der eigenen Situation und Vorlieben abhängig.

  • Ich versuchs mal mit onvista. Danke

    Nicht zu emfehlen: Alles über der Pfändungsfreigrenze ist in der PI an den Treuhänder abzuführen. Durch die Anstellung erhöht sich halt die Pfändungsfreigrenze. Und nun?


    Ich denke, die InSo-Verordnung ist Dir bekannt? Oder aber, wovon ich stark ausgehe, wird sie gefissentlich ignoriert. Ein Depot bringt Dir nix, weil Du nix daraus behalten darfst. Es wäre relativ sicher sogar Betrug und damit ein Straftatbestand.


    Aber bitte, wenn Duch gerne und intensiv darum bemühen möchtest, die Restschuldbefreiuung versagt zu bekommen, nur zu! Viel Glück!

  • Ich versuchs mal mit onvista. Danke

    Nicht zu empfehlen: Alles über der Pfändungsfreigrenze ist in der PI an den Treuhänder abzuführen. Durch die Anstellung erhöht sich halt die Pfändungsfreigrenze. Und nun?


    Ich denke, die InSo-Ordnung ist Dir bekannt? Oder aber, wovon ich stark ausgehe, wird sie von Dir gefissentlich ignoriert. Ein Depot bringt Dir nix - weil Du nix daraus behalten darfst. Es wäre relativ sicher sogar Betrug und damit ein Straftatbestand. Der Treuhänder wird in jedem Fall von dem Depot erfahren, dazu braucht er KEINE Schufa.


    Aber bitte, wenn Du dich gerne und intensiv darum bemühen möchtest, die Restschuldbefreiung versagt zu bekommen - nur zu! Viel Glück!


    Zitat

    Ein Girokonto und die Eröffnung eines Depots wurde mir ohne Gründe zu nennen verwehrt.

    Und selbstverständlich bleibt Dir ein herkömmliches Girokonto verwehrt. Da brauchst Du dir auch keine Argumente von den Banken anzulesen, das dürfte doch von Vorneherein klar sein, oder nicht?? Warum beantragst Du überhaupt eines? Lese Dich mal richtig in die ganze Thematik zur InSo-Ordnung ein.