Auto kaufen oder leasen ?

  • Schau mal hier:


    Günstig und gut sind häufig 3 Jahre alte Autos. Wenn du auf den Neupreis einen hohen Rabatt raushandelst, ist das ebenfalls meist günstiger als Leasing. Nur wenn du ohnehin alle x Jahre ein neues Auto haben willst und dich nicht um Verkauf/Kauf kümmern willst, oder schlicht das Vermögen nicht hast, ist Leasing besser.


    Mein Argument. Im Leasing würde ich immer zu etwas unvernünftigem Kaufen, das heißt Audi A5 statt Audi A3, größerer Motor statt angemessener Motor, etc. Allein dadurch kann ein Leasing für mich nicht günstiger sein, denn die Leasing Firma will ja auch von was leben.

  • Hallo,


    leasing im privaten Bereich, ist doch im Prinzip nur eine andere Form der Finanzierung. Ich persönlich finde leasen sogar ungünstiger als finanzieren. Beim Leasing muss ich auf Laufzeit, Restwert, gefahrene Kilometer, Gebrauchsspuren und eine eventuell sehr hohe Ablöse achten. Das ist bei einer Finanzierung alles egal.

    Als Unternehmer habe ich natürlich ganz andere Möglichkeiten. Ich kann damit zum Beispiel die monatlichen Kosten erhöhen um etwaige Gewinne steuerlich zu schmälern, ich brauche kein Kapital aus der Firma zu ziehen und so weiter.


    Gruß TradeAttack

  • Ich würde eher Leasen, weil ich damit wenig Reparaturkosten habe auf längere Sicht als sich ein Auto zu kaufen.

    Ist mein Denken richtig ?

    Ich bzw. wir gehen konsequent den anderen Weg. Wir kaufen/fahren ausschließlich Gebrauchtwagen (seit 30 Jahren). Gekauft wird der Wagen so im Alter 4-6 Jahre. Natürlich wird der Wagen vor dem Kauf technisch genau geprüft bzw. wir lassen das in der Werkstatt unseres Vertrauens prüfen.

    Dabei schauen wir uns vorab die Pannenstatistiken vom ADAC und die TÜV-Mängelreporte an! Kandidaten die da schon auffallen, kommen gar nicht erst in unsere Auswahl. Inspektion erfolgt dann 1 mal im Jahr.

    Gefahren werden unsere Wagen dann bis zum bitteren Ende. Sprich, wenn sich eine Reparatur irgendwann einfach nicht mehr lohnt. Mit dieser Vorgehensweise haben wir bisher extrem gute Erfahrungen gemacht.

    Unser derzeitiges Auto haben wir 2008 gekauft. Bis 2017 gab es nur den normalen Verschleiß. Erst 2017 kam dann eine größere bzw. teurere Reparatur da Fahrwerksteile ausgeschlagen waren (etwa 1200€).

    Aber auch die Reparatur haben wir machen lassen, da wir unser Auto kennen und wissen was wir daran haben!

    So langsam zeigen sich jetzt die ersten Roststellen. Nächster TÜV ist im November 2021 und dann werden wir mal schauen, ob wir unseren 'YPSI' nochmal 2 Jahre fahren werden. ;)


    PS: Generell verzichten wir eher auf elektronische Spielereien bei der Wahl unserer Autos! Und natürlich wird das Auto immer Bar bezahlt und auch nicht irgendwie über einen Kredit finanziert!

  • Die beiden Videos finde ich grundsätzlich sehr gut gemacht, wie eigentlich alle von Saidi. Komplimet an dieser Stelle!


    Was zumindest hätte erwähnt werden müssen, ist der Zinsverlust bei Barzahlung. Es gibt ja durchaus Menschen, die über genügend Barvermögen verfügen und trotzdem - ganz bewusst - leasen/finanzieren (ich zum Beispiel)


    Wenn man 20.000 Euro über 48 Monate in einen ETF legt und (defensiv) von 4% Rendite ausgeht, reden wir schon mal von 3.400 €, die man kalkulatorisch von den Leasingraten wieder abziehen kann. Das sieht das Ganze schon wieder vorteilhafter für das Leasing aus.


    Außerdem ist es nicht richtig, dass man als Barzahler per se die höchsten Rabatte erhält. Bei meinem letzten Leasingvertrag habe ich die kompletten Unterlagen zu Gesicht bekommen. Der Kaufpreis, den die Leasingbank zahlen musste, war deutlich unter allen erreichbaren Barzahlungsangeboten im Netz.


    Sehr gut ist Saidis Hinweis bezüglich der Unsicherheiten im Autosektor allgemein. Auch das ist für mich ein Grund, derzeit auf Leasing zu setzen.


    a_z

  • Kommt drauf an. Ich habe im letzten Herbst in der Tat ein Leasinangebot für einen Vorführwagen gefunden, wo der Preis unterm Strich und über die Laufzeit so gut war, dass ich mein Auto dafür verkauft habe.
    Sprich: Leasingfaktor deutlich unter 1,0, hinzu kamen noch Bafa-Umweltprämie (da Plugin-Hybrid).

    Für einen sehr fairen Preis konnte ich zusätzlich ein Wartungs- und Garantieverlängerungspaket abschließen, so dass über die Leasinglaufzeit keine finanziellen Überraschungen mehr zu erwarten sind. Selbst Verschleißteile werden kostenlos gewechselt.

    Und da ich weiß, wie teuer mein vorheriges Auto war, kann ich schon beurteilen ob das unter dem Strich günstig ist oder nicht.


    Einziger Unsicherheitsfaktor: Schäden bei der Rückgabe. Aber da ich recht pfleglich mit meinen Autos umgehe, kalkuliere ich hier mit deutlich weniger als 1000 Euro Unsicherheit. Im Zweifelsfall investiere ich vor der Rückgabe 200, 300 Euro in eine Aufbereitung.

  • Ich bin neulich über ein anderes Modell gestolpert, das Auto-Abo, z.B. von Sixt oder Volvo.

    Und wir diskutieren in der Familie gerade darüber, unser Zweitauto (als Gebrauchten gekauft) abzuschaffen und uns stattdessen einem Carsharing-Anbieter anzuschließen. Xenia: wäre mein Wunsch für ein neues Video: Vergleich von Kauf, Leasing, Auto-Abo und Carsharing. Man könnte ja die letzten beiden erläutern und die ersten beiden nur kurz anreißen mit Verweis auf die bisherigen Videos.

  • Ich bin neulich über ein anderes Modell gestolpert, das Auto-Abo, z.B. von Sixt oder Volvo.

    Und wir diskutieren in der Familie gerade darüber, unser Zweitauto (als Gebrauchten gekauft) abzuschaffen und uns stattdessen einem Carsharing-Anbieter anzuschließen. Xenia: wäre mein Wunsch für ein neues Video: Vergleich von Kauf, Leasing, Auto-Abo und Carsharing. Man könnte ja die letzten beiden erläutern und die ersten beiden nur kurz anreißen mit Verweis auf die bisherigen Videos.

    Den Vorschlag unterstütze ich! :thumbup:

  • Grundsätzlich muss man sich die Frage stellen: wie lange möchte ich das Auto behalten? Wenn man alle 3-4 Jahre ein neues Fahrzeug möchte, dann bietet sich Leasing am ehesten an. Plant man das Auto allerdings langfristig zu behalten, würde ich eine Teilfinanzierung vorziehen (große Anzahlung (30-50%); Rest finanzieren).


    Da das Leasingmodel von den Herstellern zur Absatzsteigerung bei Neufahrzeugen genutzt und teilweise massiv subventioniert wird, bekommt man wie schon geschrieben auf die UVP Rabatte die sonst kein und nur ganz wenige Kunde auf der Rechnung jemals sehen werden.

    Mein Volvo hat z.B. einen Leasingfaktor von 0,6.


    Man sollte sich aber die Leasingverträge genau ansehen, da es sehr viel Spielraum bei den Vertragsklauseln gibt. Und, am Ende ist es immer ein Fahrzeug das einem nicht gehört - entsprechend gut muss der Pflegezustand bei Rückgabe sein.

  • Wir sind auch gerade intensiv mit dem Thema beschäftigt. Wir wissen nicht, wohin die technische und politische Entwicklung geht. Was, wenn wir unseren Diesel nicht mehr zu vernünftigen Konditionen verkaufen können, weil dem Diesel (oder gar dem Verbrennungsmotor insgesamt) der Garaus gemacht wird?

    Außerdem sieht es momentan so aus, als würde mein Mann einen sehr guten Job in GB bekommen. Da würden wir natürlich ein Auto hier lassen.

    In unserem speziellen Fall denken wir, dass Leasing einfach flexibler für uns ist: Auto wird nach 2 Jahren zurückgegeben und die Lage wird neu bewertet.

    Ich finde Leasing aber auch durchaus betrachtenswert, wenn man regelmäßig ein neues Auto haben möchte. Und ein Leasingangebot, welches Wartung, Verschleiß und TÜV bereits in der monatlichen Rate eingeschlossen hat, ist sicher interessant. Man muss nur im Dschungel der Angebote ganz genau gucken.

    Ich denke, beim Thema Leasing gehen die Meinungen genau so auseinander wie beim Thema Mieten oder Kaufen…

    Viele Grüße

    Alabama

  • Das, was mich vom Leasing abhält, ist die (oft) mangelnde Flexibilität.

    Die weniger gefahrenen km werden gar nicht oder deutlich schlechter vergütet als mehr gefahrene km.


    Völlig unkalkulierbar sind aber Mehrkosten bei "schlechtem" Zustand. Das ist m.E. oft weltfremd. Wenn ein Auto mit entsprechend Leistung und Höchstgeschwindigkeit keine Macken von Steinchen u.ä. auf Scheibe, Stoßstange und Motorhaube haben darf, dann ist das einfach weltfremd und würde eine vom Autohersteller gar nicht vorgesehene Nutzung (langsam fahren) erfordern.

  • Ein Seriöser Leasinggeber kann einem aber schon im Vorfeld eine Liste oder ähnliches geben wo die Kosten bzw. Abzüge für "Schäden" klar aufgelistet sind und auch was wie der Zustand zu bewerten ist und nach welchen Kriterien.
    Sowas ist heute eigentlich gute Etikette bei guten Leasingeber.


    Bisher gab es bei uns da überhaupt keine Probleme was das angeht. 1 x hatten wir einen Abzug bzw. Nachzahlung. Aber das war völlig okay vom Betrag. Wäre es mein eigenes Auto gewesen und ich hätte den kleinen Parkrempler entfernen lassen hätte ich auch nicht weniger gezahlt. Hätte ich es beim eigenen PKW nicht entfernen lassen und das Auto irgendwann verkauft, wäre der Erlös auch geringer.

  • Ein Seriöser Leasinggeber kann einem aber schon im Vorfeld eine Liste oder ähnliches geben wo die Kosten bzw. Abzüge für "Schäden" klar aufgelistet sind und auch was wie der Zustand zu bewerten ist und nach welchen Kriterien.

    Das ist genau mein Punkt. Ich habe bei einem nach diesen Kriterien geschaut und da findet man eben z.B. X Lackschäden durch Steinchen auf Y cm² Fläche, die aktzeptiert werden und es gibt Beispielfotos, dass z.B. 10 Einschläge auf einer Taschentuch-Fläche zu Nachzahlungen führen.


    Wenn das Auto 200 PS hat und Höchstgeschwindigkeit 250 ermöglicht, ist eine bestimmungsgemäße Nutzung, dass man auch 200 und mehr fährt. Wo/ob es diese Lackschäden gibt, liegt am Lack aber auch an der aerodynamischen Gestaltung der Frontpartie.

    Warum soll der Leasing-Kunde für Abnutzung zahlen, die durch erwünschte/vorhersehbare Nutzung entsteht?