Fragen zur Riester Rente Strategie plus 6RG

  • Olaf89


    Wenn du ohne Riester unterwegs wärst würdest du 1946 Euro im Jahr zahlen. 1% Rendite über 41 Jahre ergibt 99.000 Kapital. Würdest du in einen ETF investieren, könntest du 6% Rendite erhoffen. Dann hättest du 340000 Kapital.


    Da der Riester das Kapital garantiert, muss er in unversichertes Sicherungskapital investieren. Daher sind 6% Rendite im Riester ausgeschlossen, im ETF Sparplan aber möglich.


    Wenn der Riester einen Rentenfaktor von 26 hat, bekommst du für 95000, 247 Euro Bruttorente. Dann musst du 32 Jahre Rente beziehen, bis du von der Langlebigkeitsversicherung profitierst und dein Kapital zurück hast.


    Alle Rechnungen bei https://m.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

  • Hier wird immer wieder Altersversorgung mit Vermögensaufbau verwechselt, wie „chris2702“ schon weiter oben sagt antworten hier Laien und keine Profis. Das macht die Antworten hier so gefährlich, es trägt auch keiner die Haftung für irgendwelche Aussagen oder gar „Tipps“ hier in diesem Forum. Die Rie-Re-Tarife der Generali Deutschland LV AG sind mit die besten am Markt, gerade der 6RG hat einige Alleinstellungsmerkmale z.B. eine Beitragsfreiheit bei BU, wenn sie denn vereinbart ist. Damit ist das Sparziel abgesichert. Es gibt noch einige mehr, diese lassen sich an Hand der 10 goldenen Riester-Fragen erarbeiten. Nur muss man diese auch kennen.

  • Wenn ich DVAG lese und "395" Verwaltungskosten bei "1946" Einzahlung würde ich zumindestens empfehlen mal zum Taschenrechner zu greifen.


    Wer 1946 Euro in einen Riester einzahlt, gehört zu den Gutverdienern mit Rentenerwartung von 2000+x+Inflationsausgleich. Es ist für mich fraglich, ob 247 Euro Bruttorente hier essenziell sind, um der Altersarmut zu entfliehen.


    Ansonsten stimmt es, dass hier mehrheitlich Laien antworten. Jeder muss für sich entscheiden, ob er den Antworten Glauben schenken mag, sich "professionell" vom DVAG beraten lässt, zur Verbraucherzentrale geht oder zum Honorarberater. Alles sind Wege die ein besseres Ergebnis liefern als die berühmte Glaskugel.

  • meag

    Du hörst dich so an, als würdest du die Produkte der DVAG vertreiben?

    Mich stören halt diese extrem hohen Verwaltungskosten. Klar, kann man sagen, dass das Riesterkapital ggü. Einem ETF o.ä. abgesichert ist. Aber was bringt es mir, wenn ich meine eingezahlten Beiträge zurück bekomme, die durch Inflation nur noch die Hälfte wert sind?

  • meag

    Du hörst dich so an, als würdest du die Produkte der DVAG vertreiben?

    Mich stören halt diese extrem hohen Verwaltungskosten. Klar, kann man sagen, dass das Riesterkapital ggü. Einem ETF o.ä. abgesichert ist. Aber was bringt es mir, wenn ich meine eingezahlten Beiträge zurück bekomme, die durch Inflation nur noch die Hälfte wert sind?

    Auch ein ETF muss erst am die Inflation erwirtschaften.

  • Es mag sein, dass es zu Verwechslungen kommt, allerdings gehe ich davon aus, dass es oftmals die bewusste Gleichsetzung ist.

    Die bewusste Gleichsetzung ist halt der Fehler, Altersversorgung muss vom Vermögensaufbau getrennt sein. Die Produkte der Altersvorsorge decken das biometrische Risiko der Langlebigkeit ab, nicht das am Ende des Geldes noch Leben übrig ist.

  • Ist halt die Frage, ob man besser mit 95.000 Riesterkapital und 247 Euro Bruttorente für das Alter vorsorgt, oder mit der Chance auf 350.000 ETF Kapital.


    Um das zu beantworten, muss man die Gesamtsituation der Person betrachten.


    1) Finanziell knapp gestrickt, jeden Euro für den Alltag benötigend --> Riester


    2) Durch gesetzliche Rente, Firmenrente, Beamtenpension bereits ausreichend abgesichert, dazu Immobilien und die Sichere Erwartung zu erben --> ETF

  • Wie schon gesagt, das sagt ein Profi als Finanzdienstleister!

    Das hat hinsichtlich der Qualität der Aussagen NICHTS zu bedeuten! Ein Profi ist jemand, der von seinere Profession (von seinem Job) lebt. Wie gut die Leistungen des Profis für seine Kunden, Freunde... seine Umwelt sind, steht auf einem anderen Blatt. Ein Vermögensverbrater ist und bleibt nun mal ein Vermögensverbrater ;-)

    Die Produkte der Altersvorsorge decken das biometrische Risiko der Langlebigkeit ab, nicht das am Ende des Geldes noch Leben übrig ist.

    Diesen Schwachsinn, der zwar sinnig kling, im echten Leben aber deutlich schlauer kompensiert werden kann, hatten wir in einem anderen Thread schon einmal zerrissen ;-)


    Übrigens... bei "nicht das am Ende des Geldes..." schreibt man das "dass" mit "2s"... oder irre ich mich da?

  • Was sind die von MEAG DVAG genannten 10 goldenen Riesterregeln?:

    https://www.mein-berater-ist.n…e-Riester-Fragen.Neu_.pdf


    Die 10 Goldenen Riester-Fragen

    1Garantierente: Für Riesterverträge gilt eine Beitragsgarantie aller gezahlten Beiträge und Zulagen zu Rentenbeginn. Die meisten Anbieter berechnen daraus eine garantierte Rente. Ist es für Sie wichtig, sich bereits ab Vertragsbeginn auf eine solche garantierte Mindestrente sicher verlassen zu können?

    OO2Garantierter Rentenfaktor für das gesamte Verrentungskapital:Es gibt leider Anbieter ohne Rentenfaktor und Anbieter, die den Rentenfaktor nur auf das eingezahlte Kapital garantieren. Möchten Sie sich lieber auf einen Rentenfaktor verlassen, der Ihnen sowohl für die Beitragsgarantie als auch für das Überschussguthaben garantiert wird?

    OO3Garantierente + garantierter Rentenfaktor:Nur sehr wenige Anbieter wenden den in der Regel mit Sicherheitsabschlägen vorsichtiger kalkul-ierten Rentenfaktor nur für das Überschussguthaben an und addieren diese „Überschussrente“ mit der im Verhältnis höheren Garantierente. Möchten Sie von einer solchen höheren Rente profitieren?

    OO4Besserungsoption: Es ist möglich, dass sich zu Rentenbeginn aufgrund verbesserter Rechnungsgrundlagen (abhängig von Marktzins und Lebenserwartung) ein höherer Rentenfaktor und somit eine höhere Rente ergibtals zu Anfang kalkuliert. Soll Ihr Vertrag eine solche Besserungsoption beinhalten?

    OO5Beitragspause: Es kann notwendig sein, dass Sie wegen Krankheit, Arbeitslosigkeit, Kindererziehung oder Beruf Ihren Beitrag reduzieren oder aussetzen müssen. Soll Ihr Vertrag nach der Wiederinkraftsetzung mit den gleichen Garantien und Rechnungsgrundlagen, wie zu Beginn vereinbart, fortgesetzt werden?

    OO6Vorverlegen des Rentenbeginns:Vielleicht möchten Sie bereits früher als erst mit Erreichen des Regelrentenalters in Rente gehen. Der Gesetzgeber sieht dafür ein Vorverlegen des Rentenbeginns um bis zu 5 Jahre vor. Soll Ihr Anbieter in diesem Fall seine gar. Rechnungsgrundlagen, sofern vorhanden, dennoch einhalten müssen?

    OO7Verschieben des Rentenbeginns: Falls das Regelrentenalter weiter erhöht wird oder wenn Sie zum Renteneintritt genügend sonstige Einkünfte oder Vermögen besitzen, macht es Sinn die Rentenzahlung aus der Riesterrente lange aufschieben zu können. Soll dies bei gleichen garantierten Rechnungsgrundlagen möglich sein?

    OO8Rentengarantiezeit: Sie erhalten eine lebenslange Rente. Sollten Sie innerhalb der Rentengarantiezeit sterben, zahlen wir Ihren Hinterbliebenen die ausstehenden Renten bis zum Ende der Garantiezeit weiter oder wahlweise eine einmalige Kapitalabfindung. Soll eine möglichst lange Hinterbliebenenversorgung möglich sein?

    OO9Schutz vor Berufsunfähigkeit:Sollten Sie wegen Krankheit oder Unfall vorzeitig berufsunfähig werden, können Sie mit großer Wahr-scheinlichkeit die Beiträge für Ihre Riesterrente nicht mehr zahlen und Ihr Sparziel ist gefährdet. Soll die Möglichkeit bestehen, dass die Beiträge in dieser Zeit vom Riesteranbieter bezahlt werden?

    OO10Sicherheit und Finanzkraft: Die Garantien müssen von den Anbietern über Jahrzehnte garantiert erfüllt werden. Zu Zeiten von Niedrigzinsen wird dies für viele Anbieter immer schwieriger und viele haben sich bereits vom Markt verabschiedet. Legen Sie besonderen Wert darauf, dass Ihr Anbieter zu den finanzstärksten zählt?

  • Die bewusste Gleichsetzung ist halt der Fehler, Altersversorgung muss vom Vermögensaufbau getrennt sein. Die Produkte der Altersvorsorge decken das biometrische Risiko der Langlebigkeit ab, nicht das am Ende des Geldes noch Leben übrig ist.

    Meinung, auch wenn es die eigene ist, ersetzt keine Fakten. Mit absoluten Begriffen ("muss") wäre ich vorsichtig und würde es auch anderen

    empfehlen.


    Risikoabsicherung sollte von Vermögensaufbau getrennt werden. Langlebigkeit kann ich mir mit Eintritt in den Ruhestand noch immer absichern lassen, wenn mir der Sinn danach steht. Ggf. teile ich mir das Geld auch selbst ein.


    Als Eingangshypothese anzunehmen, der Verbraucher sei zu ...., dies selbst zu organisieren, kreiert Beratungsbedarf, muss dennoch nicht angemessen sein.

  • meag


    ich habe ja genau DIE genannte Riester Rente, kannst du mir erklären, wieso die Kosten im Vergleich zu anderen Riesteranbietern so hoch sind?


    Wenn wir mal dabei sind, wieso ist der garantierte Rentenfaktor bei diesem nach deinen Aussagen ''Top Produkt'' niedriger als bei den Mitbewerben? Mein Vertrag ist ja schon etwas älter und wir haben alle mitbekommen, das der garantierte Rentenfaktor eigentlich sinken müsste, anstatt zu steigen. Wieso hat meine Riester denn dann einen schlechteren garantierten Rentenfaktor als eine Riester die ich jetzt abschließen könnte?


    Also kurz zusammengefasst: teuer (im Vergleich) und ein niedriger garantierter Rentenfaktor. Selbst wenn man rein faktisch sieht (rein von den Zahlen etc) ist die genannte Riester


    Ich bin mal auf deine Antwort gespannt :)