Finanzmakler

  • Liebes Finanztip Team,




    ich habe Euer Video über Finanzvertreter gesehen.




    Ich studiere BWL und möchte in Zukunft Menschen über das Thema Finanzen beraten und so bin ich über einen Börsenverein auf die Firma Königswege GmbH in Heidelberg gestoßen. Dort wurde ich als Vertriebspartner angeworben und nun stehe ich vor der Herausforderung zu entscheiden ob ich in der Firma zu einem guten und vor allem Kundenorientierten und nicht Provisionsorientierten Berater werden kann.




    Königswege rüstet sich mit den Information, dass die Firma mit der Universität Mannheim und Dr. Beck zusammenarbeitet.


    Sie sollen unabhängig sein und alle Partner sind sogenannte Makler, die "alles" auf dem Markt anbieten können und somit auch nur das anbieten was der Kunde wirklich braucht (so sagt man).




    Gut an der Firma finde ich die interne "KW University" in der sowohl fachlich als auch vertrieblich geschult wird.




    Nur wie erkenne ich ob diese Schulungen auch dazu dienen, dass ich Kunden aufrichtig beraten kann und keine Infos bekomme die falsch sind und nur einer hohen Provision dienen?




    Viele Grüße und vorab besten Dank

  • Ich studiere BWL und möchte in Zukunft Menschen über das Thema Finanzen beraten und so bin ich über einen Börsenverein auf die Firma Königswege GmbH in Heidelberg gestoßen. Dort wurde ich als Vertriebspartner angeworben und nun stehe ich vor der Herausforderung zu entscheiden ob ich in der Firma zu einem guten und vor allem Kundenorientierten und nicht Provisionsorientierten Berater werden kann.

    Lieber eric


    ich bin zwar nicht das von dir angesprochene Finanztip Team, erlaube mir aber dennoch zu antworten. Nimm es bitte nicht persönlich... Wer soll sich denn von einem "Grünschnabel" beraten lassen? - Vielleicht ein paar Freunde und Bekannte, also zufkünftige ehemalige Freunde und Bekannte ;-)

    Egal bei welchem Vertrieb du anfängst... du wirst einige rudimentäre Produktschulungen bekommen und dann auf die Menschheit losgelassen.

    Aber mach ruhig... wir unterhalten uns in einem Jahr wieder ;-)

  • Hallo eric,

    erst einmal ist es super, dass du dich intensiv mit deinem vielleicht zukünftigen Job beschäftigst!

    Es gibt ein paar gute Seiten zum Thema Finanzvertrieb, z.B Hartmut Walz, einfach googeln.

    Und btw, in vielen Firmen, kleinen wie großen, werden BWLer gesucht, die den Gesamtüberblick suchen.

    Viel Erfolg!

  • Lieber JDS,


    erstmal Danke für deine offene Meinung. Ich hatte anfangs den gleichen Gedanken wie du. Es sollte erst eine Ausbildung erfolgen und dann die Beratung. In der Firma läuft das ziemlich gleichzeitig ab. Meine Absicht ist es nicht jemanden falsch und ineffizient zu beraten.


    Die Beratung macht dann allerdings auch ein IHK zertifizierter Makler bis ich selbst die IHK Prüfung ablege. Das mit dem Grünschnabel sehe ich etwas anders, denn jeder der in einer Branche neu ist kennt erstmal nur die Basics und lernt die Thematiken tiefer "by doing", deshalb hat man auch einen Mentor bei sich.



    Lieber eric


    ich bin zwar nicht das von dir angesprochene Finanztip Team, erlaube mir aber dennoch zu antworten. Nimm es bitte nicht persönlich... Wer soll sich denn von einem "Grünschnabel" beraten lassen? - Vielleicht ein paar Freunde und Bekannte, also zufkünftige ehemalige Freunde und Bekannte ;-)

    Egal bei welchem Vertrieb du anfängst... du wirst einige rudimentäre Produktschulungen bekommen und dann auf die Menschheit losgelassen.

    Aber mach ruhig... wir unterhalten uns in einem Jahr wieder ;-)

  • Hallo eric,


    ich gratuliere Ihnen zu Ihren Fragen. Manche stellen sie zu spät. Nach Überfliegen der Homepage würde ich sagen, die Inhaber der Königswege GmbH versuchen den Herrn Maschmeyer zu kopieren, d.h. einen Strukturvertrieb mit Akademikern zu betreiben. Bevor hier jemand auf Abmahnideen kommt, ein absolut legales Geschäft.

    und nun stehe ich vor der Herausforderung zu entscheiden ob ich in der Firma zu einem guten und vor allem Kundenorientierten und nicht Provisionsorientierten Berater werden kann.

    Sie wollen die Quadratur des Kreises. Entweder werden Sie ein kundenorientierter „Berater“, dann sind Sie kein erfolgreicher Mitarbeiter und werden von der Provision nicht leben können. Oder Sie verkaufen Ihren Kunden möglichst alles und möglichst teuer und werden vermutlich ein gutes Einkommen haben. Prüfen Sie, welcher Typ Sie sind.


    Gruß Pumphut

  • Hallo Pumphut,


    vielen Dank für das Feedback. Das hat mir sehr weitergeholfen bei meiner Entscheidung.

    Ich möchte niemanden nur wegen Profit "verkaufen".


    Die Information, dass Königswege mit der Universität Mannheim und Dr. Beck Zusammenarbeitet hatte mir vertrauen in die Firma geschenkt.


    Gruß

    Eric

  • Hallo eric


    Ich habe mich in den letzten Wochen von verschiedenen Versicherungsgesellschaften beraten lassen, unter Anderem auch von Königswege. Ich hatte Gespräche mit der Allianz, mit Swiss Life Select, mit der DVAG und auch mit einem Königswege-Berater.


    Ich muss tatsächlich sagen, dass mir von allen Gesellschaften die Beratung von Königswege am Besten gefallen hat. Bei Königswege wurde wirklich versucht, mir die einzelnen Versicherungen im Detail zu erklären, sodass ich nichts abschließe, ohne es wirklich verstanden zu haben. Mir wurde hierbei z.B. das Renditedreieck des MSCI World gezeigt, die Kosten einer Depotpolice (komplett von Alpha-, Beta-, Gamma- und Kappa-Kosten) erklärt und auch ausführlich auf alle Fragen von Depot vs. Depotpolice eingegangen. Mir wurde hier auch ganz klar erklärt in welchen Situationen, bzw. für welche Kunden ein Depot besser als eine Depotpolice ist - obwohl in diesem Fall Königswege natürlich keinen Cent verdient.


    Ich denke Königswege ist und bleibt ein Versicherungsunternehmen, die Sorgen bezüglich "Kunden abzocken" und intransparente Kosten bleiben also in gewisser Weise bestehen. Dennoch denke ich, dass die Beratung vergleichsweise wirklich sehr kundenorientiert ist.


    Ich habe dir auch eine private Nachricht hier im Finanztip-Forum geschrieben, wir können uns also auch gerne über unsere Erfahrungen austauschen.


    Referat Janders : Das mit North Data ist tatsächlich sehr interessant. Kannst du mir ein paar Punkte geben, warum dieses "Konstrukt" problematisch ist? Soweit ich weiß ist jeder Königswege-Berater selbstständig, es ist also nicht so verwunderlich, dass hier viele verschiedene Unternehmen stehen. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren!


    Viele Grüße

  • Hallo swiggityswooty,


    Danke für Ihren Erfahrungsbericht. In einem Punkt drücken Sie sich aber unpräzise aus:


    "Ich denke Königswege ist und bleibt ein Versicherungsunternehmen,..."


    Die Königswege GmbH ist kein Versicherungsunternehmen (VU) sondern ein Versicherungsmakler, wie auch vollkommen korrekt im Impressum steht. Da sind Welten dazwischen. Der Makler verdient nur und nur durch die Provision, die ihm das VU bezahlt. Das VU verdient an der Prämie abzüglich Schadenzahlungen und Kosten. Das VU hat also durchaus einmal ein Interesse, einen Abschluss nicht zu tätigen, der Makler will jeden Abschluss.


    Noch eine Detailfrage zu Ihrer Beratung: Wer hat Sie beraten, einer der Angestellten der Königswege GmbH oder ein selbständiger Makler, der unter dem Logo Königswege agiert?


    Gruß Pumphut

  • Hallo Pumphut


    Ja tatsächlich, da habe ich mich unsauber ausgedrückt. Ich habe damit eher die Versicherungsbranche an sich gemeint. Aber ja, genau, Königswege sind Makler, keine Vermittler.


    Ich wurde von einem selbstständigen Makler unter dem Logo Königswege beraten. Mir ist auch nicht bekannt, dass Königswege überhaupt Angestellte Berater hat.


    Viele Grüße

  • Die Beratung macht dann allerdings auch ein IHK zertifizierter Makler bis ich selbst die IHK Prüfung ablege. Das mit dem Grünschnabel sehe ich etwas anders, denn jeder der in einer Branche neu ist kennt erstmal nur die Basics und lernt die Thematiken tiefer "by doing", deshalb hat man auch einen Mentor bei sich.

    Die Frage hierbei ist, wessen Beratung der IHK zertifizierte Makler / Mentor "macht". Etwa die Beratung "deiner" Kontakte bzw. deiner potentieller Kunden? Inwiefern hättest du dabei Einfluss auf die "faire bzw. kundenorientierte" Beratung? Wie kannst du in dieser Phase als "Grünschnabel" überhaupt beurteilen, in welche Richtung der Hase läuft?

    Ferner gilt zu bedenken bzw. zu ergründen, wem deine Kunde ein Mandat (Maklermandat) erteilt und/oder wie der Kundenschutz geregelt ist ... und wie die evtl. "verdiente" Courtage oder Abschlussprovision zwischen KW, deinem Mentor und dir aufgeteilt wird.

    Solche Vertriebsorganisationen "leben" vorrangig davon, dass "Grünschnäbel" neue "Opfer" an den Tisch bringen...


    Ich will dabei keineswegs den Eindruck erwecken, das Geschäftsmodell deines evtl. künftigen Produktlieferanten sein unseriös! Die Geschäfte, die echte Assekuranzmakler als "Sachwalter" i.d.R. tätigen, sind i.d.R. absolut seriös.