VL Depot Wechsel/Änderung

  • Guten Abend,


    ich wollte nachfragen ob man sein VL-Depot von einer Bank zu einer anderen Bank übertragen kann bzw. ob dann ein Fondwechsel möglich ist (natürlich ohne Verlust der staatlichen Förderung).

  • Aus Interesse, warum möchtest Du das Depot ändern?

    Weil ich leider damals alle Produkte über einen ''Berater'' habe machen lassen und das Depot in Vergleich zu anderen VL-Depots teuer ist und der Fond in des investiert eher so ''lala'' ist (DWS). Ich möchte dazu erwähnen ich bekomme vom Arbeitergeber unter 10euro dazu (öffentlicher Dienst)

  • Legst du noch was dazu oder nimmst du nur die 6,65 € brutto VL vom AG mit ?

    Denn bei geringer Sparleistung würde ich von jeglicher VL-Depots Form abraten, die Kostenm fressen einfach die Raten auf.


    Das Ebase VL-Konto kostet z.B. 12,- € jährlich Grundgebühr

    Oder Finvesto kostet 30,- € jährlich.


    Bei einer Sparrate von 6,65 € bzw. 79,80 € im Jahr sind das bei Ebase 15 % Gebühren Anteil deiner Sparrate.

    Bei Finvesto sogar 37 % deiner Beiträge


    Wenn du aufstockst dann reduzieren sich natürlich die Anteile.

    Allerdings beliebst du unflexibel mit dem Produkt.


    Ich würde, bei so geringem Anteil vom AG, immer nur den Ag-Anteil mitnehmen und ihn, sofern man es nicht für die Tilgung einer Baufinanzierung oder zum sparen in einen VORHANDENEN Bausparvertrag nehmen kann, in einen ganz einfachen VL-Sparplan packen.


    Die gibt es immer noch kostenfrei, wenn auch ohne Verzinsung. Da einfach die 6,65 € reinlaufen lassen und nach 7 Jahren die Rund 500,-550,- € mitnehmen.

    Wenn ich zusätzlich den VL-Betrag aufgestockt habe, also bei z.B. 40 € monatlich Rate die eigenen 33,- €, würde ich diese lieber in einen schon vorhandenen oder eigenen kostenfreien ETF Depot einzahlen.


    So nimmst du die VL mit, bist aber dennoch am Aktien-Markt dabei, dazu flexibler und kostengünstiger.

  • Finde in dem Link leider nichts zu dem Thema :/. Ich möchte den Vertrag ja nicht kündigen sondern nur den Anbieter wechseln.

    https://www.test.de/Vermoegens…56653-5437877/#question-2

    Ich möchte aus meinem Vertrag aussteigen, obwohl die sieben Jahre noch nicht vorbei sind. Geht das?

    Das kommt darauf an. Wenn Sie Spar­zulage erhalten haben, dürfen Sie nur aus einem wichtigen Grund aussteigen, sonst verlieren Sie den Anspruch auf die Förderung (Glossar). Einige Banken erlauben bei Bank­sparplänen einen vorzeitigen Ausstieg ebenfalls nur aus wichtigen Gründen. Es kann sein, dass Sie dann den Schluss­bonus nicht erhalten. Es können zudem zusätzliche Kosten anfallen, etwa bei der Degussa Bank. Beim Fonds­sparen ist eine vorzeitige Verfügung in der Regel möglich. Vorsicht: Die Fonds­depot­bank kassiert auch dann das volle Depotentgelt von 84 Euro. Auch beim Bausparen kommen Sie vorzeitig an Ihr Geld, die Abschluss­gebühr wird aber nicht erstattet.


  • https://www.test.de/Vermoegens…56653-5437877/#question-2

    Ich möchte aus meinem Vertrag aussteigen, obwohl die sieben Jahre noch nicht vorbei sind. Geht das?

    Das kommt darauf an. Wenn Sie Spar­zulage erhalten haben, dürfen Sie nur aus einem wichtigen Grund aussteigen, sonst verlieren Sie den Anspruch auf die Förderung (Glossar). Einige Banken erlauben bei Bank­sparplänen einen vorzeitigen Ausstieg ebenfalls nur aus wichtigen Gründen. Es kann sein, dass Sie dann den Schluss­bonus nicht erhalten. Es können zudem zusätzliche Kosten anfallen, etwa bei der Degussa Bank. Beim Fonds­sparen ist eine vorzeitige Verfügung in der Regel möglich. Vorsicht: Die Fonds­depot­bank kassiert auch dann das volle Depotentgelt von 84 Euro. Auch beim Bausparen kommen Sie vorzeitig an Ihr Geld, die Abschluss­gebühr wird aber nicht erstattet.


    Wie schon erwähnt ich möchte die VL Leistung NICHT kündigen/aussteigen sondern lediglich das Depot übertragen.

  • Ich zahle den Restbetrag um auf die vollen 80Euro Sparzulage im Jahr zu kommen selber hinzu.


    Das Problem ist ja ich habe bereits ein vl Depot aber dieses sagt mir nicht zu (Kosten sind leider noch höher als bei den Anbietern die du genannt hast, habe ich damals über einen "Vermittler" abgeschlossen).

  • H4KlAuSDas PLV sagt mir, dass es nach wie vor 10,- Euro sind

    Du hast recht.
    Auf der Seite von Finvesto steht das es 2,50 € pro Quartal kostet.

    Ich war aber irgendwie bei 2,50 € im Monat (30,- € p.A)

    Im PLV hatte ich nicht nachgeguckt, da wäre mir das dann sicherlich aufgefallen da dort die Jahresentgelte stehen.


    Wäre es mir bei 6,65 € brutto Arbeitgeber-Zulage aber immer noch nicht wert wenn ich nur die Zulage mitnehmen möchte ohne selbst aufzustocken ;)

    Denn wir reden dann immer noch von über 12 % Gebühren im Verhältnis zur Förderung.

    Da das, auf Dauer, sehr wahrscheinlich kein Depot abwerfen wird ist es zum Abgreifen der Fördermittel schlicht zu teuer und wird ein Verlustgeschäft.


    VL-Sparzulagen würde ich immer, wenn sie nicht zu Tilgen oder Finanzieren einer Immobile genutzt werden, kostengünstig und flexibel separat laufen lassen.

    Und für die Großen Ziele ( Rente, Vermögen, etc) einen eigenen kostenfreien ETF-Sparplan anlegen.


    Einzig bei Ansprüchen auf Arbeitnehmer-Sparzulage müsste man nochmal schauen wie sich das Rechnet. Denn die gibt es leider nicht auf VL-Sparkonten.

  • Ich kann nicht ganz folgen bei der Aussage, dass es ein Verlustgeschäft wird. Meine Rechnung geht so:

    Nutzen/Jahr: 6,65 Euro x 12 Monate x grob 0,5 Nettoquote = 39,90 Euro

    Kosten/Jahr: 10,- Euro Vertragsentgelt + 40,- Euro x 12 Monate x 0,2 % Kaufkosten = 10,96 Euro

    Nutzen über Kosten/Jahr: knapp 30,- Euro. Plus ggf. Arbeitnehmersparzulage i. H. v. 80,- Euro.


    Ist jetzt nicht viel, aber ich sehe nicht, dass der Aufstockungsbetrag im freien ETF-Sparen viel besser aufgehoben wäre.

  • Wie schon gesagt, die Kosten für den reinen VL-Anteil im öffentlichen Dienst sind bei ETF-Produkten zu hoch so lange man nichts aus eigener Tasche dazu steuert und nur den AG-Teil von 6,65 € nimmt


    Bleiben wir bei deinen 12 x 6,65 x 0,5 = 39,90 €

    ( Wobei ich eher ca. 35 % Abgaben rechnen würde was dann ca. 52,- € netto wären)

    Produkt A (Finvesto) kostet wie von dir berechnet 10,96 €

    Produkt B (ING Sparkonto) kostet 0,- €


    Ich stecke 39,90 € netto hinein und habe bei A nach Abzug der Kosten und ohne Rendite auf die ETF am Ende des Jahres noch 28,92 € auf dem Konto


    Bei B stecke ich 39,90 € netto hinein und habe am Ende mit 0,1 % Zinsen 39,94 € auf dem Konto.


    Jetzt müsste das Portfolio in Produkt A ca. 25 % Kosten im Jahr egalisieren um überhaupt auf die Werte von Produkt B zu kommen. Alles was unter 25 % liegt ist ein Verlust gegenüber B bzw. Verlsut gegenüber der Einzahlungen.

    (Bei meinen angenommenen 52,- € netto wären es im übrigen "nur" 20 %)


    Langfristig, über 7 Jahre gerechnet, muss das Portfolio bei Finvesto also Jedes Jahr ca. 7 % Rendite erzielen um auf die gleiche Endsumme zu kommen. Ist nicht unmöglich, aber eben auch nicht garantiert.


    Und ja, wenn die Arbeitnehmersparzulage ins spiel kommt sieht es anders aus, hatte ich vorher schon geschrieben. Denn dann fällt z.B. die ING sowieso raus.

  • Ich schreibe doch die ganze Zeit das ETF -VL keinen/kaum Sinn macht wenn man bei 6,65 € vom AG NICHT zuzahlen möchte.


    Bei 40,- € sieht die Sache natürlich anders aus, habe ich auch schon mehrfach geschrieben.

    Die Kosten und die Erträge sind proportional in einer ganz anderen Dimension als bei 6,65 €.


    Und um mich geht es überhaupt nicht, ich habe einen sehr guten weg für VL, auch ohne Geiz...

  • Das kann man/ich so pauschal nicht beantworten.


    Ab den Betrag bei dem die Kosten in einem vernünftigen Verhältnis zum möglichen Ertrag bzw. Rendite liegt. 8)

    Das Problem ist nur das diese Grenze bei jedem anders ist, da wir immer noch von einer Brutto-Förderung reden. Somit sieht es netto bei jedem anders aus durch die anderen Variablen in der Lohnabrechnung (Lohn-Höhe, Steuerklasse, Freibeträge, etc.)


    Da aber auch, wie im obigen Beispiel schon berechnet, die nötige Rendite auf dem Portfolio abhängig von den Kosten und höhe der Einzahlungen ist um nicht sogar einen Verlust zu erleiden, muss das jeder für sich selbst ausrechnen. Das ist kein Hexenwerk ;)

    Denn oben müsste das Portfolio Garantiert 7 Jahre lang 7 % Rendite abwerfen, ist möglich, nur nicht garantiert. Alles darunter wäre ein Verlustgeschäft.


    Lege ich jetzt was dazu verschiebt sich die Grenze nach unten, da die jährlichen kosten proportional kleiner sind im Verhältnis zum Sparbeitrag. Da könnten dann, ohne jetzt nochmal nachzurechnen, auch "nur" eine Rendite von z.B. 2 % oder 3 % pro Jahr nötig sein ohne Verlust zu machen.


    Deshalb beliebe ich dabei: Will ich nur die z.B. 6,65 € AG-Anteil im öffentlichen Dienst mitnehmen, dann lege ich es in etwas an was nichts kostet (VL-Banksparplan) oder in einen schon vorhandenen Bausparer. Alles andere ist bei den Beträgen eine Wette auf gute Renditen.

    Arbeitnehmer Sparzulage spielt dann eh keine Rolle da es für AG-Anteile keine Sparzulage gibt. Also könnten die 6,65 € schmerzfrei in einen Banksparplan der keine Sparzulagen Berechtigung hat.

    Nach 7 Jahren machst du mit den 500,- € dann was feines.


    Zahlst du dazu und/oder hast Anspruch auf die Sparzulage, oder der AG-Zahlt mehr dazu als der öffentliche Dienst (bei meiner Frau zahlte der EX-AG z.B. 30,- € dazu) dann macht es deutlich mehr sinn einen ETF-Plan zu nehmen

    Aber auch das hatte ich oben schon (mehrfach) geschrieben.