Beiträge von MoritzalsNachname

    Ich sehe bei einer guten Finanzplanung 2 Herausforderungen:

    1. Eine Gesamtschau der Finanzen fehlt oft. Beispiel 1: Welcher Hausfinanzierer fragt nach der Krankenversicherung und umgekehrt? Dabei gibt es durchaus Wechselwirkungen, die zu berücksichtigen sind. Beispiel 2: Welcher BU-Versicherungsanbieter fragt Vermögenswerte ab, die eine BU-Versicherung ggf. unnötig machen?

    2. Es gibt nicht die eine Finanzplanung. Das Leben ändert sich ständig und somit die Anforderungen an "die Finanzen".

    Zu 1. Den großen Wurf (alle Finanzen von einem Profi managen lassen) trauen sich wenige. Dazu hat die Branche seit den großen Strukturvertrieblern einfach einen zu schlechten Ruf.

    Zu 2. Wenigstens die Erkenntnis, dass bei bestimmten Veränderungen im Leben eine Neuausrichtung "der Finanzen" erforderlich ist muss am Ende jeder Mensch selbst haben bzw. Änderungsbedarf erkennen. Und schon ist man mittendrin im Selbermachen. Ob man dann am Ende nur die KFZ-Versicherung und den ETF-Sparplan selber macht oder gleich das ganze Paket- jeder wie er mag.

    Dr. Schlemann Ich finde es unverschämt, dass Sie wiederholt TANs fachliche Qualifikation, sein Medizinstudium und seine Tätigkeit als Arzt anzweifeln. In jedem Ihrer großzügig und versöhnlich aufgemachten "jetzt ist ja alles geklärt"- Posts bringen Sie wieder neue Unterstellungen und Angriffe unter. Das haben Sie mit ihrem fundiertem PKV-Wissen nicht nötig. Zudem führt das dazu, dass der ein oder andere sich aus der Diskussion zurückzieht- muss er doch mit Ihren persönlichen Angriffen rechnen. Das könnte die Diskussion/ die Vielfalt der beleuchteten Aspekte deutlich einschränken und das wäre schade.
    Also aus meiner Sicht ist nichts geklärt und die Diskussion kann gerne weitergehen. Ich persönlich schätze den Blickwinkel von TAN sehr- bringt er doch interessante neue Aspekte in die Diskussion. Dass TAN sich als Arzt im Krankenhaus geoutet hat finde ich super- so werden seine Beiträge authentischer und jeder kann selbst einordnen, wo TANs Qualifikationen liegen und wo nicht.
    Ich persönlich bin Laie bzw. ganz normaler Angestellter und PKV-Kunde. Ich profitiere hier von den Diskussionen- denn sie tragen dazu bei, dass ich als mündiger Vertragspartner gegenüber meiner PKV und medizinischen Dienstleistern auftreten kann. Etwas Kiebigkeit dann und wann ist belebend- aber die Sachdiskussion soll bitte im Vordergrund stehen.

    [..] die detaillierten Unterschiede ergeben sich aus rund 160 Seiten Vergleichsdokumentation auf Basis einer Vielzahl ausgesprochen erklärungsbedürftiger Anforderungen an eine gute private Krankenversicherung. Das alles erörtern wir in zwei gut zweistündigen Beratungsgesprächen, bei denen unsere Kunden ihre persönlichen Anforderungen definieren / priorisieren und sich dann zu vergleichende Tarife aussuchen.


    Herausforderung hierbei: Welcher Kunde kennt am Anfang seines Berufslebens schon seine persönlichen Anforderungen für die nächsten 60 Jahre? Wer weiß da schon wie viele Kinder er mit welcher Frau in welcher juristischen Lebensform bekommt und welchen beruflichen Werdegang die Frau(en) einschlägt(einschlagen)? Der Kunde kennt ja noch nicht einmal seinen eigenen Werdegang. Wer weiß in dem Alter schon was er an medizinischer Leistung bezahlen möchte- manch einer war in diesem Alter noch keine 10 Tage am Stück krank geschweige denn als Patient in einem Krankenhaus.

    Als HUK-PKV-Versicherter verfolge ich seit über 15 Jahren Testergebnisse insbesondere in Hinblick auf das Abschneiden der HUK-PKV. Bei den Beamtentarifen und bei der Verwaltungskostenquote belegt die HUK-PKV durchweg vordere Plätze in unterschiedlichen Rankings von unterschiedlichen Organisationen (Stiftung Warentest/ Focus Money/ Manager Magazin/ Handelsblatt/ Assekurata/ weitere).

    Jedes "Testergebnis" ist mit Vorsicht zu genießen. Die bewertenden Organisationen haben unterschiedliche Kernkompetenzen und Vorgehensweisen. Auch ist nicht auszuschließen, dass teilweise voneinander abgeschrieben wird.


    Dass die bewertenden Organisationen die Leistungsumfänge bei den einzelnen Tarifen nicht detailliert bewerten ("PKV ist ja ohnehin besser- Hauptsache 'Chefarzt' und 'Einzelzimmer' ") erkenne ich auch als Laie. Meine Entscheidung für die HUK-PKV traf ich noch zu Zeiten, als Alterungsrückstellungen nicht zu anderen Versicherern mitgenommen werden konnten. Somit waren wichtige Auswahlkriterien für mich die Seriosität und die Beitragsstabilität. Wobei es unmöglich ist, für einen Zeitraum ~60 Jahre (ein PKV-Versicherungsleben) eine zuverlässige Vorhersage zu treffen.
    Daher stellen Berater/Makler oft die Tarifleistungen in den Mittelpunkt ihrer Beratungen/Empfehlungen. Verständlich- ist dies scheinbar die einzige Konstante da vertraglich festgeschrieben.
    Jedoch sind am Ende auch die Tarifleistungen variabel; es gibt wenigstens 2 Szenarien, die zu einem Tarifwechsel (und somit zur Veränderung der Leistungen) motivieren:

    1. Beitragsreduzierung
    2. Umstellung auf einen moderneren Leistungskatalog

    Beispiel zu 2.: Ich überlege wie hier geschildert durch einen Tarifwechsel auf einen moderneren Leistungskatalog umzustellen.

    Auf einen Aspekt würde ich gern noch hinweisen:
    PKV-versichert zu sein bedeutet lebenslanges Mitdenken/Mitgestalten und somit automatisch Verantwortung übernehmen. Blindes Vertrauen in wen-auch-immer wird in vielen Fällen nicht gutgehen. Klar gibt es auch tolle Berater/Makler, die einen gut durchs Finanzleben führen. Jemand, der sich ungern mit dem Thema Finanzen beschäftigt, sollte sich den Wechsel in die PKV 2 Mal überlegen.

    Comandante Klar war das eine unzulässige Pauschalisierung der Beamten. Aber eine gewisse Grundeinstellung ist bei vielen Beamten nicht wegzudiskutieren. Alle anderen mögen mir bitte meine Ungenauigkeit nachsehen. ;)

    Ich halte es übrigens für grundsätzlich falsch, daß der Durchschnittsbeamte privatversichert ist, und zwar deswegen, weil zur Privatversicherung eine gewisse Geisteshaltung gehört, die gerade entgegengesetzt zu der Geisteshaltung des Durchschnittsbeamten ist. Für die meisten Beamten wäre eine staatliche Rundumversicherung sinnvoller.

    Wenig schmeichelhaft für Beamte- aber trotzdem meine volle Zustimmung. Was ich von Beamten an Vollkaskomentalität und "der Staat muss mir..." erlebe geht auf keine Kuhhaut.


    Der Privatversicherte ist dem Arzt gegenüber Kunde, der den Arzt schonmal fragt, was die vorgeschlagene Maßnahme kostet, und sich dann überlegt, ob er das haben will (und dann zahlt) oder nicht. Das ist aber auch einer, der im Zweifelsfall dem Arzt sagt: "Das überzeugt mich jetzt, das will ich haben, und es ist mir egal, ob die Versicherung das übernimmt oder nicht."

    Genau so ist es. Da ich als PK-Versicherter ohnehin permanent den wirtschaftlichen Aspekt im Hinterkopf habe, mache ich permanent Kosten/Nutzen Abschätzungen. Auch und gerade im Bereich Gesundheit/ Gesundheitskosten.
    Zum Glück liegen die meisten Kosten (zum Beispiel Brille, Physiotherapie, Zahnersatz) in einem Bereich, wo man sich unabhängig von der Kostenübernahme durch die PKV dafür oder dagegen entscheiden kann.

    Hört sich nach Abwägung "PKV-Prämie + Selbstbehalte vs GKV-Beitrag als freiwilliges Mitglied in der Krankenkasse" an.

    Flankiert wird das ganze noch mit den Leistungsunterschieden beider Systeme (ggf. hat man sehr teure Ausschlüsse bei der PKV vereinbart -> das könnte pro GKV sprechen) und steuerlichen Aspekten.

    Aber man wählte die PKV dereinst doch auch wegen der besseren Leistungen- und davon profitiert man doch gerade im Alter. Den Schritt würde ich gut überlegen.

    Ich überlege innerhalb der HUK PKV von bisex (Tarif Select 600) zu unisex (Tarif SelectPro2) zu wechseln (beide haben einen SB von EUR 600 / Jahr). Ein Vergleich der Tarif-/Leistungsübersicht fällt neutral aus; ich habe keine wesentlichen Unterschiede feststellen können.
    Daher wundert es mich, dass die unisex-Prämie im SelectPro2- Tarif rund 66 EUR/Monat niedriger ausfällt (rund 17% geringere Prämie).

    • Habe ich beim Vergleich etwas übersehen?
    • Woher kommt der heutige Prämienunterschied (ggf unterschiedliche Beitragsanpassungen in den letzten Jahren bzw. eine höhere Anpassung im SelectPro2 noch ausstehend)?
    • Was gilt es grundsätzlich (außer dem Wegfall der Wechselmöglichkeit in den Standardtarif) noch zu beachten?

    Ich habe meine Recherchen weitgehend abgeschlossen:


    • Ja, beim Vergleich hatte ich einiges Übersehen:
      Entgegen meiner ersten Einschätzung "keine wesentlichen Unterschiede" bietet der jüngere, modernere Unisex-Tarif SelectPro2 eine Reihe kleiner Tarifverbesserungen; u.a. eine Reihe von Deckelungen von Eigenbeteiligungen im ambulanten Bereich, Mehrleistungen bei Schulungen und Kursen sowie konkrete Regelungen bezüglich Haushaltshilfe und Organtransplantationen (Danke für den Hinweis Dr. Schlemann ). Für mich ein interessanter Mehrwert beim SelectPro2 ist das Optionsrecht auf Reduzierung des SB oder auf Höherversicherung in den leistungsstärksten Tarif der HUK, den "Komfort" (alle 5 Jahre möglich, jeweils ohne erneute Gesundheitsprüfung).
    • Der Prämienunterschied in 2021 kam offenbar daher, dass für Beitragsanpassungen im SelectPro2 in 2021 einige Schwellenwerte noch nicht erreicht wurden. In 2022 hat der SelectPro2 eine deutliche Anpassung erfahren (Steigerung um >30% für mein Versicherungsalter) so dass jetzt der SelectPro2 (Unisex) wie erwartet eine höhere Prämie hat als der Select600 (Bisex) (nämlich rund 11% höher).
    • Grundsätzlich erscheint mir der Verzicht auf die Wechselmöglichkeit in den Standardtarif ein akzeptables Restrisiko zu sein. Allgemein sind für Männer die Unisex-Tarife grundsätzlich teurer als die Bisex-Tarife. Da gilt es also die Mehrleistung des moderneren Unisex-Tarifs mit den Mehrkosten für die höhere Prämie abzuwägen. Die Unumkehrbarkeit des Wechsels Bisex --> Unisex erscheint mir erträglich, warum sollte ich in veraltete Tarife wechseln wollen. Diese letzte Vermutung würde ich beizeiten noch mit einem Honorarberater besprechen wollen.

    Die Fragen der mir vorliegenden Gesundheitsprüfung sind teilweise unpräzise gestellt. U. a. wird nach "aktuellen" und "geplanten" Behandlungen gefragt. Das kann ja alles und nichts sein. Da die Fragen unbedingt korrekt zu beantworten sind, werde ich dazu noch Rat von der HUK direkt einholen.

    Nach Rücksprache mit der HUK werde ich die generisch gestellten Fragen der Gesundheitsprüfung in meinen Antworten präzisieren. Zum Beispiel: "In den letzten 12 Monaten gab es folgende Behandlungen (siehe Anlage). Weitere ärztliche Behandlungen erfolgen nicht." - "In den letzten 12 Monaten wurden keine Behandlungen geplant oder angeraten". "Derzeit liegen keine Symptome oder Beschwerden vor, die eine Behandlung erfordern".


    Wie oben bereits erwähnt werde ich eine Vorerkrankung von mir verjähren lassen und dann überlegen, inwieweit ich die alte BISEX-Welt für immer verlassen will und ich die höhere Prämie für die Mehrleistungen bezahlen möchte.
    Wie sooft im Leben eine Frage des richtigen Timings- warte ich zu lange kommt ggf. eine neue Vorerkrankung bei mir hinzu, die einen Wechsel teurer oder gar unmöglich macht.


    Für meine finale Entscheidung werde ich wahrscheinlich wieder einen Honorarberater hinzuziehen- auch wenn das zunächst wie eine hohe Ausgabe erscheint so handelt es sich am Ende um eine Größenordnung von 2-3 Monatsprämien- und die sollten es mir Wert sein.

    Es ging mir darum, dass die HUK nicht mit Versicherungsmaklern zusammenarbeit. Daher haben Sie niemand an Ihrer Seite, der Sie bei solchen Anliegen nett und kompetent (sic!) und auch noch kostenlos unterstützt. Somit müssen Sie das bei der HUK selbst in die Hand nehmen - oder einen Versicherungsberater beauftragen und bezahlen.

    Tatsächlich muss ich an dieser Stelle "bezahlen", was ein Versicherungsmakler für andere VN ohne Rechnungsstellung leistet. Das ist "mein Beitrag" zu der niedrigen Verwaltungskostenquote der HUK, der sich hoffentlich eines Tages durch erträgliche Prämienhöhen im Alter bezahlt macht.

    Aufgrund von Rückenschmerzen (ich war in 10 Jahren 1 x beim Orthopäden - letztes Jahr im September aufgrund von Schmerzen, die nach 2 x Krankengymnastik weg waren) erhielt ich nach Rücksprache meines Maklers einen Risikozuschlags von 80 €/mtl. Der Versicherungsmakler sagte mir, dass ich diesen nach 3 Jahren ohne Probleme wieder austragen lassen kann, wenn der Arzt mir vorlegt, dass ich 3 Jahre lang nicht in Behandlung war aufgrund der Rückenschmerzen. Ist das wirklich so einfach?

    Ich habe bei der HUK positive Erfahrungen mit der Entfernung eines Risikozuschlages gemacht- dies ging tatsächlich mit einem einfachen, formlosen Attest.
    Nur würde ich die Aussage "kann nach drei Jahren ohne Probleme ausgetragen werden" vom Versicherer haben wollen und nicht vom Makler. Denn das Vertragsverhältnis besteht eben zwischen Ducati_Muc und der ARAG.
    Nur sollte man sich ehrlich hinterfragen, inwieweit Rückenschmerzen tatsächlich in den nächsten 3 Jahren nicht erneut eine Behandlung erfordern. 3 Jahre sind eine lange Zeit und man wird nicht jünger.
    Good News: Dies ist genau einer der Anreize, die PKV-Versicherte zu einer gesünderen Lebensweise bewegen- Thema Eigenverantwortung. Und gegen Rückenschmerzen kann man viel selbst tun, ohne zum Arzt gehen zu müssen.

    Wie absurd es ist von einem Interessenskonflikt auszugehen wenn die Vergütung in jedem Fall von der Höhe der monatlichen Prämie abhängt kann vielleicht jeder für sich beurteilen.

    Da der den Vertrag betreuende Versicherungsmakler zunächst 6-9 Monatsprämien bei Versicherungsabschluss und zusätzlich 1-2 % der Prämie als laufende Betreuungsvergütung erhält (so viel zum Thema "kostenlos") bin ich mir nicht sicher, ob ich meine Situation 'Versicherungsnehmer ohne betreuenden Makler' als "Pech" bezeichnen würde. Das ist aber wieder ein anderes Thema.

    Dr. Schlemann : Wenn Sie sich weiter an der Thematik 'Nachteile der HUK' abarbeiten wollen- gern! Aber dann lassen Sie uns doch bitte ein neues Thema dazu eröffnen.

    Jeder Grundriss ist ein Kompromiss und somit schwierig festzulegen- da bin ich voll bei Dir. Die von Dir genannten Schwierigkeiten sind tatsächlich ernstzunehmende Herausforderungen aber am Ende eben doch nur Lego plug&play.
    Es spricht zum Beispiel nichts dagegen, beim Hausbau eine Innenwand so auszulegen, dass sie später mit geringem Aufwand mit einem Fesnter versehen und zur Außenwand verändert werden kann. 3 zusätzlich abgesicherte Stromkreise zu ziehen sind ein Witz. Eine Heizung, die man ohnehin alle 15-25 Jahre erneuert zunächst für 50m² mehr Wohnfläche zu dimensionieren und bei später dann zu verkleinern... - ich denke mein Standpunkt wird klar.
    Sicher, wenn ein Bau-Laie diese Dinge neu planen und die Konstruktion/Realisierung beauftragen will steht er vor einer Herausforderung. Aber für Profis sehe ich keine großen Hürden.
    Vielleicht muss doch IKEA in den Immobilienmarkt einsteigen und ähnlich dem PAX Kleiderschrank-Baukastensystem ein EFH-Baukastensystem anbieten.
    Wenn ein "Großer" das vormacht können das plötzlich alle- da bin ich mir sicher.

    Auch auf die Gefahr mich zu wiederholen: Auch als Heilmittelerbringer kann eine Kooperation Vorteile bringen: Z.B. vollere Auftragsbücher, ggf. einfachere/schnellere Vergütungen. Ggf verschlankt sich das gesamte Abrehungs- und Mahnwesen- das ist ein großer (auch in EUR bezifferbarer) Vorteil..

    Als GKV-Mitglied legt man seine Versichertenkarte auf den Tisch (auf welchen auch immer) und bekommt seine Überweisungen/Verordnungen. Dann zahlt man ggf. noch seine Zuzahlung vor Ort und fertig.
    Als PKV-Versicherter schaut man in seinen Vertrag, fragt ggf. beim Versicherer an/nach, kalkuliert mit Selbstbehalten und Beitragsrückerstattungen, macht alle 10-20 Jahre einen Tarifwechsel und und. Ich finde das ist ein signifikanter Unterschied, der auch beim Thema "Entscheidung PKV/GKV" eine Rolle spielt.

    Zurück zum Thema "Versicherungsberater-Tarifwechsel":


    Sowohl Versicherungsmakler als auch provisionsvergütete Tarifwechselberatungen haben einen Interessenskonflikt: Deren Vergütung hängt direkt von der kurzfristigen Prämienersparnis ab. Für den Versicherungsnehmer muss aber stets eine "Versicherungsnehmer-Lebensplanung" mitberücksichtigt werden- sonst kann ein Tarifwechsel auch in eine langfristig teure Sackgasse führen.

    Nach eine Anmerkung zu der Angabe der Anzahl der Tarifwechselmöglichkeiten: Hier werden von den Maklern/Beratern oft Angaben gemacht, es existierten pro Versicherungsunternehmen mehrere hundert Tarifkombinationen. Meiner Laienerfahrung nach sind die tatsächlich infrage kommenden Tarife lediglich eine Handvoll. Weder sehr alte Tarife (veraltete Tarifbedingungen) noch signifikant leistungsschwächere/ leistungsstärkere sind ernstzunehmende Alternativen und somit leicht auszusortieren. Dann verbleiben einige wenige Tarife zur Auswahl. Die Angabe "mehrere hundert Tarifkombinationen" kommt von den mathematisch möglichen Kombinationen von Tarifen und Selbstbehalten.

    Ich finde die ganze Einfamilienhaus-Wirtschaft sehr umständlich. Erst wird ein hocher Aufwand mit den Erschließungsmodalitäten und -kosten btrieben, dann zahlt man als privater Eigennutzer hohe, nicht absetzbare Notarrechnungen und Grunderwerbssteuer. Beim Haus selbst wird aus einem simplem Gewerk (Keller/Platte, Räume, Dach, 0815-Hausechnik) eine Hochwissenschaft betrieben. Baulich unflexibel bis zum geht-nicht-mehr: Wo bleibt endlich das flexible Haus, bei dem für die 1-3 Kinder containerartige Module ans Haus gesetzt werden, welche später bei Auszug der Kinder verkauft und entfernt werden können?
    Ich finde, wir sind beim Thema Wohnen noch nicht in der Neuzeit angekommen. Was unter anderem auch daran liegt, dass bei der derzeitigen Marktsituation jedes Objekt so wie es ist sofort gekauft wird. Es gibt derzeit wenig Anreize für Innovationen.

    Bei Abrechnungen von Leistungen, die einen x-fachen Satz (2,3 / 3,5) erlauben bringt das dem Leistungserbringer ersteinmal mehr Privatpatienten.
    Was die anderen Leistungserbringer dazu bewegt zum Kooperationspartner zu werden ist mir nicht bekannt. Nur kann es viele andere Gründe geben als nur einen günstigeren Preis. Eine Rechnungsprüfung zum Beispiel kann signifikant vereinfacht werden, wenn ich mit Kooperationspartnern zusammenarbeite. Da kann ich zum Beispiel elektronische Formate für Abrechnungen und bestimmte Abrechnungsformalitäten und -grundsätze vereinbaren. Das muss alles nicht zum Nachteil des Kooperationspartners sein- im Gegenteil.

    Für mich als VN interessant:


    "Ist die Inanspruchnahme eines Kooperationspartners nicht zumutbar oder

    liegen medizinische Gründe vor, einen bestimmten Leistungserbringer in

    Anspruch zu nehmen, so wird bei der Berechnung der tarifl ichen Leistung

    die Regelung, wie bei Nutzung eines Kooperationspartners (z.B. höherer

    Erstattungsprozentsatz) angewandt.

    Im Regelfall zumutbar sind zum Beispiel:

    – bei Kooperationen mit Heilpraktikern, Leistungserbringern für Heilmittelanwendungen

    und Zahnärzten bis zu 15 km Entfernung...[..]

    - bei Kooperationen mit Krankenhäusern zur stationären Behandlung bis

    zu 100 km Entfernung."


    Natürlich ist das alles nicht so einfach wie bei der GKV: Versichertenkarte auf den Tisch legen und fertig. Man muss schon etwas mitdenken und im Zweifel den Kontakt zum VR suchen. Deshalb gehen Versicherer auch dazu über, App-gestützte Empfehlungen zu geben oder so genannte "Concierge" einzubinden.