Beiträge von MariusB

    Hallo Elias,


    danke für die Antwort, um kurz auf deine Frage einzugehen (gerne können wir das seperat diskutieren):
    Ich investiere mein Geld seit geraumer Zeit in eine Vielzahl an Unternehmen (>25), die regelmäßig und zuverlässig gute Dividenden zahlen, die Kursentwicklung ist für mich sekundär (ich bin kein "Trader"), da ich eben sehr langfristig investiere. Anleihen sind auch ein paar dabei, aber nur Unternehmensanleihen. Ich komme damit auf eine Nettorendite von etwas mehr als 4% (also nach Abzug der Kapitalertragssteuer). Bei 350.000 EUR macht das 14.000 im Jahr. Das ist in Deutschland nicht viel, aber in vielen Ländern weit mehr, als man benötigt.
    Ich habe einen sehr sparsamen Lebensstil und vermisse dabei nichts, daher komme ich mit dem Geld sehr gut herum. 60 Jahre muss es gar nicht reichen, ich habe nicht vor 95 zu werden (unwahrscheinlich), aber sollte ich mit 70 pleite sein, habe ich wenigstens 35 Jahre meines Lebens das getan, was mir Spaß und Glück bereitet :-)


    Viele Grüße


    Marius

    Hallo Leute,


    meine Eltern sind derzeit noch fit und ich hoffe, dass das noch sehr lange so bleiben wird. Dennoch beschäftigt mich das Thema Elternunterhalt deswegen, weil keiner der Fälle, von denen ich bisher gelesen habe, auf meine Situation zutrifft, sollte es einmal zur Unterhaltsverpflichtung kommen.


    Ich gehe im folgenden Szenario vom Worst-Case aus, was bedeutet, dass das Amt eine Auskunft über meine Einkommensverhältnisse verlangen wird.


    Folgendes: Ich bin aktuell 30 und werde in fünf Jahren finanziell unabhängig sein. Bis dahin werde ich durch äußerst sparsamen Lebensstil und einem hohen Einkommen ein Vermögen von ca. 350.000 EUR aufgebaut und dieses überwiegend in Aktien investiert haben. Meinen Lebensunterhalt werde ich dann durch die Dividenden und den Verzehr des Vermögens bestreiten.
    Geplant ist, dass ich das Vermögen bis zum Lebensende aufbrauche und den kleinen Rest an meine Neffen vererbe. Eigene Familie und Kinder sind ausgeschlossen. Ein Eigenheim ebenfalls.


    Ein Arbeitseinkommen wird nicht vorhanden sein, da ich in sozialen Projekten im Ausland arbeiten will und dafür kein Geld erhalten werde.


    Nun ist im Gesetz die Rede von Einkommen und Schonvermögen. Mein Einkommen besteht dann nicht aus Erwerbseinkommen, sondern rein aus Kapitaleinkünften. Dieses Vermögen ist zugleich meine Einkommensgrundlage und daher notwendig, um die Kapitalerträge zu erzielen.
    Es heißt zudem, der „bestehende Lebensstandart“ dürfe nicht beeinträchtigt werden, was aber definitiv der Fall wäre, wenn ich mein Vermögen aufbrauchen müsste, um für Unterhaltszahlungen aufzukommen.


    In den Artikeln auf Finanztip aber auch in allen anderen Quellen, die ich bisher gefunden habe, wird immer davon ausgegangen, dass jemand normal berufstätig ist und Familie hat. Wie würde es sich in meinem Fall verhalten?


    Vielen Dank für eure Antworten und viele Grüße


    Marius