Beiträge von Sherwoodski

    Hallo zusammen,


    auch mir stellt sich die Frage nach nachhaltig investierenden ETFs. Verstehe teilweise die komplizierte Diskussion hier nicht ganz, ergeben sich bei Google und den gängigen ETF-Portalen (Just ETF, EXtra-Magazin, etc.) doch einige Treffer. Hierzu auch mal ein Artikel:
    http://www.capital.de/investme…-etf-indexfonds-8368.html


    Knapp ein Dutzend ETFs scheint es zu geben. Für mich ist auch die Frage der Transparenz entscheidend. Ein stinknormaler Aktienindex wie der DAX kann einfach nach Rechenmodellen und Formeln gebildet werden. Aber welche Kennzahl spukt mir denn die Nachhaltigkeit aus? Wie bildet man demnach einen Index für nachhaltige Unternehmen? Man sollte sich hier nichts vormachen, tw. geht es auch hier um nicht wirklich nachhaltige Firmen und Fonds. Man schließt entweder Firmen aus "bösen Branchen" aus (z.B. Tabak, Glücksspiel, etc.) und/oder wählt in jeder Branche den Klassenprimus in Sachen Nachhaltigkeit aus. Der Klassenbeste muss aber nicht immer nachhaltig sein... Hier wird die Sache also vertrackt!


    Insgesamt erscheint es mir daher logischer, als nachhaltiger Investor auf aktive gemanagete Fonds zu setzen. Eine passive, einfache Titelselektion nach transparenten und hieb- und stichfesten Kriterien erscheint mir schwierig.


    Als Beispiel mal ein passiver Nachhaltigkeitsfonds (ETF):
    https://www.ishares.com/de/pri…de_DE&userType=individual


    Größte Positionen sind hier z.B. Samsung, BoA, Citigroup, GE, HSBC, etc. Was bitte zeichnet diese Unternehmen als nachhaltig aus? Meiner Meinung nach nichts wirklich essenzielles, mglw. sind diese etwas besser als die Konkurrenz. Aber für nachhaltig halte ich den Fonds nicht...


    Insgesamt finde ich, ist es sehr schwierig, hier etwas passendes zu finden. Vor ein paar Jahren gabs da auch mal einen Test von Finanztest o.ä., der nachhaltige Fonds getestet hat. Heraus kam dabei, dass die überwiegende Mehrheit kaum wirklich nachhaltig war, größtenteils ging es um Augenwischerei. Daher immer genau informieren, wie der Index aufgebaut ist und ob mir dies als Lösung so ausreicht!


    Gerade gesehen, dass der Artikel wohl gerade überarbeitet wurde:
    https://www.test.de/Ethisch-oe…-Sie-sauber-an-4741500-0/



    Grüße,


    Sherwoodski

    Ja, am Honorarberater geht so gut wie kein Weg vorbei.

    Hallo zusammen,


    ich finde die Idee des Honorarberaters prinzipiell nicht verkehrt und hätte auch unter anderen Umständen kein Problem damit, dass Geld hierfür zu bezahlen.


    Meine Situation ist wie folgt:
    Mein Arbeitgeber bietet mir an, eine Direktversicherung zusätzlich zu meinem bisherigen Gehalt zu zahlen. Die Option, stattdessen eine Gehaltserhöhung zu erhalten, ist nicht vorhanden. Ich bin völlig frei in der Wahl der Versicherung, nur der Betrag ist fix bzw. wird immer an die steuerfrei möglichen Beträge angepasst...


    Nach dem Studium des Artikels hier war klar: Nettoversicherung auf ETF-Basis ist das Ziel. Darauhin habe ich einige Honorarberater kontaktiert. Entweder wurde im Erstgespräch über Hölzchen und Stöckchen diskutiert und am Ende komplett vom obigen Modell abgeraten (Ich habe ja gar keine Wahl!) oder aber es wurde, obwohl ich schon klar gesagt habe was ich will, keinerlei belastbare Kostenprognose gestellt... Teilweise haben die Rückmeldungen mich auch gar nicht erreicht oder sehr spät...


    Kurzum, da ich sowieso sehr stark zur Interrisk-Lösung tendiert habe, habe ich dort einfach direkt angefragt. Auf Basis einer einfachen Anfrage über die Homepage (Tarif AFRV) und Auswahl des MSCI World als alleinige Anlage kam ich auf Effektivkosten von 0,8% bei 0% Fondsrendite (nur Überschuss). Daraufhin rief ich bei der Hotline an, wieviel billiger mich denn der Abschluss über den Honorarberater käme... Zunächst einmal wurde mir der Tarif SFRV angeboten, wenn ich direkt über Interrisk abschließe. Dies senkt die Kosten nochmal deutlich auf (bei gleichen Parametern) 0,39%.


    Laut Hotline wären die Kosten über einen Honorarberater nur für den Tarif nur minimal niedriger, Ich tendiere daher dazu - da ich wie gesagt von der Honorarberaterzunft wenig begeistert bin - den Tarif direkt über Interrisk abzuschließen. Dies scheint ein absolut günstiges Angebot zu sein... Hier würde mich Feedback interessieren, ob es problematisch sein kann, direkt über die Versicherung abzuschließen?


    Ansonsten kann ich die generellen Kostenvergleiche nur bestätigen. Ich habe parallel den Arag Tarif bei einem ARAG Makler (KEIN HONORARBERATER) angefragt. Dieser wird btw überhaupt nicht mehr angeboten und befindet sich in der Abwicklung! Neuverträge laufen über die Alte Leipziger. Hier wurde mir ein Vertrag angeboten, der auch auf gleichen Parametern (100% MSCI World usw.) basierte. Die Kosten lagen jedoch effektiv deutlich über 1%. Hier fielen in den ersten 5 Jahren u.a. fast 5T nur an Abschlusskosten an! Wahnsinn, wie hier Geld vernichtet wird. Das Fachwissen der Berater der ARAG war gleichzeitig auch nahezu 0! Nach dem Lesen einiger Beiträge hier auf Finanztip hat man gefühlt ein besseres Wissen, wie mancher Berater... Hinzu kam das unangenehme Auftreten und der Versuch, gleich noch andere Versicherungen mit zu verkaufen...