Beiträge von Schwachzocker

    Das mindeste, was man machen sollte, ist doch, den KIID zu lesen. Hier am Beispiel des

    iShares MSCI World SRI UCITS ETF (ISIN: IE00BYX2JD69):


    https://www.ishares.com/de/privatanleger/de/literature/kiid/kiid-ishares-msci-world-sri-ucits-etf-eur-acc-de-ie00byx2jd69-de.pdf


    Dort heißt es u.a.:


    Zitat

    Die Anteilklasse ist eine Anteilklasse eines Fonds, der bestrebt ist, durch eine Kombination aus Kapitalwachstum und Erträgen auf das Fondsvermögen eine Rendite auf Ihre Anlage zu erzielen, welche die Rendite des MSCI World SRI Select Reduced Fossil Fuel Index, des Referenzindex des Fonds (Index), widerspiegelt. Die Anteilklasse wird über den Fonds passiv verwaltet und strebt an, soweit dies möglich und machbar ist, in die Aktienwerte (z. B. Anteile) anzulegen, aus denen sich der Index zusammensetzt. Der Index misst die Wertentwicklung einer Untergruppe von Aktienwerten (z. B. Anteile) innerhalb von vier regionalen Indizes (MSCI Pacific Index, MSCI Europe & Middle East Index, MSCI Canada Index und MSCI USA Index) („Regionalindizes“), die von globalen Unternehmen ausgegeben werden, die auf Basis einer Reihe von Ausschluss- und Rating-basierten Kriterien über bessere Nachhaltigkeitsratings bei den (Environmental, Social, Governance) ESG-Leistungen verfügen als vergleichbare Unternehmen des Sektors innerhalb der jeweiligen Regionalindizes. Unternehmen werden vom Index ausgeschlossen, wenn sie laut Indexanbieter an bestimmten Geschäftsbereichen/-aktivitäten beteiligt sind, wie im Fondsprospekt dargelegt. Der Fonds wird diese ESG-Kriterien nur dann berücksichtigen, wenn er die Wertpapiere auswählt, die der Fonds direkt halten wird. Der Fonds kann (über u. a. derivative Finanzinstrumente (FD), (d. h. Anlagen, deren Preise auf einem oder mehreren zugrunde liegenden Vermögenswerten basieren), und Anteile an Organismen für gemeinsame Anlagen) ein Engagement an Wertpapieren haben, die diese ESG-Kriterien nicht erfüllen.

    ...

    2. (Selbst konservative und vorsichtige Instanzen wie) Finanztip und Finanztest empfehlen ständig breitgestreute ETFs, bei den man bei einem Horizont von ab 10 Jahren selbst bei Crashes nie etwas falsch machen kann. Im Schnitt sind immer ab 5% p.a. drin, nach Abzug der Steuern immer wesentlich mehr Ertrag als 0,99%, die man bei Sondertilgungen "gespart" hätte.

    Die entscheidenden Worte hast Du damit selbst geschrieben:

    Selbstverständlich kann man mit ETFs etwas falsch machen, nämlich dann wenn man zu denjenigen gehört, die den Schnitt (Durchschnitt) nicht erreichen.

    Es ist und bleibt eben ein Risiko, im Falle einer Aktienanlage bei gleichzeitig laufendem Kredit ein erhöhtes Risiko. Das heißt nicht, dass man das auf keinen Fall machen sollte. Es muss jedoch verstanden werden, dass es auf das Chancen-Risiko-Verhältnis ankommt.

    Eine Tilgung bedeutet 1% absolut sichere Rendite. Diese Rendite ist sicherer als Geld auf dem Sparbuch.


    ...3. Wenn man 1-2 Jahre vor dem Ende der Zinsbindung absehen kann, dass die Zinsen sich auf 5% oder mehr zubewegen, dann kann man immer noch mit den Erträgen aus den ETFs sondertilgen und sogar nach 10 Jahren, falls man genug angespart hat, von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und den Rest auf einmal zurückzahlen.

    Nein, das kannst Du eben eventuell nicht, weil es die Erträge aus ETF möglicherweise gar nicht gibt. Wo, meinst Du, würden die Aktienkurse stehen, wenn sich die Zinsen so massiv erhöhen?

    1. Wenn ich einen sechsstelligen Betrag in ETFs anlegen möchte, mache ich das besser auf einmal oder sukzessive? Ich habe hier gelesen, dass es dazu keine eindeutige Meinung gibt, aber eventuell eine Tendenz?
    ...

    Statistisch betrachtet ist die Einmalanlage meistens besser. Das ist ganz einfach deshalb so, weil Aktien die meiste Zeit steigen.
    Im Grunde genommen bedeutet ein sukzessives Einsteigen in den Markt nichts anderes, als dass Du erst zu einem späteren Zeitpunkt voll investiert bist. Und es kann genauso gut sein, dass der Markt just zu diesem Zeitpunkt abschmiert.


    Rational betrachtet kann man daher auch glich alles investieren. Emotional betrachtet mag es etwas anderes sein.



    2. Auch hier im Forum wird die Meinung vertreten, dass es ab meiner Anlegesumme sinnvoll sein könnte, zu diversifizieren. Ich meine dabei nicht x ETFs, sondern vielleicht zwei, drei?

    Diversifizieren ist bei riskanten Geldanlagen immer angesagt, nicht nur bei größeren Summen.
    Nach menschlichen Ermessen dürfte dafür aber ein einziger Fonds mit einer Streuung über ca. 1600 Einzeltitel und 23 Länder, wie es bei einem MSCI World der Fall ist, ausreichen.
    Mit mehreren ETFs kann man allenfalls die Gewichtung (z.B. mehr Europa, weniger USA usw.) ändern. Dadurch wird die Diversifizierung aber nicht unbedingt besser.




    3. Und noch die ewige Frage: thesaurierend oder ausschüttend? Ich nehme an, ersteres?

    Wenn Du den steuerlichen Freibetrag noch nicht ausgeschöpft hast, dürfte ein Ausschütter wohl minimal besser sein.
    Dann muss man sich aber mit der Wiederanlage beschäftigen. Manche Banken machen das auf Wunsch automatisch.

    Ist es sinnvoll, sich komplett von aktiv gemanagten Fonds zu trennen - und in ETFs anzulegen, auch wenn die Fonds in der Vergangenheit gut gelaufen sind?
    ...

    Ja!
    Über ein Zeitfenster von 10 Jahren bleiben mehr als 90% der aktiven Fonds hinter ihrer Benchmark zurück. Und Gewinner und Verlierer wechseln sich ständig ab.




    Oder sollte man sie als Ergänzung zu ETFs behalten? - Immerhin sagt man ihnen ja nach, in Krisenzeiten potenziell erfolgreicher zu sein als ETFs.


    ...

    Es handelt sich um ein Gerücht.
    Wer sagt das denn?


    Der einzige Grund, die aktiven Fonds zu behalten, ist der steuerliche Aspekt. Hier musst Du bestimmte Annahmen für die Zukunft treffen und dann kalkulieren, ob Deine aktiven Fonds trotz höherer Kosten aufgrund der Steuerfreiheit besser abschneiden werden.

    • Was haltet ihr von diesem geplanten Depot?

    Nichts! Das ist Diversifizierungs-Rinderwahn.


    Sollte ich noch eine gewisse Absicherung mit Staats-/ Unternehmensanleihen guter Bonität vornehmen?

    Das hängt von Deiner Risikobereitschaft bzw. tragfähigkeit ab, zu der Du so gut wie nichts schreibst.
    Deiner Frage entnehme ich aber, dass Du nicht verstanden hast, wozu man eventuell Anleihen mit guter Bonität hinzu nimmt.




    Sollte man noch in ETCs, REITs o. Ä. investieren?

    Du hast oben in der Darstellung bereits REITs aufgeführt.
    ETCs kann man dann hinzunehmen, wenn man weiß was das ist und die Risiken kennt.




    Habe ich irgendetwas wichtiges vergessen oder nicht beachtet?

    Du hast vermutlich vergessen, dass es erheblichen Aufwand und nicht unerhebliche Kosten verursacht, wenn man solch ein Depot regelmäßig auf die Ausgangsgewichtung zurückführen möchte.



    Vielleicht hilft dem/ der ein oder anderen ja auch mein Beitrag, um darauf aufbauend seine/ ihre Vermögensanlage zu planen...

    Sicherlich nicht! Wie kommt man bloß auf so etwas?




    @chris2702
    Danke für den Blog-Beitrag, ich bin unregelmäßiger Zuhörer des Podcasts vom Finanzwesir und vom Finanzrocker. Die Quintessenz aus dem Beitrag ist nach meinem Verständnis, sich auf einen/ einige wenige ETF je nach Anlagevolumen zu konzentrieren.

    Und was hat Dich nun dazu veranlasst, es anders zu machen? Und warum ist das besser?




    Als kleine Ergänzung zu meinem obigen Post vielleicht noch:
    Ich habe noch die nächsten Jahrzehnte des Arbeitslebens vor mir und plane eine Einmalanlage, d. h. kein regelmäßiges Besparen; Anlagehorizont ist 7+ Jahre.

    7 Jahre sind etwass kurz. Eine Aktienanlage ist da nicht unbedingt zu empfehlen. Und wenn doch, dann nur ein entsprechend kleiner Teil des Gesamtvermögens.
    Was passiert denn in 7 Jahren?


    Wieviel Geld ist es nun? Wenigstens ungefähr?


    Insgesamt machst Du auf mich nicht den Eindruck, dass Du weißt, was Du tust.

    Danke für Eure Antworten.


    So wie ich das lese, ist die Empfehlung nicht eindeutig. Es gibt Argumente dafür und dagegen.
    ...

    Das Hauptargument sollte sein, dass ein MSCI World (oder ein vergleichbares Produkt) mit ca. 1600 Positionen weltweit wesentlich diversifizierter ist als ein Dax mit 30 Positionen, die dann auch längst nicht alle Branchen abbilden.
    Der Dax ist daher wesentlich riskanter.


    Wenn man ein rationaler Anleger sein will, gehört der Dax weg.

    nein benötige das geld nicht,das Alter spielt insofern einen Rolle,weil zb ein 40 jähriger mitten im Berufsleben in meiner finanziellen Lage wohl anders denkt....mit diesen Zeiten meine ich die allgemeine Weltlage,obwohl ich kein Zitteraal bin;-)
    übelegte auch schon,Aktien in Höhe des Gewinns zu verkaufen,aber wohin dann damit......habe halt 50% mit den 3 großen As,die ja laufen wie verrückt.was denkst Du,fällst mir schon seit längerem als interessanter Querdenker auf;-)

    Was bringt es Dir, wenn Du weißt, was andere machen würden?

    Gretchenfrage: habe in meinem Depot zur Zeit 90 % Gewinn(100T) ,würdet Ihr in diesen Zeiten einfach mal alles total verkaufen oder ist das eine verrückte Idee?bin bald 80.....

    Wie meinst Du das?
    Benötigst Du das Geld? Dann verkaufen!
    Was hat Dein Alter damit zu tun? Möchtest Du vor Deinem Ableben noch eine Riesenparty machen? Dann verkaufen!
    Oder glaubst Du zu wissen, dass die Kurse in naher Zukunft zurückgehen?
    Und was meinst Du mit "diesen Zeiten"?

    Keine Ahnung, wie Du auf einen solchen Blödsinn kommst.
    Ein Crash ist ein starker Kursrückgang. Und der kommt ...bald!

    Wir haben zur Zeit eine seltene Konstellation.
    Es spricht sehr viel dafür, dass ab Herbst die Zahl der Insolvenzen massiv ansteigt und zwar weltweit.
    Und zwar egal ob eine 2. Coronawelle kommt oder nicht.
    ...

    Und Du bist natürlich einer der wenigen Eingeweihten, die dieses Exklusivwissen haben?




    ...


    Alles hängt davon ab, ob WIR ALLE möglichst bald wieder die alten Kaufgewohnheiten haben.
    Autos, Kleidung, Designer, Eigentumswohnungen, Häuser, Reisen, Hotels, Restaurantbesuche usw.
    Davon hängt alles ab.
    ...

    Danke für diese Information. Das war bisher niemanden klar.




    Das ist völliger Quatsch. Das Geld wird natürlich mit der Massenware verdient.

    Nein, 1-3 macht keinen Sinn. Wieso sollte man etwas behalten wollen, oder sogar weiterhin kaufen wollen, wenn man bereits erkannt hat, dass die Produkte schlecht sind?
    Ehrlich gesagt befremdet mich die Frage etwas.




    Zitat von Gartentraum

    Ich möchte das Depot daher zunächst rebalancen, keine neuen DEKA Fonds mehr zukaufen und parallel nach und nach in Richtung ETFs gehen, um mich zu einem späteren Zeitpunkt komplett von den DEKA Fonds zu trennen.

    Das ist für mich nicht nachvollziehbar.
    Du schreibst doch, dass Du einen Sparplan auf den Ari-Deka eröffnen möchtest. Was denn nun?
    Wieso möchtest Du Dich erst später von den Produkten trennen und nicht jetzt? Was ist später anders?
    Was soll daran "rebalancen" sein?