Beiträge von Schwachzocker

    Wenn ich ein Haus aufgrund ungünstiger Umstände vorzeitig abbezahlt hätte, könnte ich mir schob vorstellen, das Haus wieder so zu beleihen, dass es erst zum ursprünglich geplanten Zeitpunkt abbezahlt ist, und das auf diwsem Weg gewonnene Geld für einen Fond zu verwenden.

    Dann ab dafür!:thumbsup:

    Ob es für Dich Sinn macht, können wir nicht wissen.

    Wenn man sich an die Vergangenheit orientiert, dann sollte man für ein breit gestreutes Aktieninvestment 15 Jahre Zeit mitbringen.

    Wenn man mit einer gewissen Summe einsteigt, sollte man vielleicht wenigstens versuchen einen günstigen Moment abzupassen und vielleicht nicht gerade vor absehbaren massiven Rücksetzern oder gar einem Crash. Niemand kann das alles exakt steuern aber insoweit interessieren mich auch kurz bis mittelfristige Entwicklungen.

    ...

    Du kannst da überhaupt nichts absehen oder gar steuern, und zwar auch nicht das geringste. Die Information über den Hätschfonds ist nun in der Welt bekannt, bereits bewertet und entsprechend eingepreist.

    Wieso glaubst Du, dass wir etwas wissen, was die Profis nicht wissen?

    ...

    Schwachzocker Danke auch Dir für deine Wortmeldung. Nein, die Fonds würde ich so heute nicht mehr kaufen. Aber wie Du schon sagst, steuerlich würde sich ein Komplett-Verkauf negativ auswirken. Teilweise sind sie aktuell auch im negativ was die Rendite ab 2018 angeht (siehe Screenshot) .... das tut irgendwie weh, könnte sie daher rumliegen lassen bis sie wieder positiv werden. Ist halt alles Psyche ... wie im Sport :)


    Gerade wenn Du im Minus bist, ist es steuerlich eigentlich kein Problem, denn ohne Gewinne zahlt man keine Steuern.

    Entscheidend ist die Erwartung für die Zukunft. Wenn Du von diesen Fonds in Zukunft nicht viel erwartest, besteht keine Grund, sie zu halten. Die Vergangenheit ist vorbei und damit irrrelevant.

    Und? Weißt Du jetzt, was die richtige Strategie gewesen wäre?

    ...Ich wollte erst 99% schreiben, dachte denn aber, na ja, vielleicht gibt es doch irgendwo einen Cluster kaltblütiger Rationalisten, mit dem ich es nie zu tun bekomme? ...

    Dazu muss man kein kaltblütiger Rationalist sein, sondern dazu müssen einen die Umstände nur bewusst sein; und dann ist es ohne Weiteres möglich, die Gefühle mal für die 2 min, die man zur Aufgabe einer Order benötigt, auszublenden. Menschen müssen sich im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit schließlich auch zusammenreißen und dürfen nicht nach Belieben ihren Gefühlen nachhängen, also wird das bei der Geldanlage wohl auch möglich sein.


    Wenn man die Schwankungen dann nicht aushält, dann liegt es nicht daran, dass man zuviel auf einmal investiert hat, sondern daran, dass man überhaupt so viel investiert.

    An den Schwankungen ändert sich ja nichts, wenn man zeitlich gestaffelt investiert, man hat sie dann nur später.


    ...

    Aber wir können ja mal eine Umfrage machen: Würde der Teilnehmer eine Summe von einem Jahresnettoeinkommen als Einmalanlage oder verteilt anlegen? Und wie ändert sich die Präferenz, wenn der Teilnehmer vorher informiert wurde, dass ihm durch die verteilte Anlage vermutlich Gewinne entgehen. Was meinst Du?

    Das ist völlig egal.

    Ich wollte ja nur darauf aufmerksam machen, dass das schlechte Abschneiden von privaten Kleinanlegern am Aktienmarkt Gründe hat. Und das ist einer davon.

    Das vom Kopf her und empirisch richtig.


    Vom Bauchgefühl her fahren 90% (wenn nicht mehr) aber besser damit, eine für sie große Summe verteilt anzulegen.

    ...

    Gibt es eine belastbare Quelle für das Baugefühl der Bevölkerung? Oder wie kommst Du darauf, deren Gefühle zu kennen?


    ...Und wenn dieses Vorgehen den Weg für die Entscheidung frei macht, überhaupt anzulegen, dann ist es für diese 90 % eben doch sinnvoller, verteilt anzulegen.


    Meint Guido,

    der auch zu diesen 90 % gehört

    Da stimme ich Dir zu. Aber die Option, überhaupt nicht zu investieren, hat der Threadersteller ja gar nicht genannt und auch nicht danach gefragt.

    Er will es scheinbar, und dann ist es zu empfehlen, es so zu machen, wie es richtig ist und nicht so, wie man die schönsten Gefühle hat.

    Börse und Aktien sind nun einmal nichts für sensible Gemüter, sondern man bekommt die Rendite für das Aushalten von Angst.

    Schwachzocker

    Sie interpretieren aber extrem viel in die Frage des TO hinein... ;)

    De facto hat der TO 'nur' danach gefragt, ob es sinnvoller sei, seine Investition in einen ETF als Einmalinvestition zu tätigen und zu timen, oder ob es besser sei seine Investition aufzuteilen (z.B. per monatl. Sparrate).

    ...

    Das wäre beides falsch. Es ist sinnvoller, seine Investition in ETF als Einmalinvestition zu tätigen und nicht zu timen.


    Also das hier:

    Oder sollte ich jetzt kaufen, weil man den perfekten Zeitpunkt eh meistens nicht erwischt.

    Wenn deine Anlagesumme erst mal verdoppelt ist, muss der Kurs um über 50% fallen, damit Verluste entstehen 😏

    Nein, da machst Du Dir etwas vor.

    Wenn aus 10.000 Euro 20.000 Euro geworden sind und der Kurs nun um 0,1% fällt, dann hast Du einen Verlust, und zwar in Höhe von 20 Euro.

    Der Gewinn ist ja nichts weiter als die Belohnung für eingegangene Risiken. Das ist genauso wie verdientes Geld.


    "Ich habe im September z.B. 3000 Euro in meinem Job verdient. Im Oktober habe ich nochmals 3000 Euro verdient. Letztere 3000 Euro sind mir aber gestohlen worden. Das macht aber nichts. Ich habe ja noch die alten 3000 Euro, also ist mir kein Verlust entstanden."


    Kein Mensch, der noch klar bei Verstand ist, würde so denken. Kleinanleger machen das aber. Und warum? Nur weil sie das Geld nicht für Arbeit bekommen haben, sondern für eingegangene Risiken.

    Es ist aber Dein Geld, welches Du Dir für das Eingehen von Risiken verdient hast.

    Schwachzocker

    Nicht jeder vergleich paßt. Da bei der Frage des TO um eine Investition in ETF geht, geht es auch nur um das eigene Gefühl bei der Investition in ETF.

    ...

    Dann kann ich nur nochmals dringend davon abraten, finanzielle Entscheidungen von irgendwelchen Gefühlen abhängig zu machen. Gefühle können nur zufällig richtig sein. Hier sind sie es nicht.


    Und wenn der TO generell Angst davor hat sein Kapital verlieren zu können, sollte er sich grundsätzlich fragen, ob eine Investition in Aktien überhaupt das Richtige für Ihn ist.

    Vor allem sind solche Fragen ein Hinweis darauf, dass die Aktienquote zu hoch angesetzt ist bzw. mehr Risiko eingegangen werden soll als der Anleger zu tragen bereit ist.


    Das Verlustrisiko bleibt immer. Egal, ob man sein Geld nun verteilt oder als Einmalzahlung in einem ETF anlegt.

    So ist es. Bei einem gestaffelten Einstieg ändert sich objektiv nichts, außer, dass man den Zustand des "voll-investiert-seins" erst später erreicht. Dann geht das große Zittern eben erst später los.

    Letztlich kommt es darauf an, dass man persönlich ein gutes Gefühl dabei hat....

    Was glaubst Du, wieviele Anleger bei geschlossenen Beteiligungen in Schiffcontainern ein gutes Gefühl hatten?

    Wieviele hatten gute Gefühle nachdem sie sich eine Schrottimmobilie gekauft hatten?

    Wie schön waren doch die Gefühle der Bankkunden, denen man Lehmann-Zertifikate angedreht hatte?


    Jeder Anleger hat bei jedem Investment ein gutes Gefühl, sonst würde er es ja nicht machen.

    Was sagt das schöne Gefühl also aus?

    Ist ein gutes Gefühl wirklich das, worauf es ankommt? Wirklich?

    Eines muss Dir doch klar sein:

    Niemand weiß, wann der richtige Zeitpunkt zum Einstieg ist. Könnte man nachvollziehbar darlegen, wann der richtige Zeitpunkt zum Einstieg ist, dann würde es jedem einleuchten, und jeder würde es tun. Damit gäbe es dann kein Risiko mehr und ein Investment in Aktien wäre risiko- und renditebefreit.

    Der richtige Zeitpunkt zum Einstieg ist daher dann gegeben, wenn Du das Geld dafür zur Verfügung hast.

    Und natürlich ist das ein Risiko. Ohne geht es nicht.