Beiträge von Schwachzocker

    Der MSCI World besteht aus 20% Tech. Und das nicht ohne Grund! Er zieht also seine Rendite zum großen Teil aus den Techwerten. Durch Hinzunahme vom NASDAQ (100% Tech) und aufgrund einer besseren Performance des NASDAQ sollte sich die Performance des Depots doch etwas erhöhen lassen, oder nicht?

    Es gibt nicht mehr Rendite ohne mehr Risiko. Das ist einfach nur ein feuchter Traum.

    Hallo zusammen,


    ich mache mir gerade über mein Portfolio Gedanken und würde gerne die Performance etwas steigern. Die Basis meines Portfolios bildet der MSCI World (ISIN: IE00B4L5Y983).


    Meine Überlegung war jetzt einen kleinen Teil NASDAQ seperat mit ins Portfolio dazu zunehmen. Eine ander Möglichkeit wäre ein Teil an Krypto mit aufzunehmen. Wie würdet ihr vorgehen um die Portfolio Performance etwas zu boostern? :/

    Ich würde mehr Geld in den MSCI World stecken als bisher.

    Wenn ich bereits zu 100% in den MSCI World investiert wäre, würde ich mir Geld leihen und dies auch in den MSCI World stecken.

    Einfache Frage: Wie kann ich langfristig den Aktienmarkt outperformen?

    Einfache Antwort: Indem Du mehr weißt als andere Marktteilnehmer.



    Moin Micha,


    hier darf man mMn zwischen hochbezahlten und hochqualifizierten Fondsmanagern unterscheiden ;-)

    Wenn man sich auf dem Markt umsieht, findet man tatsächlich einige gemanagte Fonds, die seit vielen Jahren deutlich höhere Renditen "erwirtschaftet" haben, als dies zum Bleistift beim MSCI World oder auch S&P 500 o.ä. der Fall gewesen war. Inwiefern sich dies auf die Zukunft und langfristig übertragen kann, steht auf einem anderen Blatt.

    ...

    Selbstverständlich ist das so. Das heißt aber nicht, dass man den Aktienmarkt systematisch schlagen kann.

    Wenn man sich unter den Lottospielern umsieht, dann findet man tatsächlich welche, die gewonnen haben. Ob sich das auf die Zukunft übertragen lässt, steht allerdings auf einem anderen Blatt.


    2. Du lässt Dich von Warren Buffet als Haushaltshilfe einstellen und spionierst seine Investments aus.

    Das würde ich nicht empfehlen. Der erreicht schon lange keine Outperformence mehr.

    Die Gewinner von gestern sind die Verlierer von morgen. Wer morgen der Gewinner sein wird, weiß man nicht.

    Wenn ich ein Haus aufgrund ungünstiger Umstände vorzeitig abbezahlt hätte, könnte ich mir schob vorstellen, das Haus wieder so zu beleihen, dass es erst zum ursprünglich geplanten Zeitpunkt abbezahlt ist, und das auf diwsem Weg gewonnene Geld für einen Fond zu verwenden.

    Dann ab dafür!:thumbsup:

    Ob es für Dich Sinn macht, können wir nicht wissen.

    Wenn man sich an die Vergangenheit orientiert, dann sollte man für ein breit gestreutes Aktieninvestment 15 Jahre Zeit mitbringen.

    Wenn man mit einer gewissen Summe einsteigt, sollte man vielleicht wenigstens versuchen einen günstigen Moment abzupassen und vielleicht nicht gerade vor absehbaren massiven Rücksetzern oder gar einem Crash. Niemand kann das alles exakt steuern aber insoweit interessieren mich auch kurz bis mittelfristige Entwicklungen.

    ...

    Du kannst da überhaupt nichts absehen oder gar steuern, und zwar auch nicht das geringste. Die Information über den Hätschfonds ist nun in der Welt bekannt, bereits bewertet und entsprechend eingepreist.

    Wieso glaubst Du, dass wir etwas wissen, was die Profis nicht wissen?

    ...

    Schwachzocker Danke auch Dir für deine Wortmeldung. Nein, die Fonds würde ich so heute nicht mehr kaufen. Aber wie Du schon sagst, steuerlich würde sich ein Komplett-Verkauf negativ auswirken. Teilweise sind sie aktuell auch im negativ was die Rendite ab 2018 angeht (siehe Screenshot) .... das tut irgendwie weh, könnte sie daher rumliegen lassen bis sie wieder positiv werden. Ist halt alles Psyche ... wie im Sport :)


    Gerade wenn Du im Minus bist, ist es steuerlich eigentlich kein Problem, denn ohne Gewinne zahlt man keine Steuern.

    Entscheidend ist die Erwartung für die Zukunft. Wenn Du von diesen Fonds in Zukunft nicht viel erwartest, besteht keine Grund, sie zu halten. Die Vergangenheit ist vorbei und damit irrrelevant.

    Und? Weißt Du jetzt, was die richtige Strategie gewesen wäre?

    ...Ich wollte erst 99% schreiben, dachte denn aber, na ja, vielleicht gibt es doch irgendwo einen Cluster kaltblütiger Rationalisten, mit dem ich es nie zu tun bekomme? ...

    Dazu muss man kein kaltblütiger Rationalist sein, sondern dazu müssen einen die Umstände nur bewusst sein; und dann ist es ohne Weiteres möglich, die Gefühle mal für die 2 min, die man zur Aufgabe einer Order benötigt, auszublenden. Menschen müssen sich im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit schließlich auch zusammenreißen und dürfen nicht nach Belieben ihren Gefühlen nachhängen, also wird das bei der Geldanlage wohl auch möglich sein.


    Wenn man die Schwankungen dann nicht aushält, dann liegt es nicht daran, dass man zuviel auf einmal investiert hat, sondern daran, dass man überhaupt so viel investiert.

    An den Schwankungen ändert sich ja nichts, wenn man zeitlich gestaffelt investiert, man hat sie dann nur später.


    ...

    Aber wir können ja mal eine Umfrage machen: Würde der Teilnehmer eine Summe von einem Jahresnettoeinkommen als Einmalanlage oder verteilt anlegen? Und wie ändert sich die Präferenz, wenn der Teilnehmer vorher informiert wurde, dass ihm durch die verteilte Anlage vermutlich Gewinne entgehen. Was meinst Du?

    Das ist völlig egal.

    Ich wollte ja nur darauf aufmerksam machen, dass das schlechte Abschneiden von privaten Kleinanlegern am Aktienmarkt Gründe hat. Und das ist einer davon.

    Das vom Kopf her und empirisch richtig.


    Vom Bauchgefühl her fahren 90% (wenn nicht mehr) aber besser damit, eine für sie große Summe verteilt anzulegen.

    ...

    Gibt es eine belastbare Quelle für das Baugefühl der Bevölkerung? Oder wie kommst Du darauf, deren Gefühle zu kennen?


    ...Und wenn dieses Vorgehen den Weg für die Entscheidung frei macht, überhaupt anzulegen, dann ist es für diese 90 % eben doch sinnvoller, verteilt anzulegen.


    Meint Guido,

    der auch zu diesen 90 % gehört

    Da stimme ich Dir zu. Aber die Option, überhaupt nicht zu investieren, hat der Threadersteller ja gar nicht genannt und auch nicht danach gefragt.

    Er will es scheinbar, und dann ist es zu empfehlen, es so zu machen, wie es richtig ist und nicht so, wie man die schönsten Gefühle hat.

    Börse und Aktien sind nun einmal nichts für sensible Gemüter, sondern man bekommt die Rendite für das Aushalten von Angst.

    Schwachzocker

    Sie interpretieren aber extrem viel in die Frage des TO hinein... ;)

    De facto hat der TO 'nur' danach gefragt, ob es sinnvoller sei, seine Investition in einen ETF als Einmalinvestition zu tätigen und zu timen, oder ob es besser sei seine Investition aufzuteilen (z.B. per monatl. Sparrate).

    ...

    Das wäre beides falsch. Es ist sinnvoller, seine Investition in ETF als Einmalinvestition zu tätigen und nicht zu timen.


    Also das hier:

    Oder sollte ich jetzt kaufen, weil man den perfekten Zeitpunkt eh meistens nicht erwischt.

    Wenn deine Anlagesumme erst mal verdoppelt ist, muss der Kurs um über 50% fallen, damit Verluste entstehen 😏

    Nein, da machst Du Dir etwas vor.

    Wenn aus 10.000 Euro 20.000 Euro geworden sind und der Kurs nun um 0,1% fällt, dann hast Du einen Verlust, und zwar in Höhe von 20 Euro.

    Der Gewinn ist ja nichts weiter als die Belohnung für eingegangene Risiken. Das ist genauso wie verdientes Geld.


    "Ich habe im September z.B. 3000 Euro in meinem Job verdient. Im Oktober habe ich nochmals 3000 Euro verdient. Letztere 3000 Euro sind mir aber gestohlen worden. Das macht aber nichts. Ich habe ja noch die alten 3000 Euro, also ist mir kein Verlust entstanden."


    Kein Mensch, der noch klar bei Verstand ist, würde so denken. Kleinanleger machen das aber. Und warum? Nur weil sie das Geld nicht für Arbeit bekommen haben, sondern für eingegangene Risiken.

    Es ist aber Dein Geld, welches Du Dir für das Eingehen von Risiken verdient hast.