Beiträge von Schwachzocker

    • Was haltet ihr von diesem geplanten Depot?

    Nichts! Das ist Diversifizierungs-Rinderwahn.


    Sollte ich noch eine gewisse Absicherung mit Staats-/ Unternehmensanleihen guter Bonität vornehmen?

    Das hängt von Deiner Risikobereitschaft bzw. tragfähigkeit ab, zu der Du so gut wie nichts schreibst.
    Deiner Frage entnehme ich aber, dass Du nicht verstanden hast, wozu man eventuell Anleihen mit guter Bonität hinzu nimmt.




    Sollte man noch in ETCs, REITs o. Ä. investieren?

    Du hast oben in der Darstellung bereits REITs aufgeführt.
    ETCs kann man dann hinzunehmen, wenn man weiß was das ist und die Risiken kennt.




    Habe ich irgendetwas wichtiges vergessen oder nicht beachtet?

    Du hast vermutlich vergessen, dass es erheblichen Aufwand und nicht unerhebliche Kosten verursacht, wenn man solch ein Depot regelmäßig auf die Ausgangsgewichtung zurückführen möchte.



    Vielleicht hilft dem/ der ein oder anderen ja auch mein Beitrag, um darauf aufbauend seine/ ihre Vermögensanlage zu planen...

    Sicherlich nicht! Wie kommt man bloß auf so etwas?




    @chris2702
    Danke für den Blog-Beitrag, ich bin unregelmäßiger Zuhörer des Podcasts vom Finanzwesir und vom Finanzrocker. Die Quintessenz aus dem Beitrag ist nach meinem Verständnis, sich auf einen/ einige wenige ETF je nach Anlagevolumen zu konzentrieren.

    Und was hat Dich nun dazu veranlasst, es anders zu machen? Und warum ist das besser?




    Als kleine Ergänzung zu meinem obigen Post vielleicht noch:
    Ich habe noch die nächsten Jahrzehnte des Arbeitslebens vor mir und plane eine Einmalanlage, d. h. kein regelmäßiges Besparen; Anlagehorizont ist 7+ Jahre.

    7 Jahre sind etwass kurz. Eine Aktienanlage ist da nicht unbedingt zu empfehlen. Und wenn doch, dann nur ein entsprechend kleiner Teil des Gesamtvermögens.
    Was passiert denn in 7 Jahren?


    Wieviel Geld ist es nun? Wenigstens ungefähr?


    Insgesamt machst Du auf mich nicht den Eindruck, dass Du weißt, was Du tust.

    Danke für Eure Antworten.


    So wie ich das lese, ist die Empfehlung nicht eindeutig. Es gibt Argumente dafür und dagegen.
    ...

    Das Hauptargument sollte sein, dass ein MSCI World (oder ein vergleichbares Produkt) mit ca. 1600 Positionen weltweit wesentlich diversifizierter ist als ein Dax mit 30 Positionen, die dann auch längst nicht alle Branchen abbilden.
    Der Dax ist daher wesentlich riskanter.


    Wenn man ein rationaler Anleger sein will, gehört der Dax weg.

    nein benötige das geld nicht,das Alter spielt insofern einen Rolle,weil zb ein 40 jähriger mitten im Berufsleben in meiner finanziellen Lage wohl anders denkt....mit diesen Zeiten meine ich die allgemeine Weltlage,obwohl ich kein Zitteraal bin;-)
    übelegte auch schon,Aktien in Höhe des Gewinns zu verkaufen,aber wohin dann damit......habe halt 50% mit den 3 großen As,die ja laufen wie verrückt.was denkst Du,fällst mir schon seit längerem als interessanter Querdenker auf;-)

    Was bringt es Dir, wenn Du weißt, was andere machen würden?

    Gretchenfrage: habe in meinem Depot zur Zeit 90 % Gewinn(100T) ,würdet Ihr in diesen Zeiten einfach mal alles total verkaufen oder ist das eine verrückte Idee?bin bald 80.....

    Wie meinst Du das?
    Benötigst Du das Geld? Dann verkaufen!
    Was hat Dein Alter damit zu tun? Möchtest Du vor Deinem Ableben noch eine Riesenparty machen? Dann verkaufen!
    Oder glaubst Du zu wissen, dass die Kurse in naher Zukunft zurückgehen?
    Und was meinst Du mit "diesen Zeiten"?

    Keine Ahnung, wie Du auf einen solchen Blödsinn kommst.
    Ein Crash ist ein starker Kursrückgang. Und der kommt ...bald!

    Wir haben zur Zeit eine seltene Konstellation.
    Es spricht sehr viel dafür, dass ab Herbst die Zahl der Insolvenzen massiv ansteigt und zwar weltweit.
    Und zwar egal ob eine 2. Coronawelle kommt oder nicht.
    ...

    Und Du bist natürlich einer der wenigen Eingeweihten, die dieses Exklusivwissen haben?




    ...


    Alles hängt davon ab, ob WIR ALLE möglichst bald wieder die alten Kaufgewohnheiten haben.
    Autos, Kleidung, Designer, Eigentumswohnungen, Häuser, Reisen, Hotels, Restaurantbesuche usw.
    Davon hängt alles ab.
    ...

    Danke für diese Information. Das war bisher niemanden klar.




    Das ist völliger Quatsch. Das Geld wird natürlich mit der Massenware verdient.

    Nein, 1-3 macht keinen Sinn. Wieso sollte man etwas behalten wollen, oder sogar weiterhin kaufen wollen, wenn man bereits erkannt hat, dass die Produkte schlecht sind?
    Ehrlich gesagt befremdet mich die Frage etwas.




    Zitat von Gartentraum

    Ich möchte das Depot daher zunächst rebalancen, keine neuen DEKA Fonds mehr zukaufen und parallel nach und nach in Richtung ETFs gehen, um mich zu einem späteren Zeitpunkt komplett von den DEKA Fonds zu trennen.

    Das ist für mich nicht nachvollziehbar.
    Du schreibst doch, dass Du einen Sparplan auf den Ari-Deka eröffnen möchtest. Was denn nun?
    Wieso möchtest Du Dich erst später von den Produkten trennen und nicht jetzt? Was ist später anders?
    Was soll daran "rebalancen" sein?

    Zitat von fredo47

    Meinen Satz zu Kostolany hast du entweder überlesen oder ignoriert...

    Ich habe ihn nicht einmal zur Kenntnis genommen.


    Ich weiß auch nicht, was ein Satz von irgendjemanden, der zweimal Pleite gegangen ist, beweisen soll.




    Zitat von fredo47

    Deine Äußerungen wirken auf mich so, dass du mit deiner Ansicht eine Allgemeingültigkeit für alle Anleger in Anspruch nimmst und keine anderen Lösungen neben deiner akzeptierst. Oder habe ich das falsch aufgefasst?

    Das hast Du falsch aufgefasst. Es ging nicht um Meinungen, sondern um Fakten.
    Ich habe Dich so verstanden, dass Du von Fakten nichts wissen möchtest, sondern diese lieber durch Gefühle ersetzen möchtest.
    Das kannst Du auch gern machen.








    Zitat von fredo47

    Jedes seriöse Statement zur Geldanlage muss doch auch die Berücksichtigung von "Gefühlen" enthalten:
    Und zwar in Form der persönlichen Risikotragfähigkeit, und in Folge davon die Empfehlung für den maximalen Anteil des risikobehafteten Anteils des eigenen Portfolios. Unabhängig davon, ob dieses aus Aktien-ETF oder Einzelaktien besteht.

    Es ging darum, dass beides zusammen keinen Sinn macht. Du zündest Nebelkerzen.





    Zitat von fredo47

    Ebenso bei der beliebten Frage: Einen verfügbaren Betrag sofort einmal anlegen, oder lieber zeitlich gestaffelt in mehreren Tranchen?
    Die sofortige Einmalanlage bringt rational (langfristig statistisch) eine höhere Rendite.
    Weil aber auch Gefühle/Psychologie mit reinspielen, ist u.U. womöglich doch ein Investment in Tranchen die bessere Wahl.


    Soweit sind wir uns hoffentlich einig, oder?

    Sicherlich nicht.
    Die Einmalanlage ist natürlich vorzuziehen. Und wer damit nicht klar kommt, der hat sich wohl zuviel Risiko aufgeladen und muss sich daher nun selber etwas vormachen.
    Die Lösung ist dann, insgesamt weniger in Aktien anzulegen. Irgendwelche mentale Kunstgymnastik ist keine Lösung.





    Zitat von fredo47

    Andere haben mehr Interesse und Spaß daran, und sind bereit mehr Zeit mit ihrer Geldanlage zu verbringen. Das bringt nicht zwingend mehr Rendite, da habt ihr recht.

    Darauf kommt es nicht an. Es ist einfach keine Mehrrendite zu erwarten.
    Passieren kann es natürlich mit Glück.

    @tobiasweiss
    "Linke Tasche, rechte Tasche" ist zwar richtig, aber deswegen kein Gegenargument. Immerhin ist der "Taschenwechsel" bei Dividenden bzw. Ausschüttungen ja (meist) kostenlos. Wollte man das über Verkäufe realisieren, so müsste man jedes Mal Ordergebühr bezahlen.
    ...

    Richtig! Oder man macht überhaupt nicht "linke Tasche - rechte Tasche", sondern belässt alles in einer Tasche. Dann muss man auch keine Ordergebühr bezahlen.



    @tobiasweiss

    ...
    Ich finde außerdem, man sollte auch den psychologischen Aspekt von regelmäßigen Ausschüttungen nicht außer acht lassen....

    Doch, genau dazu würde ich dringend raten.
    Eine Dividendenstrategie führt nur zu einer schlechteren Diversifikation, weil man sich unnötigerweise auf ganz bestimmte Unternehmen konzentriert.
    Selbst wenn man davon ausgeht, dass man damit auch die durchschnittliche Marktrendite erhält, wird man aufgrund der vorzeitigen Steuerpflicht schlechter abschneiden. Einen sachlichen Grund für die Annahme, dass man damit überdurchschnittlich abscheiden sollte, kann ich nicht entdecken.


    Am Ende: Mehr Risiko für weniger Rendite.


    Und auch bei "Einzelaktien vs. ETF" muss man nicht entweder/oder machen.
    Sondern kann auch hier mischen. Zum Beispiel einen (All-)Welt-ETF als Basis und dazu einige Einzelaktien, die man übergewichten möchte.
    ...

    Ja, man kann vieles machen. Man sollte aber aufpassen, dass das, was man tatsächlich macht, auch Sinn ergibt.
    Ich kann nicht einerseits glauben, dass ich den Markt nicht schlagen kann und deshalb in ETF investieren und anderseits glauben, dass ich doch den Markt schlagen kann und deshalb in die zukünftig richtigen Einzelaktien investieren.
    Man wäre dann eine gespaltene Persönlichkeit.


    Machen kann man es natürlich trotzdem.
    Genauso kann man sich auch ein Loch in die Kniescheibe bohren und heiße Milch hinein kippen.



    ...Christian W. Röhl hat das mal mit dem Essen verglichen:


    Man muss sich nicht zwischen "täglich selber kochen" und "jeden Tag essen gehen" exklusiv entscheiden, sondern kann zwischen beiden abwechseln.
    :)

    Dann hat der gute Herr Röhl schlichtweg nicht begriffen, worum es bei der Geldanlage geht.

    Inhaltlich Konsens. In der Praxis wird jedoch suggeriert dass ETF liquide handelbare Dinge wären. Da ist eben nicht immer der Fall bzw. es können große Spreads auftreten.

    Genau! Diese Suggestion ist aber auch keine Gefahr, die von dem Konstrukt "ETF" ausgeht, sondern eine Gefahr, die von Werbung und Marketing ausgeht.

    Bei den Risiken von ETF kenne ich ein reales Risiko. Das ist das Thema der Liquidität bei nicht liquiden Indexbestandteilen. Das ist jetzt auch wieder aufgetreten und betraf bestimmte Anleihen-ETF. Es könnte auch Nebenwerte-Aktien-ETF betreffen, da habe ich allerdings keine Nachweise bis dato. Dieses Risiko wird noch verstärkt durch den kurzfristigen Ein- und Ausstieg von institutionellen Anlegern, z.B. Robos und Risk-Parity-Fonds,
    ...

    Illiquidität ist ein Risiko der Indexbestandteile, wie Du selbst schreibst, und nicht ein Risiko, dass von dem Konstrukt "ETF" ausgeht.
    Wenn Dinge nicht liquide handelbar sind, dann ist das nun einmal so. ETFs können daran nichts ändern.

    @Schwachzocker


    Zu 1.
    Man muss immer davon ausgehen, dass es zu einer Korrektur kommt. Aber einen Crash in diesem Ausmaß hat wohl niemand erwartet, oder wenn doch dann nur ganz wenige.
    ...

    Wir sind im MSCI World seit Jahresbeginn gerade einmal 10% unter Wasser. Das ist lachhaft.
    Zwischendurch waren wir mal 30-40% von den Hochs entfernt. So sehen Crashs eben aus, sonst sind es keine.





    Zu 2. und 3.
    Da man den weiteren Verlauf nicht voraus sehen kann, kann es ja auch sein, dass eine Menge bereits eingepreist ist und die Kurse nun doch die nächsten Jahre nur nach oben gehen.

    Du kannst davon ausgehen, dass alle heute vorhandenen, öffentlich zugänglichen Informationen eingepreist sind. Das hat aber nichts damit zu tun, ob die Kurse in Zukunft rauf oder runter gehen. Wir kennen die Informationen, die es morgen gibt, heute nun einmal noch nicht.



    Interessant! :S



    @Schwachzocker


    Ob das am Ende richtig gewesen ist, wird man erst am Ende sehen....

    Welches Ende?

    ...
    Ich gehe grundsätzlich auch davon aus, dass wir noch eine größere Korrektur erleben werden.
    Bei ein paar Einzelaktien bin ich dennoch schon mal "klein" eingestiegen, weil ja keiner weiß wie es weitergeht. Es kann auch durchaus passieren, dass es das, zumindest an den Aktienmärkten, schon gewesen ist.

    Kommt es Dir nicht selbst etwas merkwürdig vor, mit vielen Worten nichts auszusagen?


    1.)
    Wir müssen also davon ausgehen, dass wir noch eine größere Korrektur erleben werden?
    Ja, davon muss man am Aktienmarkt wohl immer ausgehen. Davon bin ich schon immer ausgegangen, nicht erst jetzt.


    2.)
    Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass es nicht zu einer Korrektur kommt?
    Aha, sehr aufschlussreich!


    3.)
    Es weiß auch keiner, wie es am Aktienmarkt weitergeht?
    Das war bei mir schon immer so. Im Januar wusste ich auch nicht, wie es weitergeht. Sagst Du Bescheid, wenn Du weißt wie es weitergeht?


    4.)
    Man ist also schon mal "klein" eingestiegen und hat mal den großen Zeh ins Wasser gehalten, denn es könnte ja doch sein, dass... :rolleyes:




    Die EZB kauft 100-jährige Staatsanleihen? Oh, das wird Geschrei geben.

    Nein! Die EZB soll Geld drucken du dann verschenken. Das ist die geniale, neue Idee, auf die noch niemand gekommen ist.

    Die EZB könnte das Geld den Mitgliedstaaten leihen, und diese leihen oder schenken es dann ihren nationalen Firmen (Kredite oder Konjunkturhilfen). Das treibt die Staatsverschuldung. Um diese erträglich zu halten, sollten nach dem Vorschlag die Rückzahlungen an die EZB weit in der Zukunft liegen.

    Du meinst, man kann Geld drucken?

    Dass das auch an den Faktor "Zeit" gekoppelt werden sollte, sollte klar sein. Es geht jetzt eigentlich nur um die Grundidee.

    Das habe ich schon verstanden. Also, für Deine Umfrage:


    Ich denke, dass die Aktienkurse auch in Zukunft fallen und nachhaltig steigen werden.



    Davon gehe ich auch aus. Es war ja schon der Vorschlag im Raum, neue Corona-Hilfen sehr niedrig zu verzinsen und erst weit in der Zukunft zu tilgen. Das entspricht einem versteckten Schuldenschnitt.

    Kann der Schuldner einfach so bestimmten, wieviel Zinsen er zu zahlen hat? Das ist in der Tat eine gute Idee. Und wer leiht das Geld?