Beiträge von Schwachzocker

    Wie wäre es eigentlich mit einer Umfrage im Forum a la: Wer denkt, dass die Aktienkurse weiter fallen werden? Und wer denkt, dass die Talsohle schon erreicht wurde, und sie jetzt wieder "nachhaltig" steigen werden? Dies könnte man ja dann auch auf verschiedene Indizes herunterbrechen.


    Was meint ihr?
    ...

    Ich meine, dass das an Banalität nicht mehr zu überbieten ist.
    Natürlich werden die Aktienkurse in Zukunft wieder fallen.
    Und natürlich werden sie in Zukunft auch wieder nachhaltig steigen.


    Spannend wäre zu wissen, wann das jeweils geschieht und wie lange es dauert.
    Alles andere ist nur kruder Quatsch.

    Was haltet ihr von der Strategie von Dirk Müller, die nun im jetzigen Crash aufgegangen ist. Wird er damit wohl langfristig gewonnen haben?
    ...

    Langfristig sicher nicht.
    Er praktiziert nichts anderes als Markettiming, glaubt also, einschätzen zu können, wann es rauf und wann es runter geht. Wer das kann, braucht keinen Fonds aufzulegen, sondern er wird einfach nur still und leise reich.


    Außerdem kosten seine Absicherungen Geld.
    Wenn man davon ausgeht, dass er mit seinen Einschätzungen nach dem Zufallsprinzip mal richtig und mal falsch liegt, dann hat er durch diese Kosten eine Minderrendite.


    Und in dem Extremszenario, von den er dauernd faselt, in dem Banken Pleite gehen, sind seine Derivate weg, denn das sind ja Bankprodukte.

    nenee Schwachzocker und folgende, ich habe nie behauptet das Orakel zu sein, für die Verantwortlichen ausgenommen die Virologen war bei Ausbruch China einfach so weit weg das es keiner für möglich gehalten hat was da mal auf uns zukommt.
    Als dann der Salat da war hat man hektisch alle möglichen Verordnungen und Maßnahmen ergriffen, um mit der Lage fertig zu werden. Schutzmaterial für Krankenhaus und die Bürger hat man einfach nicht rechtzeitig vorgehalten das muss man denen schon vorwerfen.

    Natürlich! So ist das nun einmal.
    Wir wissen heute auch, dass irgendwann ein Asteroid auf der Erde einschlagen wird. Wenn es passiert werden wir nicht vorbereitet sein.
    Das kannst Du jetzt schon vorwerfen, noch bevor es passiert ist.

    Hallo Zusammen,


    ich überlege aktuell eine Betrag zwischen 5.000 und 10.000 EUR als Einmalanlage in ETFs zu investieren,
    weil ich den Zeitpunkt für gut halte, günstig einkaufen zu können. Teilt Ihr diese Ansicht?
    ...

    Der beste Zeitpunkt für eine breit gestreute Aktienanlage ist immer dann, wenn das Geld dafür vorhanden ist.
    Wer etwas anders meint, der müsste erklären, wann ein besserer Zeitpunkt ist und warum.




    Zitat

    Was meint Ihr, was wäre der bessere Weg, alles auf einmal oder Schritt für Schritt über einen Sparplan?

    Einmalanlage: größeres Risiko, höhere Renditeerwartung
    mehrere Sparraten: geringeres Risiko, geringere Renditeerwartung

    ...Politiker und andere Verantwortliche hätten schon eher reagieren können müssen....

    Dann wärst Du aber der erste gewesen, der für diese völlig übertriebenen Maßnahmen kein Verständnis gehabt hätte und etwas von Steuergeldverschwendung und ungerechtfertigte Rechtseingriffe gelabert hätte.
    Wo wart ihr denn als noch Zeit gewesen wäre?
    Wo waren Eure Wahrnungen?


    ...
    Wenn die Politiker also heute sagen, im Rückblick weiß man es immer besser, dann ist das zwar grundsätzlich richtig, hier aber schlicht unzutreffend, weil vieles eben auch schon vor 8 Wochen bekannt war und übrigens auch von führenden Virologen eingefordert wurde....

    Schade dass Du nicht rechtzeitig Bescheid gesagt hast, wo Du es doch von Anfang an wusstest. :rolleyes:

    Mal wieder zurück zum eigentlichen Thema:


    Dr. Jens Ehrhardt prognostiziert in seiner aktuellen Ausgabe der "Finanzwoche", dass die künftigen Dividenden jetzt erst einmal der Bedienung von Anleihen bzw. zur Zahlung der Kupons geopfert werden....

    Es ist geltendes Recht, dass Fremdkapitalgeber vorrangig bedient werden. Mit einer Prognose hat das nicht viel zutun.

    Anbieterdiversifikation kann man machen. Das ist sicherlich nicht verkehrt.
    Das ist so, als wenn Du und Deine Gattin in getrennten Betten schlaft, um den Mindestabstand einzuhalten. Das wäre auch nicht falsch.

    Ich kaufe auch ETFs und aktive Fonds.
    Habe aber nach dem heutigen weiteren Crash und den tiefschlechten Wirtschaftsnachrichten Nachkäufe erstmal eingestellt, denn es wird noch weiter runter gehen und so gibt es wohl für die nächsten 2 - 3 Monate keinen Grund, jetzt schon nachzukaufen!

    Dann hast Du bestimmt jetzt alles verkauft, oder?
    Wenn man weiß, dass es runter geht und seine Aktien trotzdem weiter hält, müsste man ja ziemlich behämmert sein.

    Vielleicht meint der Kollege ja, dass für einen deutschen Arbeitnehmer deutsche Aktien keine gute Diversifizierung sind, weil im Fall eines lokalen Abschwungs dan nicht nur der eigen Arbeitsvertrag sondern zusätzlich die investierten Gelder betroffen sind.

    Das ist zwar auch richtig, darauf wollte ich aber gerade nicht heraus.



    @Schwachzocker: Hm, ich denke das musst Du mir erklären. Deutsche Unternehmen sind mit rund 4 % im MSCI World vertreten. Natürlich habe ich da gewissene Überschneidungen mit Unternehmen aus meinem DivDax ETF aber bei dem geringen Deutschland-Anteil im World ist das doch nicht so gravierend. SIcher ist nicht optimal aber der DivDax war halt zuerst da.

    Dir ging es um Diversifikation.
    Was Du da betreibst, ist aber das Gegenteil von Diversifikation, nämlich Übergewichtung (im Vergleich zur Marktkapitalisierung). Diversifikation wäre es, wenn Du Dein Geld in Dinge stecken würdest, die nicht im MSCI World vertreten sind.



    ...aber der DivDax war halt zuerst da.

    Das klingt für mich wie ein unabänderliches Naturereignis, für das niemand verantwortlich ist.

    ...


    PS: Der Vollständigkeit halber: ich bespare noch einen DivDax ETF mit 100 EUR (0,25 % TER). Das war mein erster ETF. Ich würde den ggf. nicht mehr bespannen bzw. zu gegebener Zeit zugunsten des World oder des EM umschichten, damit ich nicht mit noch relativ kleinen Gesamtdepot (ca. 10.000 EUR) 3 ETFs bespare. Auf der anderen Seite: ich betone damit vorerst den Wirtschaftsstandort Deutschland. Gibt Schlimmeres, oder?

    Wenn es um das Thema Diversifikation geht, wie Du schreibst, dann gibt es eigentlich nicht viel Schlimmeres.
    Schlimmer wäre nur noch, wenn Du Daimler besonders betonen würdest.


    ...Ich weiß, den richtigen Einstiegszeitpunkt absehen kann niemand.

    Aber Du glaubst, dass es jetzt plötzlich doch jemand kann?



    ... Dennoch, aufgrund dieser Vielzahl an "Bautstellen", ist es evtl. sinnvoll zumindest mal das Corona-Virus etwas abzuwarten, einige Wochen?

    Nein, denn es gibt nun einmal keine Welt ohne "Baustellen", und es gab sie auch noch nie.



    Ich mach jetzt mal die ganz große Kiste auf: Die Märkte sind manipuliert (das ist kein Schimpfwort) durch die Politik der Notenbanken und bilden die Realwirtschaft nicht ab....

    Natürlich tun sie das nicht. Die können allein schon deshalb nicht die Realwirtschaft abbilden, weil die meisten Firmen gar nicht börsennotiert sind.
    Rendite kommt in erster Linie vom Risiko. Es ist daher Unsinn, abwarten zu wollen, bis es weniger riskant wird, denn dann hat man die Rendite verpasst.

    ...


    Spaß beiseite: m.E. können über 90% der Aktienkäufer weder gut genug Englisch noch Bilanzen lesen.

    Entscheidend ist aber nicht der Anteil der Aktienkäufer, sondern der Anteil der gehandelten Geldeinheiten. Das bisschen Geld der privaten Kleinanleger spielt keine Rolle.
    Und Du darfst davon ausgehen, dass institutionelle Investoren Englisch in Wort und Schrift beherrschen und Bilanzen tatsächlich lesen können.

    ...


    Spaß beiseite: m.E. können über 90% der Aktienkäufer weder gut genug Englisch noch Bilanzen lesen.

    Entscheidend ist aber nicht der Anteil der Aktienkäufer, sondern der Anteil der gehandelten Geldeinheiten. Das bisschen Geld der privaten Kleinanleger spielt keine Rolle.
    Und Du darfst davon ausgehen, dass institutionelle Investoren Englisch in Wort und Schrift beherrschen und Bilanzen tatsächlich lesen können.