Beiträge von Schwachzocker

    würdet ihr denn Stand heute noch in ETF investieren, also von Nix auf Alles was ihr so verfügbar habt?


    Ich weiß, niemand kann vorhersehen wann es wieder bergab geht, aber was ist wahrscheinlicher, dass es noch 10 Jahre aufwärts geht oder das es in den nächsten 10 Jahren deutlich nach unten geht.


    Man ärgere ich mich, dass ich nicht vor fünf Jahren aktiv geworden bin :-D

    Wie wahrscheinlich war es denn vor fünf Jahren, dass die Kurse weiter ansteigen? Zu diesem Zeitpunkt hatten wir die griechische Staatsschuldenkrise.


    ...
    Wie lege ich jetzt meine 60k zeitlich am besten an? Alles auf einmal oder gestaffelt? Ist das eine reine Abwägungssache zwischen cost average effect und Renditesteigerung? Was würdet ihr mir raten? Grundsätzlich bin ich immer an der höchsten Rendite interessiert, da ich langfristig denke. Aber wenn ich mir vorstelle, jetzt 60k aufmal anzulegen und in einem Jahr sind die dann plötzlich nurnoch 40k wert, da bekomme ich schon etwas Bauchweh...

    Das kann Dir genauso gut passieren, wenn Du zeitlich gestaffelt anlegst. Irgendwann hast Du Deine 60k voll investiert, und dann kommt der Kräsch.
    Wenn Du Bauchweh hast, dann deutet das daraufhin, dass Du ein zu hohes Risiko fährst. Man kann einfach insgesamt weniger anlegen.


    ...
    Beispiel:


    iShares Core MSCI World: TER 0,20% (3 Monats Performance: +10,01 %)


    AMUNDI PRIME GLOBAL: TER: 0,05% (3 Monats Performance: +8,37 %)

    Wie hast Du den Unterschied denn festgestellt? Lt. Just-ETF


    https://www.justetf.com/de/find-etf.html?groupField=none&cmode=compare&sortField=name&sortOrder=asc&tab=comparison



    laufen die fast identisch.
    Der Amundi ist ein Ausschütter, der IShares ein Thesaurier. Eventuell hast Du die Ausschüttungen nicht berücksichtigt.


    10% MSCI Multifactor
    ...

    Was erhoffst Du Dir davon? Spaß?



    <p>
    </p>


    Vielen Dank für den Artikel.
    Ich hab mir das durchgelesen aber ich möchte das auch etwas als Hobby betreiben und nur ein ETF wäre für mich etwas langweilig. Daher hatte ich mich für diese Aufteilung entschieden um auch bisschen Spaß an der Sache beizufügen. Aber ja €50k nur in MSCI World wäre als Gerüst natürlich auf eine Alternative

    Inwiefern wird es denn mit mehreren ETFs spannender? Was konkret passiert da?

    Ich habe mal eine allgemeine Frage / Überlegung an die Fans des MSCI World. Dieser Index wird immer wegen seiner (vermeintlich) breiten Diversifikation über 2.000 Unternehmen hervorgehoben.
    ...

    Dann konstruiere ich einmal eine Wette.
    Ich wette, dass es Anleger gibt, die keine Ahnung davon haben, wieviel Unternehmen im MSCI World enthalten sind.


    Wer hält dagegen? :D



    Zu behaupten, man sei weltweit aufgestellt, weil man Dollar-Aktien von Unternehmen hat, die weltweit aktiv sind, halte ich für nicht haltbar.
    Da kann man auch nur eine Microsoft oder Apple kaufen.
    ...

    Das hat aber auch niemand behauptet.
    Behauptet wird, dass z.B. McDonalds auch Filialen in der Eurozone hat und dort Cashflows in Euro erzielt. Wieviel das ist, weiß ich nicht.
    Ich behaupte aber einfach: Wenn man die Nestle-Aktie kauft, dann ist man nicht besonders in Schweizer Franken investiert, sondern eher ebenfalls in US-Dollar und Euro.


    Und selbstverständlich reichen Aktien von Microsoft und Apple nicht für eine hinreichende Diversifikation, weil man dann zu große Risiken auf Unternehmensebene hat.
    Mit Währungsrisiko hat das aber nicht viel zu tun.

    Zitat von Oekonom

    ...Aber die Empfehlung, dass es sich hier um ein passives Investment handelt, ist in meinen Augen falsch

    Eigentlich ist das schon im Sinne der passiven Philosophie die beste Wahl. Die Marktkapitalisierung und die zur Zeit vorhandene hohe Gewichtung der USA ist eben das, was durch die Entscheidungen der Marktteilnehmer zustande gekommen ist. Wer es mit dem passiven Investieren streng nimmt, wird sich dem wohl anschließen und keine abweichenden Entscheidungen treffen.
    Tut man des dennoch, sagt man damit praktisch aus, dass man es besser weiß als der Markt.



    Zitat von Oekonom

    ...Im Gegenteil: man entscheidet sich eben (aktuell) aktiv für den Schwerpunkt USA und US-Dollar.

    Das sehe ich eigentlich nicht so. Wer sich für die Marktkapitalisierung entscheidet, kauft von der Fa. Apple den gleichen Firmenanteil wie z.B. von der Fa. Bayer. Nur ist Apple eben teurer.


    Was wäre denn Deiner Meinung nach eine angemessene Diversifikation, und woran machst Du die fest?




    Zitat von Oekonom

    Ich wage die Wette, dass die ganz überwiegende Anzahl von Anlegern, die aufgrund der Empfehlungen von finanztest, finanztip und finanzwesir in den MSCI World investieren, nicht wissen, welches US-Dollar Exposure sie hier eingehen.

    ..


    Ich teile die Ansicht von @Oekonom, dass sich viele weder des Kursrisikos noch des Dollarrisikos bewusst sind.

    Wetten und Ansichten, die nie jemand wird belegen oder widerlegen können, bringen auch niemanden weiter. Eine solche Wette ist sicherlich auch kein "Wagnis".


    Und Kater.Ka: Viele Anleger soll nicht bewusst sein, dass sich der Kurs ändern kann??? oder was verstehst Du unter Kursrisiko.

    ...


    Ist die zugestandene Abweichung vom Index tatsächlich so groß?
    Oder hat das damit zu tun, dass 1. ein Ausschütter und 2. ein Thesaurierer ist?
    ...

    Ja und Ja!



    ...
    Ich dachte eigentlich, dass davon ausgegangen wird, dass die Ausschüttung sofort wieder angelegt wird.

    Nein, Du musst Dich natürlich selbst darum kümmern, dass die Ausschüttungen wieder angelegt werden, wenn Du das überhaupt möchtest.
    Bei einem Fondsvergleich wird davon natürlich ausgegangen, weil ein Vergleich sonst nicht möglich wäre.

    ...
    Ich hatte ein Beratungsgespräch mit einem freien Versicherungsmakler, der selbst bei unserem ersten Treffen klarstelle: eine ehrliche und langfristige Geschäftsbeziehung sei ihm wichtiger als das schnelle Geld. So würden wir am Ende beide verdienen....

    Es ist völlig unnötig, dass der auch nur einen Cent verdient. Es handelt sich um herausgeworfenes Geld.



    ...


    Die Altersvorsorge für uns beide sollte, bei einer anfänglichen mtl. Investition von 400,-€ (später erhöht auf 800 bis 1.000,-€), seiner Sicht nach aus drei Bausteinen bestehen:


    • ETFs (ca. 50%)
    • Eine fondsgebundene Rentenversicherung der Canada Life (Produkt: Generation private plus) (20%)
    • Private Equity (30%)


    ...

    400 Euro monatlich für eine Person oder für Euch beide zusammen? Eigentlich egal! Das ist viel zu wenig für diesen ganzen Strauß an Anlageprodukten. Das ETF-Portfolio soll schließlich zwei Produkte enthalten (was eventuell schon unnötig ist), die fondsgebundene Lebensversicherung soll allein drei Produkte enthalten. Und dann kommt noch RWBmist hinzu.
    Das ist viel zu kleinteilig und verursacht in der Tendenz zu hohe Kosten.
    Hier will jemand möglichst viele Produkte verkaufen.




    ...


    Rentenversicherung
    - Bei der Rentenversicherung soll es darum gehen eine feste, garantierte Rente zu haben...

    Was genau wird hier garantiert?
    Soviel ich weiß, wird bei solchen Versicherungen nur die eingezahlte Summe garantiert. Und eine Garantie ist auch nur so gut, wie derjenige der sie gibt.
    Bei einem Sparguthaben wird Dir auch die eingezahlte Summe garantiert.



    ...
    Ansonsten fand ich gut, das ich mir bis zum Beginn der Auszahlung überlegen könnte, wie ich diese prozentual Gewichte: X Prozent als Kapitel (mit steuerlichen Vorteilen ab dem 62. Lj) und den Rest als Rente. Diese Flexibilität bis zum letzten Moment (vor der Rente) finde ich toll!

    Daran ist nichts toll, sondern es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Du frei über Dein Geld verfügen kannst.


    Solch ein Fondssparplan im Versicherungsmantel hat steuerliche Vorteile. Der Nachteil sind die immensen Kosten und die eingeschränkte Verfügbarkeit während der Laufzeit. Das muss berechnet / kalkuliert werden.


    Wie hoch sind die Abschlusskosten? Wie hoch sind die laufenden Kosten?
    Interessiert Dich das überhaupt? Möchtest Du etwas kaufen, obwohl Du nicht weißt, was es kostet?



    ...


    Was ich mtl. zahlen würde und was am ende bei heraus kommt - das weiß ich.

    Woher willst Du das wissen?


    ...


    Private Equity
    - Als letztes käme dann Private Equity von der RWB. Davon hört ich noch nie - klingt aber gar nicht verkehrt. Das Geld ist für viele Jahre nicht vorhanden, dafür ist die Rendite hoch und ziemlich sicher.

    Solch eine Geldanlage gibt es nicht.
    Je höher die Renditeerwartung desto riskanter ist die Sache.
    Es wäre auch irgendwie zu schön. Dann müsste man eigentlich sein ganzes Geld in ein solches Produkt stecken.



    ... Maklern, die sagen, sie würden dieses Produkt gern verkaufen, auch wenn es weniger Provision bringt, als andere - aber es sei eben sehr gut.

    Du hast Humor! Natürlich ist es das Lebensziel von Maklern, möglichst wenig zu verdienen und die Menschen glücklich zu machen. :thumbsup:


    Werfe den Makler raus, und stelle ihm keine Fragen. Du weißt nicht einmal, welche Fragen die richtigen sind.


    Deine Geldanlage ist von Deiner gesamten persönlichen Situation abhängig, zu der Du praktisch nichts geschrieben hast. Wenn Du z.B. beabsichtigt, irgendwann eine Immobilie zu erwerben, kann es sinnvoll sein, vorläufig ganz auf Geldanlage und Altersvorsorge zu verzichten.


    Die hiesige Finanztipseite ist voll von Informationen zu den Themen Geldanlage, Aktien-ETFs, Lebensversicherungen und Riester. Ich habe nicht den Eindruck, dass Du davon irgendetwas gelesen hast.


    Erstelle Dir eine Mixtur aus Aktien-ETF (einer reicht meistens) und sichere Bankeinlagen je nach Deiner persönlichen Risikotragfähigkeit. Daneben solltest Du prüfen, ob sich bei Deiner persönlichen Förderungssituation Riester lohnt. Sollte diese Prüfung positiv ausfallen, dann unbedingt auf einen günstigen Vertrag achten. Den bekommst Du nicht bei einem Makler.
    Das alles solltest Du aber lassen, wenn da noch ein Immobilienwunsch vorhanden ist. Schuldzinsen zahlen und sparen macht zeitgleich nicht viel Sinn.


    Du musst verstehen, rechnen und kalkulieren; und nicht auf irgendwelche Gefühle hören, die Dir ein Makler eintrichtert.


    So, mehr kann ich nicht tun, um Dich zu retten.

    Eigentlich nicht, denn das wäre etwas zu einfach.
    Ein direkter Zusammenhang zwischen Wirtschaftwachstum und Aktienmarktentwicklung ist nicht nachgewiesen.
    Und selbst wenn es einen Zusammenhang geben würde, reden wir hier von öffentlich zugänglichen Informationen, durch die man in effizienten Märkten keinen Vorteil erlangen kann.


    ETFs für die Region Afrika gibt es allerdings bis jetzt nur zwei, die beide – mit einer Ausnahme – keine Unternehmen in nennenswertem Umfang aus den oben genannten Ländern enthalten. Diese ETFs sind der Lyxor Pan Africa UCITS ETF mit den Länder-Schwerpunkten Südafrika (31,2 %), Marokko (23,6 %), Kanada? (17,3 %), Ägypten (13,3 %), Vereinigtes Königreich? (8,6 %), Wertentwicklung 1 Jahr 10,5 %, und der Xtrackers MSCI Africa Top 50 Swap UCITS ETF mit den Schwerpunkten Südafrika (69,3 %), Ägypten und Marokko (jeweils 8,6 %), Kenia (8,0 %) sowie Nigeria (4,0 %), Wertentwicklung 1 Jahr 7,5 %.
    ...

    Der Lyxor-ETF enthält auch Firmen, die überweigend in Afrika tätig sind, jedoch nicht unbedingt dort ihren Sitz haben.
    Beide ETFs sind sauteuer. Die Abweichung vom Index beträgt teilweise 1%.



    Ich neige dazu, einen breiter gestreuten afrikanischen ETF abzuwarten. Ist dieser aber überhaupt realistisch? Wie würdet Ihr vorgehen?
    ...

    Der MSCI ist nach Marktkapitalisierung gewichtet, wie immer. Was wäre Deiner Ansicht nach eine breitere Streuung?

    Interessante (und auf den ersten Blick plausible) These - aber ich glaube sie ist nicht ganz korrekt. Richtig ist sicher: dem Unternehmen ist es erstmal egal, ob die Aktie mir oder meiner Nachbarin gehört.


    Aber wenn ich ihr die Aktie abkaufen will, wird dadurch tendenziell der Kurs (und damit der Wert des Unternehmens) steigen....

    Negativ!
    Wenn A dem B eine Sache abkauft, dann steigt allein dadurch nicht der Preis, auch nicht in der Tendenz.



    ...Und dafür interessiert sich das Unternehmen sehr wohl, denn der höhere Unternehmenswert dürfte diverse Vorteile bieten: nicht nur ist der hohe Wert werbewirksam, das Unternehmen dürfte auch leichter an Kredite und u.U. günstiger an die Märkte kommen.
    ...

    Günstiger an die Märkte kommt Nestle, wenn es ein stabiles Geschäftsmodell hat, viel verkauft und viel Gewinn macht. Ob der Aktienkurs steigt ist nicht von Bedeutung.




    ...
    Dazu kommt: sobald ich Miteigentümer des Unternehmens bin, kann ich auch auf Unternehmensentscheidungen Einfluss nehmen. ...

    Dann müsste der TE ja gerade in Nestle und Total investieren, da er nur dann Einfluss nehmen und die vom ihm beschriebenen Missstände abstellen kann. Und wenn das jeder so macht, werden beide Unternehmen in Zukunft auch nachhaltig und ethisch korrekt.

    OK lasst mich was klarstellen: Es geht mir hier nicht darum, irgendjemanden zu belehren oder zu kritisieren. Es geht mir auch nicht darum, irgendein Verhalten als besser als ein anderes darzustellen.


    Und dass ich auch im Alltag und Konsumverhalten versuche, meinen Footprint kleinzuhalten, sollte hier eigentlich nicht hingehören.


    Ich hatte einfach gehofft, Antworten oder Ideen zu den für mich relevanten Fragen zu erhalten, in der Annahme, dass diese Fragen vielleicht auch für andere relevant sein könnten und sich daher auch andere dazu Gedanken gemacht haben. Denn ich hoffe schon, auch dann in einem Forum für Geldanlage richtig zu sein, wenn ich dabei vielleicht andere Prioritäten habe als andere. Ist ja kein Forum für Renditemaximierung ;)

    Nochmal:
    Die Unternehmen haben nichts davon, wenn Du einem anderen Anleger Aktien abkaufst. Umgekehrt schadet es auch keinen Unternehmen, wenn Du deren Aktien nicht kaufst.

    Hallo Schwachzocker,


    na ja, was du über den Sinn der Geldanlage und Nestlé-Aktien schreibst ist sicher eine Möglichkeit die Dinge zu sehen - aber dann braucht man sich über "ethische" Geldanlagen gar keine Gedanken zu machen.
    ...

    So ist es!
    Du kannst durch Dein Konsumverhalten etwas bewegen, nicht durch Geldanlage. Mehr wollte ich nicht zum Ausdruck bringen.
    Wo Du da einen Angriff siehst, weiß ich nicht.


    Und wenn ich schon lesen muss, dass Rendite gar nicht mehr das vorrangige Ziel der Geldanlage ist, dann bist Du in einem Forum für Geldanlage schlicht falsch.
    Das war jetzt ein Angriff. :P


    ...



    • Letztlich müsste es aber wohl um eine veränderte Fragestellung gehen. Nicht mehr "wie kann ich nachhaltiger investieren, ohne auf allzu viel Rendite zu verzichten", sondern "wie kann ich mein Geld möglichst produktiv anlegen, ohne durch die Anlage 'unethisches" Wirtschaften zu unterstützen, sondern durch diese positiv auf die Nachhaltigkeit unseres Wirtschaftssystems einzuwirken"?
    • ...

    Meines Erachtens geht das gar nicht. Geldanlage hat nun einmal den Sinn, eine Rendite zu erwirtschaften, sonst nichts.


    Die Fa. Nestle lebt nicht vom Aktienverkauf, sondern vom Lebensmittelverkauf. Wenn Du am Sekundärmarkt eine Aktie von Nestle kaufst, dann hat die Firma davon überhaupt nichts, denn Du kaufst die Aktie ja lediglich von einem anderen Anleger.





      • Wenn ich wirklich "Gutes" mit meinem Geld machen möchte, stoße ich immer wieder auf den auch von Sara Zinnecker genannten Ökovision Classic, der aber durch den hohen Ausgabeaufschlag und die hohen laufenden Kosten ziemlich teuer ist. Ist dieser Fonds trotzdem das Ergebnis einer Renditemaximierung unter den genannten Nebenbedingungen?...

    Wenn Du wirklich "Gutes" mit Deinem Geld machen möchtest, dann kaufe nicht die Nahrung von Nestle, sondern die von dem Bauern im nächsten Dorf.


    Kaufe nicht das Benzin von Shell, sondern fahre Elektroauto.


    Kaufe nicht die Autos von VW, sondern kaufe Dir ein Fahrrad.


    Das möchtest Du aber alles nicht. Du möchtest weiter "sündigen" und Dich nun von Deinen Sünden freikaufen. Das funktioniert aber nun einmal nicht.

    ...
    Dabei spielt es keine Rolle ob der Index in Euro, Dollar oder Punkten angezeigt wird, es geht ja um die Rendite.
    ...

    Doch, Währung spielt eine Rolle. Der Wechselkurs Euro-Dollar verändert sich. Und der Index notiert in Dollar.




    ...
    Verwendet wurde der Punktestand des MCI World Index. Hier gibt es meines Wissens keinen Unterschied zwischen Preis- oder Performance-Index?

    Es gibt immer einen Unterschied zwischen Kurs- und Performanceindex. Du hast den Kursindex in US-Dollar verwendet.

    ...Bei MSCI selbst kann man sich den "richtigen" Net-Index wählen. Der weist für Deinen Zeitraum (Basis 100) 242,58 aus, was so rund 6,5% p.a. sind....

    Das kommt hin, natürlich nur bezogen auf das Kapital, dass im Oktober 2005 investiert wurde.
    In Euro, mit Dividenden und nach Abzug der Quellensteuer.



    Wo liegt hier mein Rechenfehler? Es müssten doch eigentlich an die 7% p.a. sein?
    ...

    Nein, es müssen nicht 7% p.a. sein. Das war der Durchschnitt der Vergangenheit bei Betrachtung verschiedener Zeiträume. Durchschnitt bedeutet, dass es auch besser oder schlechter laufen kann. Und das wird in dem Finanztipartikel auch dargelegt.

    Danke für die bisherigen Antworten.


    Es widerstrebt mir, dass die 25% "Sicherheitsanteil" aktuell auf dem Tagesgeldkonto unter 0,31% an Zinsen bringen.
    Ich möchte mein Geld in o.g. ETF die nächsten 10-15 Jahre dort belassen, wäre es denn in diesem Fall keine gute Idee mit Ausnahme von 20-30.000 EUR auf dem Tagesgeldkonto auch den Rest meines Gesparten ebenfalls in diesem ETF anzulegen ? Es ist ja nicht so, dass ich an das Geld aus dem ETF nicht "rankomme" sondern lediglich das Risiko laufe, eine höhere Summe zu benötigen, wenn der Fond gerade schlecht steht . Unter "schlecht" würde ich verstehen, verglichen mit den schäbigen 0,31% pro Jahr auf das Tagesgeld, was ziemlich unwahrscheinlich eintreten dürfte.

    Sicherheit bringt nun einmal keine Rendite.
    Warum wolltest Du denn überhaupt einen Sicherheitsbaustein, wenn Du eigentlich bereit bist, das volle Aktienmarktrisiko zu tragen?


    Mache Dir klar, dass es auf das Chancen-Risiko-Verhältnis der Gesamtanlage ankommt und nur eines Teils davon.

    Grob überschlagen ist der S&P 500 von 1929 bis 1932 um ca. 70% zurückgegangen. Das ist zwar in US-Dollar gerechnet, dürfte hier aber egal sein, da es ja nur darum geht, zu zeigen, was so alles möglich ist.


    Im Grunde genommen gibt es zwei Denkschulen:


    Die Fundamentalisten meinen, dass Aktien und ganze Aktienmärkte manchmal zu teuer und manchmal zu billig sind. Das glauben sie anhand bestimmten Kennzahlen wie KGV, KBV, Shiller-PE usw. erkennen bzw. einschätzen zu können. Man muss dann nur tief in die Materie einsteigen und sich alle relevanten Informationen heranziehen, um die aktuellen Bewertungen einschätzen zu können.
    Wenn man daran glaubt, ist zumindest der US-Aktienmarkt zur Zeit sehr überbewertet, der Rest der Welt aber nicht unbedingt.


    Die Effizienztheoretiker meinen, dass aufgrund des oben beschriebenen Verhaltens bereits alle öffentlich verfügbaren Informationen in den aktuellen Kursen eingepreist sind, so dass diese die Meinung der Fundamentalisten stets recht gut widerspiegeln. Sie gehen davon aus, dass sie nicht mehr wissen können und sind daher bereit stets und immer in den Gesamtmarkt zu investieren.
    Einen substanziellen Vorteil könnte man demnach nur dann erzielen, wenn man Insiderkenntnisse hat, die nicht öffentlich verfügbar sind.


    Jetzt kann man sich überlegen, wozu man neigt, und was die Thesen von Herrn Dr. Krall und Co. dann jeweils für eine Bedeutung haben.


    Folgt man der Markteffizienzhypothese müsste schon etwas sehr schlimmes und völlig unerwartetes passieren, damit es zu einem Einbruch von 70% kommt. Und klar kann das passieren. Zur Zeit scheint der Markt aber nicht an die Thesen des Herrn Dr. Krall zu glauben, sonst wäre es schon passiert.
    20-30% Rückgang sind aber jederzeit drin.



    ...


    Soweit: So klar. Aber wäre es dann nicht so, dass eine "Nach-Krisen-Erholung" diesmal auf ein niedrigeres Niveau führen müsste, weil die aktuellen Preise zu einem Gutteil aus "Alternativlosigkeit" gespeist wurden?

    Mit "Alternativlosigkeit" meinst Du wohl das geringe Zinsniveau?! Dies muss immer im Zusammenhang mit der Inflationsrate gesehen werden. Und die aktuell niedrige Inflationsrate im Euroraum ist ja gerade einer der Hauptgründe für die niedrigen Zinsen.
    Dass die realen Zinsen (nach Abzug der Inflation) negativ sind, ist eigentlich ein Normalzustand, denn für sehr risikoarme Geldanlagen gibt es nun einmal nichts. Es kann aber sein, dass auch die realen Zinsen auf einen vergleichsweise niedrigen Niveau liegen.
    Und wie sich die Zinsen in Zukunft entwickeln weiß auch niemand. Auch hier könnte die Markteffizienzhypothese gelten. Früher glaube man, dass bei Null Schluss ist. Das hat sich nicht bewahrheitet. Nun glaubt man, dass die Kosten für die Bargeldhaltung die Zinsen nach unten begrenzen. Warten wir`s ab.


    Es bleibt riskant. Nach einem größeren Kursrückgang bleibt es aber genauso riskant.
    Wer Angst hat, sollte halt nicht soviel investieren. Einfach das Risiko nach den eigenen Bedürfnissen einstellen, indem man die Aktienquote entsprechend verringert.
    Aber ganz ohne Risiko geht es nicht.

    Hallo zusammen,


    Ich habe einen Kredit mit 0,99 % Zinsen für ein Kauf eines Eigenheims aufgenommen. Ich weiß die Frage wurde des öfteren gestellt aber immer war der Zinssatz höher... Macht es Sinn in dieser Konstellation das überschüssige Geld anzulegen oder das Geld in die Sondertilgung reinzustecken.


    Danke schon mal für eure Antworten

    Wenn Dein Eigenheim abbezahlt wäre, würdest Du es dann beleihen, um das Geld in den Aktienmarkt zu investieren? Falls ja, dann kannst Du es jetzt auch machen, sonst nicht.


    Was passiert, wenn das Darlehen ausläuft, Du nachfinanzieren musst, und der Zinssatz steht dann bei 6%, und gleichzeitig sind die Aktienkurse im Keller.
    Hast Du dafür einen Plan?




    ...Wenn z.B: ETF-Sparen als Altersvorsorge als investieren angesehen wird, dann sehe ich das schon wieder etwas differenzierter.

    Wenn man es noch differenzierter sehen will, sollte man das Tilgen von Schulden auch als Altersvorsorge ansehen.