Beiträge von Babs

    Es gibt noch einen wichtigen Aspekt, der bisher noch nicht genannt wurde: Wenn man eine kleine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung neben seinem Rentenanspruch aus dem Versorgungswerk erhält, kann man in der Rente in die Krankenversicherung der Rentner der gestzlichen Krankenversicherung. Damit ist man sogenanntes Pflichtmitglied der GKV und zahlt nur auf seine Renten und ggf. zusätzliches Arbeitseinkommen Krankenversicherungsbeiträge. Erhält man nur eine Rente aus einem berufsständischen Versorgungswerk ist man immer freiwilliges Mitglied der GKV und muss von jeglichem Einkommen Krankenversicherungsbeiträge bezahlen, also auch auf Kapitaleinkünfte, Mieteinnahmen etc. Gilt natürlich nur für gestzlich Krankenversicherte, für privat Krankenversicherte hat das keine Auswirkungen, aber für gesetzlich Krankenversicherte kannn die kleine Zusatzrente aus der RV dann grosse Auswirkungen haben.

    Habe seit Mai 2017 die Santander 1 plus Visa KK mit Partnerkarte für meine Tochter, die ein Auslanssemester in Brasilien absolviert. Wir sind bestens zufrieden mit der KK, insbesondere die fehlenden Fremdwährungsgebühren auch im außereuropäischen Ausland sind super. Meine Tochter ist in Brasilien aus Sicherheitsgründen fast nur mit Uber unterwegs, einmal über die APP mit der KK angemeldet, wird jede Fahrt dann automatisch über die KK abgerechnet. Es kommen monatlich so eine Menge Buchungen zusammen. Auch kann sie bei Automaten der Banco do Brasil immer kostenfrei abheben, es gibt auch reichlich Santanderbanken in Brasilien, interessanterweise verlangen die teilweise Gebühren fürs Geldabhebben. Die anderen Nachteile der KK mit nicht 100% Tilgungsvoreinstellung kann ich gut verschmerzen, bei genug Eigendisziplin kann man selbst rechtzeitig das Saldo ausgleichen bzw. durch vorheriges Einzahlen garnicht erst ins Minus gelangen. Für Auslandsstudenten finde ich diese KK super, keine Kosten, gute Bargeldversorgung und Akzeptanz, kein Konto im Ausland nötig. Inzwischen wird die KK wohl auch direkt für Studenten bewilligt, als wir sie beantragt haben war dies noch nicht möglich, da war die Partnerkarte die ideale Lösung.

    Hallo Bacchus,


    dieselben Überlegungen stelle ich zur Zeit auch an, ich habe als mittelbar Begünstigte bisher nur wenig in meinem Riesterfondssparplan bei der Union (Riesterprofirente) angespart, die Kinderzulagen flossen in den Vertrag meines Ehemanns, er wird auf jeden Fall eine lebenslange Rentenzahlung erhalten. Mein Vertrag würde jedoch ausbezahlt werden, da ich unter die Kleinstbetragsrente fallen werde. Wenn ich dann keinen Riestervertrag mehr hätte und in meinem Alter auch keinen neuen Vertrag mehr abschliessen könnte, und mein Mann vor mir versterben sollte, müsste ich alle Zulagen und Steuervergünstigungen aus seinem Vertrag zurückzahlen, also jahrelange Sparanstrengungen quasi für die Katz, denn nur die Eigenbeiträge zurück, das verstehe ich nicht unter Vererbbarkeit der Riesterrente. Ich überlege mir daher, ob ich nicht durch freiwillige ungeförderte Zusatzeinzahlungen soviel einzahle, dass ich über diese Kleinstbetragsrente hinaus komme und nichtmehr abgefunden werde. Die Frage ist, ob dies bei dem Vertrag Ihrer Frau auch möglich wäre, die zweite Frage ist, wieviel man einzahlen muss um eben über diese Grenze zu kommen. Erkundigen Sie sich doch bei Ihrem Riesteranbieter ob dies möglich ist, ich denke das Geld wäre uU. sinnvoll investiert.


    Mit freundlichen Grüßen Babs