Beiträge von erdnuss

    Ich meine, dass der Kontoinhaber nicht ausschlaggebend ist. Siehe Rdnr. 51 bzw. Seite 17:

    https://www.steuerportal-mv.de/static/Regierungsportal/Finanzministerium/Steuerportal/Dateien/Downloads/Anwendungsschreiben_zu_35a_EStG%2C_09.11.2016.pdf

    Je nach Höhe der Rechnungen und Wert eventuell vorheriger Schenkungen könnte es Nachfragen geben, möglicherweise gibt es noch weitere Stolpersteine. Falls nötig sollte man sich dazu fachkundigen Rat einholen.


    Die weiteren Voraussetzungen für einen Abzug von Handwerkerrechnungen kann man z.B. hier nachlesen:

    https://www.finanztip.de/handwerkerkosten/

    Zum Glück kann ich auch problemlos aus dem Homeoffice arbeiten, so dass ich mich schon mal für ein paar Tage bei meiner Mutter in meinem alten Kinderzimmer einquartiert habe.

    Super. Das habe ich ähnlich gemacht und ist bestimmt sehr hilfreich.:thumbup:


    Banken nehmen i.d.R. gerne einen Erbschein, ist wohl rechtlich sicherer für sie. Einen Anspruch darauf haben sie m.W. nicht!

    Stimmt, die Banken dürfen nicht pauschal einen Erbschein verlangen, wenn z.B. ein Testament vorliegt. Ohne Testament kann es schwierig werden.


    M.W. nach ersetzt ein notarielles Testament dann auch den Erbschein bzw. ist gleichwertig.

    Tatsächlich, für Immobilien gibt es eine Ausnahme (https://www.gesetze-im-internet.de/gbo/__35.html), wenn das notarielle Testament mit Niederschrift der Eröffnung vorgelegt wird. Die Ausnahme kannte ich noch gar nicht, vielen Dank für den Hinweis. :)


    Die Bank benötigt lt. Ihrer Aussage keinen Erbschein für meinen Vater, da meine Eltern nur ein Gemeinschaftskonto hatten. Das wird jetzt einfach auf meine Mutter umgeschrieben.

    Meine Eltern hatten auch ein Gemeinschaftskonto, das Umschreiben auf meine Mutter lief ohne Probleme und auch ohne Erbschein.


    Wir haben somit alles ohne Erbschein erledigen können, allerdings waren keine Immobilien (mehr) im Erbe.

    Erstmal mein herzliches Beileid. Ich kenne die Situation, ich habe beim Tod meines Vaters (tlw. mit meinen Geschwistern) meiner Mutter natürlich auch entsprechend unterstützt.

    Vom vorhandenen Bargeld gehören schon mal 50% meiner Mutter. Von dem 50% Anteil meines Vaters erbt meine Mutter 50% und wir Kinder je 1/3 (16,67%)

    Ist das so richtig?

    M.W. richtig, wobei sich das Erbe auf das gesamte Eigentum des Vaters bezieht. Die Mutter erhält aber der Hausrat vorab (https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1932.html).


    Wie sieht es nun mit der Immobilie aus?

    Ein Zugewinnausgleich erfolgt bei Tod eines Ehegatten m.W. ausschließlich in der Form, dass der Erbteil des überlebenden Ehegatten einen pauschalen (ggf. zusätzlichen) Erbteil erhält (https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1371.html)

    Die Immobilie oder ein Ausgleich dafür sollte nach meiner Laienmeinung also nicht in das Erbe fallen, da der sonst vorgesehene Zugewinnausgleich gar nicht stattfindet ( https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1372.html)


    Voraussetzung ist natürlich, dass keine andere (ehevertragliche) Regelung besteht.


    Benötigt man überhaupt einen Erbschein?

    Wenn niemand einen Erbschein verlangt, dann nicht. Meistens fordern Banken einen Erbschein bei laufenden Krediten u.ä.. Gemeinschaftskonten sind üblicherweise kein Problem.

    Bei Immobilien wird m.W. ein Erbschein unbedingt benötigt.

    Soweit ich weiß werden die Erwerbe innerhalb von 10 Jahren bei der Erbschaft/Schenkungsteuer mit dem vollem Wert zusammengerechnet.

    § 14 Berücksichtigung früherer Erwerbe

    (1) Mehrere innerhalb von zehn Jahren von derselben Person anfallende Vermögensvorteile werden in der Weise zusammengerechnet, daß dem letzten Erwerb die früheren Erwerbe nach ihrem früheren Wert zugerechnet werden.

    Da der Nießbrauch vom Erwerb abgezogen werden muss und nicht vererblich ist (§1059 BGB), wäre das der verbleibende steuerliche Vorteil. Eventuelle Wertveränderungen nach der Schenkung werden ebenso nicht berücksichtigt.


    PS: Bei einer Schenkung von Immobilien immer an andere Pflichtteilsberechtigte denken... Nießbrauch und ähnliche Rechte können den Beginn der Frist für den Pflichtteilsergänzungsanspruch hemmen.

    Da sich die gesetzlichen Regelungen zum Abzug für Vorsorgeaufwendungen im Laufe der Jahre geändert haben, müsste man sich das theoretisch genau ansehen. Bedeutet, mit den konkreten Daten und dem konkreten Jahr - das ist Arbeit für einen Steuerberater.


    Im Allgemeinen waren die tatsächlichen Vorsorgeaufwendungen nur teilweise abziehbar. Wenn der teilweise Abzug günstiger war als die Vorsorgepauschale, müsste eigentlich der höhere Betrag abgzogen werden. Die Berechnung der abziehbaren Vorsorgeaufwendungen sollte auf dem Steuerbescheid dargestellt sein.


    Praktisch sind die Bescheide aus früheren Jahren meistens ohnehin bestandskräftig und daher nur unter bestimmten, gesetzlichen Gründen änderbar. Wenn kein gesetzlicher Änderungsgrund auf der Hand liegt und kein anderer Anlass zum Nachsehen besteht, wäre es mir persönlich den Aufwand nicht wert, die Bescheide nachzuprüfen und die jeweilige alte Rechtslage zu studieren bzw. einen Steuerberater damit zu beauftragen. Aber das muss jeder für sich entscheiden.


    Zur möglichen Doppelbesteuerung von Renten gibt es verschiedene Informationsseiten, zum Beispiel https://www.steuertipps.de/alt…-renten-doppelbesteuerung

    So ganz klar scheinen mir der Nachweis einer Doppelbesteuerung und deren Folgen noch nicht zu sein. Wäre ich Rentner, würde ich die Entwicklungen im Auge behalten.

    Vorweg: Ich war auch nicht an der Gesetzgebung beteiligt, sondern versuche nur etwas zur Erläuterung beizutragen.


    Wer keine steuerfreien Leistungen für seine Rente erhält, soll 90% seiner Vorsorgeaufwendungen absetzen und damit sein Einkommen um den entsprechenden Betrag senken können.


    Bei Arbeitnehmern ist der Arbeitgeberanteil zur Rente steuerfrei, d.h. das Einkommen bereits um diesen Anteil entlastet. Um auf insgesamt 90% Abzug zu kommen, berechnet man die Summe der Vorsorgeaufwendungen (=mit Arbeitgeberanteil), nimmt 90% davon, und zieht den Arbeitgeberanteil als bereits steuerfrei wieder ab. Das Ergebnis ist dann der restliche absetzbare Betrag und ergibt in Summe 90% der gesamten Vorsorgeaufwendungen. Genauso wie im Ursprungsbeitrag als aktuelle Methode dargestellt.


    Darüber kann man natürlich unterschiedlicher Meinung sein.

    Ab 2025 ist das Rechnen aber endlich erledigt, dann sind 100% Abzug erreicht - ggf. sogar früher (habe die entsprechende Diskussion aber nicht verfolgt).

    Die aktuellen Gebühren sind auf der verlinkten Finanztip-Seite zu finden. Ich habe noch einen älteren Vertrag mit anderen Bedingungen.


    Worauf man aus meiner Sicht achten sollte, wenn man nicht ohnehin bei finvesto ist: Möglichst keinen ausschüttenden Fonds nehmen und die Depotgebühr vom Girokonto einziehen lassen.


    Die Depotgebühr wird normalerweise über den Verkauf von Anteilen finanziert. Man kann aber einen Vordruck ausfüllen, dass die Gebühr vom Girokonto eingezogen wird. Letzteres halte ich für sinnvoller.


    Bei ausschüttenden Fonds hat man durch die automatische Wiederanlage weitere Fondsteile im Depot. Diese sind aber keine VL-Anteile, deswegen kann zusätzlich die Gebühr für ein normales Depot fällig werden. Keine großen Summen, aber unnötig. Gleiches passiert nach der Sperrfrist.


    Wobei für beide Aussagen die Einschränkung gilt, dass die für meinen alten Vertrag gelten. Muss heute nicht mehr zwingend so sein.

    Hinweis: Hier schreiben interessierte Laien, für eine juristisch fundierte Beratung bitte einen Rechtsanwalt aufsuchen.


    Die von der Bank berechneten Verwahrentgelte sind nach meinem Verständnis keine "durchgereichten" Gebühren Dritter, daher ist die Bank nicht gezwungen evtl. Freibeträge weiterzugeben. Ähnlich funktioniert es ja auch umgekehrt, einen Kredit bekommt man bei der Bank auch nicht zum Selbstkostenpreis.


    Meist ist es einfacher zu prüfen, ob das Verwahrentgelt überhaupt wirksam vereinbart wurde:

    https://www.verbraucherzentral…etzt-wissen-muessen-64023


    Noch einfacher ist eine Abstimmung mit den Füßen - soll heißen: Bank wechseln.

    Nach meiner laienhaften Kenntnis ist die GbR eine (eigene) Unternehmerin und hat mit deinem Umsatz demzufolge nichts zu tun.

    (1) 1Natürliche und juristische Personen sowie Personenzusammenschlüsse können Unternehmer sein.

    Du würdest ja Deine Umsätze als Beraterin nicht in der Umsatzsteueranmeldung der GbR eintragen. :)


    Wenn Du erstmalig als Beraterin tätig wirst, solltest Du diese Tätigkeit dem Finanzamt mitteilen (https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__138.html), wenn es eine freiberufliche Tätigkeit ist. Wenn es eine gewerbliche Tätigkeit ist, brauchst Du eine Gewerbeanmeldung.

    In beiden Fällen bekommst Du meines Wissens anschließend einen Fragebogen, wo Du die Kleinunternehmerregelung beantragen kannst.


    Für verbindliche Auskünfte/Beratung bitte einen Steuerberater aufsuchen. Und/oder die diversen Existenzgründer-Webseiten lesen, die können auch hilfreiche Tipps liefern, z.B. Aufbewahrungspflichten usw.

    Hinweis: Hier schreiben interessierte Laien, für eine verbindliche Beratung bitte einen Steuerberater aufsuchen. Empfielt sich auch für evtl. Klagen vorm Finanzgericht, wobei dort natürlich noch kein Vertretungszwang herrscht (erst beim Bundesfinanzhof).


    Nach meinem Verständnis besteht ein Wahlrecht zwischen Arbeitszimmer und Homeofficepauschale, aber es darf nicht "gemischt" werden.


    Ich kann also entweder ein steuerliches Arbeitszimmer abziehen, wenn ich eines habe, oder die Homeofficepauschale für die Tage im Homeoffice geltend machen.


    Die Homeofficepauschale könnte ich auch geltend machen, wenn ich ein steuerliches Arbeitszimmer hätte, das Arbeitszimmer aber in meiner Steuererklärung nicht ansetze (weil es sich nicht lohnt o.ä.).


    Beispiel:

    Arbeitszimmer vorhanden ab Dezember 2021, davor kein Arbeitszimmer

    60 Tage Homeoffice Anfang 2021, 60 Tage Ende 2021 (davon 15 Tage im Dezember)


    Ich könnte nach meiner Meinung in diesem Fall wählen, ob ich die Homeofficepauschale für 120 Tage (=Maximum von 600 Euro) oder nur das Arbeitszimmer im Dezember geltend mache.


    Für alles Weitere (Umzug, Umbau) findet sich nichts Konkretes im Gesetz und ich finde keine Verwaltungsanweisungen o.ä. dazu. Daher wird der Werbungskostenabzug vom Finanzamt vermutlich nicht zugelassen werden. Dagegen muss man dann vorgehen, wenn man das für nicht rechmäßig hält.