Beiträge von erdnuss

    Moin,

    wie Pantoffelheld schon schrieb wird die Alternative b) häufig vertreten.


    Ich bin mit einem (für mich) größeren Betrag gegen Ende 2007 eingestiegen, also kurz vor der Finanzkrise ab 2008. Weil ich mich mit dem Einstieg in 2007 "wohl gefühlt" habe, bin ich in 2008 mit den Folgen gut zurecht gekommen. Es war halt so - und der investierte Betrag sollte sowieso mehr als 10 Jahre angelegt bleiben. Stand heute bin ich zufrieden mit der Entwicklung.


    Ich glaube (vermutlich auch wegen dieser Erfahrung), dass man Entscheidungen einfacher durchhält, wenn man sich damit "wohl fühlt".


    Nur von der Alternative c würde ich eher abraten. Denn da besteht die Möglichkeit, dass Du ewig wartest. Wie stark welche Kurse sinken müssen, damit es als "Rücksetzer" zählt, wann es so weit sein wird und wann dieser "Rücksetzer" zu Ende ist, das weiß nämlich niemand so genau.


    Grüße

    erdnuss

    Moin,

    ich hab keine Erfahrung mit Insolvenz, möchte in dem Zusammenhang nur die jährliche kostenlose Auskunft erwähnen (von der Schufa "Datenkopie" genannt). Wann die Insolvenz aus der Schufa getilgt sein solle, müsste ja bekannt sein. Dementsprechend kann man seine Auskunftsverlangen ja planen.

    Siehe https://www.meineschufa.de/index.php?site=11_3

    Ob sich der kostenpflichtige Zugang lohnt oder nicht, das ist natürlich von der eigenen Situation und Vorlieben abhängig.

    Moin,


    beim DAX, der in den Medien präsent ist, werden Dividenden reinvestiert (wird auch schon mal "DAX-Performanceindex" genannt). Ein nicht ausschüttender, also thesaurierender ETF sollte diese Kursentwicklung ungefähr abbilden.


    Der ETF901 ist aber ausschüttend, daher dürfte die Kursentwicklung eher dem DAX-Kursindex entsprechen. Der Höchststand beim Kursindex ist noch(?) nicht erreicht.


    Hier hat man z.B. beide Indizes (Performance- und Kursindex) mal übereinander gelegt:

    https://www.boerse.de/anleger-…erformance-dax-kurs-index


    Den DAX30 finde ich auch nicht so attraktiv für einen Sparplan. Von Finanztip wird auch ein ETF auf den MSCI World empfohlen https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/dax/


    Viele Grüße

    erdnuss

    Im Finanztip Newsletter vom 11.12.2020 wurde etwas dazu geschrieben:

    Zitat

    Für das jederzeit verfügbare Polster solltest Du natürlich ein Tagesgeldkonto haben. Vielen Moneyou-Kunden gefielen die Unterkonten dort. Also ein Login, aber mehrere Schubladen (das Thema wird auch im Finanztip-Forum diskutiert). Damit Du zum Beispiel zwischen dem Notgroschen, einem Konto fürs Auto und einem für „Spaßgeld“ unterscheiden kannst.

    Diese Möglichkeit bieten zum Beispiel auch Rabodirect (Tagesgeld mit drei Unterkonten, derzeit 0,1 Prozent Zinsen pro Jahr), N26 (zwei „Spaces“ zum kostenlosen Girokonto) oder Vivid Money (zehn Unterkonten mit eigenen IBANs in Kooperation mit der Solaris Bank).

    Du kannst natürlich auch Tagesgeldkonten bei mehreren Banken eröffnen. Das ist ebenfalls kostenlos möglich.

    Ich hatte mich vorher schon für einen anderes Tagesgeldkonto entschieden, daher kann ich leider keine Erfahrungen berichten.

    Wenn eine Bank aufgrund eines Katastrophenfalls die Auszahlung verweigert würde ich als Verbraucher auch erwarten, dass die abstrakte Möglichkeit der Auszahlung des Guthabens durch die Bank auch von dem Katastrophenfall wesentlich beeinflusst ist. Ansonsten könnte ein beliebiger Katastrophenfall irgendwo auf dem Globus die Auszahlung des Guthabens ausschließen oder verzögern.


    Ohne einen wesentlichen Einfluss des Katastrophenfalls auf eine Auszahlung wäre es -nach meiner Meinung- eine Einschänkung der Auszahlungsverpflichtung der Bank, mit der ein Verbraucher nicht rechnen muss oder den Verbraucher unangemessen benachteiligt (s. 305c, 308ffBGB). Liquiditätsprobleme sollte die Einlagensicherung auffangen, wenn diese noch dazu in der Lage ist.


    So ernst die aktuelle Situation in Heinsberg und dem Rest der BRD und der Welt auch ist, nach meiner Meinung müsste die Bank belegeen, warum dieser Katastrophenfall die unbare(!) Auszahlung unmöglich macht.


    Wenn die Bank das Guthaben nicht auszahlt, ist es natürlich trotzdem eine schwierige Situation. Unabhängig davon, ob die Auszahlung rechtmäßig verweigert wird oder nicht, das Geld fehlt. :(



    -Just my two cents, bin juristischer Laie-


    Von größeren Bargeldbeständen unter dem sprichtwörtlichen Kopfkissen halte ich persönlich auch nicht so viel. Bisher konnte man mich nicht davon überzeugen, dass Bargeld "sicherer" ist.


    viele Grüße, bleibt gesund
    erdnuss

    Die Angaben kann man im Menü Verwaltung->Stammdaten/MiFID II Angaben ändern.
    Normalerweise gibt es aber eine Möglichkeit, die Order doch abzusenden. Trotz fehlender Erfahrung.


    Will man mich warnen, dass ETF kaufen risikobehaftet ist?

    Im Grunde genommen: Ja. Die Börse kennt sowohl die Aufwärts- als auch die Abwärtsrichtung. Das kann man in der Wertentwicklung des ETFs immer ganz gut nachvollziehen.


    Für den MSCI World hat finanztip die "schlimmsten" Phasen aus der Vergangenheit mal zusammengestellt: https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/msci-world/#c26991


    Bei einer langfristigen Anlage war das Risiko in der Vergangenheit demnach praktisch nie ein Problem.
    Aber die Zukunft kennt natürlich keiner. ?(

    Hallo @jun,


    bei Onvista muss man zuerst Geld auf das Onvista-Konto überweisen. Also Fall A. :)
    In meinen Depoteröffnungsunterlagen ist auch keine Ermächtigung zum Lastschrifteinzug vorhanden, und so eine Ermächtigung wäre ja eine Voraussetzung für den Fall B.


    Falls keine Kreditlinie vereinbart ist, dürfte das Onvista-Konto auch nicht überzogen werden können. Das habe ich aber noch nie probiert, ob und wann eine Order abgewiesen würde.


    Vom Onvista-Konto kann das Guthaben nur an das "verbundene" Girokonto zurück überwiesen werden. Das ist auch die einzige Funktion, die das "verbundene" Girokonto hat, es ist das Gegenkonto für alle Rücküberweisungen.
    Die Überweisung auf das Onvista-Konto muss nicht zwingend vom "verbundenen" Girokonto erfolgen. Ich habe schon von meinem zweiten Girokonto auf das Onvista-Konto überwiesen, der Betrag wurde bei Onvista ganz normal gutgeschrieben. Ob eine Überweisung auch von einem fremden Konto aus funktioniert, das nicht auf den gleichen Namen läuft, weiß ich leider nicht.


    viele Grüße
    erdnuss

    Meine Meinung als interessierter Laie....


    Nach meiner Meinung legt Artikel 12 der DS-GVO fest, dass Auskünfte nach Artikel 15 grundsätzlich innerhalb eines Monats erteilt werden müssen. Wenn die Schufa eine Fristverlängerung in Anspruch nehmen möchte, muss auch das nach dem Artikel 12 innerhalb eines Monats mitgeteilt werden. Nach einem Monat sollte also spätestens irgendeine Antwort vorliegen.


    Im Zweifel muss man vermutlich den Zugang der Auskunftsanforderung beweisen, was schwierig sein wird. Oder gibt es schon Urteile zur Beweislast?


    Ich persönlich würde ein paar Tage vergehen lassen, bis die Monatsfrist um mindestens eine Woche überschritten ist (wegen Postlaufzeiten usw.). Danach schriftlich an die Beantwortung erinnern, auf die Frist gemäß Artikel 12 der DS-GVO aufmerksam machen und das ursprünglich versendete Auskunftsverlangen als Kopie beifügen.
    Selbst wenn das ursprüngliche Auskunftsverlangen auf dem Postweg verloren gegangen ist: Die Schufa sollte nach meiner Meinung spätestens das Erinnerungsschreiben in ein Auskunftsverlangen umdeuten und fristgemäß innerhalb eines Monats beantworten. Ob man das Erinnerungsschreiben als Einschreiben schickt, ist eine persönliche Entscheidung...


    viele Grüße
    erdnuss

    Vielen Dank @Anika S.
    Interessant finde ich diese Frage/Antwort aus den FAQ (vor allem für Mikel) :


    Ich habe einen Betrag von EUR 100.000 angelegt. Inklusive der Zinserträge liegt mein zu kompensierender Betrag damit über dem Maximalbetrag von EUR 100.000. Habe ich also einen Ausfall zu verzeichnen?


    Sollten Sie EUR 100 Tsd. bei der Versobank angelegt haben, so halten wir Sie in Absprache mit KPMG Baltics in Bezug auf eventuelle Forderungsansprüche auf Ihre angesparten Zinsen auf dem Laufenden. Sofern Sie in diesem Rahmen weitere direkte E-Mails und Anfragen von KPMG Baltics in den kommenden Tagen erhalten, stehen wir Ihnen selbstverständlich weiterhin zur Seite.


    Ich verstehe das so: Es gibt 100.000 aus der Einlagensicherung, das geht schnell und innerhalb der gesetzlichen Frist. Der Rest wird aus dem eventuellen übrig bleibenden Liquidationserlös bezahlt.


    Die Bank war scheinbar auch nicht zahlungsunfähig, sie hat aber lange Zeit gegen Gesetze verstoßen und wird deswegen geschlossen (hatte ich zuerst anders verstanden).
    https://www.finanzen.net/nachr…wegen-geldwaesche-6056308
    Damit ist aber noch nicht gesagt, dass noch ausreichende Mittel für die 100%ige Auszahlung vorhanden wären.



    über meinen Fall werde ich sicher nach Abschluß der Rückzahlungsmodalitäten berichten.

    Super, vielen Dank!


    erdnuss

    Bei einer Bank innerhalb der EU sollten nach meinem Verständnis die Zinsen von der Einlagensicherung anteilig mit ausgezahlt werden, da die Richtlinie der EU verbindlich ist.
    Die jeweilige Grenze der Einlagensicherung kann man in den "Informationsbogen für Einleger" nachlesen - die 100.000-Euro-Grenze gilt meines Wissens nur in Ländern, in welchen der Euro die Landeswährung ist. Z.B. hat GB andere Grenzen.


    Alleine das Vorhandensein einer Einlagensicherung ist aber auch nicht alles:
    https://www.finanztip.de/sichere-banken/


    Einzelne Artikel zu speziell zu ein paar entsprechenden Anbietern:
    https://www.finanztip.de/festgeld/savedo-festgeld/
    https://www.finanztip.de/festgeld/zinspilot/
    https://www.finanztip.de/festgeld/weltsparen/



    Unser Kenntnisstand und die Aussage von Savedo ist, dass der Betrag inklusive der aufgelaufenen Zinsen erstattet wird.

    Darf ich aus Neugier wissen, ob die Aussage irgendwo im Wortlaut nachzulesen ist @Anika S.? @Mikel hat ja eine gegenteilige Aussage erhalten.
    Bin nicht persönlich betroffen, aber interessiert.


    viele Grüße
    erdnuss

    Hallo,


    wann wurde denn die Zahlungsunfähigkeit festgestellt?
    Die Zinsen bis zu diesem Tag müsste die Einlagensicherung eigentlich auch auszahlen, auch wenn die Zinsen noch nicht gutgeschrieben wurden.

    [...]
    Artikel 7
    [...]
    (7) Einlagenzinsen, die bis zu dem Tag, an dem eine einschlägige Verwaltungsbehörde die Feststellung nach Artikel 2 Absatz 1 Nummer 8 Buchstabe a trifft oder ein Gericht die Entscheidung nach Artikel 2 Absatz 1 Nummer 8 Buchstabe b fällt, aufgelaufen, zu diesem Tag aber noch nicht gutgeschrieben sind, werden vom Einlagensicherungssystem erstattet. Die in Artikel 6 Absatz 1 genannte Obergrenze wird nicht überschritten.

    Oder verstehe ich die EU-Richtlinie falsch?
    Das EU-Recht finde ich häufig etwas schwierig zu verstehen.


    viele Grüße
    erdnuss

    oder macht es Sinn, vorher zu verkaufen (auch wenn man eigentlich ein Langfrist-Investment vorgesehen hat). Mein Freistellungsauftrag ist leider schon aufgebraucht...


    Hallo @Beuteschema,


    ich persönlich glaube, dass sich der sofortige Verkauf des "alten" ETF zur Investition in den "neuen" ETF aus rein steuerlicher Sicht vermutlich nicht lohnen wird. Das ist aber von vielen Details abhängig, ein paar beachtenswerte davon versuche ich mal hier aufzuzählen. Hoffentlich kann jemand aus dem Forum noch Weiteres beisteuern und/oder falsche oder missverständliche Aussagen korrigieren kann. :)


    - Beim sofortigen Verkauf des "alten" ETF wären die Steuern auf den aktuellen Gewinn schon heute fällig und auch evtl. Kauf- und Verkaufsgebühren sind heute zu bezahlen. Das Investment in den "neuen" ETF wäre um Steuern und Gebühren vermindert. Das muss der "neue" ETF aufholen.
    - Davon abzurechnen ist die steuerlich eventuell geringere Belastung des Gewinns im Rentenalter. Weil die aber nur schwer vorherzusagen ist, gibt es einen gewissen Unsicherheitsfaktor - meiner Meinung nach: Je weiter das Rentenalter entfernt liegt, desto größer die entsprechende Unsicherheit.


    - Wenn der "alte" ETF höhere Ausschüttungen vornimmt als die gesetzliche Vorabpauschale für den "neuen" ETF, dann fallen vergleichsweise höhere Steuern an. Ansonsten sollte die Höhe der Abgeltungsteuer identisch oder geringer sein, wenn man einen verbrauchten Freibetrag unterstellt.


    - Schwierig einzuschätzen ist natürlich der "entgangene Gewinn", falls die Ausschüttungen nicht oder zeitverzögert oder nur mit zusätzlichen Gebühren in den "alten" ETF reinvestiert werden können und/oder die Performance bei dem neuen ETF zukünftig besser sein wird. Ich weiß aber nicht, wie man das heute schon realistisch abmessen kann.


    - Bei den Kauf- und Verkaufsgebühren muss vermutlich jeder selber einschätzen, ob diese bei seinem Broker zukünftig sinken, steigen oder konstant bleiben werden.


    - Sollte sich in den nächsten Jahren an der steuerlichen Situation etwas ändern, z.B. Wegfall der Abgeltungsteuer oder höhere Provision-, so könnte der "alte" ETF immer noch verkauft und in den "neuen" ETF umgeschichtet werden. Normalerweise(!) gibt bei diesen Änderungen immer eine Frist, in welcher zu den "alten Konditionen" noch verkauft werden kann. Eine Garantie darauf gibt es aber nicht.


    - Gegen das Belassen des "alten" ETF spricht natürlich, dass das Depot unübersichtlicher werden kann. Aus diesem Grund kann natürlich auch handeln, das habe ich auch schon gemacht. Aber dies ist aber eine Entscheidung, die keinen steuerlichen Hintergrund mehr hat. Ich habe solche Verkäufe als rein kosmetische Maßnahme angesehen. Die steuerliche Auswirkung war auch immer sehr gering.


    viele Grüße
    erdnuss

    Hallo,


    ich bekenne hier einfach mal, dass ich den Newsletter lese und dementsprechend abgestimmt habe. :)
    Mit dem Newsletter versuche ich, für mich interessante Infos von Finanztip möglichst nicht zu verpassen. Auf Finanztip kann ja jederzeit ein neuer Artikel erscheinen und ich möchte die Webseite nicht ständig auf neue Inhalte prüfen müssen.


    Von mir aus könnte der Newsletter auch häufiger, aber dafür mit weniger Neuigkeiten erscheinen. Mir persönlich würde es auch ausreichen, wenn es im Newsletter eine aussagekräftige Kurzbeschreibung gäbe und der Artikel dann verlinkt ist (aber bitte ohne "Tracking" im Link).
    Aber das ist nur meine persönliche Meinung dazu.


    viele Grüße
    erdnuss

    Hi,


    ich habe in 2015 eine Auskunft angefordert und einen relevanten Fehler in den gespeicherten Daten bei der Schufa beanstandet.
    Nach der Korrektur der Daten habe ich -ohne Auffoderung- eine "korrigierte" Auskunft erhalten.


    Ich habe das Wort korrigiert in Anführungszeichen gesetzt, da ich natürlich nicht weiß, ob und wie die korrigierten Daten in die Score-Berechnung eingeflossen sind.


    Ob die Schufa heute noch unaufgefordert eine neue Auskunft erteilt, weiß ich leider nicht.


    viele Grüße
    erdnuss