Beiträge von raio

    Hallo,
    die Sache scheint mir recht einfach zu sein. Es gibt da mehrere Möglichkeiten:
    1. Brief Einschreiben Einwurf an diese Typen mit dem Inhalt:
    Sehr geehrte Damen und Herren, Sie haben mit Schreiben vom ... den Betrag von ... wegen eines angeblichen Vertragsverhältnisses eingefordert. Ich bestreite das Bestehen eines solchen Vertrages. Ich fordere Sie auf, mir binnen 10 Tagen die juristisch prüfbaren Vertragsunterlagen zukommen zu lassen. Ich werde sie dann von einem Anwalt, der im Verbraucherrecht versiert ist, prüfen lassen. Weitere Schritte behalte ich mir vor. Mit freundlichem Gruß ---


    2. Gleich mit dem Schreiben dieser Typen zu einem Anwalt gehen. Kostet zwar was, aber der zeigt ihnen, wo der Hammer hängt. ---


    Es ist auffällig, dass hier überwiegend Studenten von dieser unseriösen Firma abgezockt werden; diese jungen Leute haben wenig Erfahrung im Geschäftsleben und lassen sich schnell einschüchtern. Die Geschäftsmethoden dieser "Versicherung" sind missbräuchlich und sittenwidrig, daher nichtig. Wenn man die Versicherung nicht will, ploppen rote Warnfelder auf, wie weiter oben jemand schon dargelegt hat; man wird also genötigt, die Verscherung abzuschließen. Dass dann die Vertragstexte auch noch undeutlich, verkürzt und missverständlich formuliert sind, gehört zum Geschäftsmodell. Bei mir war es so, dass bei Flüge. de eine Buchung ohne diese Versichrung gar nicht möglich war und ein Widerruf war auch nciht möglich, weil der feine Herr von Flüge. de sein Fax-Gerät ausgeschaltet hatte (Widerruf des Fluges ). Er hat aber seine göttliche Strafe erhalten. Ich frage mich nur, warum gegen diese Versicherung die Verbraucherverbände nicht vorgehen. Ich jedenfalls habe meine zuständige Stelle - auch die in Berlin - darauf hingewiesen und nichts passiert. Man ist eben auf sich selbst oder auf dieses tolle Forum angewiesen.

    Ich bin erst heute auf Finanztip aufmerksam geworden, nachdem in meiner Post eine Zahlungsaufforderung besagter Versicherung lag. Da meine Kreditkarte mittlerweile eine andere Nummer hat, konnten die Herrschaften keine Prämie einziehen und haben mich postalisch angeschrieben. Meine erste Reaktion war, im Internet nach Berlin Direkt zu gurgeln und siehe da, Finanztip mit der Community hier erschien als Treffer.
    Ich kann mich nicht erinnern, bei denen eine Versicherung abgeschlossen zu haben. Nur war ich vor über einem Jahr zur Zahnbehandlung in Ungarn und habe einen Flug über das Internet gebucht, d. h., ich wollte. "Flüge.de" ist wohl allen mittlerweile ein Begriff für eigenwillige Geschäftsmethoden. Nun, ich buchte bei Flüge meinen Flug nach Budapest, kam aber gleich darauf, dass etwas nicht stimmte (weiß allerdings nicht mehr, was) und versuchte sofort anschließend einen Widerruf, telefonisch und per Fax. Seltsamerweise ging das nicht, das Telefon sagte immer nur tut - tut tut und das Fax fand auch keinen Anschluss. Langer Rede kurzer Sinn: Es folgte meinerseits eine Strafanzeige wegen Betruges gegen den Inhaber von Flüge. de, die dann wegen des tödlichen Absturzes dieses Geschäftsmannes eingestellt wurde.
    Die meisten hier im Forum jammern über die Methoden dieser Versicherung. Ich denke, da sollte man eher zum Gegenangriff übergehen und über die Verbraucherschutzorganisationen - hier wäre Berlin zuständig - den Herrschaften entweder eine Abmahnung schicken oder eine Klage. Gründe und Rechtsgrundlagen gibt es viele: unterlassene Widerrufserklärung, aufgezwungener Versicherungsvertrag, unlauteres Verhalten etc. Bei einem Internetanbieter, der seinen Kunden auch eine Mitgliedschaft in einem dubiosen Mitgliederclub untergejubelt hatte, hat dann das zuständige Landgericht ein klares Urteil zu Gunsten der Kunden gesprochen, es war damals web. de. Ich habe jetzt in der kurzen Zeit nicht im europäischen Verbraucherrecht nachgesehen, was es da für weitere Möglichkeiten gibt, aber es gibt sie. Auch die Blöd-Zeitung kann eine Hilfe sein (Ironie aus). Entsprechend hat dann vorhin die Versicherung ein entsprechendes Fax von mir bekommen - Dank an das Mitglied weiter oben, das die Nummer ausfindig gemacht hat. Nicht verzagen, die Verbraucherrechte durchsetzen. Leider ist unsere Regierung auch auf diesem Auge blind, da müssten schärfere Strafgesetze her und eine Justiz, die mitmacht. Aber das ist eine andere Geschichte.