Beiträge von Investor

    Falls Du Dich noch an den Herbstcrash 2018 mit finalem Sell Off an Weihnachten erinnerst: Da hatte die Fed die Zinsen Zug um Zug erhöht. Damit wurde der Aktienmarkt unattraktiv und die Kurse brachen ein.

    Ich kann mich noch daran erinnern. Damals hat der Markt m.E. äußerst sensibel reagiert. Obwohl die Ertragslage der meisten Unternehmen damals deutlich besser war als heute, führte die bloße "Zinsangst" zu deutlichen Kursrücksetzern. Man hat damals nicht auf die "inneren Werte" der Unternehmen und ihre Bilanzen geschaut, sondern allein vor dem Hintergrund der finanzmarktpolitischen Großwetterlage verkauft. Dies ist im Übrigen ein Szenario, was mich als bekennenden Value-Investor nicht schreckt, weil ich glaube, dass sich langfristig Qualitätsaktien durchsetzen werden. Insofern waren die Eintrittskurse damals nicht schlecht.


    Demgegenüber herrscht aktuell ein Klima, in dem ich keine Investitionen in Aktien tätigen möchte. Die "Zinsangst" 2018 war doch, rein objektiv betrachtet, ein "Fliegenschiss" gegenüber der Coronakrise mit ihren erheblichen realwirtschaftlichen Auswirkungen. Hatten wir 2018 einen Markt, der sich trotz guter Realwirtschaft übermaßig ängstlich zeigte, haben wir heute eine Situation, wo trotz einer erheblichen objektiven Verschlechterung die Verhältnisse vom Markt deutlich besser bewertet werden als 2018. Dies ist in meinen Augen surreal. Man muss sich auch vor Augen halten, wie früh während der Corona-Krise die Kurse in die Höhe schossen. Während wir im Fernsehen traurige und zutiefst verstörende Bilder mitansehen mussten, wie Corona-Tote in Massengräbern bestattet wurden und in New York die Leichenhallen zur Aufbahrung der Toten nicht mehr ausreichten, so dass Kühllaster herangeschafft werden mussten, wurde an der Börse kräftig gezockt. Meines Erachtens besteht in diesem Klima die Gefahr einer Blasenbildung, die leider auch von den Notenbanken durch ihre Politik der Negativzinsen und Anleihenkäufe befördert wird. Hierdurch wissen die Leute nicht mehr wohin mit ihrem Geld und treiben die Kurse weiter in die Höhe.


    Auch muss man den Effekt bedenken, dass viele Investoren zu Beginn der Corona-Krise ausgestiegen sind und auf niedrigere Kurse gesetzt haben. Entgegen vieler Erwartungen gab es aber keine "Bärenmarktralleye" sondern einen überproportionalen Kursanstieg. Jetzt haben viele Investoren Angst, beim Anstieg nicht mehr dabei zu sein und etwas zu verpassen, weshalb hektisch nachgekauft wird.

    Wir „Kritiker“ sollten im Auge haben, dass sich mündige Erwachsene mit diesen Anteilen befassen. Ich gehe auch stark davon aus, dass sie diese Investments, wenn es sich um klein 3- oder 4-stellige Beträge handelt, nicht ernsthaft als Anlageform betrachten... und, wie im Fall von Investor, sich des Charakters der Beimischung bewusst sind.

    In der Tat sehe ich Genossenschaftsanteile als Beimischung. Ich habe zwar auch Investmentfondsanteile, möchte aber derzeit nicht in Aktien investieren. Ich halte den Markt aktuell für überhitzt. Es leuchtet mir nicht ein, dass trotz der Auswirkungen von Corona der DAX bei über 13.000 Punkten steht. Der Markt neigt aktuell dazu, negative Entwicklungen bewusst auszublenden. Es kann mir keiner erzählen, dass es uns heute wirtschaftlich besser geht als vor 2 oder 3 Jahren. Lufthansa, Tui, die Eventbranche etc. lassen grüßen. Ich hätte mir theoretisch auch vorstellen können, aufgrund der Dividendenrendite Aktien der Allianz oder der Münchener Rück zu kaufen. Allerdings sehe ich bei diesen Aktien ein nicht unbeträchtliches Kursrisiko. So hat die höchstrichterliche Rechtsprechung z.B. bislang nicht entschieden, ob die Versicherungen für Betriebsschließungen in Folge von Corona haften müssen oder nicht. Dies sind erhebliche Kursrisiken. Bei Genossenschaftsanteilen weiß ich hingegen, dass ich ohne die Gefahr von Kursschwankungen den Nennwert in jedem Fall zurückerhalte und zusätzlich noch die Aussicht auf eine attraktive Dividende habe (von dem Szenario einer Pleite der Bank abgesehen, was ich aber für unwahrscheinlich halte, da sich die Geno-Banken gegenseitig stützen). Was ich alternativ auch noch überlegt habe, waren Anleihen von Sparkassen oder Landesbanken. Diese sind aber derzeit ebenfalls überteuert und werden so weit über Pari verkauft, dass die Rendite fast gleich null ist. Insofern halte ich Geno-Anteile für ein interessantes Investment in einem diversifizierten Portfolio !

    Wer Genossenschaftsanteile als Geldanlage sieht, hat den Sinn einer Genossenschaftsbank nicht verstanden.

    Sorry für die harte Aussage, es ist aber meine persönliche Meinung.

    Es gibt ja durchaus VR-Banken, die keine aktive Geschäftsverbindung fordern und passive Investoren akzeptieren. Dies wird im Beitrag von Biallo ja anschaulich geschildert. Sowohl für die Bank, die wachsen möchte und die aufgrund der verschärften Bankenregulierung mehr Eigenkapital benötigt, als auch den passiven Investor ist dies eine Win-Win-Situation. Das Motto von Friedrich Wilhelm Raiffeisen "Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele" gilt auch hier. Wenn ein Investor Kapital bereitstellt, welches die Genossenschaft benötigt und er ihr dadurch eine Ausweitung der Geschäfte ermöglicht, hat er gleichzeitig auch dem Wohl aller Anteilseigner gedient. Insofern sehe ich an einer Investition in eine Genossenschaft nichts Verwerfliches, zumal die Genossenschaft ja nicht gezwungen ist, reine Investoren zu akzeptieren. Und wenn die Genossenschaft vor Zeichnung der Anteile die Eröffnung eines Girokontos verlangt und man als "Eintrittskarte" für die Investitionsmöglichkeit brav seine Kontogebühren zahlt, kann ich ebenfalls hieran nichts Verwerfliches erkennen. Wir haben doch in Deutschland Privatautonomie.

    Mich interessiert, ob es neben der Volksbank Dortmund Nordwest, der Raiffeisenbank Hochtaunus oder der PSD Berlin-Brandenburg (siehe zu allen dreien das Biallo-PDF) noch andere Genossenschaftsbanken gibt, die externe Investoren, also Anleger, die nicht im Geschäftsgebiet wohnen, akzeptieren. Ich würde bei der entsprechenden Bank auch ein kostenpflichtiges Girokonto eröffnen, wenn dies zur Zeichnung der Anteile unabdingbar notwendig sein sollte. Allerdings müsste gerade in diesem Fall, damit sich die Sache wirtschaftlich lohnt, auch eine entsprechende Dividende gezahlt werden und ein gewisser Mindestbetrag an Kapital aufgenommen werden können. Bei der von Biallo genannten Frankfurter Volksbank wären diese Bedingungen theoretisch erfüllt. Ich möchte allerdings vermeiden, zunächst das Girokonto zu eröffnen nur um dann hinterher gesagt zu bekommen, dass die Zeichnung der Anteile doch nicht möglich ist. Letztlich ist jeder Verkauf von Anteilen ja eine Ermessensentscheidung der Bank. Deshalb bin ich schon neugierig, ob jemand den von Biallo beschriebenen Weg mit der Online-Kontoeröffnung bei der FFVB tatsächlich gegangen ist und dann hinterher tatsächlich für die vollen 10.000 € die Anteile kaufen konnte. Falls es andere Genossenschaftsbanken mit einem ähnlichen Angebot geben sollte, wäre ich ebenfalls für Hinweise der Community dankbar. Falls jemand nicht öffentlich posten möchte, gern auch als PN.

    Wie man der hier auch bereits geposteten Übersicht bei biallo.de entnehmen kann
    ( https://newsletters.biallo.de/…e191/genossenschaften.pdf ) , zahlt die Frankfurter Volksbank eine konstante Dividende von 6 % bzw. hat diese in der Vergangenheit gezahlt. Ein Vorteil bei der Frankfurter Volksbank ist auch, dass man dort gleich 10.000 € investieren kann. Viele andere VR-Banken mit einer vergleichbaren Rendite sind von vornherein nicht bereit, einen entsprechenden Betrag als Geschäftsguthaben anzunehmen. Nachteil der Frankfurter Volksbank ist, dass man eine aktive Geschäftsverbindung benötigt, damit sie einem die Anteile verkauft. In der Übersicht von Biallo.de heißt es zur Frankfurter Volksbank, dass diese eine Online-Kontoeröffnung anbietet und man auch als Kunde, der nicht im Einzugsgebiet von Frankfurt wohnt, auf diesem Weg ein Konto eröffnen könne. Nach ein paar Wochen könne man versuchen, die Anteile zu erwerben. Meine Frage ist, ob jemand diesen Weg bereits erfolgreich gegangen ist und davon berichten kann. Als ich per E-Mail bei der Frankfurter VB wegen des Kaufs von Anteilen angefragt habe, teilte sie mir mit, dass ich zum Erwerb der Anteile eine aktive Geschäftsverbindung bräuchte. Wie man dieses Erfordernis erfüllt, lasse sich nur in einem persönlichen Beratungsgespräch klären. Auch sei beispielsweise wegen dem Thema Nachhaftung zwingend eine persönliche Beratung vor dem Anteilskauf vonnöten. Da ich weit entfernt von Frankfurt wohne, wollte ich fragen, ob jemand dort wie von Biallo.de beschrieben online ein Konto eröffnet hat und dann tatsächlich die Anteile aus der Ferne kaufen konnte oder ob auch nach Eröffnung des Online-Kontos die Frankfurter VB vor dem Anteilskauf auf einem persönlichen Gespräch besteht. Selbst wenn man dort ein Girokonto eröffnet und dadurch Kontoführungskosten von 50-60 € im Jahr hat, halte ich bei einer Dividende von 6 % und dem Anlegen der vollen 10.000 € die Rendite immer noch für ansehnlich.

    Bezüglich der günstigen institutionellen Fondstranchen wurde die Frage hier schon mal diskutiert:


    Als Privatanleger institutionelle Fondstranchen kaufen


    Meine bisherige Erfahrung ist, dass es von Broker zu Broker unterschiedlich ist. Letztlich hilft es nur, im Handelssystem der jeweiligen Bank die ISIN der Insti-Tranche einzugeben und zu schauen, ob der Fonds dort handelbar ist.


    Bei der DAB-Bank kann man beispielsweise die Insti-Tranche des Lupus Alpha Smaller German Champions C kaufen, siehe hier: https://www.avl-investmentfond…maller+German+Champions+C


    Auch bei Onvista gibt es die eine oder andere Insti-Tranche.


    Die günstigeren Tranchen des o.g. DWS-Fonds gibt es allerdings bei den o.g. Banken nicht online zu kaufen.


    Deshalb interessiert mich, ob es bei Comdirect funktionieren würde. Auch der Comdirect Informer, also die für jedermann zugängliche Wertpapiersuche auf der Comdirect-Seite, weist die TFC und die IC-Tranche als kaufbar aus.


    https://www.comdirect.de/inf/fonds/DE000DWS22U7


    https://www.comdirect.de/inf/fonds/DE000DWS2187


    Allerdings hatte ich schon mal wegen eines anderen Fonds gefragt, welcher dann entgegen den Angaben im Informer nicht bei comdirect kaufbar war. Deshalb wäre es nett, wenn jemand mit Comdirect-Depot die Handelbarkeit der beiden o.g. Fondstranchen prüfen könnte.

    Aus Verbrauchersicht erfreulich gibt es im Fondsvertrieb in den letzten Jahren eine Entwicklung hin zu sog. Clean Shares, also Fondstranchen, bei denen keine Bestandspflegeprovisionen an Vermittler oder Depotbanken bezahlt werden. Dies führt zu einer deutlich geringeren Gesamtkostenquote (TER). Gelingt es einem Privatanleger, derartige Fondstranchen zu erwerben, lässt sich auf lange Sicht deutlich sparen. Beim Fonds DWS German Small/Mid Cap sieht die Situation z.B. wie folgt aus:

    Anteilsklasse LD (normale Privatanlegertranche): 1,40 % laufende Kosten + Performance Fee

    Anteilsklasse TFC (Kickbackfreie Tranche): 0,80 %, keine Performance Fee

    Anteilsklasse IC (Institutionelle Tranche): 0,60 %, keine Performance Fee

    Hier sieht man, wie stark die Kickbackzahlungen / Bestandspflegeprovisionen die Rendite bei Privatanlegertranchen schmälern.

    Deshalb meine Frage: Wo gibt es die günstigen Tranchen ?

    Angeblich gibt es bei comdirect sowohl die kickbackfreie Tranche als auch die noch günstigere institutionelle Tranche jeweils mit einer Mindesteinlage von 250 €.

    Siehe hier:

    TFC:

    https://www.fondsdiscount.de/fonds/de000dws2187/

    IC:

    https://www.fondsdiscount.de/fonds/de000dws22u7/

    Besonders die IC-Tranche ist natürlich interessant, da man einen aktiv gemanagten Fonds zu den Kosten eines ETF erhält. Ich selbst habe leider kein comdirect-Depot, sondern bin bei einer anderen Bank. Kann jemand bestätigen, dass es die beiden günstigen Fondstranchen bei comdirect tatsächlich zu kaufen gibt ?

    Mir ist bekannt, dass auf Dividenden französischer Aktien eine Quellensteuer fällig wird und die Rückerstattung nur mit erheblichem bürokratischen Aufwand möglich ist.


    Weiß jemand, wie das mit Veräußerungsgewinnen beim Verkauf in Frankreich domizilierter Fondsanteile (ISIN beginnt mit FR) über die KAG gehandhabt wird ?


    Ich konnte im Internet ausschließlich Informationen zur Dividendenbesteuerung in Frankreich finden.


    Hat jemand aus der Community hier vielleicht schon mal einen französischen Fonds verkauft und daher entsprechende Erfahrungen ? Auch auf der Seite des Bundeszentralamts für Steuern habe ich keine Information gefunden. Kann man die genauen Regelungen zur französischen Quellensteuer irgendwo nachlesen ?

    Auch wenn es nicht auf den vom TE genannten Fonds bezogen ist: Ganz generell sollte man sich von Mindestanlagebeträgen - so es sie denn für die jeweilige Tranche gibt - nicht abschrecken lassen. Ich habe schon häufiger gesehen, dass man bei diversen Online-Brokern diverse Insti-Trachen auch ohne Mindestsumme kaufen kann. Dies wird von denen nicht großartig beworben, ist aber so. Da hilft nur, bei seinem eigenen Broker die ISIN der Insti-Tranche in die Ordermaske einzugeben und zu schauen, ob diese verfügbar ist. So kann man einiges an Gebühren sparen.

    Ich überlege, mir erstmals einen in Irland ansässigen Aktienfonds zuzulegen. Nach Lektüre des Fondsprospektes bin ich allerdings bezüglich des Themas Steuern stutzig geworden. Dort wird erwähnt, dass der Verkauf eines Fondsanteils grundsätzlich ein steuerpflichtiges Ereignis aus Sicht des irischen Staates darstellt.


    Auf den Steuerabzug würde jedoch verzichtet werden, wenn der Anteilinhaber "weder ein Irischer Steuerinländer noch eine Person mit gewöhnlichem Aufenthaltsort in Irland ist" und "der Anteilinhaber eine entsprechende Erklärung vorgelegt hat". Es wird erläutert, dass es sich bei der "entsprechenden Erklärung" um ein Formular entsprechend Anhang 2B des irischen Steuergesetzes handelt, auf dem man bestätigen muss, nicht in Irland ansässig zu sein. Es wird weiter erwähnt, dass manche Banken, die treuhänderisch Anteile für den Anleger halten, selbst eine entsprechende Befreiung beantragen. Ob dies geschieht, scheint im Ermessen der Bank zu liegen.


    Mein Broker, die Onvista-Bank, hat auf ihrer Homepage den folgenden Hinweis veröffentlicht: "Eine Vorabbefreiung und/oder -reduzierung der jeweiligen Quellensteuersätze (Ausnahme USA) bietet die onvista bank nicht an." Ich interpretiere dies so, dass dem irischen Staat von Onvista nicht angezeigt wird, dass ich ein ausländischer Anleger bin. Da auch der Verkauf der Fondsanteile ein steuerauslösendes Ereignis ist, müsste also Quellensteuer abgezogen werden. Ist dies in der Praxis tatsächlich so ? Habt Ihr diesbezüglich Erfahrungen ? Im Internet findet man nur Beiträge von Leuten, denen bei Dividenden in Irland Quellensteuer abgezogen wurde. Es wird auch erwähnt, dass die Initiierung einer Steuerrückerstattung über die Bank nicht sinnvoll ist, weil von den meisten Banken hierfür ein Entgelt von 500 Euro erhoben wird. Wenn es so wäre, dass bei Veräußerung eines irischen Fonds Quellensteuer anfällt, müssten diese Produkte doch extrem unattraktiv sein, zumindest, wenn mein Broker dem irischen Staat nicht meldet, dass ich dort nicht ansässig bin.

    Hallo Community,


    ich bin ein bekennender Fan von Nebenwerten. Aus Gründen der Risiko-Minimierung möchte ich aber eigentlich nur in Fonds investieren, um eine breite Streuung zu gewährleisten. Vergleicht man die verschiedenen Produkte auf 5 bzw. 10 Jahres-Sicht, kristallisieren sich zwei Spitzenreiter heraus (Stand 01.01.19, Quelle Fondsvergleich bei Onvista.de):


    Auf 10-Jahres Sicht:


    Platz 1: Unideutschland XS (https://www.onvista.de/fonds/U…-ACC-Fonds-DE0009750497): + 438,55 %
    Platz 2: Lupus Alpha Smaller German Champions (https://www.onvista.de/fonds/L…-ACC-Fonds-LU0129233507): + 403,22 %



    Die einschlägigen Indizes bleiben deutlich hinter dieser Performance zurück. So rentierte der MDAX auf 10-Jahressicht lediglich mit 304,45 % und der SDAX mit 267,99 %. Der MSCI World Small Cap Index hätte 174,89 % gebracht.


    Auf 5-Jahres-Sicht:


    - Lupus Alpha Smaller German Champions: + 57,63 %


    - Unideutschland XS: + 47,33 %


    Sieht man den Mainfirst Germany (https://www.onvista.de/fonds/M…UR-ACC-Fonds-LU0390221926) auch noch als Mid/Small-Cap-Fonds an, obwohl er beim Onvista-Fondsvergleich als allgemeiner Deutschlandfonds geführt wird, kommt man auf eine 5-Jahres-Performance von 71,35 % .



    Natürlich sagt die Performance der Vergangenheit nichts über die Zukunft aus. Dennoch ist sie ein gewisser Indikator für die Fähigkeiten des Fondsmanagements. Eine Alternative wäre vielleicht noch das Value-Stars-Deutschland-Zertifikat: https://www.onvista.de/derivat…UTSCHL-PR-EO-DE000LS8VSD9


    Dies hat eine 5-Jahres-Performance von 64,00 %. Allerdings hat man hier wie bei jeder Inhaberschuldverschreibung das Liquiditätsrisiko des Emittenten. Insofern sind mir Fonds grundsätzlich lieber als Zertifikate, weil die Assets hier als Sondervermögen vom sonstigen Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft getrennt ist.


    Was spricht aus Eurer Sicht für- oder gegen die genannten Fonds ? Was ist Euer persönlicher Spitzenreiter aus dem Segment Mid- und Smallcapinvestments Deutschland ?

    @ Kater.Ka : soviel habe ich leider nicht auf der hohen Kante.


    Manchmal gibt es aber je nach Bank und Fonds die Chance, Insti-Tranchen unter Abweichung von der Mindestanlage zu erhalten. Ein Beispiel ist der von Oekonom weiter oben bereits genannte Lupus alpha Dividend Champions C. Diese Tranche gibt es nach der oben zitierten Übersicht des Fondsvermittlers avl sogar als Sparplan, und das obwohl der Fonds nicht an der Börse gehandelt wird ! Da der Comdirect-Informer die Insti-Tranche des European Micro Cap (LU1637618825) sogar mit einer Mindestanlage von nur 250 € ausweist, hatte ich die Hoffnung, diesen Fonds dort erwerben zu können. Aber nach der netterweise von Dir durchgeführten Recherche ist das ja doch nicht möglich. Die einzige Hoffnung, die ich noch habe, ist, dass es bei der DAB den Fonds gibt. Wäre einfach mal interessant zu erfahren, ob bei Eingabe in das Handelssystem von DAB tatsächlich 500.000 € Mindestanlage abgefordert werden oder ob es - wie bei anderen Fonds ja auch - mit einer günstigeren Mindestanlage geht. Ich glaube, dass Banken , wenn sie Insti-Tranchen im Angebot haben, dies nicht immer großartig bewerben, sondern man es nach der "try and error-Methode" im Einzelfall probieren muss, ob der konkrete Fonds dort handelbar ist.

    Danke für den Versuch ! Bei Onvista ist der genannte Fonds auch nicht kaufbar. Zwar lässt er sich in der Maske zunächst auswählen, im weiteren Verlauf erscheint dann aber ebenfalls die Meldung, dass das Produkt nicht handelbar sei. Weiß jemand aus der Community mit DAB-Depot, ob der Fonds dort erhältlich ist ?

    @ Oekonom: Vielen Dank auch für den tollen Hinweis auf die Suchfunktion !

    Vielen Dank schon mal für Eure interessanten Antworten.


    Die eine Frage ist: Bei welchem Broker war das?


    Die andere: Das klingt, als ob Du von aktiv gemanagten Fonds sprichst. Warum überhaupt diese kaufen, auch wenn ich in der Insti-Tranche immer noch das Management bezahlen muss?

    zu 1): bei onvista kann man teilweise die Insti-Tranchen kaufen, funktioniert aber nicht bei jedem Fonds.


    zu 2): weil ETF leider nicht alles abbilden bzw. es mir lieber ist, wenn in schwierigen Marktphasen ein Mangager vielleicht noch gegensteuern kann. Oftmals sind die ETF nur dehalb besser als aktiv gemanagte Fonds, weil bei den aktiven durch Performance-Fees und hohe jährliche Grundgebühren die Rendite zunichte gemacht wird. Es gibt auch Fonds, deren Insti-Tranche keine Performance-Fee hat, die Retail-Tranche aber schon. Vergleicht man nur die Insti-Tranchen mit den ETF, schneiden die aktiv gemangten Fonds erstaunlich gut ab

    Ein häufiges Problem bei aktiv gemanagten Fonds sind vor allem die Kosten. Leider ist es so, dass die Privatanleger-Tranchen (auch Retailtranchen genannt) überproportional mit Gebühren belastet werden. Nicht nur, dass dem unwissenden Privatanleger häufig hohe Ausgabeaufschläge abverlangt werden, nein, er muss als Inhaber eines Retail-Anteils auch bei den laufenden Kosten deutlich tiefer in die Tasche greifen. Durch Zufall habe ich festgestellt, dass man bei meinem Online-Broker manchmal auch die deutlich günstigeren institutionellen Tranchen kaufen kann, und das sogar ohne die vom Fondsanbieter vorgesehene hohe Mindesteinlage. Als Verwahrart der Fondsanteile wird in solchen Fällen in meinem Depot allerdings immer "Wertpapierrechnung" statt, wie sonst üblich, "Girosammelverwahrung" angezeigt. Ich vermute, dass mein Broker einen Intermediär, d.h. eine Bank als Zwischenverwahrer eingeschaltet hat und ich gegenüber dem Fondsanbieter als Anleger gar nicht in Erscheinung trete. Anders ausgedrückt: Die vom Broker eingeschaltete Bank verfügt über so viele Fondsanteile, dass sie gegenüber dem Fondsanbieter die Mindestanlage erfüllt und von diesem auch als institutioneller Investor anerkannt ist. Die Bank hält den Fondsbestand gegenüber dem Anbieter in eigenem Namen, verschafft mir als Privatanleger jedoch eine Gutschrift in Wertpapierrechnung. Meine Frage an das Forum ist, ob ihr bei Euren Brokern auch schon mal die günstigeren institutionellen Anteile gekauft habt. Eigentlich bietet diese Möglichkeit doch nur Vorteile, oder ? Ich selbst hatte auch noch nie Probleme. Nach einem Beitrag in einem anderen Forum bin ich jedoch stutzig geworden. Dort hat jemand berichtet, dass seine Insti-Anteile irgendwann nicht mehr handelbar gewesen wären:


    https://www.wertpapier-forum.d…tuionelle-anteilsklassen/


    Hat jemand hier im Forum Erfahrungen und kann weitere Informationen geben ?