Beiträge von Investor

    Bezüglich der günstigen institutionellen Fondstranchen wurde die Frage hier schon mal diskutiert:


    Als Privatanleger institutionelle Fondstranchen kaufen


    Meine bisherige Erfahrung ist, dass es von Broker zu Broker unterschiedlich ist. Letztlich hilft es nur, im Handelssystem der jeweiligen Bank die ISIN der Insti-Tranche einzugeben und zu schauen, ob der Fonds dort handelbar ist.


    Bei der DAB-Bank kann man beispielsweise die Insti-Tranche des Lupus Alpha Smaller German Champions C kaufen, siehe hier: https://www.avl-investmentfond…maller+German+Champions+C


    Auch bei Onvista gibt es die eine oder andere Insti-Tranche.


    Die günstigeren Tranchen des o.g. DWS-Fonds gibt es allerdings bei den o.g. Banken nicht online zu kaufen.


    Deshalb interessiert mich, ob es bei Comdirect funktionieren würde. Auch der Comdirect Informer, also die für jedermann zugängliche Wertpapiersuche auf der Comdirect-Seite, weist die TFC und die IC-Tranche als kaufbar aus.


    https://www.comdirect.de/inf/fonds/DE000DWS22U7


    https://www.comdirect.de/inf/fonds/DE000DWS2187


    Allerdings hatte ich schon mal wegen eines anderen Fonds gefragt, welcher dann entgegen den Angaben im Informer nicht bei comdirect kaufbar war. Deshalb wäre es nett, wenn jemand mit Comdirect-Depot die Handelbarkeit der beiden o.g. Fondstranchen prüfen könnte.

    Aus Verbrauchersicht erfreulich gibt es im Fondsvertrieb in den letzten Jahren eine Entwicklung hin zu sog. Clean Shares, also Fondstranchen, bei denen keine Bestandspflegeprovisionen an Vermittler oder Depotbanken bezahlt werden. Dies führt zu einer deutlich geringeren Gesamtkostenquote (TER). Gelingt es einem Privatanleger, derartige Fondstranchen zu erwerben, lässt sich auf lange Sicht deutlich sparen. Beim Fonds DWS German Small/Mid Cap sieht die Situation z.B. wie folgt aus:

    Anteilsklasse LD (normale Privatanlegertranche): 1,40 % laufende Kosten + Performance Fee

    Anteilsklasse TFC (Kickbackfreie Tranche): 0,80 %, keine Performance Fee

    Anteilsklasse IC (Institutionelle Tranche): 0,60 %, keine Performance Fee

    Hier sieht man, wie stark die Kickbackzahlungen / Bestandspflegeprovisionen die Rendite bei Privatanlegertranchen schmälern.

    Deshalb meine Frage: Wo gibt es die günstigen Tranchen ?

    Angeblich gibt es bei comdirect sowohl die kickbackfreie Tranche als auch die noch günstigere institutionelle Tranche jeweils mit einer Mindesteinlage von 250 €.

    Siehe hier:

    TFC:

    https://www.fondsdiscount.de/fonds/de000dws2187/

    IC:

    https://www.fondsdiscount.de/fonds/de000dws22u7/

    Besonders die IC-Tranche ist natürlich interessant, da man einen aktiv gemanagten Fonds zu den Kosten eines ETF erhält. Ich selbst habe leider kein comdirect-Depot, sondern bin bei einer anderen Bank. Kann jemand bestätigen, dass es die beiden günstigen Fondstranchen bei comdirect tatsächlich zu kaufen gibt ?

    Mir ist bekannt, dass auf Dividenden französischer Aktien eine Quellensteuer fällig wird und die Rückerstattung nur mit erheblichem bürokratischen Aufwand möglich ist.


    Weiß jemand, wie das mit Veräußerungsgewinnen beim Verkauf in Frankreich domizilierter Fondsanteile (ISIN beginnt mit FR) über die KAG gehandhabt wird ?


    Ich konnte im Internet ausschließlich Informationen zur Dividendenbesteuerung in Frankreich finden.


    Hat jemand aus der Community hier vielleicht schon mal einen französischen Fonds verkauft und daher entsprechende Erfahrungen ? Auch auf der Seite des Bundeszentralamts für Steuern habe ich keine Information gefunden. Kann man die genauen Regelungen zur französischen Quellensteuer irgendwo nachlesen ?

    Auch wenn es nicht auf den vom TE genannten Fonds bezogen ist: Ganz generell sollte man sich von Mindestanlagebeträgen - so es sie denn für die jeweilige Tranche gibt - nicht abschrecken lassen. Ich habe schon häufiger gesehen, dass man bei diversen Online-Brokern diverse Insti-Trachen auch ohne Mindestsumme kaufen kann. Dies wird von denen nicht großartig beworben, ist aber so. Da hilft nur, bei seinem eigenen Broker die ISIN der Insti-Tranche in die Ordermaske einzugeben und zu schauen, ob diese verfügbar ist. So kann man einiges an Gebühren sparen.

    Ich überlege, mir erstmals einen in Irland ansässigen Aktienfonds zuzulegen. Nach Lektüre des Fondsprospektes bin ich allerdings bezüglich des Themas Steuern stutzig geworden. Dort wird erwähnt, dass der Verkauf eines Fondsanteils grundsätzlich ein steuerpflichtiges Ereignis aus Sicht des irischen Staates darstellt.


    Auf den Steuerabzug würde jedoch verzichtet werden, wenn der Anteilinhaber "weder ein Irischer Steuerinländer noch eine Person mit gewöhnlichem Aufenthaltsort in Irland ist" und "der Anteilinhaber eine entsprechende Erklärung vorgelegt hat". Es wird erläutert, dass es sich bei der "entsprechenden Erklärung" um ein Formular entsprechend Anhang 2B des irischen Steuergesetzes handelt, auf dem man bestätigen muss, nicht in Irland ansässig zu sein. Es wird weiter erwähnt, dass manche Banken, die treuhänderisch Anteile für den Anleger halten, selbst eine entsprechende Befreiung beantragen. Ob dies geschieht, scheint im Ermessen der Bank zu liegen.


    Mein Broker, die Onvista-Bank, hat auf ihrer Homepage den folgenden Hinweis veröffentlicht: "Eine Vorabbefreiung und/oder -reduzierung der jeweiligen Quellensteuersätze (Ausnahme USA) bietet die onvista bank nicht an." Ich interpretiere dies so, dass dem irischen Staat von Onvista nicht angezeigt wird, dass ich ein ausländischer Anleger bin. Da auch der Verkauf der Fondsanteile ein steuerauslösendes Ereignis ist, müsste also Quellensteuer abgezogen werden. Ist dies in der Praxis tatsächlich so ? Habt Ihr diesbezüglich Erfahrungen ? Im Internet findet man nur Beiträge von Leuten, denen bei Dividenden in Irland Quellensteuer abgezogen wurde. Es wird auch erwähnt, dass die Initiierung einer Steuerrückerstattung über die Bank nicht sinnvoll ist, weil von den meisten Banken hierfür ein Entgelt von 500 Euro erhoben wird. Wenn es so wäre, dass bei Veräußerung eines irischen Fonds Quellensteuer anfällt, müssten diese Produkte doch extrem unattraktiv sein, zumindest, wenn mein Broker dem irischen Staat nicht meldet, dass ich dort nicht ansässig bin.

    Hallo Community,


    ich bin ein bekennender Fan von Nebenwerten. Aus Gründen der Risiko-Minimierung möchte ich aber eigentlich nur in Fonds investieren, um eine breite Streuung zu gewährleisten. Vergleicht man die verschiedenen Produkte auf 5 bzw. 10 Jahres-Sicht, kristallisieren sich zwei Spitzenreiter heraus (Stand 01.01.19, Quelle Fondsvergleich bei Onvista.de):


    Auf 10-Jahres Sicht:


    Platz 1: Unideutschland XS (https://www.onvista.de/fonds/U…-ACC-Fonds-DE0009750497): + 438,55 %
    Platz 2: Lupus Alpha Smaller German Champions (https://www.onvista.de/fonds/L…-ACC-Fonds-LU0129233507): + 403,22 %



    Die einschlägigen Indizes bleiben deutlich hinter dieser Performance zurück. So rentierte der MDAX auf 10-Jahressicht lediglich mit 304,45 % und der SDAX mit 267,99 %. Der MSCI World Small Cap Index hätte 174,89 % gebracht.


    Auf 5-Jahres-Sicht:


    - Lupus Alpha Smaller German Champions: + 57,63 %


    - Unideutschland XS: + 47,33 %


    Sieht man den Mainfirst Germany (https://www.onvista.de/fonds/M…UR-ACC-Fonds-LU0390221926) auch noch als Mid/Small-Cap-Fonds an, obwohl er beim Onvista-Fondsvergleich als allgemeiner Deutschlandfonds geführt wird, kommt man auf eine 5-Jahres-Performance von 71,35 % .



    Natürlich sagt die Performance der Vergangenheit nichts über die Zukunft aus. Dennoch ist sie ein gewisser Indikator für die Fähigkeiten des Fondsmanagements. Eine Alternative wäre vielleicht noch das Value-Stars-Deutschland-Zertifikat: https://www.onvista.de/derivat…UTSCHL-PR-EO-DE000LS8VSD9


    Dies hat eine 5-Jahres-Performance von 64,00 %. Allerdings hat man hier wie bei jeder Inhaberschuldverschreibung das Liquiditätsrisiko des Emittenten. Insofern sind mir Fonds grundsätzlich lieber als Zertifikate, weil die Assets hier als Sondervermögen vom sonstigen Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft getrennt ist.


    Was spricht aus Eurer Sicht für- oder gegen die genannten Fonds ? Was ist Euer persönlicher Spitzenreiter aus dem Segment Mid- und Smallcapinvestments Deutschland ?

    @ Kater.Ka : soviel habe ich leider nicht auf der hohen Kante.


    Manchmal gibt es aber je nach Bank und Fonds die Chance, Insti-Tranchen unter Abweichung von der Mindestanlage zu erhalten. Ein Beispiel ist der von Oekonom weiter oben bereits genannte Lupus alpha Dividend Champions C. Diese Tranche gibt es nach der oben zitierten Übersicht des Fondsvermittlers avl sogar als Sparplan, und das obwohl der Fonds nicht an der Börse gehandelt wird ! Da der Comdirect-Informer die Insti-Tranche des European Micro Cap (LU1637618825) sogar mit einer Mindestanlage von nur 250 € ausweist, hatte ich die Hoffnung, diesen Fonds dort erwerben zu können. Aber nach der netterweise von Dir durchgeführten Recherche ist das ja doch nicht möglich. Die einzige Hoffnung, die ich noch habe, ist, dass es bei der DAB den Fonds gibt. Wäre einfach mal interessant zu erfahren, ob bei Eingabe in das Handelssystem von DAB tatsächlich 500.000 € Mindestanlage abgefordert werden oder ob es - wie bei anderen Fonds ja auch - mit einer günstigeren Mindestanlage geht. Ich glaube, dass Banken , wenn sie Insti-Tranchen im Angebot haben, dies nicht immer großartig bewerben, sondern man es nach der "try and error-Methode" im Einzelfall probieren muss, ob der konkrete Fonds dort handelbar ist.

    Danke für den Versuch ! Bei Onvista ist der genannte Fonds auch nicht kaufbar. Zwar lässt er sich in der Maske zunächst auswählen, im weiteren Verlauf erscheint dann aber ebenfalls die Meldung, dass das Produkt nicht handelbar sei. Weiß jemand aus der Community mit DAB-Depot, ob der Fonds dort erhältlich ist ?

    @ Oekonom: Vielen Dank auch für den tollen Hinweis auf die Suchfunktion !

    Vielen Dank schon mal für Eure interessanten Antworten.


    Die eine Frage ist: Bei welchem Broker war das?


    Die andere: Das klingt, als ob Du von aktiv gemanagten Fonds sprichst. Warum überhaupt diese kaufen, auch wenn ich in der Insti-Tranche immer noch das Management bezahlen muss?

    zu 1): bei onvista kann man teilweise die Insti-Tranchen kaufen, funktioniert aber nicht bei jedem Fonds.


    zu 2): weil ETF leider nicht alles abbilden bzw. es mir lieber ist, wenn in schwierigen Marktphasen ein Mangager vielleicht noch gegensteuern kann. Oftmals sind die ETF nur dehalb besser als aktiv gemanagte Fonds, weil bei den aktiven durch Performance-Fees und hohe jährliche Grundgebühren die Rendite zunichte gemacht wird. Es gibt auch Fonds, deren Insti-Tranche keine Performance-Fee hat, die Retail-Tranche aber schon. Vergleicht man nur die Insti-Tranchen mit den ETF, schneiden die aktiv gemangten Fonds erstaunlich gut ab

    Ein häufiges Problem bei aktiv gemanagten Fonds sind vor allem die Kosten. Leider ist es so, dass die Privatanleger-Tranchen (auch Retailtranchen genannt) überproportional mit Gebühren belastet werden. Nicht nur, dass dem unwissenden Privatanleger häufig hohe Ausgabeaufschläge abverlangt werden, nein, er muss als Inhaber eines Retail-Anteils auch bei den laufenden Kosten deutlich tiefer in die Tasche greifen. Durch Zufall habe ich festgestellt, dass man bei meinem Online-Broker manchmal auch die deutlich günstigeren institutionellen Tranchen kaufen kann, und das sogar ohne die vom Fondsanbieter vorgesehene hohe Mindesteinlage. Als Verwahrart der Fondsanteile wird in solchen Fällen in meinem Depot allerdings immer "Wertpapierrechnung" statt, wie sonst üblich, "Girosammelverwahrung" angezeigt. Ich vermute, dass mein Broker einen Intermediär, d.h. eine Bank als Zwischenverwahrer eingeschaltet hat und ich gegenüber dem Fondsanbieter als Anleger gar nicht in Erscheinung trete. Anders ausgedrückt: Die vom Broker eingeschaltete Bank verfügt über so viele Fondsanteile, dass sie gegenüber dem Fondsanbieter die Mindestanlage erfüllt und von diesem auch als institutioneller Investor anerkannt ist. Die Bank hält den Fondsbestand gegenüber dem Anbieter in eigenem Namen, verschafft mir als Privatanleger jedoch eine Gutschrift in Wertpapierrechnung. Meine Frage an das Forum ist, ob ihr bei Euren Brokern auch schon mal die günstigeren institutionellen Anteile gekauft habt. Eigentlich bietet diese Möglichkeit doch nur Vorteile, oder ? Ich selbst hatte auch noch nie Probleme. Nach einem Beitrag in einem anderen Forum bin ich jedoch stutzig geworden. Dort hat jemand berichtet, dass seine Insti-Anteile irgendwann nicht mehr handelbar gewesen wären:


    https://www.wertpapier-forum.d…tuionelle-anteilsklassen/


    Hat jemand hier im Forum Erfahrungen und kann weitere Informationen geben ?

    Beim Thesaurierer beachten, dass die Liquidität für die Steuer auf die Vorabpauschale von Dir bereitgestellt werden muss während beim Ausschütter diese zumindest anteilig durch die Ausschüttung reinkommt.

    Habe ich richtig verstanden, dass sich diese Aussage nur auf Fälle bezieht, in denen der Freistellungsauftrag überschritten wird ? So wie ich das verstanden habe, bietet das neue Recht beim Thesaurierer sogar Vorteile: So kann man den jährlichen Freibetrag ausnutzen und bekommt beim Verkauf des Fonds nach einigen Jahren die in Rechnung gestellten Steuern sogar angerechnet. Beispiel: Bei einem thesaurierenden Fonds fallen bei einer Haltedauer von 5 Jahre Steuern auf die Vorabpauschale in Höhe von 500,00 € p.a. an. Tatsächlich muss der Anleger an das Finanzamt nichts abführen, da die errechneten Steuern sich innerhalb des jährlichen Freibetrags halten. Wenn der Anleger den Fonds nach 5 Jahren verkauft, erhält er eine Gutschrift in Höhe von 2.500 € auf die dann anfallende Steuerschuld, weil er diese Steuern ja schon mit dem Freistellungsauftrag jeweils abgegolten hat.

    Eigentlich sind mir thesaurierende Fonds lieber, da ich eine langfristige Anlage anstrebe und den "Zinseszinseffekt" nutzen möchte. Leider wurde einer meiner Lieblingsfonds aufgrund der Investmentsteuerreform auf ausschüttend umgestellt. Da ich aber nach wie vor vom Konzept des Fonds überzeugt bin, werde ich ihn nicht verkaufen. Ich habe mir vorgenommen, die künftig anfallenden Ausschüttungen zeitnah in den gleichen Fonds zu reinvestieren. Auf der anderen Seite könnte die mit der Ausschüttung verbundene Reinvestitionsentscheidung dazu genutzt werden, die neu zu investierende Summe durch einen Betrag vom Girokonto aufzustocken, d.h. sogar mehr zu investieren als die eigentliche Ausschüttung. Vielleicht ist die Ausschüttung bei diesem Ansatz somit auch eine Motivationshilfe zum langfristigen Sparen....


    Zur Frage der Performanceberechnung von ausschüttenden Fonds im Vergleich zu thesaurierenden Fonds:


    Ich nutze regelmäßig das Finanzportal onvista.de. Die Charts dort lassen sich mit den Kursen verschiedener Handsplätze, d.h. diverser Börsen oder der KAG, "füttern". Da es sich um Charts handelt, die allein die Anteilspreise wiedergeben und hieraus jeweils die Performanceangaben im unteren Teil der Wertpapierübersicht errechnet werden, wird bei ausschüttenden Fonds die Wertentwicklung bereinigt um die Dividenden angezeigt, d.h. es wird allein auf den Kurs des Wertpapiers abgestellt. Dadurch hat man ein realistisches Bild von der Wertsteigerung des Fonds, auch wenn man die Ausschüttung nicht reinvestiert.

    Ich habe mich die letzten Tage näher mit Investmentfonds beschäftigt. Dabei ist mir aufgefallen, dass es den von mir gewünschten Fonds in zwei Anteilsklassen gibt. Die erste Anteilsklasse hat keine Mindestanlage, dafür aber relativ hohe laufende Gebühren, die mir zu teuer sind. Für die zweite Anteilsklasse gilt laut KIID des Emmitenten eine 6stellige Mindestanlage. Dafür ist bei dieser Anteilsklasse allerdings die Gesamtkostenquote (TER) um 0,5 % niedriger.
    Auch die Performance-Fee ist deutlich geringer.


    Als ich bei meinem Broker die ISIN der zweiten Anteilsklasse eingegeben habe, wurde mir zu meinem Erstaunen angezeigt, dass die Mindestanlage hier lediglich 500,00 Euro beträgt. Meine Recherche im Internet (Fondsdiscount.de) ergab, dass auch andere Broker die Großanleger-Tranche dieses Fonds mit einer reduzierten Mindestanlage verkaufen, zwei davon sogar als Sparplan ! Als ich den Fonds dann über meinen Broker (Handelsplatz KAG) gekauft habe, wurde das Geschäft ohne Probleme ausgeführt. Allerdings steht in meiner Kaufabrechnung als Verwahrort nicht, wie sonst üblich, Girosammelverwahrung, sondern "Wertpapierrechnung".


    Nun interessieren mich die Hintergründe. Ist es anderen Usern hier auch schon mal passiert, dass der Broker von der Mindestanlage des Emmitenten abgewichen ist ? Für den Privatanlager ergeben sich hierdurch natürlich gute Investitionsmöglichkeiten. Aber wie schafft es der Broker, von der Mindestanlage abzuweichen ? Gibt es in solchen Fällen einen Vertrag zwischen Broker und Emmitent ? Oder liegt der Schlüssel in der Verwahrart: "Wertpapierrechnung" ? Nach meinem Kenntnisstand ist es bei dieser Verwahrart so, dass man die Fondsanteile nicht unmittelbar hält, sondern ein von der Bank beauftragter Treuhänder dazwischengeschaltet ist. Möglichwerweise hat der Treuhänder, weil er eine große Menge an Anlegern vertritt, die vom Emmitenten geforderte Mindestanlage erfüllt und kann deshalb unproblematisch im Namen von Kleinanlegern auch noch weitere Anteile des Fonds dazukaufen, auch wenn diese Transaktionen für sich genommen die Mindestanlage nicht erreichen. Wer kennt sich diesbezüglich aus ? Im Online-Brokerage oder auf den Seiten der Fondsgesellschaft findet man jedenfalls keine weitere Erläuterung zu dem Thema.