Beiträge von Mingus

    Nordnordlicht: davon bin ich ausgegangen. Zur EWS wechselt man denke ich sowieso eher aus Überzeugung und nicht um den günstigsten Preis zu finden, wobei ich die Preise wirklich fair für einen solchen Anbieter finde.

    Ich wollte nur mal alles niederschreiben, falls es jemanden interessiert.

    Ich wohne nicht im Schwarzwald, ich bin aber gestern sogar über einen Ableger mit EWS Beteiligung in meiner Region gestolpert.


    winter: danke für deinen Hinweis. Auch wenn der Hinweis auf die Rendite den meisten Raum in meinem Post eingenommen hat, so war mir der Hinweis auf den Verzicht des Kapitals im schlechtesten Fall für fast 4 Jahre und auf das Totalverlustrisiko sehr wichtig. Immerhin gibt es keine Nachschusspflicht, was ja auch nicht selbstverständlich für Genossenschaftsanteile ist.


    Alles in allem sind es aus rein finanzieller Sicht nur linke Tasche rechte Tasche Spielchen und wenn man Anteile zeichnet, wird man das eher aus Überzeugung tun. Aus rein finanzieller Sicht ist man mit großer Wahrscheinlichkeit mit jährlichem Hopping bei anderen Stromanbietern ohne Möglichkeit einer Genossenschaftsbeteiligung besser bedient.


    Unabhängig vom jetzigen Geno-Aspekt würde ich Prokon hinsichtlich ihrer Geschichte nicht mit der EWS vergleichen wollen.

    Hallo,


    ich habe doch noch etwas zum Genossenschaftsbeitrag in Erfahrung bringen können.

    Als Mitglied ist eine Mindestanlage von 5 Anteilen (max. 10 Anteile) zu 100,- Euro erforderlich.

    Der monatliche Grundpreis für Mitglieder verringert sich um 1,- Euro , man spart also jährlich 12,- Euro. Bei einer Mindestanlage von 500,- Euro entspricht das einer "Verzinsung" von 2,4%, die dann im Gegensatz zu Dividenden auch nicht versteuert werden muss. Bei der derzeitigen maximalen Anlage von 1000,- Euro verringert sich dementsprechend die "Verzinsung" auf 1,2%.

    Bei der jährlichen Generalversammlung wird darüber entschieden, ob die Mitglieder darüber hinaus eine Dividende erhalten. Für das Jahr 2020 wurde eine Dividende in Höhe von 2,5 % festgelegt. Man hätte also 25 Euro bei 10 Anteilen zu 100,- = 1.000,- Euro bekommen. Man kann der Genossenschaft einen Freistellungsauftrag erteilen, ansonsten wird die Dividende mit den derzeitigen Kapitalertragssteuer versteuert.

    Achtung: die Anteile lassen sich zum Schluss eines Geschäftsjahres unter Einhaltung einer Frist von 3 Jahren schriftlich kündigen. Wenn ich also jetzt im Februar kündige muss ich wenigstens 3 Jahre und 10 Monate auf die Rückerstattung warten.

    Aber: eine Nachschusspflicht d.h. das man bei einer Schieflage der Genossenschaft über den Genossenschaftsanteil hinaus Geld "nachschießen" muss, besteht laut Paragraph 39 nicht.

    Dennoch kann denke ich im schlimmsten Fall Totalverlust drohen.


    Alle obigen Angaben ohne Gewähr, so wie ich diese verstanden habe.

    Anbei noch die Quellen:


    https://www.ews-schoenau.de/ew…ragen-zur-genossenschaft/

    https://www.ews-schoenau.de/ex…-01-protokoll-gv-2020.pdf

    https://www.ews-schoenau.de/ex…erung-satzung-09-2020.pdf

    Hallo,


    ich bin derzeit auch bei Montana. Bei mir heißt es: "erhöht sich Ihr Arbeitspreis um 2,95 ct/kWh auf 29,17 ct/kWh, Ihr monatlicher Grundpreis um 2,57 EUR/Monat auf 11,51 EUR/Monat. Scheinbar bin ich in einem anderen Modell.

    Das Vorgehen verstehe der Anbieter verstehe ich ja irgendwie noch, aber interessanter wäre es, was man bei welchem Anbieter ab dem zweiten Jahr zahlt, da dies nicht nur vom Bonus beeinflusst wird.

    Darf man hier im Forum eigentlich konkrete Tipps über Energieanbieter nennen? Ich bin nun auf der Suche. Mein regionaler Anbieter hat fast 17 Euro als Grundpreis, das sehe ich nicht ein.


    VG

    Mingus (auch aus der Nähe Mainz)

    Hallo,


    vielleicht könntet ihr mal ein Video zu P2P Krediten erstellen. Es wird von vielen Finanzbloggern angepriesen, was jedoch samt Affiliate Link nicht ganz uneigennützig sein dürfte.
    Es wird von Renditen von 6% bis über 10% gesprochen und das ohne größere bekannte Ausfälle bei den namhaften Anbietern, darüber hinaus wirken Buy Back Garantien und auf Wunsch tägliche Verfügbarkeit sehr verlockend.
    Teilweise steht schon der Begriff "Tagesgeldersatz" im Raum.


    Ich freue mich über jedes Video von Euch. Ihr seid eine der wenigen Quellen, die man in Finanzfragen guten Gewissens weiterempfehlen kann!


    Viele Grüße,
    Mingus

    Hallo Stephan,


    ich kann verstehen, dass du nach der vielen Arbeit und den Pflegefällen sehr erschöpft bist.


    Ich halte den Kapitalstock allerdings für noch zu gering, um komplett auszusteigen oder komplett auszuwandern und würde so lange wie möglich die Teilzeitarbeit in Deutschland beibehalten. So kann das Vermögen hoffentlich noch etwas weiter wachsen, du bist weiter versichert und du erholst dich wieder von den Strapazen der letzten Jahre.


    Vielleicht wirst du 100 Jahre alt und du bist noch 47 Jahre auf dein Kapital angewiesen.
    Eine Daumenregel, wie viel man vom Kapital jährlich verwenden darf, ohne dieses je aufzubrauchen sind 4%, sicherer sind 3%. Diese Regel gilt allerdings nur, wenn man sein Geld im Aktienmarkt investiert hat. Bei 500.000,- Euro wären das konservativ mit 3% gerechnet 15.000,- Euro Brutto.
    Ein breit diversifiziertes Aktienportfolio war in der bisherigen Geschichte immer nach 10-15 Jahren im Plus. Wenn du nun jedoch Geld für die nächsten 10 Jahre schwankungsarm in Rendite schwachen Anlagen wie z.b. Tagesgeld zur Verfügung haben möchtest und 15.000,- Euro als jährlichen Kapitalbedarf ansetzt, dann könnten nur 350.000,- Euro am Aktienmarkt verbleiben.
    Wenn weniger Geld im Aktienmarkt und dafür mehr in renditeschwachen Anlagen steckt, dann kannst du dauerhaft noch weniger als 15.000,- Brutto verbrauchen. Wenn du dann nicht mehr arbeiten solltest, musst du daraus noch die Krankenversicherung bestreiten. Sofern du doch auswanderst, solltest du dich genau informieren, welche deutschen Sozialleistungen dir auch im Ausland noch zustehen. Nach meinen bisherigen Informationen ist es von Vorteil, innerhalb der EU zu bleiben.
    Bitte bedenke, verbrauchst du 1x mehr als oben aufgeführt und gleichst es nicht mehr aus, dann kann dieses Geld nie mehr für dich arbeiten und du kannst dauerhaft noch weniger entnehmen.
    Das sind für mich die Parameter, an welchen man sich orientieren kann. Deshalb lese ich deine Pläne eher mit Sorge und würde wie oben beschrieben so lange wie möglich mindestens Teilzeit arbeiten und versuchen, in diesem Zeitraum das Kapital nicht anzutasten und weiter zu vermehren.


    Hierzu würde ich die Geldanlage mit ETF komplett in die eigenen Hände nehmen und mir die Gebühren für einen Fremdanbieter sparen. Gerade bei einem 6 stelligen Depot kommt sonst einiges an jährlichen Gebühren zusammen. Finanztip hat hier sehr viele gute Informationen inzwischen auch in You Tube Videos zusammengefasst.
    Wie von anderen Kommentatoren beschrieben, würde ich als Börsenneuling das investierte Kapital an der Börse in mehreren Stufen steigern, um mich an die Schwankungen zu gewöhnen.


    Ich denke man sollte immer versuchen, auf eigenen Füßen zu stehen, weshalb ich nun das Vermögen deiner Freundin
    nicht berücksichtigt habe. Den Ausstieg aus dem Erwerbsleben und die Auswanderung würde ich dir sehr gönnen, doch ich hoffe du verstehst, warum ich das zum jetzigen Zeitpunkt kritisch sehe.


    Alles Gute,
    Mingus

    Hallo,


    ich frage für eine Bekannte an, deren Mutter in Rente ist und eigentlich Grundsicherung beantragen könnte.
    Die Mutter könnte sich selbst keine Mietwohnung leisten und wohnt zusammen in der Mietwohnung, die von meiner Bekannten bezahlt wird.
    Ich weiß das sind sehr wenig Infos.


    Ich würde hauptsächlich gerne wissen, wo man hier evtl. staatliche Unterstützung findet. Kann meine Bekannte hier in der Steuerklärung etwas angeben?
    Wenn ja, wo? Oder muß man sich hier an eine andere Stelle wenden?


    Vielen Dank,
    Mingus