Beiträge von tobiasweiss

    Hallo Uli, willkommen hier im Forum!


    Geht es Dir wirklich um die Dividenden? Die fließen ja von den Firmen zum Fonds.


    Oder geht es Dir um die Ausschüttungen des Fonds zu Dir? Bei denen müsstest Du auf der Abrechnung die 30% Teilfreistellung sehen. Diesen Anteil der Dir zufließenden Erträge musst Du nicht versteuern. Das ist die Kompensation dafür, dass der Fonds die Quellensteuer auf die Dividenden der Firmen bezahlen muss.


    Details dazu hier:

    https://www.finanztip.de/index…stmentsteuerreformgesetz/

    Je nach Restlaufzeit kann es aber besser sein, die Abschläge bei einer Kündigung hinzunehmen und mit dem Kapital langjährig wieder eine ordentliche Rendite zu erzielen. Ich weiß, es tut weh, "Steuervorteile" und Zulagen zu verschenken, aber am Ende zählt halt nur, was netto rauskommt.

    Ich bin kein Steuerexperte, aber meines Wissens kann man die Kontoführung absetzen, weil sie erforderlich ist, um als Angestellter das Gehalt überwiesen zu bekommen. Demzufolge zählen keine Kosten für Buchungen dazu, denn die sind den anderen Ausgaben oder Einnahmen zuzuordnen.

    Ich bin ja auch der Meinung, dass der heutige gesetzliche Rahmen für Riester-Renten grundsätzlich überarbeitet werden sollte. Das war ja der Sinn dieses Threads, und dazu gab es viele Vorschläge, die mir sehr gut gefallen. Manche davon widersprechen sich, aber praktsich alle wären besser als das heutige System.


    Mein letzter Impuls mit der "Beitragsgarantieverzichtserklärung" ist als minimalinvasive Alternative zu einem großen Wurf gedacht. Lasst mir bitte diese Hoffnung, dass ich meinen ruhenden Vertrag irgendwann nochmal sinnvoll reaktivieren kann. :-)

    Den Aufwand für die Erklärungen finde ich nicht so groß. Vermittler und Makler wollen eh regelmäßig mit den Kunden sprechen, und selbst ein konservatives Unternehmen wie die Debeka bietet inzwischen elektronische Unterschrift auf dem Tablet an. Die Online-Anbieter würden das "Gespräch" eh digital ohne menschlichen Berater durchführen.


    Verglichen mit der Alternative, auf völlig neuartige Verträge umzustellen, wäre der Aufwand deutlich kleiner.

    Magst Du noch etwas mehr über die Hintergründe schreiben? Welche Versicherung, wer zahlt Beiträge, was möchtest Du ändern?


    Das Stichwort Gruppenversicherung taucht z.B. bei Firmendirektversicherungen auf. Da dort eine ganze Gruppe von Versicherten gleich abgewickelt wird, gibt es über den Gruppenvertrag günstigere Konditionen, als wenn es jeder einzeln machen würde.

    Es ist ja eine "kann"-Formel, also ein Recht für den Versicherungsnehmer. Muss er nicht machen.


    Sinnvoll nutzbar ist das z.B. wenn die Kapitalabfindung versteuert werden muss und daher ins nächste Jahr verschoben werden soll, weil dort der persönliche Steuersatz niedriger sein wird. Z.B. wenn man dieses Jahr noch Einkommen hatte und nächstes Jahr nicht mehr.

    Ich habe noch eine Idee: Wenn der politische Wille für eine grundlegene Riester-Reform auch nach der Wahl fehlen sollte, und der große Wurf weiterhin an Tausenden Vetos jeder Einzelheit scheitert, dann gibt es eine einfache Lösung:


    Kunden können künftig bei allen Riester-Verträgen auf die Beitragsgarantie verzichten. Dazu müssen sie:

    1) einen Antrag bei ihrem Anbieter stellen

    2) sich in einem Beratungsgespräch (auch online) über die Konsequenzen aufklären lassen

    3) das Beratungsprotokoll unterschreiben und bestätigen, dass sie die Risiken verstanden haben und sie eingehen möchten.

    4) Meinetwegen kann das Verfahren gerne stufenlos eingeführt werden: Die Beitragsgarantie kann zwischen 0 und 100% flexibel gewählt werden.

    5) Sobald der Verzicht einmal ausgesprochen wurde, kann er nicht mehr rückgängig gemacht werden (bzw. der Garantiesatz nicht mehr erhöht werden, höchstens weiter erniedrigt).


    Mit diesem wirklich einfachen Zusatz können sämtliche (?) bestehenden Verträge ohne großen Verwaltungsaufwand umgestellt werden. Die mündigen Verbraucher können endlich langfristig vernüftige Renditen erwirtschaften. Und die Anbieter laden keine zusätzlichen Risiken auf sich.

    Nach meinem Verständnis fallen bei einer Rückabwicklung keine Kapitalerträge an. Man bekommt ja nur sein Geld zurück. Falls die Versicherung tatsächlich auch Zinsen zahlen sollte, weil sie mit dem Geld all die Jahre Erträge erwirtschaftet hat, dann fände ich Steuern auf diesen Anteil angemessen. Das ist aber nur meine Laien-Meinung.


    Hast Du das hier schon gelesen?

    https://www.finanztip.de/leben…sversicherung-widerrufen/

    Auch wenn es wegen Corona demnächst zu einigen Privatinsolvenzen kommen könnte und dann Häuschen frei werden: Es gibt noch genügend Geld bei den Vermögenderen, die nicht knapp kalkulieren müssen. Die kaufen derzeit auch noch alles auf in den interessanten Städten, fangen also einen Preisrückgang auf.


    Das würde erst abebben, wenn sie die Immobilien nicht mehr gut vermieten können, weil sogar die Mieten zu hoch werden fürs Durchschnittspublikum. Oder weil mehr Leute aus den Städten ziehen, weil dank Homeoffice "das Land" wieder attraktiver wird.

    Ich habe den Rechner nicht ausprobiert, aber da wird ja von einem Sicherheitspuffer geschrieben:

    "er weiß, in welcher Börsen­phase wir uns befinden und berück­sichtigt auch Varia­blen wie Rest­lauf­zeit, Verlustpuffer und Erholungs­rendite."


    Die ersten acht Wörter zerbreiten mir Kopfzerbrechen... Aber das Prinzip dahinter ist, dass Kurse ja auch mal fallen können. Das tut bei einem Entnahmeplan sehr weh, wenn es am Anfang der Entsparphase auftritt. Um das zu kompensieren, sollte man die Raten danna cuh niedriger wählen, sonst ist später nicht mehr genügend Wert im Depot, der von einem Aufschwung wieder profitieren könnte.


    Ein Beispiel dazu siehe Bild: Trotz gleicher Durchschnittsrendite ist das Geld im rechten Entnahmeplan vorzeitig zu Ende.

    Ich finde das Thema bei wikipedia gut beschrieben:

    https://de.wikipedia.org/wiki/DIN_77230


    Zu beachten: Die Norm beschreibt die "Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte". Sie ist sinnvoll und strukturiert. Manche Berater werben damit, dass sie diese normgerechte Analyse durchführen.


    Sie beschreibt aber nicht die anschließende Beratung (ist nur eine mögliche Basis dafür), und daher ist sie vermutlich kaum bekannt. Denn die Kunden sind eher an der praktischen Umsetzung interessiert.