Beiträge von tobiasweiss

    Hallo AON26 , willkommen hier im Forum!


    Ich bin kein Steuerexperte, aber grundsätzlich kannst Du alle Kosten absetzen, die im Zusammenhang mit der Erzeugung von Einkünften entstehen. Wenn Dich das Patent im vorhandenen Angestelltenverhältnis weiterbringt, sind es nach meinem Verständnis Werbungskosten. Sie dienen dem Erhalt oder der Steigerung Deiner Arbeitskraft.


    Oder das Patent dient einem selbständigen Gewerbe mit Gewinnerzielungsabsicht. Dazu müsstest Du ein entsprechendes Gewerbe z.B. als Einzelunternehmen anmelden. Auch wenn anfangs noch keine Umsätze oder Gewinne vorhanden sind, wären die Patentkosten schon mal absetzbar und damit verrechenbar mit Deinen Einkünften als Angestellter. Falls später keine Gewinne entstehen sollten, kann das Finanzamt das Gewerbe aber rückwirkend als Liebhaberei einstufen und die Steuererstattung wieder aufheben.

    Ich habe mich für Beitragsfreistellung statt Kündigung entscheiden, weil ich auf verbesserte gesetzliche Bedingungen nach der überfälligen Riester-Reform hoffe. Dann kann ich das Kapital hoffentlich übertragen. Leider wurde ja diese Legislaturperiode nichts draus, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.


    Je länger das dauert, desto mehr Geld wird bis dahin vernichtet.

    Das kommt immer auf den Einzelfall an. Bei sehr hohen Zulagen und günstigem Rentenfaktor kann es sich lohnen, einen Riester weiterzuführen. Oft ist beitragsfrei Stellen die renditestärkere Alternative (falls die erwarteten Aktienrenditen in Zukunft eintreffen). Oft ist auch eine förderschädliche Kündigung besser, v.a. bei langen Restlaufzeiten. Muss man sich individuell durchrechnen und dann die Vor- und Nachteile persönlich abwägen.

    In meinem Depot sind nun 46% in europäischen Staatsanleihen mit mind. 25 Jahren Laufzeit investiert. Diese Langläufer werden ja seit einiger Zeit als extrem riskant gesehen, da die Kurse vermutlich abstürzen werden, falls das Zinsniveau mal wieder steigt. In den letzten Tagen wurde das Szenario wieder wahrscheinlicher, was man leider schon in den Kursen sieht. Weitere 15% sind in kürzer laufenden Staatsanleihen:


    https://www.fondsweb.com/de/ve…LU0290357846,LU0524480265

    Zur Frage, woran man erkennt, ob es in der Vergangenheit schon versteuert wurde: Dann musste in den damaligen Steuerklärungen explizit in einem Feld "ausschüttungsgleiche Erträge" (ausländische Investmentfonds) etwas angegeben sein.


    Wenn man gar keine Anlage KAP abgab, weil man alles über die Kapitalertragsteuer abgegolten sah, dann war das vermutlich nicht der Fall. Dann kann man sie jetzt auch nicht von der zu versteuernden Summe abziehen.


    Unabhängig von den jährlichen Steuermitteilungen des Depotbank müsstest Du auch immer bei den Thesaurierungen eine Ertragsmitteilung erhalten haben. Wenn sich diese zur jetzt genannten Summe addieren, ist es plausibel.

    Das müsste die Summe aller bis Ende 2017 erhaltenen Thesaurierungen sein. Die solltest Du ja jährlich manuell in der Steuererklärung angeben, damit Du im Jahr des Zuflusses (mit automatischer Wiederanlage) die Kapitalertragsteuer zahlen durftest. Da es ausländische Fonds sind, wurde das nicht automatisch abgeführt.


    Die Summe ist nun als Teil der Kapitalerträge zwischen Kauf und Verkauf angegeben. Wenn Du sie all die Jahre versteuert hast, kannst Du sie von den Gesamterträgen abziehen, um sie nicht nochmals versteuern zu müssen. Ggf. musst Du auf Nachfrage die Nachweise der Vorjahre vorlegen.


    Siehe auch hier unter Punkt 3:

    https://www.finanztip.de/index…etf/thesaurierende-fonds/


    Nach meiner Erfahrung war die jährliche manuelle Versteuerung für viele Anleger*innen zu kompliziert. Wenn sie dann beim Verkauf die nicht versteuerten Thesaurierungen wieder nicht angeben, werden sie nachgelagert versteuert. Im Prinzip haben sie dann unerlaubterweise von einem Steuerstundungseffekt profitiert. Ich kenne aber keinen Fall, wo es deswegen Ärger gab.


    Dies ist ausdrücklich keine Aufforderung zur Steuervermeidung! Wenn jemand hier Präzedenzfälle oder Urteile kennt, freue ich mich über Ergänzungen.

    Ich stimme meinen Vorrednern zu. Die Nettorendite ist als Single trotz erhofften Steuervorteils nicht hoch (und unsicher bzgl. künftiger Gesetzesänderungen). Flexibel ist Riester auch nicht. Als Beimischung kann man es trotzdem mitnehmen, auch weil die Beträge im Vergleich zum ETF-Sparplan hoffentlich klein sind. Oder stilllegen oder förderschädlich kündigen...

    Jetzt kamen schon ganz viele sehr gute Tipps, daher nur kurz: Ich wollte Dich mit meiner ersten Antwort nicht verschrecken. Mit Deinem Hintergrund ist der Robo schon ein guter Start, v.a. wenn Du laufend umschichten kannst, was man in der Praxis aber nicht machen sollte, sondern lieber eine richtige Strategie einfach durchhalten.


    Ich vermute, dass Du mit einem menschlichen Berater auf einen höheren Aktienanteil kämst. Aber das kannst Du ja dann später noch ändern, wenn Du Erfahrungen gesammelt hast und weißt, wie sich temporäre Verluste wirklich anfühlen, wenn es mal runter geht.

    Hallo Hendrik789 , willkommen hier im Forum!


    Es hängt von Deiner Bank ab, ob sie mitmacht. Die meisten haben kein Problem damit, wenn Du eh alles online machst und sie Dir keine Briefe oder SMS schicken müssen. Ich war zwei Jahre in Italien, und meine Direktbank hatte die italienische Adresse problemlos akzeptiert. Angeben musst Du die Adressänderung, weil Du dann normalerweise nicht mehr in Deutschland steuerpflichtig bist. Die Bank führt dann also keine deutsche Steuer mehr ab, und Du bist selbst für die korrekte Versteuerung (nach frz. Recht) verantwortlich.

    Hallo pigi01 , willkommen hier im Forum!


    Die Wirtschaft ist 2020 ja ab Mitte Februar eingebrochen. Der Februar 2020 könnte also schon ein falsches Bild liefern, wenn er Bezugspunkt wäre. Wenn Du ein starkes Wachstum von 2019 nach 2020 hattest, kann das bei Dir individuell anders aussehen. Ob es dafür eine Sonderregelung gibt, weiß ich allerdings nicht.

    Hallo Maaiikk, willkommen hier im Forum!


    Ich könnte kotzen, das klingt genau nach so einem Fall, vor dem ich immer warne: Der große Nachteil an den Robo-Advisorn ist, dass es keinen Menschen gibt, der die Selbsteinschätzung plausibilisiert. Ich halte Anleihen für Gift im Depot, zumal bei 30 Jahren Laufzeit. Das ist entweder ein Renditefresser oder ein unnötiges Risiko.


    Ich kenne jetzt natürlich nicht Deine restliche Situation, um Dir direkt was empfehlen zu können. Wie viel legst Du denn an, einmalig oder monatlich?

    Ich weiß nicht, wie Smartbroker es macht, aber wenn ein Wertpapier nicht zur eigenen Risikoklasse passt, dann muss man normalerweise nur mit einem Klick bestätigen, dass man es trotzdem kaufen will. Außer bei Finanztermingeschäften, also der höchsten Risikoklasse, da werden manchmal schärfere Hürden gestellt.