Beiträge von tobiasweiss

    Ich bin "Residualsparer": Was am Monatsende übrig bleibt, sammelt sich an und wird dann investiert, wenn mir die Gelegenheit günstig erscheint.


    In den ersten 10 Jahren der Geldanlage spielt die (monatliche) Sparrate die größte Rolle, während die erzielte Rendite nebensächlich ist. Später dreht sich das Verhältnis um: Wenn das Depot mal siebenstellig ist, spürt es monatliche Zuzahlungen kaum noch.

    Wahrscheinlich bezieht er sich auf die Bessembinder-Studie über den Zeitraum 1990-2018:

    https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2900447


    60,9% der weltweiten Aktien erzielten weniger Rendite als 1-monatige US-Staatsanleihen.

    37,8% der Aktien glichen die Verluste der erstgenannten Aktien wieder aus.

    1,3% der Aktien erzeugten die gesamte Überrendite.


    Optimisten wählen einzelne Aktien. Statistiker sehen das Risiko, eine der Top-Aktien zu verpassen, größer als die Chance, viele Flop-Aktien zu vermeiden.


    Stock Picking kann trotzdem in "nicht effizienten" Märkten funktionieren, in denen nicht alle Teilnehmer gleichzeitig alle Infos haben.

    Für mich persönlich finde ich Kontenmodelle absolut unnötig. Ich gebe ja kein Geld aus, nur weil es auf dem Konto liegt. Aber manchen hilft das wohl, das Geld vor sich selbst zu verstecken. Und in diesem Fall kann man es ruhig machen.


    Wieso ist es für mich Quatsch? Weil ich keine Lust habe, 12 Konten einzeln zu überwachen und Kleinstbeträge dauernd hin und her zu buchen. Da fällt schon genug Aufwand an, wenn manche Konten Verwahrentgelte fordern oder man über eine Bank eine Wertpapierorder aufgeben will, bei der das Geld gerade nicht liegt. Keep it simple.

    Ich nutze die WISO-Software nicht selber und bin kein Steuerexperte. Aber nach meinem Laienwissen geht es nur darum, die Kosten als Werbungskosten abzusetzen. Zum Beispiel unter "Beiträge und Gebühren". Falls es diese Kategorie nicht geben sollte, kannst Du einfach eine andere passende Zeile wählen und den Zweck klar beschreiben.

    Du bekommst von deutschen Brokern immer eine Jahressteuerbescheinigung. Darin steht, welche Beträge Du an welcher Stelle in der Steuererklärung eintragen musst. Wenn man das stur Zeile für Zeile macht, klappt es normalerweise.


    Bei ausländischen Brokern gibt es diese Bescheinigung im deutschen Format manchmal nicht. Bei welchen Brokern bist Du?


    Ansonsten kann noch ein einfaches Steuerprogramm für 5-25 EUR helfen. Das plausibilisiert Deine Einträge.

    "When in doubt, zoom out." Wenn Du zweifelst, geh 'nen Schritt zurück und schau Dir den Langfristchart an. Die Kurse sind/waren 10-20% tiefer als im November. Prima. Kann es och weiter runtergehen? Ja. Also verschießen wir nicht alles Pulver, akzeptieren, dass wir nicht den Tiefpunkt zum Kaufen erwischen, und vertrauen auf die vorher gut überlegte Strategie.


    Meintest Du solche Ratschläge? Ich stehe dazu. 😀

    Du hast noch 32 Jahre und einen Garantiezins von 2,7%. Nach Abzug der Kosten bleibt da immer noch mehr Rendite als beim Tagesgeld. Die Inflation wird das Kapital wohl trotzdem langsam auffressen.


    Der Steuervorteil wirkt nur einmal ganz am Ende (sofern er die erwarteten 5-10 Steuerreformen bis dahin überlebt).


    Wenn nicht viele Versicherungen gleichzeitig pleite gehen, kann der Vertrag dank Protektor als relativ sicher angesehen werden. Als solchen Sicherungsbaustein ohne große Rendite kann man den Vertrag behalten. Ob's für Dich individuell sinnvoll ist, hängt von Deiner restlichen Situation und Deinen Zielen ab.

    Chris' Vorschlag finde ich gut: Online-Beratung ist dank Corona inzwischen Standard und geht meist genauso gut.


    Dieser Bundesverband ist allerdings kein so gemeinnütziger Verein, wie er wirken will. Wer dort anfrägt, bekommt keine Übersicht von Beratern, sondern ein Beratungsangebot der immer gleichen Person.


    Leider gibt die IHK das offizielle vermittlerregister.org nicht für die Suche nach PLZ frei. Mein entsprechender Vorschlag wird aber seit längerem "wohlwollend" geprüft.


    Wer eine/n Berater/in sucht, landet früher oder später bei seiner Standard-Suchmaschine oder Portalen, bei denen man sich kostenpflichtig registrieren lassen muss. Das tun viele nicht, weil die Kosten oft nicht im Verhältnis zur Gegenleistung stehen.


    Probiert mal berater-lotse.de . Da kann man nach PLZ suchen.

    Ohne Krieg war dieser Thread lustiger 😥. Angesichts dessen, was dort Menschen gerade erleiden müssen, sind unsere Wohlstandsprobleme echt nachrangig. Die Zwischenrallye gestern wäre eine super Kommentarvorlage gewesen. Und die Spekulation, wie weit es noch runter gehen kann, bleibt einem auch im Hals stecken. Also ziehen wir einfach unsere Strategie durch und verlieren nicht die Hoffnung.

    Ich schiebe selbst die Kündigung vor mir her. Habt Ihr keine Hoffnung mehr, das der Gesetzgeber zumindest in dieser Legislaturperiode eine Reform beschließt, die Altverträge wieder interessant macht? Abschaffung der Beitragsgarantie und damit volle Aktienquote könnten Riesterprodukte für Leute wie mich retten.

    Dank Dir für die Info. Ich hatte selbst mal versucht, einen Lombardkredit durch einen günstigeren Ratenkredit abzulösen. Klappte leider auch nicht. Sinnvoll wäre das natürlich nur, wenn man den Kredit lange nutzen will. Ansonsten nutze ich den Lombard hauptsächlich, um Limitorders abzudecken, ohne dass das Geld dafür schon auf dem richtigen Konto liegt.

    Ich habe dafür aber einen Ratenkredit aufgenommen. Der ist billiger und wird nicht fällig gestellt, wenn das Depot abschmiert.


    Den Lombardkredit benutze ich als "Dispo", um neu kaufen zu können, wenn die Verkaufsorder noch nicht ausgeführt ist.

    Du hast einen Ratenkredit unter 2,25% bekommen? Darf ich fragen, bei welchem Anbieter?

    Da hatte ich ja bis heute eine tolle Diskussion versäumt. Ich möchte zu JDS's Anfangsfrage noch meine Einschätzung geben: ich rechne langfristig mit 2% Inflation, und dann mit 3% im 2. Szenario. Wenn sie doch höher werden sollte, erwarte ich auch eine höhere Rendite meiner Sachanlagen.


    Mein Zieldepot soll meine heutigen Lebenshaltungskosten inflationsbereinigt zu 200% decken. Dabei kalkuliere ich mit einer Entnahme von 3-4% p.a. Meine Kosten sollen im Alter nicht niedeiger sein. Denn entweder habe ich mehr Zeit zum Geldausgeben. Oder bzw. und vielleicht brauche ich Pflege, womit ich meine Familie nicht unnötig belasten will. Gutes Personal hat gute Bezahlung verdient. Mein stets korrekter Butler wird dann 24/7 verfügbar sein (und wahrscheinlich den ganzen Tag unbeschäftigt meine Lautsprecher genießen).


    Zur Langlebigkeit: Investition in meine Gesundheit ist mir wichtig. Ich plane, 120 zu werden oder sogar ewig zu leben. Die Tech-Milliardäre werden bis dahin alles unternehmen, die Zellalterung aufzuhalten, verbrauchte Körperteile zu ersetzen oder den Geist in künstliche Körper zu transferieren. Das wird anfangs nicht billig. Also hab ich lieber etwas mehr als Reserve.


    Dafür fliege ich heute nicht täglich nach Mauritius. Wozu auch? Mein Lebensstandard ist höher als in meiner Kindheit. Ich muss meine Ausgaben nicht jährlich steigern. Gesundheit, Glück und inneren Frieden gibt es fast kostenlos.

    So so, wenn ich mir keine Zulassung als Versicherungsberater holen will, kann ich mich also als Versichertenberater ehrenamtlich engagieren. Die Haftung übernimmt dann die Knappschaft, oder?


    Spaß beiseite, ich finde jedes Bildungs- oder Beratungsangebot gut, das keine egoistischen Hintergedanken verfolgt. Und für Schulung der Freiwilligen scheint ja gesorgt zu sein.

    Beim Wechsel zu einem anderen Anbieter wird das aktuelle Guthaben übertragen und als bisherige Beitragssumme vom neuen Anbieter garantiert. Wenn der Vertrag nach Kosten vorher im Plus war, lohnt sich das. Ansonsten nicht, dann hat man die Abschlusskosten verschenkt und nicht mehr in der Garantiesumme.