Beiträge von tobiasweiss

    So teuer finde ich die DKB bei Einmalkäufen gar nicht. Bis 10.000 EUR Kaufwert kostet es 10 EUR, darüber pauschal 25 EUR. Außerdem kann man beim Einmalkauf ein Limit angeben. Das kann also doch eine gute Alternative zu einer einmaligen hohen Sparplanrate sein.

    Hallo Hajooo, willkommen hier im Forum!


    Ich habe das Aldi-Programm auch lange benutzt. Dabei bekam ich meist genau die berechnete Erstattung oder konnte die Abweichungen zumindest aus der Begründung nachvollziehen. Das Programm berücksichtigt alle gängigen Pauschbeträge und kann die Auswirkungen auch abbilden, wenn sich Arbeitsverhältnisse unterjährig ändern.


    Also grundsätzlich sollte das klappen. Der Haken daran ist, dass man es auch richtig ausfüllen muss. Es gibt viele Erklärungen und Prüfungen auf Plausibilität. Man kann aber auch versehentlich etwas wegklicken und dadurch eine Erstattung "verschenken". Sicherer wäre die Hilfe durch einen Lohnsteuerverein oder Steuerberater:in. Das kostet natürlich auch ein bisschen.

    Hallo Thebat, vorab nochmals ausdrücklich DANKE, dass Du das Tool hier zur Diskussion stellst und ausprobierst. Wie Du schon schreibst, könnte ich es nur besser beurteilen, wenn ich mir selber die Demoversion laden würde. Da das Ausprobieren Zeit kostet, habe es mir bisher gespart und sehe einfach die "Gefahr" einer Pseudo-Genauigkeit und des Übersehens wichtiger Stellschrauben, wenn die Anwendenden sich zu wenig auskennen.


    Ich gehe anhand Deines Beispiels auf die Pseudo-Genauigkeit ein:

    - Ehepaar, er 35, sie 30, beide angestellt.

    --> Was passiert bei tlw. Babypause, Berufsunfähigkeit, Tod eines Partners?

    - Einfamilienhaus, 3 Darlehen, laufen noch 5, 15, 20 Jahre, unterschiedliche Zinssätze.

    --> Welche Anschlussfinanzierung wird man bekommen? Da braucht es eine Best-, Mid- und Worst-Case-Planung als Hüllkurve, was das Tool hoffentlich kann.

    - 2 V+V Objekte, beide noch mit Darlehen (15 Jahre, 25 Jahre).

    --> Mehrere Szenarien für Leerstand und ungeplante Reparaturen möglich?

    - Eigenheim, soll mit 75 Jahren verkauft werden.

    --> Welchen Preis bekommt man? Zwischen 0% und mehreren 100% des heutigen Werts ist alles möglich. Auch das mittlere Szenario unterliegt Schwankungen von +/- 50%.

    - 2 Kinder, die später voraussichtlich studieren sollen.

    --> Okay, Zuschuss zu Lebenshaltungskosten kann man planen, ggf. teures Auslandsstudium auf Wunsch auch.

    - Geförderte Riesterrente der Frau.

    --> Da berücksichtigt das Programm hoffentlich auch die unklare Steuersituation in der Zukunft, die fehlende Flexibilität, mit Zwangsverrentung ohne Rendite vor Lebensalter 150...

    - Rüruprente beim Mann.

    --> Um Himmels willen...

    - 2 Aktiendepots.

    --> Rendite 5% oder 10% im Zielzeitraum? Über lange Dauer ein Riesenumterschied, wie Du natürlich selbst weißt.

    - In ca. 20 Jahren wird ein Erbe aus dem Verkauf eines EF-Hauses erwartet.

    --> Was ist das Haus dann wert? Auch hier wieder +/-50% realistische Schwankung, oder?

    - Inflation 1,5%, Lohnsteigerung 2%, Immobilienwert steigt pro Jahr um 1%

    --> Yep, da lassen sich andere Werte schön simulieren.


    Was meine ich damit? Du kannst viel simulieren, aber ob Du im Jahr X eine oder zwei Millionen im Depot hast, kannst Du kaum beeinflussen. Die Simulation muss also gar nicht genau sein. Die Grundsatzentscheidungen kann man auch nach Verständnis der Tendenzen treffen:

    - Will ich weiter arbeiten? Macht es mir Spaß, verdiene ich gut damit? Wenn nein, warum ändere ich es nicht?

    - Reichen meine sicheren Einnahmen im Alter vermutlich aus?

    - Will ich recht sicher ein kleines Vermögen oder sehr wahrscheinlich ein großes Vermögen?

    - Welchen Plan B habe ich für jedes einzelne Puzzle-Teilchen, wenn dabei was schief geht?

    Sehe ich das richtig: 357 EUR für ein Excel-Tool, mit dem man selbst seine Finanzplanung machen kann? Im Vergleich mit einer Steuerberatungs-Software: Die kostet einen Bruchteil (ab 5 EUR). Für komplexere Fälle geht man aber doch zum Steuerberater.


    Den Mehrwert sehe ich schon, aber wer wenig Ahnung hat, könnte sich selbst auf den Holzweg führen und ist beim Honorarberater eventuell besser aufgehoben. Und wer viel Ahnung hat, braucht das Tool nicht mehr? Also wäre die Zielgruppe jemand mit "mittlerer Finanz-Kompetenz".

    Mir ist nichts aufgefallen. Immer wenn ich in den letzten Wochen schaute, war der Stand aktuell. Bin bei zwei beitragsfreien Verträgen trotz des konsequenten "Buy High, Sell Low" inzwischen sogar im Plus, Aktienquote 58% und 66%.


    Ein einfacher Welt-ETF hätte natürlich viel mehr gebracht, aber vielleicht schaffen wir ja bis zu meinem Renteneintritt doch noch die Riester-Reform...

    Ich komme zu einer ähnlichen Einschätzung wie Du, Panda. Wenn die "dumme Masse nur noch ETF kauft", dann bekommen aktive Investoren wieder bessere Chancen, mit Stock Picking eine Überrendite zu erzielen. Das sollte sich also einpendeln.


    Vor einigen Jahren hieß es mal, es könnte "gefährlich" werden, wenn ETFs mal 40% des Markts ausmachten. Die größte Gefahr sehe ich, dass Privatanleger mit wenigen Klicks große Summen aus dem Markt abziehen und damit (Abwärts-)Bewegungen verstärken können. Mit vielen Einzelaktien ist das aufwändiger. Die Privatanleger machen aber nicht den Großteil der Anleger aus. Ich finde ad hoc gar keine Statistik dazu; hat die jemand?

    Hallo Tommes, willkommen hier im Forum!


    Das Tagesgeld verstehe ich, wenn Du damit einigermaßen fest geplante Ausgaben finanzieren willst. Wieso die Aufteilung ETF und Aktien?


    Ich bin eher Team ETF, weil ich davon überzeugt bin, dass die meisten Anleger damit langfristig eine bessere Rendite erreichen als mit Aktien.


    Vom "Team Aktien" höre ich meist zwei Argumente:

    1) Man glaubt, den markt schlagen zu können. Dann frage ich mich, wieso dann trotzdem Geld in ETF gesteckt wird. Glaubt man nun an sich oder nicht?

    2) Es mache Spaß und motiviere. Okay, das ist subjektiv. Mir macht es Spaß, wenn am Ende am meisten Geld rauskommt. :)

    Das kommt drauf an, was im Vertrag steht. Üblich ist, die Abschlussprovisionen auf die ersten 5 Jahre zu verteilen. Ob das hier auch gilt, weiß ich nicht.


    Um die wahren Kosten nachrechnen zu können, frage ich die Gesellschaften immer, welches Endkapital bei Renteneintritt verfügbar sein wird, wenn die Beiträge konstant bezahlt werden und die Fonds bis dahin mit 6% performen. Hast Du einen solchen Wert bekommen?

    Hallo Pott84 , willkommen hier im Forum!


    Was Du mit dem Vertrag anstellen sollst, könnten wir Dir nur raten, wenn wir Deine komplette Situation kennen würden. Die Kernfragen sind:

    - Welche Ziele wolltest Du damals mit dieser Versicherung erreichen? Was hat sich Stand heute daran geändert?

    - Brauchst Du sehr sichere Rentenzahlungen in der Zukunft?

    - Rechnest Du mit Vorteilen durch die nachgelagerte Besteuerung?


    Für viele lohnt sich eine Basisrente nicht, weil sie im Lauf des Lebens doch mehr Flexibilität brauchen. Die Basisrente schützt das angesparte Vermögen aber auch vor eigenem Zugriff und endet normalerweise in einer Zwangsrente. Auf dem Weg dahin soll das Geld unversteuert arbeiten und erst in der Auszahlphase mit einem dann hoffentlich niedrigeren Steuersatz versteuert werden. Die Kosten des Versicherungsmantels fressen diesen Steuervorteil aber bei lang laufenden Verträgen meist auf. Übrig bleibt ein Konstrukt, das das Geld vor dem eigenen Zugriff schützt. Sozusagen Selbstdisziplinierung.


    Außerdem: Deine Basisrente investiert in einen sehr defensiven Fonds. Über lange Laufzeiten bringen reine Aktienfonds bzw. Aktien-ETF meist deutlich mehr Rendite bei höheren Schwankungen:

    https://www.fondsweb.com/de/ve…DE0008474032,IE00B4L5Y983


    Außer Fortführen und beitragsfrei Stellen kannst Du also auch noch einen Fondswechsel innerhalb der Versicherung überlegen.

    Ich hab studiert und bekäme die 45 Jahre trotzdem voll. Es geht auch ohne Bummeln, wenn mit etwas Glück die Lebensumstände passen. Da ich aber - wiederum glücklicherweise - früh genug auf die Warnungen gehört habe, dass die GRV nicht reichen wird, sehe ich sie inzwischen auch nur noch als ein Zubrot. Ich wunderte mich damals schon, dass der Satz zwar manchmal fiel ("private Vorsorge ist notwendig"), dass sich aber niemand darum kümmerte, wenn sich jemand nicht darum kümmerte. Die künftig noch viel stärkere Altersarmut in Deutschland ist hausgemacht. Das ärgert mich.


    Wenn wir das System eh mit bald 100 Mrd. Euro jährlich aus Steuern bezuschussen, dann lasst uns einen kleinen Teil noch drauflegen und endlich den kapitalgedeckten Baustein einführen. Wenn wir ihn dann schrittweise erhöhen, sieht es in 20-40 Jahren schon viel besser aus, oder? Dann muss meine Tochter keine drei Rentner*innen finanzieren.

    Hallo Stefano, ein USD-Konto hat den Sinn, dass Du nicht bei jeder USD-Transaktion Wechselgebühren zahlen musst. Wenn Du also oft direkt in den USA kaufst oder häufig nennenswerte Dividenden in USD beziehst, kann sich das lohnen. Wenn Du dann aber regelmäßig Geld vom USD- ins EUR-Konto überweist und umgekehrt, bringt's nichts.

    Hallo Leget, willkommen hier im Forum und bei den Steuerpflichtigen!


    Achtung, ich bin kein Steuerberater, aber nach meinem Laienverständnis hast Du die Sache prinzipiell richtig erfasst: Du bist mit den Gewinnen über der Freigrenze (nicht Freibetrag) von 600 EUR jährlich und musst daher alle Gewinne aus "Privaten Veräußerungsgeschäften" versteuern.


    Da Du aber sonst keine Einkünfte hast, wirst du keine Steuern bezahlen müssen. Denn Du liegst unter dem Grundfreibetrag von knapp 10.000 EUR:

    https://www.finanztip.de/freibetraege-pauschbetraege/


    Meines Wissens muss man dann gar keine Erklärung abgeben. Steuerexperten mögen mich gerne korrigieren.

    Ab wann genau ist der Fonds ein Aktienfonds bzw. Mischfonds. Sieht man dies im Bundesanzeiger? Oder woran kann man dies erkennen?

    Die Angabe ist für jeden Fonds in seinen Wesentlichen Anlegerinformationen (WAI) bzw. Key Investor Document (KID) verbindlich festgehalten. Z.B. "Der Fonds beabsichtigt, stets mindestens 51% in Aktien zu investieren." --> Aktienfonds


    Lothars Hinweis, dass manche Banken diese Info in der Übersicht anzeigen, ist natürlich auch korrekt.

    Ups, das Konzept hat mich spontan an Riester-Fondssparpläne erinnert: Gesetzlich muss die Einlagensicherung (bzw. Beitragsgarantie) erfüllt werden, aber für höhere Rendite wird in DeFi (bzw. Aktien-ETF) investiert.


    Alles super, solange die Rendite kommt. Wie wird die Garantie aber erfüllt, wenn die Anlage mal an Wert verliert? Also bitte genau das Kleingedruckte lesen. Selbst gelesen habe ich noch gar nicht. Ich trenne beides lieber: Kleingeld liegt auf dem Konto, Großgeld ist eigenverantwortlich investiert.

    Prof. Fratzscher schreibt (ich erlaube mir ein Zitat): "Menschen in bestimmten Berufszweigen, die psychisch und physisch hart belastet werden, sollten für ihre Beiträge in die gesetzliche Rente einen höheren Anspruch an monatlichen Rentenzahlungen erwerben"


    Jetzt hol ich mal die Kapitalistenkeule raus: Genauso ist es doch gerade: Berufe mit harten Belastungen werden höher bezahlt und erzeugen mehr Rentenpunkte. Wer glaubt, ein Beruf mit kleinerem Einkommen sei härter, kann ja gern den Beruf wechseln.


    Dass das in Einzelfällen nicht immer funktioniert, ist mir klar. Aber grundsätzlich finde ich unsere soziale Marktwirschaft genau richtig.