Beiträge von tobiasweiss

    Hallo Stefano, ein USD-Konto hat den Sinn, dass Du nicht bei jeder USD-Transaktion Wechselgebühren zahlen musst. Wenn Du also oft direkt in den USA kaufst oder häufig nennenswerte Dividenden in USD beziehst, kann sich das lohnen. Wenn Du dann aber regelmäßig Geld vom USD- ins EUR-Konto überweist und umgekehrt, bringt's nichts.

    Hallo Leget, willkommen hier im Forum und bei den Steuerpflichtigen!


    Achtung, ich bin kein Steuerberater, aber nach meinem Laienverständnis hast Du die Sache prinzipiell richtig erfasst: Du bist mit den Gewinnen über der Freigrenze (nicht Freibetrag) von 600 EUR jährlich und musst daher alle Gewinne aus "Privaten Veräußerungsgeschäften" versteuern.


    Da Du aber sonst keine Einkünfte hast, wirst du keine Steuern bezahlen müssen. Denn Du liegst unter dem Grundfreibetrag von knapp 10.000 EUR:

    https://www.finanztip.de/freibetraege-pauschbetraege/


    Meines Wissens muss man dann gar keine Erklärung abgeben. Steuerexperten mögen mich gerne korrigieren.

    Ab wann genau ist der Fonds ein Aktienfonds bzw. Mischfonds. Sieht man dies im Bundesanzeiger? Oder woran kann man dies erkennen?

    Die Angabe ist für jeden Fonds in seinen Wesentlichen Anlegerinformationen (WAI) bzw. Key Investor Document (KID) verbindlich festgehalten. Z.B. "Der Fonds beabsichtigt, stets mindestens 51% in Aktien zu investieren." --> Aktienfonds


    Lothars Hinweis, dass manche Banken diese Info in der Übersicht anzeigen, ist natürlich auch korrekt.

    Ups, das Konzept hat mich spontan an Riester-Fondssparpläne erinnert: Gesetzlich muss die Einlagensicherung (bzw. Beitragsgarantie) erfüllt werden, aber für höhere Rendite wird in DeFi (bzw. Aktien-ETF) investiert.


    Alles super, solange die Rendite kommt. Wie wird die Garantie aber erfüllt, wenn die Anlage mal an Wert verliert? Also bitte genau das Kleingedruckte lesen. Selbst gelesen habe ich noch gar nicht. Ich trenne beides lieber: Kleingeld liegt auf dem Konto, Großgeld ist eigenverantwortlich investiert.

    Prof. Fratzscher schreibt (ich erlaube mir ein Zitat): "Menschen in bestimmten Berufszweigen, die psychisch und physisch hart belastet werden, sollten für ihre Beiträge in die gesetzliche Rente einen höheren Anspruch an monatlichen Rentenzahlungen erwerben"


    Jetzt hol ich mal die Kapitalistenkeule raus: Genauso ist es doch gerade: Berufe mit harten Belastungen werden höher bezahlt und erzeugen mehr Rentenpunkte. Wer glaubt, ein Beruf mit kleinerem Einkommen sei härter, kann ja gern den Beruf wechseln.


    Dass das in Einzelfällen nicht immer funktioniert, ist mir klar. Aber grundsätzlich finde ich unsere soziale Marktwirschaft genau richtig.

    Wenn Freistellungsaufträge während des Jahres bearbeitet werden, werden i.d.R. etwaige bisher gezahlte Steuern wieder gutgeschrieben oder nachträglich abgeführt. Das ist zwar Aufwand für die Banken, hat bei mir aber immer zuverlässig funktioniert.

    Ich hab mit 50 EUR angefangen, weil es dafür 10 EUR Willkommensbonus gab :-)


    Bei der Hardware-Wallet bitte auch Vorsichtsmaßnahmen zur Aufbewahrung beachten: Was ist, wenn das Haus abbrennt? Also Recovery Seed generieren, auf Metallplatten an unterschiedlichen Orten verstecken, ...

    Es gibt inzwischen mehrere Untersuchungen mit dem Ergebnis, dass "nachhaltige" Fonds/ETF besser abschnitten als normale. Der 1. Haken dabei ist, dass der Untersuchungszeitraum immer sehr klein war. Eine Studie mit Rückrechnung über mehrere Jahrzehnte gibt es bestimmt irgendwo, habe ich aber noch nicht gelesen.


    Der 2. Haken ist, dass es für "Nachhaltigkeit" noch keine objektive Definition gibt. Das wird versucht, wird aber immer eine subjektive SIchtweise beinhalten, die dann einfach als allgemeine Norm festgelegt wird. Der eine findet Atomkraft nachhaltig, weil es weniger tägliche Emissionen erzeugt als Kohle, der andere findet es nicht nachhaltig, weil es lange strahlt, falls es mal Puff macht. In Folge dieser fehlenden allgemeinen Definition sind in "nachhaltigen" ETF je nach Emittent unterschiedliche Firmen enthalten. Von wegen passives Investment.


    Wenn es jemand ernst meint mit dem Wunsch nach Nachhaltigkeit, diskutiere ich seine/ihre persönlichen Kriterien und suche dann etwas Passendes. Die ESG- oder SRI-gelabelten ETF überspringen wir dabei meistens. Den meisten genügt allerdings der Ansatz, dass jede Firma aktuell versucht, als "nachhaltig" eingestuft zu werden, und daher alle etwas besser werden.

    So so: "Wer in einem Beruf mit hoher Belastung arbeite, etwa auf dem Bau, in der Logistik oder in der Altenpflege, lebe im Schnitt deutlich kürzer"


    Ich habe durch die ständig verschobenen Rentenreformen schon weiße Haare und einen Tonus in der Kiefermuskulatur. Die Erleichterungen müssen also auf jeden Fall auch für unsere Beruf der Finanztip-Forist*innen gelten! ;-)

    Von den Reverse-ETF halte ich aus den genannten Gründen ebenfalls nichts. Man könnte dafür natürlich einen Hebel verwenden. Ich habe das mal ein paar Jahre ausprobiert und nach oben mit Hebel 4 und 8 mehrmals Gewinne gemacht. Bei der versuchten Absicherung nach unten mit Hebel 4 verlor ich, weil der Markt doch weiter nach oben wollte (2013 - wer erinnert sich...?). Aber das Ziel der Absicherung des Depots, ohne die steuerfreien Werte zu verkaufen, hatte ich erreicht. Da man für diese Hebel-Spielerei immer wieder auf die passende Gelegenheit warten muss, hat man hohe Opportunitätskosten. Und bei Schwankungen ohne klare Tendenz verliert man automatisch.


    Zum Einstiegszeitpunkt: Statistisch bringt die sofortige Einmalanlage die höchste Rendite. Das liegt einfach daran, dass langfristig die Aktien immer gestiegen sind. Die schönste Statistik hilft Dir aber nichts, wenn ausgerechnet Du der Fall bist, bei dem die Kurse kurz nach dem Kauf in den Keller gehen. Wenn Dir das egal ist, dann Feuer frei und viel Glück!


    Ansonsten empfehle ich ein Einstiegsszenario mit einer Teilsumme sofort und regelmäßigen Zukäufen über festen Zeitraum x, plus Zusatzkäufen bei größeren Rückschlägen. Das senkt Chance und Risiko.

    Obacht Marcus, wenn Du einen ETF-Sparplan in einen Versicherungsmantel packst, wird die Rendite nicht höher sondern niedriger. Die Versicherung und ihr Vertrieb wollen schließlich auch was verdienen, und das wird von Deinen Beiträgen abgezwackt. Der Rest wandert in den ETF. Bei langen Laufzeiten fressen die jährlichen Kosten meist die erhofften Steuervorteile mehr als auf.


    JDS hatte das oben schon mal in Zahlen verglichen, aber ich erlaube mir, das nochmal zu betonen, weil Du in Deiner Antwort nicht darauf eingegangen bist.

    Hallo TF, willkommen hier im Forum!


    Du willst eine schöne Summe anlegen, da bekommst Du bestimmt viele Vorschläge. Deine Zielrendite ist absolut realistisch. Ich rechne langfristig mit 6-8% im Schnitt, inklusive mancher Krisenjahre, wie wir sie in den letzten 40 Jahren erlebten.


    Die Empfehlung von Finanztip und vieler hier im Forum lautet: Langfristig sind ETF kaum schlagbar. Ein breit streuender Weltindex kann dafür genügen, selbst bei dieser Summe. Ich selbst stelle gerne Depots aus mehreren ETF zusammen und weiche damit in manchen Bereichen bewusst vom Weltindex ab. Das Ziel dabei sind 1-2% mehr Rendite bei etwas weniger Risiko. Schwerpunkt klar auf Aktien, ggf. Immobilien, keine Anleihen, eventuell Gold zur erhofften Abfederung von Schwankungen, eventuell Kryptowerte zur weiteren Streuung. Der genaue Mix hängt von Deiner Risikobereitschaft und -tragfähigkeit ab.


    Was Du unter "recht sicher investieren" verstehst, müssten wir noch diskutieren. Bei langfristiger Anlage sollte man auch mal einen temporären Verlust von 40% oder mehr aushalten können, ohne nervös zu werden. Wenn Du das Risiko nach unten begrenzen willst, wird's komplizierter.


    Bzgl. der Bank gibt es viele zur Auswahl, die kaum was kosten. Ich sehe die Bank nur als einfachen Ausführer. Möchtest Du selber investieren und Dich dabei beraten lassen? Oder möchtest Du jemanden mit der Verwaltung beauftragen und Dich selbst nicht kümmern?


    Und warum frägst Du nach einer Schweizer Bank? Hast Du dort z.B. Wohnsitz, Zahlungsströme, Aktien oder Schließfächer?

    Auch wenn man selbst gut Bescheid weiß, finde ich einen Austausch mit anderen sinnvoll. Das kann man hier im Forum machen oder auch mir einer Anlageberaterin. Das schöne an der Beraterin ist ja, dass man dabei das Heft nicht aus der Hand gibt, sondern auf Augenhöhe mehrere Strategien diskutieren kann. Und wer dafür keine Zeit investieren will, ist bei der Vermögensverwalterin gut aufgehoben. Zugegeben, ob die Leute gut sind und zu einem passen, sieht man leider nicht sofort.