Beiträge von Kant

    Moin,


    mir ist jetzt ein sehr wichtiger Aspekt aufgefallen, der m.E. sehr wenig im Kontext Riester-Rente diskutiert wird (auch bei Finanztip unerwähnt bleibt): Das Thema Inflation.


    Bei den oben angenommenen 196 € und einer Inflation von 1,8% käme ein Wert von ca. 100€ am Ende raus.
    Und das bei einer monatlichen Sparrate von 135 €.


    Während die staatliche Rente über die Jahre inflationsbedingt angepasst wird, passiert das bei keiner Riesterversicherung oder? Es wird lediglich garantiert, dass man das eingezahlte herausbekommt.


    Ich glaube jetzt ist die Riester-Rente schlussendlich für mich raus...

    Moin,


    mir ist jetzt ein sehr wichtiger Aspekt aufgefallen, der m.E. sehr wenig im Kontext Riester-Rente diskutiert wird (auch bei Finanztip unerwähnt bleibt): Das Thema Inflation.
    Während die staatliche Rente über die Jahre inflationsbedingt angepasst wird, passiert das bei keiner Riesterversicherung oder? Es wird lediglich garantiert, dass man das eingezahlte herausbekommt.

    Moin!


    Ich ging tatsächlich von keinem weiteren Zins aus während der Entnahme aus, wusste nicht dass man da mit weiteren Zinsen rechnen kann. Den ETF habe ich deshalb so pessimistisch gerechnet um zu sehen was quasi im Worst Case doch noch alles drin ist, die Historie zeigt natürlich das deutlich mehr drin sein müsste.


    Ich finde euren Ansatz sehr charmant, dass ein Ehepartner riestert, die Zulagen mitnimmt und fertig.
    Wie ist das denn wenn beide später in Rente gehen, können dann beide auf die monatliche Rente zugreifen oder ist das dann offiziell nur für die Person die geriestert hat?


    Schönen Sonntagabend noch!

    @chris2702 verstehe ich es richtig, dass ihr, also deine Frau, trotz der geringen Steuerentlastung riestert und die Zulagen mitnehmt?


    Deine Ausführungen haben mich über eine Alternative zum Riestern nachdenken lassen.
    In meinem Rechenbeispiel sieht der Riestersparplan eine Sparrate von 135 € pro Monat vor. Wenn ich das monatlich in einen ETF stecke und eher pessimistisch von nur 3% Rendite ausgehe komme ich bei Quartalsausschüttung im gleichen Ansparzeitraum von 35 Jahren auf 100.000 Euro.


    In meinem vorigen Beitrag kam ich ja auf eine monatliche Riesterente von ca. 200 € nach Steuern.
    Wenn ich also im Jahr das gleiche aus meinem ETF-Ersparten bekommen möchte, müsste ich ca 3.000 p.a. entnehmen.
    801 € (steuerfrei) + 1.650 (25% Abgeltungssteuer i.H.v. 550€) = 2.451 €


    Mit dieser Rechnung würde ich also 33 Jahre mit einer vergleichbaren Rente auskommen, wäre allerdings bei der Höhe der Summe die ich entnehme flexibler und hätte eine fortlaufenden Zinseszinseffekt aufgrund der Summe die nach wie vor in den ETFs liegt.


    Der einzige Einwand den es hier noch geben kann ist das Thema Risiko. Ein ETF würde vermutlich immer riskanter bewertet also ein Riestervertrag, oder?

    Ich habe jetzt mal in die Tiefe recherchiert und führe mal meine Gedanken aus, in der Hoffnung dass es nachvollziehbar ist:


    Allerdings wird dann später bei der monatlichen Rente die Steuer fällig:
    "Gegenstück der Steuerfreiheit in der Sparphase ist eine volle Besteuerung in der Rentenphase. Bei den später gezahlten Riester-Renten werden also nicht nur die Gewinne besteuert, sondern die Renten in voller Höhe mit dem persönlichen Steuersatz. Ein echter Steuervorteil entsteht deshalb nur, wenn der Steuersatz im Alter deutlich niedriger ist als während der Einzahlungen." (wiwo.de)


    Wiwo geht von bei Renteneintritt von einer Einkommenssteuersatz von 10 Prozentpunkten weniger aus als zur Berufszeit, also bei 42% wären es dann nur noch 32 %. Finanztip hat in seinem Beispiel 28 % angenommen.
    Wenn ich also annehme dass ich später eine monatliche Rente von 280 € bekomme und der Einfachheit halber 30% an Steuern abgehen, also 84 €, dann bekomme ich 196 € monatliche Rente.


    Der Steuervorteil von 650 € (54 € pro Monat) oder 746 € (62 € pro Monat) in der Sparphase stünde somit einer monatlichen Abgabe von 84 € im Rentenalter gegenüber.


    Die Rechnung, dass ich in der Sparphase wegen Grund- & Kinderzulage sowie Steuervorteilen lediglich 975 oder 879 € zahle ist fehlleitend, da ich die Steuern zu einem späteren Zeitpunkt noch zahlen werde.
    Ich komme zur Erkenntnis, dass der Steuervorteil von 650 € oder 746 € einer Besteuerung im Rentenalter von 1.008 € gegenübersteht.
    Die ursprüngliche Rechnung (2100 - 475 - 650 = 975 oder 2100 - 475 - 746 = 879) müsste also korrigiert werden zu:
    2.100 - 475 - 650 + 1.008 = 1.983 € oder
    2.100 - 475 - 746 + 1.008 = 1.887 €


    Mein Versuch das Riester-Sparen schön zu rechnen ist daher nicht wirklich gelungen, den Steuervorteil darf man sich nicht schön rechnen, da die Steuern später merklich die monatliche Rente reduzieren.

    Hi @chris2702,


    danke! Jetzt habe ich es verstanden, die "4% vom Letztjahresbrutto minus Zulage" sind entscheidend.
    Meine Frau müsste laut Rechner auf www.bvi.de 1.745 € zahlen um die 175 € zu erhalten.
    So kämen wir dann auf eine Summe von 3.845 € (1.745 + 2.100), wovon 650 € p.a. Zuschuss sind.


    Es gibt ja noch den Steuervorteil, dieser ist zwar vom Einkommenssteuersatz abhängig aber wenn man einfach das Beispiel auf Finanztip nimmt und das auf meinen Fall anwendet:
    Bruttoeinkommen: 70.000 € p.a.
    Einzahlung: 2.100 € p.a.
    errechneter Steuervorteil: 921 € p.a.
    tatsächliche Steuererstattung: 746 € p.a.


    Zur einfacheren Rechnung, nehmen wir meine Frau mal kurz aus der Riester-Modell raus.
    Könnte man dann sagen, dass ich für die 2.100 € lediglich einen effektiven Aufwand von 879 € habe, da ich 746 € Steuererstattung erhalte, sowie 475 € (Grundlage + Kinderzulage)?

    Hallo liebe Community,


    es gibt endlich mal gute Nachrichten in diesen verrückten Zeiten, wir erwarten im September unser erstes Kind! :thumbsup:
    Jetzt beschäftigen wir uns in diesem Zusammenhang mit dem Thema Riestern.


    Dies ist die Ausgangssituation:
    Ich möchte den maximalen Förderbetrag von 2100 p.a. besparen, hier bekomme ich dann 475 € (Grundzulage 175 + Kinderzulage 300) bezuschusst.
    Jetzt könnte meine Frau ebenfalls eine Riesterrente abschließen und diese mit dem Mindestbeitrag i.H.v. 60 € p.a. besparen.


    Die daraus resultierenden Fragen:
    Bekommt meine Frau dann automatisch die Grundzulage von 175 €, sodass sie im Grunde 235 € p.a. einzahlt?
    Kann man dann sagen, dass wir bei 2160 € p.a. also nicht 475 € sondern 650 € p.a. Bezuschussung erhalten?


    Vielen Dank für eure Hilfe.

    Hey liebe Community,
    es geht weiter: Ich habe mich jetzt ausführlicher mit Rohstoff-ETFs auseinandergesetzt.
    Hier kam eine Frage zum Thema Gold ETCs auf, in der aktuellen Finanztest steht "Anleger sollten auch bedenken, dass es (gemeint sind Gold ETCs) anders als Aktien oder Anleihen keine Erträge abwirft."
    Das deckt sich mit anderen Artikeln wie z.B. auf Test.de: "Hinzu kommt: Gold wirft keine Erträge ab. Es verzinst sich nicht."


    Nun kann man aber auf JustETF zum Beispiel bei EUWAX Gold und EUWAX Gold II sehen, dass sie thesaurierend sind.
    Demnach werfen sie diese ETCs ja doch etwas ab, was eben thesaurierend reinvestiert wird.


    Könnt ihr mir helfen diese zwei vermeintlich widersprüchlichen Aussagen zu verstehen?

    Hallo liebes Finanztip-Forum,
    seit ein paar Tagen lese ich hier diverse Beiträge durch, es macht echt richtig Spaß und hier herrscht eine tolle Stimmung!


    Viele meiner Fragen konnte ich klären, drei Fragen bleiben aber bislang unbeantwortet, vielleicht könnt ihr mir helfen:


    1) Zunächst habe ich des öfteren gelesen, dass man bei einem Invest von insgesamt unter 10.000 € durchaus nur in einen ETF einsparen sollte.
    Das widerspricht aber dem Ansatz seine Investments zu diversifizieren, oder kann man bei einem World ETF sagen dass er quasi per Definition breit investiert und man selbst somit auch?


    2) Spricht etwas dagegen, gleich von Beginn mit einer höheren Investitionssumme (2.000 €) einzusteigen und dann mit einem regulären Sparplan nach und nach aufzustocken (100 €/m)?


    Nach meinem Verständnis kann man mit einer höheren Anfangsinvestition und bei einem thesaurierendem ETF schneller einen größeren "Zinseszins-Effekt" erzielen und wenn man Fixkosten pro Transaktion hat (z.B. Flatex oder DKB) sind die Kosten auch geringer, wie wenn ich den gleichen Betrag über mehrere Monate einzahle via Sparplan.


    3) Gerne werden hier immer "pauschal" gewisse ETFs genannt oder empfohlen, z.B. MSCI World-ETF, bei genauerem hinschauen ist das aber nicht einer sondern diverse die unter diesem Namen laufen, allerdings von iShares, Xtrackers, Lyxor etc.
    Wie unterscheiden sich diese verschiedenen MSCI World-ETFs voneinander?


    Viele Grüße