Beiträge von Dr. Schlemann

    Wow, danke für Ihre tolle und ausführliche Bewertung! Wir haben ja öfters mit "vorgeschädigten" Kunden zu tun, gerade bei Ärzten, die erst einmal Erfahrungen mit Finanzvertrieben mit drei Buchstaben sammeln. Eine gesunde Anfangsskepsis ist da völlig normal und verständlich. Gerade dann ist es aber besonders schön, Vertrauen zu gewinnen und zu sehen, wie unsere Arbeit gewertschätzt wird - einschließlich der "Hausaufgaben" zur Nacharbeit, damit unsere Kunden eben auch ein Stück weit selbst verstehen und nachvollziehen können, was sie tun. Noch einmal ganz herzlichen Dank!! :thumbsup:

    liki90, unterschiedliche Meinungen beleben ja durchaus die Unterhaltung, sofern die Meinungen zu dem Thema passen, über das sich unterhalten wird. :)

    Es mag Ihr Weltbild erschüttern, aber wir haben ausreichend Kunden, die von uns beraten werden möchten. Wir "suchen" deshalb nicht, lassen uns aber von den "Richtigen", d.h. von anspruchsvollen Kunden, die unsere Beratung zu schätzen wissen, gerne finden.

    Beim Thema Versicherungsmakler und Unabhängigkeit geht Ihre Wahrnehmung etwas an den rechtlichen Rahmenbedingungen vorbei. Als Einstiegslektüre hier der Wikipedia Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/…rungsmakler_(Deutschland):


    "Versicherungsmakler sind nicht vertraglich an eine Versicherungsgesellschaft gebunden, sondern stehen als „treuhänderähnliche Sachwalter“ der Interessen des Versicherungsnehmers auf dessen Seite."


    "Der Umfang der Pflichten betrifft regelmäßig nicht nur die Ermittlung eines ausreichenden Versicherungsschutzes und die Vermittlung entsprechender, für den Versicherungsnehmer günstiger Verträge, sondern auch die Verwaltung, Betreuung und Aktualisierung dieser Versicherungsverhältnisse."


    "Der Makler, auch als Broker bezeichnet, ist an kein Versicherungsunternehmen gebunden. Er erhält vom Kunden einen Beratungs- und Vermittlungsauftrag. Seine Loyalität besteht in erster Linie dem Kunden bzw. Mandanten gegenüber."


    "Gemäß dem Urteil des BGH vom 22. Mai 1985, Az.: IVa ZR 190/83 ist der Makler ein sogenannter Sachwalter des Kunden und hat damit im Bereich der Finanzdienstleistung, also der Tätigkeit als unabhängiger Finanzberater und freier Versicherungsmakler, eine ähnliche Stellung wie ein Rechtsanwalt oder Steuerberater. Er hat die Interessen seines Kunden zu vertreten, einen ausreichenden Marktüberblick zu gewährleisten, diesen nachzuweisen und kann vom Kunden haftbar gemacht werden."

    Vielleicht hatten Sie aber auch Versicherungsvertreter vor Augen? Da wären solche Sorgen berechtigt, siehe "Der Versicherungsvertreter ist, anders als der Versicherungsmakler, Geschäftsbesorger des Versicherungsunternehmens und vertritt damit in erster Linie dessen Interessen. Fehler des Versicherungsvertreters werden dem Versicherungsunternehmen als eigenes Wissen zugerechnet (§ 278 BGB). Andere Bezeichnungen für den Versicherungsvertreter sind Agent, Exklusivvertrieb, Agenturvertrieb, Ausschließlichkeitsagent, Außendienst der Versicherungsgesellschaft, Tied Agent. Ebenfalls zu den Versicherungsvertretern gehören Mehrfachagenten, welche für mehrere Versicherungsunternehmen Geschäfte anbahnen."

    Aber genug dazu, das wäre thematisch auch wieder ein anderer Thread. :)

    Berufsunfähigkeit über die Firma zu versichern ist sowieso keine so gute Idee, einfach mal nach Berufsunfähigkeit Kombination mit Betrieblicher Altersvorsorge / BAV googeln.


    Richtig, das lässt sich versichern, je nach Ausprägung des Asthmas ggf. mit einem Leistungsausschluss für entzündliche Atemwegserkrankungen.

    Von "Abrechnungsdiagnosen" lese ich im Sachverhalt nichts. Ein genaues Aufarbeiten der Gesundheitsfragen ist aber immer wichtig um sicherzugehen, dass nicht noch ein paar gesundheitliche Leichen im Keller schlummern.

    Ich wundere mich ja manchmal, weshalb so häufig "anonyme Risikovoranfragen" empfohlen werden. Das kann durchaus sinnvoll sein, wenn es sich um eine Erkrankung handelt, die gerade noch innerhalb der Fragezeiträume liegt und ein paar Monate später nicht mehr anzugeben wäre. Beim Asthma wird sich vermutlich nichts mehr ändern, da spielt Anonymität m.E. keine so große Rolle. Schadet aber auch nicht, sofern die angefragte Gesellschaft mitspielt. Manche Gesellschaften bearbeiten keine anonymen Risikovoranfragen, da sollte man dann eher über eine Pseudonymisierung nachdenken.

    Abgelehnte Anträge würde ich unter "Hygienegesichtspunkten" auch vermeiden. Wir stellen keinen Antrag, bei dem wir nicht vorher wissen, wie entschieden wird, dann gibt es auch keine Ablehnungen. Jeder Risikoprüfer entscheidet aber letztlich nach seinen eigenen Kriterien und lässt sich von anderweitig abgelehnten Anträgen wenig beeindrucken. Relevant kann dieser Punkt werden, wenn damit wieder eine Erkrankung angegeben werden muss, die sonst schon außerhalb der Fragezeiträume gelegen hätte. Das Asthma gehört hier auch nicht dazu.

    Klingt etwas kompliziert und ist auch so. Am besten beschäftigt sich die Tochter als "MSc. Betriebswirtschaft" auch mal selbst mit dem Thema und bucht, wenn sie mit weniger Zeitaufwand sicherer zu einem sinnvollen Ergebnis kommen möchte, einen Beratungstermin bei einem Experten. Viel Erfolg! :)

    Zum Thema Honorarberatung in der PKV bitte auch mal § 48c VAG zusammen mit § 204 VVG lesen. Diese Vorschriften schließen eine echte Honorarberatung in der PKV aus! Versicherungsberater, mit denen wir kooperieren, weisen darauf hin, dass so gut wie kein Versicherungsunternehmen mit Versicherungsberatern zusammenarbeitet, weil das Durchleitungsgebot wirtschaftlich nicht umsetzbar ist. Zumal Kunden über § 204 VVG zunächst ohne Honorar einen Bruttotarif abschließen und dann direkt in einen entsprechend günstiger kalkulierten Nettotarif wechseln könnten. Für den Kunden bleibt also allenfalls der Weg, doppelt zu zahlen: Honorar plus Provision. Also liebe Finanztip Redaktion, denkt an dieser Stelle bitte noch mal intensiv darüber nach, was ihr den vielen Menschen empfehlt, die sich auf euren Rat verlassen!


    In unserem konkreten Fall verlieren wir übrigens noch nicht mal Geld, wenn wir jemand vom Wechsel in die PKV abraten. Wir sind so dicht gebucht, dass ständig Beratungssuchende "Schlange stehen" und wir kaum hinterher kommen. Wenn wir am Anfang der Beratung erkennen, dass jemand nicht für die PKV geeignet ist und dementsprechend vom Wechsel abraten, dann haben wir vielleicht 30 Minuten unserer Zeit "verloren". Dafür schreibt der Interessent dann idealerweise gute Bewertungen, empfiehlt uns weiter und alles ist gut. Oder er braucht vielleicht andere Lösungen, die wir vermitteln. Bei vielen "guten" Kollegen dürfte das ähnlich sein. Auch das entschärft den "Interessenkonflikt".

    P.S.: Noch eine kleine Ergänzung. Wir wurden von Finanztip nicht deshalb ausgewählt, weil wir "gute BUs verkaufen können", sondern weil wir auch zu diesem Thema fundiert beraten. War sicher nicht so gemeint, aber "verkaufen" klingt an dieser Stellle auch wieder etwas negativ.

    Oh, gut dass ich mal im Forum nach "Schlemann" gesucht habe, sonst wäre ich gar nicht auf diesen Thread gestoßen. Sorry für meine späte Reaktion und danke an chris2702 für den Vertrauensvorschuss und an Raven.19 für das gute Feedback. Wenn über uns geschrieben wird, gerade von einem Moderator, der mich kennt, fände ich es übrigens schön, auch ganz offen direkt einbezogen zu werden.


    Bei manchen Themen ist eine Honorarberatung durchaus sinnvoll, wir bieten sie ebenfalls in einigen Bereichen an. Das Thema PKV ist dafür m.E. wenig geeignet, da es so gut wie keine Nettotarife gibt. Natürlich könnten wir doppelt verdienen, erst mal ein Honorar, dann die courtagepflichtige Vermittlung - das wäre aber glaube ich auch nicht im Sinn des Erfinders :).


    Ja, ich gebe ganz offen ein ganz großes Geheimnis zu, das hier geschickt aufgedeckt wurde: Wir verdienen mit der Zeit, die wir in die Beratung unserer Kunden zum Thema PKV investieren, Geld. Schon ziemlich erstaunlich, aber ja, das ist wirklich so. Das ist übrigens nicht wenig Zeit, häufig so um die 10 h, manchmal mehr. Dazu kommt noch die Zeit für die künftige Betreuung des Vertrags. Und manchmal raten wir Kunden auch von einer PKV ab und verdienen dann gar nichts. Oder der Kunde entscheidet sich aus anderen Gründen am Ende gegen eine PKV. Der Kunde trägt dann - anders als bei einem Honorarberater - auch keine Kosten. Das mag man vielleicht auch mal berücksichtigen, wenn man empfiehlt, mehrere Honorarberater parallel kostenpflichtig zu beschäftigen. "Eine Tonne" wäre es übrigens selbst dann nicht, wenn wir in 1 EUR Stücken vergütet würden, das wären dann rund 140.000 EUR - einfach mal nachrechnen auf https://www.blitzrechner.de/wie-schwer-ist-geld/ :).


    Ich mache es mir an dieser Stelle mal einfach und verweise zu dieser Thematik auf zwei Beiträge des geschätzten Kollegen Sven Hennig:

    1. Die Versicherungsvertreter, die tausende Euro Provision kassieren…
    2. Wenn der (Honorar-)Berater keine Ahnung hat – eine Geschichte über Nutzen, Schaden und dem Wunsch nach Unabhängigkeit

    Das mit dem Interessenskonflikt stimmt zunächst grundsätzlich. Ein Versicherungsmakler, der von einer PKV abrät, verdient an diesem konkreten Produkt kein Geld. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Und nicht für jeden ist die PKV das Richtige. Man muss u.a. gesund genug sein und sollte vereinfacht formuliert zu dem kleinen Kreis der "Besserverdiener" bzw. Beamten gehören.


    Um Kunden dennoch vernünftig zu beraten und auch "abzuraten" (was wir durchaus öfters tun, wie in unseren über 1.900 Kundenbewertungen nachzulesen ist) muss man aber noch nicht mal ein "guter Mensch" sein. Das nehme ich übrigens für mich in Anspruch, obwohl ich zu dieser verrufenen, zwielichten Spezies Versicherungsmakler gehöre. Ich hab' z.B. mal was "Richtiges" gelernt, bin promovierter Volljurist mit zwei bayerischen Prädikatsexamen und einer Zusatzqualifikation im Steuerrecht. Ich bin "absichtlich" Versicherungsmakler, weil ich mich mit diesem Beruf voll und ganz identifiziere, nicht aus Verlegenheit, weil es woanders nicht geklappt hat. Wir spenden z.B. jedes Jahr im Rahmen unserer "Charity Challenge" 5-stellige Beträge an die Christoffel Blindenmission. Im Lauf der Jahre ist daraus eine ganz nette 6-stellige Summe geworden. Vielleicht sind wir also doch nicht ganz so unbedarft, geldgeil und zwielichtig, wie es in diesem Thread anklingt?


    Es gibt durchaus objektive Gründe, weshalb es auch ökonomisch deutlich schlauer ist, Kunden "gut" zu beraten. Wir beraten überwiegend intelligente Menschen. Fast alle haben studiert. Die würden "falsche" Empfehlungen irgendwann durchschauen. Eine langfristige Zusammenarbeit mit BU, Altersvorsorge, Immobilien, Heirat, Kindern, Weiterempfehlungen etc. ist für uns aber deutlich "profitabler", als jemand mal eben in die PKV zu zerren, der dort nichts verloren hat und das nach ein paar Jahren bemerkt. Also raten wir von unpassenden Versicherungslösungen auch unter ökonomischen Gesichtspunkten ganz entspannt ab. So sind wir durch kundenorientierte Beratung tatsächlich langfristig wirtschaftlich sogar noch erfolgreicher, weil unsere Kunden unsere ehrliche, gerade nicht provisionsorientierte Beratung schätzen, sich uns langfristig mit vielen Finanzthemen anvertrauen und uns regelmäßig weiterempfehlen.


    Es mag verwundern, aber so arbeiten fast alle Versicherungsmakler-Kollegen, die ich kenne. Und das sind nicht wenige, ich bin in der Branche ganz gut vernetzt. Zum Glück haben das aber noch nicht alle Versicherungsvermittler realisiert, da muss ich Saidi Recht geben. Ist ja auch gut, dass er nicht Versicherungsmakler geworden ist, wenn er schreibt "würde ich als Makler auch machen." :) . An dieser Stelle würde ich mir aber eine etwas differenziertere, weniger reißerische Ansage wünschen, gerade wenn der direkte Bezug zu uns hergestellt wird!

    liki90 ich weiß nicht was Sie motiviert, aber hier ist die falsche Stelle für Detaildiskussionen zu einzelnen Anbietern, hier geht es um Erfahrungen mit unserer Beratung. Machen Sie zu fachlichen Fragen doch bitte einen eigenen Thread auf, zu dem ich dann gerne soweit passend etwas beitrage.


    Damit kein falscher Eindruck entsteht - trotz Weihnachten - ein paar kurze fachliche Klarstellungen. Mehr mag ich dazu dann aber nicht mehr schreiben.


    1) Assekurata

    Ich halte von solchen Hitlisten nicht viel und nehme an diesen Umfragen nie teil. „Maklers Lieblinge“ könnte aber vielleicht auch einfach daran liegen, dass bestimmt Anbieter qualitativ gut sind und Fachleute sie deshalb favorisieren.


    2) Abschlusskostenquote

    Mir erschließt sich nicht ganz die Relevanz dieser Kennzahl bei Abschluss einer Berufunfähigkeitsversicherung. Hier steht, wovon die Kosten einer BU abhängen: https://www.finanztip.de/beruf…tsversicherung/bu-kosten/. Abgesehen davon, hier mal die Abschlusskostenquoten der acht größten deutschen Lebensversicherer aus der (letzten verfügbaren) Bilanz 2019, nach Größe sortiert: Allianz 3,38%, R+V: 4,38%, AachenMünchener: 4,57%, Debeka 3,35%, Zurich Deutscher Herold: 5,84%, Bayern-Versicherung: 4,54%, Alte Leipziger: 3,99%, Axa 4,77%. Wo ist da die Alte Leipziger bitteschön „im Vergleich zu anderen Gesellschaften sehr hoch und definitiv über dem Marktdurchschnitt“?


    3) „Drastische Beitragserhöhung Barmenia

    Ja ich weiß, Lieschen Müller bekommt immer einen Herzinfarkt wenn sie liest, dass ein PKV Anbieter seine Beiträge um 10%, 15% oder 20% anpasst und befürchtet Verarmung, wenn das künftig jedes Jahr passiert. Lieschen Müller ist aber meistens gar nicht privat krankenversichert, wurde nicht von uns beraten und nutzt reißerische Presseartikel als Informationsquelle.


    Die Anpassung der Barmenia zum 1.1.2021 lag bei unseren Kunden im Schnitt bei ca. 12-13%. Alle werden schon in der Beratung darauf hingewiesen, dass eine solche Anpassung ein völlig normaler, turnusmäßiger Vorgang ist, mit dem alle paar Jahre zu rechnen ist, siehe dazu die Seite Beitragserhöhung des PKV Verbands. Auch auf unserer Seite „Private Krankenversicherung: Beitragsentwicklung und Vorsorge fürs Alter“, die ich hier nicht verlinken darf, wird das ausführlich beschrieben. Diese Anpassungen finden selten linear, sondern aufgrund gesetzlicher Vorgaben meistens alle paar Jahre in größeren Sprüngen statt. Dieses Jahr wurde nun eben eine Reihe der Barmenia-Tarife angepasst. Langfristig relevant ist jedoch nur die durchschnittliche Beitragsanpassung. Hier als Beispiel der Tarif Expert+ der Barmenia für eine 1974 geborene Erwachsene:


    2013

    2014

    2015

    2016

    2017

    2018

    2019

    2020

    2021

    561,38

    561,38

    561,38

    595,13

    595,13

    646,52

    646,52

    646,52

    731,03


    Absolute Anpassung (EUR)

    169,65

    Durchschnittliche Anpassung p. a. (EUR)

    18,85

    Durchschnittliche Anpassung p. a. (%)

    3,36

    Durchschnittliche Anpassung p. a. (%) vor letzter BAP

    1,78


    Der Durchschnitt steigt im Jahr der Beitragsanpassung natürlich erst einmal auf gut 3% an. Wenn der Tarif jetzt aber wieder 2-3 Jahre stabil bleibt, sinkt die durchschnittliche Erhöhung wieder auf ca. 2% - ein sehr guter Wert für eine PKV und deutlich unterhalb der durchschnittlichen Steigerung der gesetzlichen Krankenversicherung von rund 5,8%. Der GKV Höchstbeitrag steigt zum 1.1.2021 bekanntlich auch auf rund 929 EUR. Bei anderen Gesellschaften finden diese Anpassungen ebenfalls statt, teils mit deutlich größeren prozentualen Steigerungen. Die Debeka als Marktführer passt die Beiträge zum 1.1.2021 sogar um 17% an – also deutlich mehr als die Barmenia. Ich bin kein Debeka-Fan, aber auch das ist nach mehreren beitragsstabilen Jahren überhaupt nicht dramatisch.


    Wie auf unserer Website unter Selbstbehalt und Beitragsrückerstattung ausführlich beschrieben wird der Erhöhungsbetrag durch folgende Faktoren zusätzlich relativiert:

    1. Bei Angestellten beteiligt sich der Arbeitgeber daran i.d.R. mit 50%
    2. Der Betrag ist zu ca. 80% steuerlich absetzbar und
    3. 40% davon (10% GZ, ca. 30% tariflich) fließen in Alterungsrückstellungen

    Unsere Kunden sehen diese Beitragsanpassung deshalb ziemlich gelassen. Hier einige beispielhafte Reaktionen:

    • "Hallo Herr Schleemann (sic!), die Anpassung finde ich nicht schlimm, hatte schlimmeres befürchtet."
    • "Moin Herr Schlemann, Danke für die Infos. Ich bleibe da ganz entspannt, da ich das sachlich betrachte."
    • "Über die Beitragserhöhung der Barmenia habe ich mich zwar nicht gefreut, habe aber damit irgendwie gerechnet, u.a. wg. der Pandemie usw..... Es ist nun mal so wie es ist."

    Quintessenz: "Don't Panic" - für Leser von Per Anhalter durch die Galaxis :)


    Das musste doch mal gesagt und klargestellt werden - und jetzt ein frohes weiteres forenfreies Weihnachtsfest. :)

    Danke - ein sehr weises Statement Comandante ! Die Kosten für Zusatzversicherungen, um die Defizite der GKV etwas zu reduzieren (nicht nur stationär - das ist aber der wichtigste Teil), belaufen sich für einen Erwachsenen locker auf 100 EUR im Monat, pro Kind dann um die 50 EUR. Nur so wird ein Vergleich etwas realistischer.

    Ab 55 hast du praktisch keine Chance mehr. Also wenn raus aus der PKV, dann jetzt. Die Möglichkeiten stehen in unserem Ratgeber beschrieben, aber sind alle nicht wirklich attraktiv für einen Selbstständigen.


    Ich kenne Dein Einkommen ja nicht, aber nicht übersehen, dass der Höchstbeitrag in der GKV immerhin auch schon bei 736€ (2020) liegt

    Kleine Klarstellung: Der Höchstbeitrag in der GKV (inkl. Krankengeld und Pflegepflichtversicherung) liegt bei durchschnittlichem Zusatzbeitrag im Jahr 2020 bei rund 891 EUR und ab 2021 bei rund 919 EUR! Das ist die relevante Vergleichsgröße, im PKV Beitrag ist die Pflege ja auch einkalkuliert und vermutlich auch ein Krankentagegeld.

    Danke für die nette Vorlage JDS :). Ich denke schon, dass man uns Spezialmakler für BU nennen könnte tom70794 :).


    Eine allgemeine bzw. spezielle (Waffe tragen etc.) DU Klausel ist nice to have, aber nicht DAS alles entscheidende Kriterium bei einer BU für Beamte wie auf unserer Website ausführlicher beschrieben (einfach nach Schlemann Dienstunfähigkeitsversicherung googeln, ich darf hier nicht zu unserer Seite verlinken). Relevant bleiben ggf. Situationen, in denen z.B. der Amtsarzt subjektiv fälschlicherweise eine DU annimmt, bei der BU Prüfung (ggf. auf Grundlage des „richtigeren“ Gutachtens eines anderen Arztes) dann aber der objektive Grad der Einschränkung nicht erreicht wird.


    Beamte auf Widerruf oder auf Probe werden strenggenommen nicht für DU erklärt sondern entlassen. Die meisten DU Klauseln leisten dann aber auch.


    Zum Thema allgemeine vs. spezielle DU Klausel: Ein Polizist, der nach dem Verlust seines Zeigefingers nicht mehr schießen kann, in den Innendienst versetzt wird und dort ggf. weniger verdient, ist meistens auch berufsunfähig, da er seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit nicht mehr wie in gesunden Tagen nachgehen kann. Damit verliert auch eine spezielle Dienstunfähigkeitsklausel an Relevanz, nur der Nachweis geht schneller und einfacher.


    Hilfreicher für Cristina RG wäre m.E. Unterstützung bei der Klärung der Versicherbarkeit. Warum wurde die Tochter denn abgelehnt? Vielleicht lässt sich ja doch noch ein BU-Anbieter finden (mit oder ohne DU Klausel), der sie (ggf. mit Leistungsausschlüssen oder Risikozuschlag) versichert? Das sollten Sie über Ihren Versicherungsmakler nach sorgfältiger Aufbereitung der Gesundheitshistorie per Risikovoranfrage klären lassen. Selbst herumzupuzzeln ist da der völlig falsche Ansatz - weder "billiger" noch besser!

    Pantoffelheld, danke für die Ergänzung. Sie haben völlig Recht, man kann auf beiden Seiten vom Pferd fallen: zu wenig Versicherung ist genau so verkehrt wie zu viel davon. Ein sinnvoller Kompromiss ist aus meiner Sicht, zunächst zum Berufsstart das Risiko "morgen" BU zu werden vernünftig abzusichern und parallel eben auch ambitioniert zu sparen. Sobald man dann vom Kapital leben kann, braucht man strenggenommen keine BU mehr und könnte sie wieder kündigen. Damit spart man dann auch Geld ohne aber auf der Nase zu liegen, wenn einem gerade am Anfang, wenn man noch am "verletzlichsten" ist, etwas passiert.


    Die Akademiker Ende 40, die keine Kohle haben, kenne ich auch. Das liegt bei denen aber so gut wie nie an Versicherungen, sondern fast immer an zu hohem Konsum! Eine vernünftig konfigurierte BU kostet für einen Akademiker unter 5% seines Nettoeinkommens - das bringt wirklich niemand um oder macht ihn arm!

    Pantoffelheld , Sie haben bestimmt die besten Absichten, aber solche gut gemeinten "Tipps" können ziemlich fatal ausgehen. Würden Sie wirklich Ihren Kopf dafür hinhalten wollen, wenn jemand Ihren Rat beherzigt und dann bei BU mit seinem Geld nicht mehr klar kommt?


    Googeln Sie bitte mal nach "Ich brauche keine BU, ich bin verheiratet …" und lesen Sie die Ausführungen auf meiner Website. Bestimmt hat mathis91 eine absolut loyale, gut verdienende und superfleissige Ehefrau, die es trotz full-time Job noch schafft, sich um kranken Ehemann und zwei kleine Kinder zu kümmern. Ehefrau und zweites Einkommen sind bei BU aber generell leider keine verlässliche Grundlage.


    Gleich darunter können Sie lesen, weshalb "Ich spare lieber, um gegen Berufsunfähigkeit vorzusorgen“ nicht klappt. Wie soll man denn wenn man "morgen" berufsunfähig ist, genug gespart haben, um davon dauerhaft zu leben!!?? Das mag bei Kindern aus wohlhabenden Familien funktionierten - bei Normalsterblichen aber leider nicht!


    Sie sind mit Ihren Ideen aber in bester Gesellschaft, mit diesen Fehlannahmen müssen wir bei unserer Beratung zum Thema Berufsunfähigkeit sehr häufig erst einmal aufräumen. Was noch fehlt ist "Ich kann immer etwas arbeiten …" und "Ich habe doch einen Schreibtischjob, wie soll ich da berufsunfähig werden?:)

    Danke fürs Liken mathis91! Wenn wir etwas empfehlen, dann nicht allgemein, sondern individuell :). Stimmt, bei höheren Einkünften ab 5.000 EUR flacht die Kurve ggf. wieder etwas ab. 100% vom Netto sind aber meistens deutlich richtiger, als nur ein Teil davon, zumal der Absicherungsbedarf gerade am Anfang der Berufstätigkeit stark steigt (Gehaltserhöhungen, Familie, Immobilienfinanzierung etc.). Späteres Absichern / Aufstocken ist aufgrund des höheren Eintrittsalters unnötig teurer.


    Bei mehr als 25 Sitzungen wird es innerhalb der im Antragsformular abgefragten Zeiträume schwierig.

    Gerne geschehen mathis91 - das dürfen Sie auch gerne mit einem Like ausdrücken ;). Noch ein paar kurze Anmerkungen:

    Das stimmt, war vielleicht auch unglücklich ausgedrückt. 2.000 EUR wäre mein aktueller Betrag der Wahl; ich habe gering Fixkosten, einen noch eher studentischen Lebensstil und eine hohe Sparquote. Mit Familie und ggf. Immobilienkredit sowie Inflation dann sicherlich nochmal deutlich mehr, irgendwann..

    Hoffentlich gelingt es Ihnen, Lebensstil und Sparquote möglichst lange so aufrecht zu erhalten. Bitte bedenken Sie aber, dass Sie auch bzw. gerade bei BU weiterhin eine hohe Sparquote benötigen, um auch noch nach Ende der Berufsunfähigkeitsrente ab 67 versorgt zu sein! Außerdem zahlen Sie von der BU-Rente noch Krankenversicherung und Steuern. Das wird bei pauschalen Tipps wie "70/80% des Nettoeinkommens absichern" regelmäßig vergessen!

    Ansonsten würde ich das Thema ggf. nochmal bei einem anderen Makler platzieren - evtl. gibt es ja doch Optionen: Ich habe aktuell weder Diagnosen noch Einschränkungen, nur "Weh-weh'chen", und die Gründe für die PT (gute Entscheidung, leider ohne vorher einen guten BU-Schutz zu sichern) waren auch eher harmloser Natur.

    Wahrscheinlich werde ich aber einfach einen Versicherungsberater auf Honorarbasis in Anspruch nehmen und das Ganze nochmal diskutieren.

    Bei Fragen zur Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist der Makler m.E. die bessere Wahl. Versicherungsberater würde ich eher im Leistungsfall konsultieren. Bei der geschilderten Situation können Sie sich Zeit bzw. Geld für weitere Beratung jetzt aber vermutlich erst einmal sparen. Je nach Intensität der Psychotherapie (konkreter Anlass oder systematisches Problem, Anzahl der Sitzungen, Medikation, Arbeitsunfähigkeit etc.) würde ich mir das Thema 4-5 Jahre nach Abschluss der Therapie auf Wiedervorlage legen.

    Für eine genauere Analyse fehlen die Rahmenbedingungen der BU und die Aufteilung des Beitrags (brutto/netto) auf BU und AV. In diesem Fall sind die Gestaltungsmöglichkeiten aber leider gesundheitlich ohnehin deutlich eingeschränkt. Eine neue BU zu "Normalkonditionen" ist hier nicht realistisch. Daher gilt es eher, Aufstockungsmöglichkeiten der SL BU zu prüfen (Stichwort: Ausbau-/Nachversicherungsgarantie ohne bzw. mit Ereignis)

    Als Ingenieur nur 1.000 bis 1.500 EUR BU-Rente absichern zu wollen, noch dazu mit anstehender Familienplanung, ist - mit Verlaub - absurd!

    Zur Kombi: Die Abtrennung einer mit Altersvorsorge kombinierten Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) in eine Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU) ohne Gesundheitsprüfung (aber i.d.R. mit dann aktuellem Eintrittsalter = etwas teurer) bieten einige Gesellschaften an. Das ist in den Bedingungen geregelt und keine "Heldentat" eines Beraters :). Eine BUZ hat aber durchaus auch Vorteile, z.B. bezahlt die BU dann auch die Altersvorsorge weiter, meistens mit einer jährlichen Steigerung von z.B. 10% (hier "Silent Power", sonst auch "Passivdynamik" oder "Airbag" genannt). Gerade in einem Fall wie hier, wo der Fragesteller sich nun wohl längere Zeit gezwungenermaßen mit zu wenig BU zufrieden geben muss, wäre ich zurückhaltend, auf diese BU-Mehrleistung zu verzichten!

    Ziemlich absurd, uns mit MEG zu vergleichen liki90! Wir rauchen weder Zigarre, die wir mit 100 EUR Scheinen anzünden, noch tanzen die Vorstände von Gesellschaften nach unserer Pfeife. :) Nach dieser Theorie hätte es ja die Hallesche werden müssen, nicht die Barmenia. Die Entscheidung für eine Gesellschaft bzw. einen Tarif erfolgt ausschließlich nach den individuellen qualitativen Kriterien des Kunden und letztlich durch den Kunden!

    Herzlichen Dank JDS für dieses erhellende und differenzierte Statement. Genau so ist das!

    Vielleicht erzählt uns der Doc ja mal etwas zu den kritischen Klauseln bei den BU-Verträgen (z. B. Verweisbarkeitsklauseln...) ... und wir alle werden etwas schlauer.

    Sehr gerne! Einfach mal googeln nach "beste berufsunfähigkeitsversicherung skoda vw mercedes". Die Seite habe ich gerade aktualisiert und dort werden sehr viele aus unserer Sicht für die Auswahl der "richtigen" BU relevante Kriterien und Aspekte beschrieben. Ich darf hier leider keine Links zu meiner Seite posten, aber wenn Sie zu diesem Thema zufällig einen aus Ihrer Sicht sinnvollen Beitrag finden und diesen verlinken, müsste das regelkonform sein :). Letztlich wäre das aber auch wieder ein Thema für einen anderen / neuen Thread.

    mrettst , das passt nicht wirklich in diesen Thread "Erfahrungen mit Dr. Schlemann (Berufsunfähigkeitsversicherung)". Bausparverträge sind für Kunden aus meiner Sicht - außer vielleicht zur Anlage von vermögenswirksamen Leistungen - generell selten sinnvoll. Meistens wird man dabei doppelt bestraft: Zu wenig Zinsen beim Ansparen, zu viel Zinsen in der Darlehensphase. Deshalb halten wir uns da ziemlich raus. Somit kann ich dazu kein wirklich fundiertes Statement abgeben.