Beiträge von Dr. Schlemann

    Tan , nachdem eine knappe Woche Ruhe war, scheint nun Ihre Schlemannophopie wieder ausgebrochen zu sein. Wenn man die Liste Ihrer Community Beiträge in diesem Link https://community.finanztip.de…-list/20541-tan/?pageNo=1 nachliest, kreisen diese seit 7.5.2021 so gut wie nur noch um mich und unsere Firma und Sie geben darin regelmäßig auf jede erdenkliche Weise "kontra". Daraus kann sich ja jeder selbst sein Bild machen, ob das normal oder pathologisch ist. Ich fühle mich ja fast schon geehrt durch so viel Aufmerksamkeit. :)


    Eine Ihrer Verdrehungen möchte ich kurz klarstellen: Ich habe geschrieben "PKV ist etwas für Menschen, die mündige Entscheidungen treffen möchten und können." und nicht (wie Sie das jetzt versuchen darzustellen) "nur die PKV ist etwas für Menschen, die mündige Entscheidungen treffen möchten und können". Die Aussage spricht GKV Versicherten diese Fähigkeiten in keiner Weise ab - das wäre angesichts zig Millionen Versicherter eine ziemlich anmaßende und dumme Aussage. Der Satz stand im Kontext Wahlarztprinzip. Wenn ich den Arzt als GKV Versicherter nicht auswähle, dann treffe ich eine mündige Entscheidungen weniger als der PKV Versicherte. Der PKV Versicherte hat - im Guten wie im Schlechten - mehr Entscheidungsspielraum als in der GKV, vom Abschluss der Versicherung mit Auswahl von Anbieter und Tarif bis zur Auswahl des Arztes oder Zahnarztes, Auswahl von Krankenhaus, Medikamenten, Hilfsmitteln, Brille, Zahnersatz, Nutzung von Vorsorgeuntersuchungen, etc.. Die allermeisten GKV Versicherten kaufen eben keine Leistungen aus eigener Tasche dazu, das ist Utopie, sondern beschränken sich auf das, was die Kasse zahlt.


    Und nun verabschiede ich mich von diesem Parteitag wie Willi wills wissen das treffend formuliert hat. Der Fragesteller Unknown_10 scheint sich ja schon längst genervt zurückgezogen zu haben. Also ist das hier nur noch die übliche Spiegelfechterei mit Menschen wie Tan , die selbst gar nicht vor der Entscheidung "Frau verbeamtet, Mann angestellt - GKV oder PKV?" stehen, sondern sich u.a. mit Fragen wie "Was ich nur gerne wissen würde ..." in Threads anderer Menschen öffentlichkeitswirksam provokativ produzieren möchten. So long!

    Zum Thema PJ'ler: Was diese theoretisch dürfen und praktisch tun ist nicht immer deckungsgleich. Die Aussage meiner Kundin ist authentisch und belegbar. Ggf. lässt sich das ja noch im weiteren Sinn unter "Wundversorgung" subsumieren. Ich persönlich hätte jedenfalls gerne einen geübteren Zunäher.

    Diese Frage beantwortet § 12 SGB V:

    "(1) Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen."


    Ich würde sagen das entspricht dem Leistungsniveau von Schulnote 4 (ausreichend), oder?


    Ich wollte aber gar keine Panik verbreiten. In vielen Fällen ist die GKV ausreichend. Viele fahren ja auch fröhlich Dacia oder Skoda. Ich würde mich bei einem Unfall z.B. in einem Volvo mit aktueller Sicherheitstechnik sicherer fühlen und wäre bereit, dafür auch mehr zu bezahlen. Dass viele meinen, in der PKV bei besseren Leistungen auch noch Geld sparen zu müssen, ist betriebswirtschaftlich ja ohnehin etwas merkwürdig - auch wenn das häufig zutrifft.


    Interessant, dass viele davon ausgehen, Chefärzte verblöden im Moment der Berufung. Was war der Chefarzt denn vorher? Richtig, Oberarzt. Ein Chefarzt hat also regelmäßig die größte praktische Erfahrung im Haus. Ich würde meine Fliesen auch am liebsten von einem Fliesenleger verlegen lassen, der das schon besonders häufig gemacht hat. Außerdem heißt es ja nicht Chefarztprinzip, sondern Wahlarztprinzip. Wenn der konkrete Chefarzt z.B. an einer Uniklinik nur noch Vorlesungen hält und zuletzt vor 5 Jahren operiert hat (keine Sorge, das ist ziemlich selten - wir betreuen sehr viele Ärzte), dann wähle ich den leitenden Oberarzt, aber kaum den gerade diensthabenden Assistenzarzt, der - überspitzt formuliert - seinen ersten Bauch aufschneidet. Die üben dann erst mal an GKV Patienten (ok, wieder 5 Euro in die Panik-Kasse 😀). Oder wie es zuletzt eine von uns beratene Medizinstudentin formulierte "Das Zunähen machen bei den gesetzlich Versicherten oft die PJ-ler, bei privat Versicherten dürfen die nicht ran". Letztlich gilt auch hier wieder: PKV ist etwas für Menschen, die mündige Entscheidungen treffen möchten und können.

    So ganz eindeutig finde ich das gar nicht. Bin aber auch nicht vom Fach und lese mir dazu erst alles durch. Insbesondere der Tarifdschungel lässt mich aktuell zur GKV tendieren,

    Stimmt, ist in Bundesländern wie Hamburg auch nicht so eindeutig. Wer es "einfach" möchte, für den kann auch die GKV das Richtige sein - da haben Sie z.B. auch nichts mit Arztrechnungen zu tun. Ich persönlich wähle lieber aus einer großen Speisekarte das aus, was mir schmeckt. Andere mögen lieber ein fertiges Menu, weil sie dann keine Entscheidungen treffen müssen und nehmen in Kauf, dass der Hauptgang nicht genau ihren Wünschen entspricht. Das menschliche Gehirn neigt ja ohnehin dazu, im bestehenden System zu verharren (nennt sich "confirmation bias"). Veränderung kostet Energie, mit der das Gehirn versucht sparsam umzugehen.

    , da ich mit der TK bisher ganz zufrieden war.

    Sie waren bislang vermutlich noch nicht ernsthafter krank? Bei "Schnupfen" macht es keinen großen Unterschied, ob Sie GKV oder PKV versichert sind. Beiträge abbuchen können beide System perfekt :).

    Ich kann JDS nur beipflichten: Zankerei nützt hier niemand. Wieso kann man nicht einfach konkrete Fragen beantworten, Fachfragen diskutieren - gerne mit unterschiedlichen Sichtweisen, ohne zu versuchen, sich über andere Beitragende zu erheben oder diese zu diskreditieren? Trotz der häufigen persönlichen Angriffe, vielen merkwürdigen Ansichten und einer - sagen wir es mal vorsichtig - sehr gewöhnungsbedürftigen Art zu kommunizieren, halte ich z.B. Thorulf Müller / Lange Oog (die sehr eng verbunden sind, einige vermuten in Personalunion), für in Sozialversicherungsfragen fachlich kompetent, auch wenn ich mich von ihm niemals beraten lassen würde.


    Das Thema Unabhängigkeit von Versicherungsmaklern und dass wir natürlich auch HUK, Debeka und Konsorten ganz transparent in unsere Beratung und Vergleiche einbeziehen, wurde bereits in einer Reihe von Threads besprochen und geklärt. Das muss dann doch nicht jedes Mal neu diskutiert werden, oder? Der Fragesteller hat davon herzlich wenig und neue Fragesteller wie Kuddel werden von solchen Nebenkriegsschauplätzenverständlicherweise abgeschreckt.

    Und ja, beide "Systeme" haben Vor- und Nachteile, die ein jeder Kandidat für sich selbst abwägen muss... denn letztlich muss er die Konsequenzen für seine eigene Entscheidung tragen.

    Völlig richtig. Beratung kann nur helfen, die Entscheidungsgrundlage zu verbessern, einige typische Mythen zu GKV vs. PKV zu entnebeln (PKV wird teurer, Beiträge im Alter, Familie, Bürgerversicherung, Solidarität, etc.), herauszuarbeiten, welche Kriterien für den Kandidaten wichtig sind und den Vergleich verschiedener Gesellschaften und Tarife transparenter zu machen.

    Komisch, da hat der Gesetzgeber einen Provisionsdeckel bei etwa 9 Monatsbeiträgen in § 50 I VAG eingezogen und schon werden nur die teuren Tarife empfohlen.

    Waren das noch gute Zeiten als 18 oder mehr Monatsbeiträge vergütet worden sind.

    Wow, da greift johannesD aber tief in die MEG-Vorurteilskiste. Sie mögen es glauben oder nicht, wir haben unseren Kunden noch nie leistungsschwache Billigtarife empfohlen. Da rate ich dann teilweise lieber in der GKV zu bleiben. Dafür gibt's dann 0 MB, aber ein gutes Gewissen. Ich kann und mag mir das leisten.

    Übrigens: Man muss Leistungen nicht versichern. Man kann sie auch privat dazukaufen.

    Das mit dem "Dazukaufen" stimmt grundsätzlich, ist aber eine zweischneidige Geschichte. Zum einen wird dabei regelmäßig der oben beschriebene Steuereffekt plus Zuschuss Arbeitgeber übersehen. Zum anderen sind Menschen, die beim Abschluss ihrer PKV primär von Sparsamkeit getrieben sind, erfahrungsgemäß später häufig auch zu geizig, sich die "bessere" Behandlung selbst zu finanzieren. "All inclusive" ist deshalb oft auch psychologisch der klügere Ansatz, um nicht bei jedem Arztbesuch und jeder Vorsorge mit dem Igel in der Tasche (wie der Rheinländer das nennt) kämpfen zu müssen. Aber das kann ja jeder für sich entscheiden.

    Kurzer Kommentar in der Fußball-Pause: Debeka ist kein Premium Tarif und hat einige Lücken, würde ich von der Beitragsentwicklung her aber langfristig unter der Beitragsentwicklung der GKV sehen. Insofern sollte sich das Delta seither sogar noch ein Stück zugunsten PKV vergrößert haben. Die Informationen sind nicht vollständig (Familienverhältnisse, Einkünfte im Alter, etc ), aber bei "normalen" Rahmenbedingungen hätte ich damals vermutlich zur Nutzung der Anwartschaft bei der Debeka und zum Wechsel in die PKV geraten (ganz provisionsungetrieben :)). Wenn ich mir anschaue, was gut situierte Rentner derzeit bei der Debeka bezahlen vs. GKV, dann sollte das auch langfristig funktionieren. Die Mehrleistungen vs GKV kommen ja nicht nur bei der Vorerkrankung zum Tragen.

    Da zeigt sich doch, dass unabhängige Beratung, also frei von vermittlungsinteressen, bei solchen Entscheidungen sehr nützlich sein können.

    Wenn wir vom Trommel etwaiger Test oder vollständig manipulierter Vergleichssoftware wieder los kommen und uns auf die Fakten zurückkommen wollen .......

    Haha, und schon kommen wieder die zu erwartenden akquiseorientierten Querschüsse von vermeintlich unabhängigen Versicherungsberatern, die versuchen, sich durch Diskreditierung anderer Marktteilnehmer zu profilieren. Manche Menschen sind so vorhersehbar. ^^


    Schade, Lange Oog, hinter dessen Pseudonym viele Thorulf Müller vermuten, könnte ja zur Abwechslung auch einfach mal sachlich etwas Sinnvolles zur Diskussion beitragen. Oder sich endlich dazu äußern, welche (extrem wenigen!) Gesellschaften und Tarife ein Versicherungsberater überhaupt mit Provisionsdurchleitung vermitteln kann. Sonst zahlt der Kunde nämlich doppelt - Honorar des Versicherungsberaters plus die ganz normalen Abschlusskosten der PKV. Dementsprechend ist der Versicherungsberater sehr geneigt, einen dieser wenigen Anbieter zu empfehlen. Und das wäre "frei von Vermittlungsinteressen"?? Da muss ich doch mal laut lachen ^^

    Hier eine aktuelle Neuerung in der GKV von heute:


    Nach einer DAK-Studie drohen das größte Defizit in der GKV-Geschichte und ein Zusatzbeitragssatz von 2,87 Prozent. Der durchschnittliche Beitragssatz läge damit 1,6 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert und hätte sich mehr als verdoppelt.


    Als Gründe werden die Bekämpfung der Corona-Pandemie, der medizinisch-technische Fortschritt und die demographische Entwicklung genannt. Hinzu käme „die preistreibende Gesetzgebung der Bundesregierung in den vergangenen Jahren“, heißt es in einer Pressemitteilung. Hauptursächlich aber sei, dass die Ausgaben im Trend stärker zunehmen würden als die Finanzierungsbasis. „Die Entwicklung der Ausgaben der GKV hat sich von der Entwicklung der Einnahmen entkoppelt und die Finanzreserven der Krankenkassen können dies nicht mehr ausgleichen“.


    Siehe https://www.versicherungsjourn…42172.php?vc=nl&vk=142172.


    Nur mal so zur Info für alle die meinen, die GKV wäre der Hort der Stabilität und die PKV im Alter zu teuer. :)

    Kennen Sie das Programm derruediger ? Dann wissen Sie ja sicher, dass es von einem "maklerunabhängigen" Dienstleister programmiert und vertrieben wird, der nichts anderes macht als Bedingungen zu analysieren und auszuwerten. Falls Sie meinen, dass darin einzelne Kriterien falsch bewertet sind, bin ich auf Ihre konkreten Hinweise gespannt, dann gebe ich das direkt zur Korrektur weiter.

    P.S.: Wenn man die Minderleistungen durch solche versteckten Selbstbehalte "bepreist" (ich bezahle im einfacheren Tarif Behandlung / Hilfsmittel X selbst, das kostet Y.000 EUR mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von Y%, verteilt auf die Laufzeit des Vertrages müsste dieser also monatlich Z0,00 EUR mehr kosten), dann spart man i.d.R. noch nicht mal einen nennenswerten Betrag. Dazu kommt, dass der Beitrag ggf. vom Arbeitgeber bezuschusst wird und zu ca. 80% steuerlich absetzbar ist, selbst bezahlte Behandlungen / Hilfsmittel jedoch nicht. So wird daraus schnell ein Minusgeschäft. Alle diese Varianten rechnen wir mit unseren Kunden in einer detaillierten Tabelle durch und dann muss und darf jeder selbst entscheiden.

    Mir ist klar dass man nicht ins Detail gehen kann und es auf individuelle Bedürfnisse ankommt. Wäre es aber im Umkehrschluss nicht auch denkbar dass dieser Anbieter doch genau der richtige für jemanden sein könnte?

    Grundsätzlich ja - wenn einem die Leistungen nicht wichtig sind und Sparen im Vordergrund steht. Das halte ich beim Thema Gesundheit jedoch für den falschen Ansatz. Wer genug verdient, um in die PKV zu wechseln, kann sich auch eine vernünftige Krankenversicherung leisten! Anders formuliert: Sparen Sie beim Konsum, aber nicht bei Ihrer Krankenversicherung!

    ... und dann gibt es noch die Krankenversicherer in der Rechtsform der AG, die regelmäßig ihre Aktionäre mit der Dividende glücklich machen.

    Ok, dazu kann ich mir dann doch nicht verkneifen, einen Passus von unserer Website zu zitieren:


    Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit oder Aktiengesellschaft?


    Manchmal liest oder hört man, dass Kunden günstiger gestellt wären, wenn sie bei einem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) versichert sind, statt bei einer Aktiengesellschaft (AG). Ist die Rechtsform wirklich eines der wichtigen Auswahlkriterien Krankenversicherung?


    Ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist ein privater rechtsfähiger Verein, für den ebenso wie für die AG das Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) gilt. Der VVaG ist eine Genossenschaft, die Versicherten sind als Mitglieder gleichzeitig Eigentümer des Vereins bzw. Unternehmens. Anders als die AG muss der VVaG keine Dividenden an Aktionäre ausschütten, erwirtschaftete Gewinne können im Unternehmen bleiben. Das kann dazu führen, dass ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit günstigere Versicherungsprämien anbieten kann, als eine Aktiengesellschaft. Dies gilt jedoch nicht für Kapital, das der VVaG zur Stärkung seiner Eigenkapitalausstattung benötigt, was dort i.d.R. mit 28% der Überschüsse geschieht (vs. nur 10% bei AGs).


    Vorteile einer Aktiengesellschaft sind u.a. die Möglichkeit der einfacheren Eigenkapitalbeschaffung über die inländischen und ausländischen Kapitalmärkte sowie über andere Konzerngesellschaften, z.B. um den Ausbau des Geschäfts zu finanzieren. Der VVaG muss zusätzliches Kapital aus seinen Gewinnen selbst erwirtschaften und diese Rücklagen kann er dann auch nicht zugunsten der Versicherungsnehmer verwenden.

    Ein neuer Trend ist die Kombination beider Rechtsformen in einer Aktiengesellschaft, die einem VVaG als Holding / Muttergesellschaft „gehört“. So lassen sich möglicherweise die Vorteile beider Rechtsformen – Sicherheit für die Mitglieder des VVaG und Refinanzierungsmöglichkeiten der AG – kombinieren.

    Fazit: Beide Rechtsformen, VVaG und AG, haben ihre Vor- und Nachteile, siehe dazu auch Vor- und Nachteile der Rechtsformen. Die Rechtsform ist deshalb kein besonders entscheidendes unter den Auswahlkriterien für eine passende private Krankenversicherung.