Beiträge von Dr. Schlemann

    Ich nutze seit Jahren Wiso Mein Geld am PC zur Verwaltung von Konten und Depots. Kann ich wärmstens empfehlen. So hat man immer die volle Historie und ist nicht so leicht Phishing-Versuchen ausgesetzt. Ich wüsste auch nicht, ob ich meine ganzen Bank-Zugangsdaten gerne gesammelt in einer App auf dem Handy hätte. Das Handy kann ja auch mal verloren gehen und wer weiß wie seriös und "hacker-sicher" die Apps sind.

    Muenchner , das ist sicher ein interessantes Thema, ich würde der Fragestellerin hier aber nur ungerne noch mehr "fragefremde" Diskussionen zumuten. Sie finden zum Thema Debeka einen sehr ausführlichen Artikel auf unserer Website. Den ganzen Inhalt hier zu posten würde den Rahmen absolut sprengen. Wenn Sie nach Lektüre dieses Beitrags noch konkrete Fragen haben, können Sie mich gerne anrufen, meine Kontaktdaten finden Sie dort auch. OK?

    Referat Janders , das ist wirklich ein ganz neues Thema - vielleicht eher etwas für einen neuen Thread?


    Auf die Schnelle (ich möchte Ostern nicht nur hier verbringen :) ) : Eine Unfallversicherung finde ich gerade für Kinder grundsätzlich nicht verkehrt, sie wird oft die "kleine Schwester der BU genannt". Meine beiden Söhne sind seit frühester Kindheit in meiner Unfallversicherung mitversichert und zahlen selbst jetzt als Erwachsene im Jahr nur rund 70 EUR pro Nase. Das ist bei einer Maximalleistung von rund 370.000 EUR m.E. zu verschmerzen. Die (längerfristige) Absicherung gegen Berufsunfähigkeit ist aber vorrangig - die haben beide natürlich auch. Schick ist, wenn man eine "Kinderinvaliditätsversicherung" später ohne Gesundheitsprüfung in eine BU umwandeln kann, wie das manche Kinderprodukte anbieten. Gleichzeitig muss man aber auch schauen, dass das ganze Geld nicht nur für alle möglichen an sich sinnvollen Versicherungen draufgeht :).

    Ah, ok, dann war das wohl ein Missverständnis. Also wenn ich hier mit der Maus auf den Daumen nach unten zeige steht da bei mir "Gefällt mir nicht". Aber ich glaube das lässt sich noch nachträglich ändern wenn man sich vertan hat :thumbsup:. Ebenfalls frohe Ostern! :)

    Wie jede Risikoabsicherung ist auch eine Pflegezusatzversicherung eine Art Wette unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeit, Leistungen und Kosten. Die alles entscheidende Frage ist, ob bzw. wann chris2702 oder seine Frau Pflegefall werden:


    Nie? Dann bitte keine Versicherung abschließen sondern sparen! Inzwischen versterben aber drei von vier Frauen und sechs von zehn Männern als Pflegebedürftige.


    Erst mit 80? Dann hätte er ohne die Pflegezusatzversicherung bis dahin mit einem Zins von 4% insgesamt rund 39.000 EUR angespart und kann damit bei einem Eigenanteil an Pflegekosten von derzeit 2.000 EUR (Bundesdurchschnitt), hochgerechnet mit nur 2% Inflation (die "Pflegeinflation" fällt mit 6-7% deutlich höher aus!) auf dann 4.400 EUR seinen Eigenanteil bei stationärer Pflege insgesamt knapp 9 Monate finanzieren. Vielleicht nicht so lange, wie mancher gemeint hätte? Vielleicht lebt er in dem Alter als Pflegefall aber auch nicht mehr so lange? Man weiß es nicht.


    Oder wie Michael Schumacher mit 45? Dann wäre eine Pflegezusatzversicherung ein sehr kluges Investment gewesen, siehe die Rechenbeispiele dazu auf unserer Website "Pflegeversicherung" (sollte sich per Google leicht finden lassen), die ich gestern noch aktualisiert habe.


    Wenn man das nicht ausreichend sicher prognostizieren kann und mögliche Pflegekosten das freie Budget überschreiten, dann könnte eine solche private Pflegezusatzversicherung durchaus sinnvoll sein.


    Eine weitere entscheidungsrelevante Frage: Ist die Familienplanung schon abgeschlossen? Für angehende Eltern, gerade in reiferem Alter (sorry chris2702 :) ) ist eine Pflegezusatzversicherung besonders sinnvoll. Immerhin haben laut Ärzteblatt ca. 3 von 100 Neugeborenen langfristige gesundheitliche Probleme (“Immer mehr Frühgeburten”, Ärztezeitung v. 12.11.2010, Studien zu den Langzeitfolgen einer Frühgeburt). Übersetzt in die "Corona-Terminologie" ist das eine Inzidenz von 3.000 auf 100.000 Einwohner! Haben die Eltern selbst eine private Pflegetagegeldversicherung, können sie sogar für ein Neugeborenes mit Gesundheitsproblemen noch gem. § 198 VVG eine vergleichbare Pflegeabsicherung ohne Gesundheitsprüfung abschließen!


    Die vorgeschlagene Konfiguration ist allerdings recht dünn wenn man sich die tatsächlichen Eigenanteile im Pflegefall laut vdek ansieht. Da kann man sich die Absicherung wirklich fast schenken. Der Beitrag ist in Relation dazu auf den ersten Blick (hängt auch von den sonstigen Features des Tarifs ab) nicht supergünstig (außer bei 100% Zuschuss durch den Arbeitgeber - einem geschenkten Gaul ... :)) . Über den Arbeitgeber profitieren Sie vermutlich von einem kleinen Rabatt. Bitte in den Bedingungen aber auch nachlesen was mit dem Vertrag passiert wenn Sie den Arbeitgeber wechseln. Vermutlich entfällt dann nur die Rabattierung.


    Vorrangig sollten natürlich erst mal akutere Themen wie BU, PHV, Krankenversicherung gelöst sein, da gehe ich bei einem aktiven Finanztip Leser aber von aus.


    P.S.: Nein, ich möchte dem Fragesteller keine Pflegezusatzversicherung "verkaufen". :) Beratung zu solchen "kleinen" Versicherungen bieten wir normalerweise nicht einzeln an, dafür beraten wir zu aufwendig, sondern nur im Kontext einer ganzheitlichen Beratung. Außerdem haben wir sowieso schon mehr als genug zu tun. Jetzt an Ostern habe ich aber etwas Zeit und das Thema Pflege ohnehin gerade frisch aufbereitet. :)

    apex , sorry dass ich mich jetzt erst melde - ich fand den Verweis auf uns gerade erst zufällig.


    Die Kollegen Bierl machen einen Top Job und sind aus meiner Sicht absolut vertrauenswürdig. Neben den moralisch / ethischen Qualitäten gehören sie ebenfalls zu den Versicherungsmaklern, die so viel zu tun haben, dass sie es überhaupt nicht nötig haben, jemand bestehende Verträge ohne sachlichen Grund "schlechtzureden" oder jemand etwas "anzudrehen".


    Ich halte eine mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung kombinierte Rürup-Rente in Ihrem Fall nicht von vornherein für eine eindeutig "schlechte" Lösung. Wenn man die steuerlichen Aspekte genau durchrechnet, was mir mit einer Zusatzqualifikation im Steuerrecht hoffentlich einigermaßen gelingen sollte, dann bleibt für jemand im Grenzsteuersatz (2021 ab 57.918 EUR) trotz der späteren vollen Versteuerung der Rente schon ein dickes Plus übrig. Das ist dann abzuwägen mit den auf unserer Webseite ausführlich beschriebenen Nachteilen (Google hilft mit der Suche nach Nachteile Kombination Berufsunfähigkeit Altersvorsorge Nachteile), soweit diese in Ihrem Fall zum Tragen kommen. Und natürlich brauchen Sie dann auch ca. 20-25% mehr BU Rente, da die BUZ höher versteuert wird, als eine selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung. Einfach mal nach Berufsunfähigkeit Steuern googeln, dann finden Sie eine Seite, die sich damit intensiv beschäftigt :).


    Ganz abgesehen davon: 2.000 EUR BU Rente werden Ihnen niemals ausreichen! Es geht ja nicht nur um Ihre Fixkosten (die mit Gehaltserhöhungen, Heirat, Kindern, Immobilienkauf vermutlich noch steigen werden), sondern auch um die im BU-Fall alleine zu tragenden Kosten für Ihre Krankenversicherung plus Altersvorsorge nach Wegfall von Arbeitgeberzuschüssen. Sonst sieht es ab 67 ziemlich mau aus. Insofern ist die Faustregel "Nettoeinkommen absichern" häufig zutreffend. Für Sie ist es auch deutlich günstiger, jetzt schon eine höhere BU-Rente mit jüngerem Eintrittsalter abzusichern, statt später teurer aufzustocken.

    Da ich weiter oben angesprochen wurde (sorry, hatte ich irgendwie übersehen) möchte ich ganz offen gestehen, dass ich kein "guter" Versicherungsberater, sondern ein "böser" Versicherungsmakler bin. Erstaunlicherweise fressen Versicherungsmakler aber trotzdem keine kleinen Kinder, sondern haben ab und zu gute Ideen, wie man Menschen bei der Lösung ihrer Probleme hilft. :)  Pantoffelheld scheint das erkannt zu haben, ebenso die Zufälligkeiten neu angemeldeter Profile. Danke! :thumbsup:

    Bei den von uns zum Thema Krankenversicherung beratenen Kunden hat sich das Thema Rückkehr in die GKV bislang so gut wie nie gestellt, da wir vor einem Wechsel in die PKV die Sinnhaftigkeit dieses Schritts gemeinsam mit unseren Kunden sehr genau prüfen, inkl. Absicherung gegen Berufsunfähigkeit etc. Mich würde mal interessieren, was elgro zu diesem Schritt bewegt - es wundert mich, dass das noch niemand gefragt hat.


    Die Rückkehr in die GKV ist u.a. aus diesem Grund ganz offen gesagt nicht unsere Kernkompetenz. Mit diesem Thema ist man aus meiner Sicht bei einem praxisnahen, kompetenten Versicherungsberater gut aufgehoben, besser als bei einem Anwalt. Und das sage ich, obwohl ich selbst Jurist bin :). Wir empfehlen bei solchen Anfragen deshalb einen Versicherungsberater, mit dem wir kooperieren. Über die hier versammelten Versicherungsberater, die unter Pseudonymen mehr oder weniger deutlich um Kunden werben, kann man sich ja aus deren Beiträgen ein Bild machen und diese dann ggf. beauftragen. Das ist ja der - aus meiner Sicht gar nicht anstößige - Zweck der Übung :).

    Lange Oog , das ist ja schön, dass Sie auch hier mithelfen möchten. Sie werden ja zu einem richtigen Fan meiner Forumsbeiträge :). Das Thema BU scheint allerdings nicht so Ihre Stärke als Versicherungsberater zu sein. Starke Sprüche vermischt mit leeren Allgemeinplätzen ("was nichts kostet ist nichts wert" bzw. "provisionsauslösende Umdeckung") kommen dann etwas merkwürdig rüber. Richtige Profis haben so etwas doch nicht nötig, oder?


    Vor 1,5 Jahren = 9/2019. Das ist doch gar nicht so schwer auszurechnen. Berücksichtigt man die Zeit zwischen Antragstellung und Policierung heißt das Stand der Bedingungen ca. 7/2019. Seitdem hat eine Reihe von Gesellschaften ihre Bedingungen verbessert, gleichzeitig die Kalkulation der Berufsgruppen nachjustiert und die Beiträge angepasst - im Guten und im Schlechten. Dazu zählen u.a. HDI, Barmenia, Alte Leipziger, Volkswohl Bund, LV 1871, Allianz, Die Bayerische und die Deutsche Ärzteversicherung. Gerade Ärzte zahlen seither im Vergleich zu einer BU aus Mitte 2019 trotz eines höheren Eintrittsalters häufig weniger bei gleichzeitig besseren Leistungen - manchmal sogar beim gleichen Anbieter! Wenn man wie wir auf die Beratung von Ärzten spezialisiert ist, dann hat man das schon x-mal durchgerechnet und verglichen.


    Solange ich nicht im Detail weiß, welchen Tarif thomashuber 2019 abgeschlossen hat, mit welcher Konfiguration (Höhe BU Rente, Endalter, Leistungsdynamik, AU Klausel, Berufsgruppe - Anteil operative Tätigkeit) und zu welchem Beitrag und solange ich nicht prüfen konnte (das machen wir kostenlos), ob er damals alle Risiko- und Gesundheitsangaben korrekt gemacht hat (sorry, damit haben leider auch Ärzte häufig ihre Probleme), würde ich persönlich mich hüten, hier eine öffentliche Empfehlung abzugeben, was er zu tun oder zu lassen hat. Das wäre mir viel zu spekulativ und zu unprofessionell.


    Erst in Kenntnis dieser Umstände kann man Herrn Huber einen qualifizierten Rat erteilen. Was er dann daraus macht und was er priorisiert (ggf. besseres Bedingungswerk mit günstigerem Beitrag vs. Leistungsausschluss Knie), muss er - nach entsprechender Beratung - selbst entscheiden. Ich würde mir nicht anmaßen, ihm diese Entscheidung abzunehmen bw. ihm das eine oder das andere vorzuschreiben.


    Einen kleinen Seitenhieb kann ich mir nach Ihren Ansagen nicht verkneifen - ich bitte um Nachsicht: Versicherungsmakler sind scheinbar etwas anders gestrickt als manche Versicherungsberater, die gerne schnelle Schüsse aus der Hüfte abgeben. :)

    Frohe Ostern! :)

    Lange Oog , dann lassen Sie doch mal die Hose runter, nennen Sie Ihren richtigen Namen und diskutieren Sie mit offenem Visier, statt sich hinter einem fragwürdigen Pseudonym zu tarnen. Vielleicht haben Sie ja mit dem insolventen "KV-Profi" auch sein Finanztip Profil Lange Oog mitgekauft und ich sollte Harald Birk zu Ihnen sagen?


    "Alle Versicherer haben durchgeleitet" ist ja ein amüsantes Statement. Wenn einer das gemacht hat, dann sind das alle, stimmt :). Hören Sie doch bitte auf rumzueiern - obwohl wir Ostern haben - und benennen Sie KONKRET die NAMEN der Gesellschaften, die Ihren Kunden bislang beim Abschluss einer privaten Krankenvollversicherung a) ohne Kontrahierungszwang und b) mit Kontrahierungszwang die Courtage nach § 48c VAG durchgeleitet haben. Ich warte ...


    "Provisionsgetriebene Beratung" ist schon wieder eine böswillige Unterstellung. Sollte man Ihre Beratung dann "honorargetrieben" nennen? Und Überraschung: Wir schicken durchaus öfters Interessenten zur Debeka. Speziell Vorerkrankte, die keine andere Gesellschaft nehmen würde oder solche, die keinen Wert auf ein hohes Leistungsniveau legen. Und ich schrieb an keiner Stelle, dass Concordia oder Gothaer für Beamte besonders geeignet wären.


    Bitte also sauber diskutieren - richtige Profis haben so etwas doch nicht nötig, oder?


    Ich glaube wir können diesen Nebenkriegsschauplatz aber nun beenden. Mit der Frage der Fragestellerin hat das inzwischen herzlich wenig zu tun.


    Danke und frohe Ostern! :)

    Hallo thomashuber , das ist ja ein etwas unglücklicher Verlauf - ich wünsche Ihnen gute Besserung!


    Es ist durchaus sinnvoll, eine bestehende BU im Rahmen eines BU-Checks (Inhalt v.d. Moderation entfernt) zu überprüfen. Selbst beim gleichen Anbieter sind neuere Tarife meistens leistungsstärker und manchmal sogar günstiger. Natürlich sind dabei aber i.d.R. neue Risiko- und Gesundheitsfragen zu beantworten, das ist mit neuen Risiken verbunden (ggf. Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse, die Fristen des § 19 VVG beginnen neu zu laufen etc.).


    In Ihrem Fall werden Sie eine neue / andere BU zunächst nur mit einem Leistungsausschluss für das betroffene Knie bekommen. Das ist ein Minuspunkt, der mit anderen Verbesserungen (leistungsstärkerer Tarif, der z.B. vorsätzliche Vergehen im Straßenverkehr abdeckt, ggf. günstigerer Beitrag) abzuwägen ist. Wenn der neue Tarif ansonsten deutlich besser und/oder günstiger ist, sollten Sie sich die Frage stellen, für wie hoch Sie in Ihrem Beruf das konkrete Risiko halten, wegen einer Knieerkrankung berufsunfähig zu werden und um wie viel höher Sie die "Ausfallwahrscheinlichkeit" Ihres Knies nach der Vorgeschichte einschätzen. Als Assistenzarzt können Sie das vielleicht ganz gut beurteilen. Beides ist dann miteinander abzuwägen: Werden Sie im Beispiel eher berufsunfähig, weil Sie über eine rote Ampel gingen oder fuhren, dann spricht das für den neuen Tarif, wenn Sie das Risiko des Knies höher einschätzen, dann behalten Sie besser die alte BU. Ist der neue Tarif trotz des höheren Eintrittsalters deutlich günstiger (auch das kommt vor), dann ist die Frage, ob Ihnen der eingesparte Beitrag den Verzicht auf Leistungen für Ihr Knie wert ist.


    Nach ein paar Jahren können Sie bei einem Anbieter mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis für Ärzte unter folgenden Prämissen mit guter Aussicht auf Erfolg Überprüfung und Entfall des Leistungsausschlusses beantragen:

    • Kreuzbandriss: Wenn nur einmalig vorgefallen, eine Sehnennaht oder ein Kreuzbandersatz durchgeführt wurde, deshalb keine Metalle mehr im Körper vorhanden sind und die Beschwerden mehr als 5 Jahre zurückliegen.
    • Meniskusriss: Wenn operiert, Meniskus wurde nicht vollständig entfernt und Beschwerden mehr als 3 Jahre zurückliegen.

    Alles unter der Prämisse, dass diese Verletzung nur einmalig vorgefallen ist, das Knie dann wieder vollständig beschwerdefrei und voll belastbar ist und Sie nicht größtenteils im Gehen, Stehen, Knien oder in der Hocke arbeiten.


    Oder Sie warten so lange und stellen erst in 5 Jahren einen Antrag. Der wird dann direkt "glatt" policiert. Sie tragen aber bis dahin das Risiko anderer zwischenzeitlicher gesundheitlicher Veränderungen.


    Heißer Tipp: Beim nächsten Versicherungsprojekt gleich von Anfang an "richtig" beraten lassen, idealerweise von jemand, der auf die Beratung von Ärzten spezialisiert ist :)

    Und noch noch mal zur eigentlichen Frage von Rosie_66 : Natürlich ist es für Ihren Freund empfehlenswert, jetzt schon über das Thema PKV nachzudenken und sich beraten zu lassen. Spätestens als Beamter ist ein Wechsel in die PKV häufig sinnvoll. Wenn sich seine Gesundheit bis zur Verbeamtung verschlechtert wird er in der PKV ggf. nur noch über die sog. Öffnungsaktion mit 30% Risikozuschlag und ohne Zusatzbausteine wie einen (normalen) Beihilfeergänzungstarif versichert. Das könnte er vermeiden, wenn er sich jetzt seinen Gesundheitszustand sichert. Entweder durch den direkten Wechsel in eine private Krankenversicherung, die häufig bessere Leistungen zum günstigeren Preis bietet, oder zumindest durch Abschluss eines sog. Optionstarifs. Ob ein Wechsel auch ohne spätere Verbeamtung sinnvoll ist, hängt von vielen Faktoren ab (Lebens-/Berufs-/Familien-/Finanzplanung), die dann bei einer Beratung geprüft werden sollten.

    Tarife für normale Angestellte und Beihilfetarife unterscheiden sich zwar in einer Reihe von Aspekten. Es gibt aber durchaus Gesellschaften, die in beiden Bereichen qualitativ sehr gute Tarife anbieten. Bei späterer Verbeamtung könnte Ihr Freund einen "Normal-Vertrag" dann ohne Gesundheitsprüfung in einen Beihilfetarif umstellen. Bisherige Alterungsrückstellungen (die bei Nicht-Beamten-Tarifen aufgrund des höheren Beitrags höher ausfallen) werden dabei "mitgenommen", somit sichert er sich letztlich auch sein jetziges Eintrittsalter.


    Bei guten Anbietern bekommt man - anders als oben behauptet - auch den zusätzlichen Beihilfeergänzungstarif ohne Gesundheitsprüfung dazu, das wird dort nicht als "Umstellung, die vom Versicherer abgelehnt werden kann" eingeordnet. M.E. müsste sich ein Anspruch darauf schon aus § 204 VVG ergeben, da die normale private Vollversicherung i.d.R. umfassendere Leistungen bietet, als die Beihilfetarife. Wenn man ganz auf Nummer Sicher gehen möchte, kann man sich diese Möglichkeit aber vorsorglich auch per Zusatzvereinbarung in der Police zusichern lassen, z.B. mit folgender Formulierung "Bei einer späteren Umstellung in einen Beihilfetarif ist innerhalb von zwei Monaten auch der Abschluss eines Beihilfeergänzungstarifs ohne Gesundheitsprüfung möglich." Das wird dann so akzeptiert und policiert. Es gibt für fast alles eine Lösung :).

    Lange Oog , ich habe mir unnötige Spitzen gegen Versicherungsberater bewusst gespart. Wozu auch, das ist grundsätzlich ein sehr ehrenwerter Beruf. Ich reite auch nicht darauf herum, dass es Versicherungsberater gibt, die eine Gesellschaftsform mit geringem haftenden Stammkapital wie eine UG gewählt haben und deren angestellte Mitarbeiter über keine Zulassung als Versicherungsberater verfügen. Vielleicht könnten Sie sich unsubstantiierte, pauschalisierende und unzutreffende Anwürfe wie "Feststellen wollen wir auch, dass Versicherungsmakler auch (sic! - wieso "auch", beraten Versicherungsberater aus Ihrer Sicht also auch nicht korrekt?) nicht korrekt beraten, weil sie bestimmte Versicherer ausblenden oder schlecht reden, weil sie keine Provision/Courtage bekommen." ebenfalls verkneifen?


    Wenn Sie schon so starke Ansagen machen, dann bitte mal Butter bei die Fische:

    1. Welche konkreten Versicherungsgesellschaften haben Ihren Kunden bislang beim Abschluss einer privaten Krankenvollversicherung die Courtage nach § 48c VAG durchgeleitet?
    2. Welche konkreten Gesellschaften empfehlen Sie als Versicherungsberater vorwiegend?

    Ich habe den Eindruck, dass sich 1. und 2. bei den wenigen Versicherungsberatern, die zum Abschluss einer Voll-PKV überhaupt beraten, meistens decken, damit der Kunde nicht doppelt zahlt. Richtig? Das wäre bezüglich der Reduzierung der Beratungskosten auf den ersten Blick ja auch durchaus im Kundeninteresse. Problematisch wäre nur, wenn der Kunde sich dadurch langfristig einen unpassenden oder leistungsschwächeren Tarif einkauft, weil z.B. Gesellschaften wie eine Allianz, Barmenia, Bayerische Beamtenkrankenkasse / UKV, Concordia, Gothaer, LVM, Mecklenburgische, SDK, Universa, etc. explizit die Anwendung von § 48c VAG ausschließen.


    Halten wir mal fest:

    • Ein Versicherungsberater kann seinen Kunden nur bei sehr wenigen Gesellschaften eine Rückvergütung der Courtage bei Abschluss einer privaten Krankenvollversicherung anbieten.
    • Ein Versicherungsmakler kann sehr viele PKV-Gesellschaften mit entsprechender Vergütung vermitteln.

    Wo bestehen also prima facie größere Bedenken bezüglich der Unabhängigkeit? Mal ganz abgesehen davon, dass ein guter und kluger Berater, egal ob Versicherungsberater oder -makler, sich nicht von kurzfristigen ökonomischen Vorteilen leiten lässt sondern 100% kundenorientiert berät.


    Gegen ein zusätzliches Coaching oder eine Zweitmeinung vor einem Vertragsabschluss spricht nichts - kostet dann halt extra. Das hatten wir erst kürzlich bei einem Kunden, dem wir aufgrund seines Gesundheitszustands empfahlen seine bestehende PKV-Anwartschaft zu nutzen. Er wollte ausloten, ob es doch noch andere Möglichkeiten gibt und beauftragte für teures Geld einen Versicherungsberater. Der empfahl ihm eine andere Krankenversicherung, die den Antrag jedoch leider aus gesundheitlichen Gründen ablehnte. Daraufhin kam der Kunde wieder reumütig zu uns :). Das Thema Kontrahierungszwang ist ebenfalls eines, in dem sich Versicherungsberater sinnvoll tummeln können.


    Fazit: Beide Berufe haben Ihre Berechtigung, es geht nicht um ein "besser" oder "schlechter". Gerade bei Abschluss einer privaten Krankenvollversicherung außerhalb der Öffnungsaktion für Beamte kann man aber keinesfalls sagen, dass Kunden bei einem Versicherungsberater automatisch besser oder "unabhängiger" aufgehoben wären, zumal seine Tätigkeit i.d.R. deutlich mehr kostet.

    Einer unserer kürzlichen BU Leistungsfälle (passenderweise jemand, der unter Erfahrungen mit Dr. Schlemann (Berufsunfähigkeitsversicherung) eine gute Bewertung unserer Beratung abgegeben hat) wurde nach kurzer Vertragsdauer berufsunfähig. Diese Person erhält nun von zwei Anbietern (Alte Leipziger und Barmenia) nach recht zügiger Leistungsprüfung eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente i.H.v. insgesamt 4.500 EUR.


    Wenn man mit Unterstützung eines kompetenten Beraters

    1. bei der Antragstellung alles richtig macht, vor allem bei den Gesundheitsangaben,
    2. sich leistungsstarke Tarife vernünftiger Anbieter aussucht und
    3. wirklich zu mehr als 50% berufsunfähig ist,

    dann gibt es im Leistungsfall nur selten Probleme. Der von uns im Leistungsfall häufig zugezogene Versicherungsberater kommt auf eine Prozessquote von nur einem von 153 Fällen = 0,0065%. Hilft das MichaG ?


    P.S.: "günstig" ist beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ein eher nachrangiges Kriterium. Zu billig kann hier richtig teuer werden!

    puetzfu , stark vereinfachend könnte man sich Ihrer Frage wie folgt nähern:

    1. Wenn Sie ausreichende Ersparnisse haben, um a) die Zeit bis zur Rente zu überbrücken und b) die dann etwas geringere Rente auszugleichen und somit nicht mehr auf Ihr Arbeitseinkommen angewiesen sind, dann könnten Sie Ihre BU jetzt eigentlich kündigen.
    2. Bei “kaufmännischer Betrachtung” mag aber auch die höhere Wahrscheinlichkeit eine Rolle spielen, von einer BU-Rente im höheren Alter zu “profitieren”. Der BU Beitrag ist ähnlich kalkuliert wie der Beitrag in der privaten Krankenversicherung, d.h. in jungen Jahren zahlen Sie einen Beitrag, der über Ihrer individuellen BU-Wahrscheinlichkeit liegt und im Alter ist Ihr Risiko höher, als Ihr Beitrag. Mit der Ersparnis aus den jüngeren Jahren wird die Beitragsstabilisierung im Alter bezahlt, so dass der Beitrag konstant bleibt. Das heißt letztlich, dass die Jahre ab 60, für die Sie in jüngeren Jahren bereits einen höheren Beitrag bezahlt haben, für den Kunden rechnerisch die “lohnendsten” sind. Deshalb könnte man - trotz des nun geringeren Bedarfs - die BU auch fortführen.

    Ich persönlich würde mich für Variante 2 entscheiden. Hilft das bei Ihren Überlegungen? Dann freue ich mich über ein Like :thumbsup:.

    Die Aussagen "Debeka, Concordia, Huk und LVM ... haben alle Recht gute Beamtentarife." und "kann ich mir nicht vorstellen, dass innerhalb einer Gesellschaft die Leistungen sich bei Beamtentarifen groß von denen der Angestelltentarife unterscheiden." sind fachlich leider ziemlich dünn. Für Beamte ist z.B. ein umfassender Beihilfeergänzungstarif besonders wichtig. Der hat aber auch gar nichts mit den Angestelltentarifen zu tun. Und die o.g. Gesellschaften tun sich hier nicht alle als besonders leistungsstark hervor. Ob ein Tarif "gut" ist oder nicht, lässt sich letztlich nicht pauschal beantworten, sondern hängt u.a. von den Anforderungen des Interessenten ab, die bei einer professionellen Beratung im Detail ermittelt und besprochen werden. Vor einem Vergleich von Anbietern und Tarifen ist aber erst einmal zu klären, ob eine PKV für den Interessenten langfristig überhaupt das Richtige ist. Auch hierzu sind pauschale Aussagen auf Grundlage der dünnen Sachverhaltsangaben von Rosie_66 schwierig bzw. unverantwortlich.


    Ein Hinweis zum Thema Honorarberatung zum Abschluss einer privaten Krankenversicherung durch Versicherungsberater: Es gibt keine PKV-Nettotarife!


    Jedenfalls kenne ich keine. Wer der Problematik genauer auf den Grund gehen möchte, möge § 48c VAG zusammen mit § 204 VVG lesen. Diese Vorschriften schließen eine echte Honorarberatung in der PKV aus! Versicherungsberater, mit denen wir kooperieren, weisen darauf hin, dass so gut wie kein Versicherungsunternehmen mit Versicherungsberatern zusammenarbeitet, da das sog. “Durchleitungsgebot” wirtschaftlich nicht umsetzbar ist. Kunden könnten außerdem über § 204 VVG zunächst ohne Honorar einen Bruttotarif abschließen und dann direkt in einen entsprechend günstiger kalkulierten Nettotarif wechseln. Für den Kunden bleibt also allenfalls der Weg, doppelt zu zahlen: Zunächst das Honorar für die Beratung und im Anschluss die im Vertrag einkalkulierte Courtage.


    Bei aller Existenzberechtigung für kompetente Versicherungsberater, die ich sehr schätze: Der Abschluss einer privaten Krankenversicherung ist für eine Honorarberatung wenig geeignet. Das sagen übrigens selbst Versicherungsberater - jedenfalls diejenigen, die ausreichend zu tun haben. :)


    Natürlich kann man sich erst einmal bei einem Versicherungsberater gegen Honorar Rat zu grundsätzlicher Orientierung PKV vs. GKV, Anforderungen an eine gute PKV, Tarifauswahl, medizinischer Versicherbarkeit inkl. diversen Risikovoranfragen etc. einholen. Da spricht überhaupt nichts dagegen, im Gegenteil, das kann eine gute Idee sein. Wenn gewünscht empfehlen wir unseren Kunden dazu gerne kompetente Versicherungsberater. Bei einem Stundensatz von 150 EUR (eher niedrig angesetzt, kostet häufig mehr, teils wird auch mit Pauschalen gearbeitet) plus 19% USt. = 178,50 EUR und einem Zeitaufwand von locker 6 Stunden (diese Zeit investieren wir i.d.R. mindestens in die PKV-Beratung, oft deutlich mehr) kommt man da schnell auf über 1.000 EUR.

    Diese Fragen bespricht ein Versicherungsmakler jedoch genauso mit seinen Kunden, nur ohne zusätzliches Honorar. Das muss dann jeder für sich selbst entscheiden, ob ihm Restzweifel an der Objektivität des Versicherungsmaklers, dessen Arbeit von den Gesellschaften per Courtage honoriert wird, diese zusätzliche Kosten wert sind. Spätestens bei der Umsetzung der passenden PKV ist dann ohnehin wieder ein Versicherungsmakler gefragt, der nicht nur beim Abschluss die Interessen des Kunden als dessen Sachwalter "gegen" die Gesellschaft wahrnimmt, sondern sich auch danach (i.d.R. ohne zusätzliche Vergütung) langfristig um die weitere Betreuung des Kunden kümmert, z.B. wenn im Leistungsfall mal etwas haken sollte.


    Fazit: Wenn man (Zeit-)Aufwand/Kosten und Ergebnis vergleicht könnte es sinnvoll sein, sich direkt von einem auf das Thema private Krankenversicherung spezialisierten Versicherungsmakler beraten zu lassen, der die passende PKV dann im nächsten Schritt (mit Vergütung durch die Gesellschaft, die auch die weitere langfristige Betreuung finanziert) auch umsetzen kann. Wir sind aber auch nicht traurig, wenn das jemand anders handhabt. Wir haben mehr als genügend zu tun und die Vorarbeit durch den Versicherungsberater reduziert unseren Zeitaufwand. :)

    Comandante , Leistungsfälle finde ich auch sehr spannend und die Idee eines neuen Threads halte ich für eine gute Idee. Wie oben geschrieben ist es m.E. aber deutlich schwieriger, hierzu authentisches Feedback von Betroffenen zu bekommen. Ich nehme die Idee von Ihnen und von liki90 gerne auf und werde auf unserer Webseite mal eine Kolumne dazu einrichten. Das ist eine gute Anregung, denn erst an dieser Stelle erfolgt der objektive Nachweis guter Beratung, z.B. ob bei Antragstellung, Gesundheitsfragen etc. sauber gearbeitet und alles richtig gemacht wurde. Als "juristisch geprägte Finanzberatung" legen wir auf diese Aspekte einen ganz besonderen Fokus. Das ist ja letztlich auch einer der wichtigen Gründe dafür, eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht als Amateur blauäugig selbst zu beantragen, sondern sich dafür einen Profi als Berater zu suchen. Eine Bewertung des Beratungsvorgangs bleibt für andere Interessenten aber dennoch nützlich, denn auch dabei kann man Fehler machen bzw. an den Wünschen oder Interessen des Kunden vorbei beraten.

    guemue, das liegt vermutlich daran, dass wir nicht steuern können und wollen, welche von welchem Berater beratenen Kunden wo bewerten. Herr Weißschnur berät in unverändert hoher Qualität. Seine Kunden haben sich in letzter Zeit mehr für andere Arten des Feedbacks entschieden, z.B. hier bei Trustpilot. Ein weiterer Grund: Herr Mini führt derzeit mehr Termine durch. Bei aller persönlichen Individualität beraten alle unsere Berater letztlich nach dem gleichen Standard, so dass die Zufriedenheit beratener Kunden nicht unbedingt vom Namen des Beraters abhängen sollte. :)