Beiträge von Dr. Schlemann

    Wenn man immer gesund bleibt haben Sie völlig Recht EF1980 . :) Wer schon mal mit einer ernsteren Geschichte ins Krankenhaus musste, weiß so eine zusätzliche Absicherung SEHR zu schätzen.


    Wie bei jeder Versicherung ist es eine individuelle Wahrscheinlichkeitsrechnung, ob sich eine stationäre Zusatzversicherung "lohnt". Angesichts überschaubarer Kosten und doch nennenswerter Verbesserungen im Ernstfall würde ich sie mir persönlich gönnen - wenn ich nicht ohnehin schon privat krankenversichert wäre. :).

    Hm, wieso denn jetzt kündigen, wenn Ihr Riestervertrag schon am 1.1.2022 "fällig wird". Ab Rentenbeginn mit 60 oder 62 (je nachdem, wann Ihr Vertrag abgeschlossen wurde). wäre eine (nur zu versteuernde) Entnahme von 30% möglich, ggf. auch eine Komplettauszahlung bei einer Kleinbetragsrente unter 32,90 EUR. Lässt sich die Zeit bis dahin nicht anders überbrücken, um die ansonsten drohende Rückzahlung aller Zulagen und Steuervorteile + Versteuerung des Auszahlbetrags zu vermeiden? Hier ein Link mit weiteren Informationen.


    War meine Antwort für Sie hilfreich JPfund ? Dann freue ich mich über eine Rückmeldung über den grünen Smiley-Button unten rechts. :)

    "Gute" Tarife versichern beides, d.h. sowohl stationäre Eingriffe (mit Übernachtung) wie auch ambulante Behandlungen im Krankenhaus und leisten u.a. für

    1. Privatärztliche Behandlung durch den gewählten Arzt (Chefarzt bzw. Oberarzt, je nachdem, wer mit der konkreten Behandlung / Operation mehr Erfahrung hat), idealerweise ohne Deckelung durch die Gebührenordnung.
    2. Alle weiteren Kosten der Behandlung / Operation im frei gewählten Krankenhaus (also
      nicht nur das nächstgelegene Kreiskrankenhaus).
    3. Unterkunft und Verpflegung als Privatpatient im Einbett- oder Zweibettzimmer.

    Idealerweise verzichtet der Anbieter dabei auf die übliche Wartezeit von 3 Monaten (bzw. 8 Monaten u.a. bei Entbindungen), d.h. es wird sofort geleistet, abgesehen von bei Abschluss bereits laufende oder angeratene Behandlungen bzw. Schwangerschaften.


    Damit ist man dann im Krankenhaus sozusagen Privatpatient.

    Vielen Dank für das "Zutrauen", dass wir etwas vom Thema BU / DU verstehen :):thumbsup:.


    Nachfolgend verwende ich nur den Begriff Berufsunfähigkeit / BU. Bei Beamten empfehlen sich meistens BU-Tarife mit einer Dienstunfähigkeitsklausel, das nennen viele dann eine Dienstunfähigkeitsversicherung / DU. Wichtig für Melinka : Der Absicherungsbedarf ist am Anfang der Beamtenlaufbahn am größten. Ab Verbeamtung auf Lebenszeit sinkt die zu schließende Lücke bei BU. Wie hoch diese genau ausfällt, ermitteln wir für unsere Kunden mit einer sog. "Versorgungsanalyse". Das können Sie sich auch im Do-it-yourself Verfahren mit einem Link zu einem "Versorgungsrechner" auf unserer Website zum Thema Dienstunfähigkeit selbst ausrechen (ich selbst darf hier nicht auf unsere Seite verlinken, andere, die den Lesern das Finden erleichtern wollen, schon :)).


    "Kopfarbeit" ist kein wirkliches Argument gegen eine BU. "Ich habe doch einen Schreibtischjob, wie soll ich da berufsunfähig werden?" hören wir öfters, gerade bei Akademikern. Bei einem Bürojob ist sicherlich die Gefahr geringer, von Gegenständen getroffen und verletzt zu werden. Dafür drohen jedoch Risiken wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Rückenprobleme wegen mangelnder Bewegung, wenn jemand den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt und sich vielleicht aus Zeitmangel noch zusätzlich ungesund mit Fast-Food ernährt. Geistige und psychische Einschränkungen wirken sich in einem Schreibtischjob häufig stärker aus, als bei manuellen Tätigkeiten.


    Das wichtigste Argument: Auch Versicherer wissen, dass ein "Schreibtischtäter" ein geringeres Berufsunfähigkeitsrisiko hat. Deshalb zahlt er deutlich weniger für seine Berufsunfähigkeitsversicherung, als z.B. ein Dachdecker. Das reduzierte Risiko ist also schon eingepreist und deshalb kein legitimes Argument, keine BU abzuschließen.


    Der Verweis auf "Du könntest noch etwas anderes machen" ist bei aktuellen Berufsunfähigkeitstarifen nicht mehr möglich, da so ziemlich alle Anbieter auf die sog. "abstrakte Verweisung" verzichten. Es ist immer die zuletzt ausgeübte Tätigkeit versichert, genau so, wie sie in gesunden Tagen ausgestaltet war.


    Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Debeka ist nach unserer "Qualitätsskala" ein "Dacia", also ein Auto, das nur 3 Sterne beim NCAP Crashtest bekommt (siehe den ausführlichen Artikel "Beste Berufsunfähigkeitsversicherung" auf unserer Website) . Damit würde ich keinen Unfall haben = nicht berufsunfähig werden wollen. Der Beitrag ist in Relation dazu meistens noch nicht mal besonders günstig. Das ist also ein weiteres Argument dafür, den ursprünglichen Vertrag komplett auf den Prüfstand zu stellen, sofern (wichtig!) der Neuabschluss einer BU gesundheitlich möglich ist. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass bei dem Debeka Vertrag schon ein Teil der Fristen abgelaufen ist, innerhalb derer sich der Versicherer auf eine sog. "vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung" berufen kann, wenn die Gesundheitsfragen nicht sauber beantwortet wurden.


    Waren meine Antworten für Sie hilfreich Melinka? Dann freue ich mich über eine Rückmeldung über den grünen Smiley-Button unten rechts :).

    Eine fundierte Antwort auf diese Frage sprengt den Rahmen dieser Plattform. Dazu müssten Sie erst mal einen IDD-Fragebogen ausfüllen etc. Mal so ganz pauschal: Bei den aktuellen Zinsen sind Garantien für die Rendite ein Problem. :)


    Waren meine Antworten zu nächtlicher Stunde für Sie hilfreich? Dann freue ich mich über eine Rückmeldung über den grünen Smiley-Button unten rechts und/oder im Thread RE: Erfahrungen mit Dr. Schlemann (Berufsunfähigkeitsversicherung). :)

    Die Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit leistet bei BU praktisch eine kleine Berufsunfähigkeitsrente in Höhe des Beitrags zur Rentenversicherung. Wenn man das so macht, dann möglichst auch mit einer sog. "Passivdynamik", dann steigt die Höhe des Beitrags zur Altersvorsorge bei Berufsunfähigkeit jedes Jahr um z.B. 10%.


    Ob sich das "lohnt" hängt ab von

    1. Güte Anbieter / Tarif (klingt nach LV1871? :)) und
    2. Relation Kosten (Beitrag) vs. Gesamtnutzen (Rente)

    Ok, natürlich auch noch von der Eintrittswahrscheinlichkeit, BU zu werden. Aber die ist bei den meisten Menschen hoch genug, so dass man dieses Risiko auf alle Fälle absichern sollte. :)


    Als Ergänzung einer bestehenden BU kann so ein Modell sinnvoll sein, aber bitte nicht als Ersatz für eine ordentliche Berufsunfähigkeitsabsicherung.


    Die Frage ob besser Rentenversicherung oder eigenes Sparen lasse ich hier mal außen vor, das ist ja nicht der Kern der Frage. Bei der LV1871 wäre diese Absicherung z.B. auch für bereits bestehende Rentenversicherungen von "Drittanbietern" möglich.

    Ist das echt noch unklar? Sie können entweder

    1) beide alte BUs behalten und eine neue BU abschließen (ich meine mich zu erinnern, dass Ihre alten BUs schon Ihr Nettoeinkommen bis auf 100 EUR abdecken, dann lohnt sich das nicht)

    2) eine der alten BUs behalten und eine neue BU abschließen

    3) beide alte BUs kündigen und eine neue BU abschließen

    Theoretisch bleiben noch andere Optionen wie kündigen, keine neue BU abschließen, die wären aber nicht sehr sinnvoll. :)


    Das meinte ich mit "Ob und welche BU Sie nun kündigen und ob und was Sie neu abschließen steht für mich mangels vertiefter Sachverhaltskenntnisse immer noch in den Sternen."


    Den Rest der Community haben Sie hier vermutlich langsam verloren, daher schlage ich vor, wie lassen es nun dabei bewenden. OK?

    Hallo Peter455 , mit Ihrem netten Erfahrungsbericht kann ich ja gar nicht anders, als jetzt auch noch mal am Sonntag Abend weitere Fragen zu beantworten :).


    "Beitragsfreistellung": Genau richtig, wenn man eine Weile keine Beiträge zahlt, dann ist das i.d.R. eine Stundung, die BU besteht weiter und Sie zahlen die Beiträge später nach. Nur der Vollständigkeit halber: Bei manchen Anbietern können Sie gesammeltes Kapital (auch bei einer BUZ) auch zur Finanzierung einer geringen dauerhaft beitragsfreie BU Rente verwenden. Das hilft Ihnen hier aber nicht weiter - bitte dazu nicht nachfragen. :)


    Stundung und Neuabschluss klingt erst mal raffiniert. Beim Neuabschluss wird dann aber die "alte" BU im Rahmen der sog. Angemessenheitsprüfung als existent gewertet, d.h. bei der Höhe der maximal versicherbaren BU abgezogen. Letztlich also keine besonders sinnvolle Lösung, auch wenn es erst mal so wirkt, als könnten Sie die endgültige Entscheidung damit noch ein wenig vor sich herschieben.


    Generell bin ich ohne triftigen Grund (z.B. mehr Möglichkeiten zur Nachversicherung bei Berufsstartern oder höhere BU Rente für Mitglieder eines Versorgungswerks) nicht so der Freund von vielen verschiedenen BU Verträgen, da Sie sich im Leistungsfall dann mit mehreren Gesellschaften, Formularen, Gutachtern etc. herumschlagen müssen. Eine weitere BU mit nur 100 EUR BU Rente ist in Ihrem Fall Quark - dafür lohnt sich ja noch nicht mal der der Aufwand des jährlichen Abheftens von Unterlagen.


    Ob und welche BU Sie nun kündigen und ob und was Sie neu abschließen steht für mich mangels vertiefter Sachverhaltskenntnisse immer noch in den Sternen. Daher sehen Sie es mir nach, wenn ich nicht auf Ihre einzelnen Rechenbeispiele eingehe. Viele Varianten sind möglich, vermutlich sind nur wenige davon wirklich sinnvoll. Hatte ich schon erwähnt, dass man das am besten bei einer richtigen Beratung klären sollte? :)

    Hm, wenn Sie Sorge haben, dass ein Berater wie ich nicht unabhängig ist, dann kann ich Ihnen mit meinen Antworten hier ja gar nicht richtig weiterhelfen, oder? ;)


    Mit den bruchstückhaften Informationen fällt es mir echt schwer, Ihre Nachfragen vernünftig zu beantworten. Aber gut, hier noch ein paar weitere Stichworte für Sie:

    • Ob und wo man ggf. eine alternative oder zusätzliche BU abschließt, hängt vom bestehenden Anbieter / Tarif ab, von Ihrer Gesundheit, Ihrem Beruf, Ihrem Einkommen, etc.
    • Wenn Sie nachweislich rundherum gesund sind, dann vergleicht man einfach das Preis-/Leistungsverhältnis Ihrer bestehenden BUs mit aktuellen Tarifen und entscheidet dann, was der für Sie richtige Weg ist.
    • Eine dauerhafte Beitragsfreistellung mit Aufrechterhaltung der versicherten BU Rente ist wie oben bereits geschrieben nicht möglich.
    • Zur Höhe der beim evtl. Neuabschluss mit ggf. fortbestehenden "alten" Versicherungen (ja, das ist je nach Einkommen möglich - i.d.R. gedeckelt durch das Nettoeinkommen) versicherbaren BU Rente und den Folgen von sinkendem Einkommen für Dynamiken finden Sie detaillierte Ausführungen auf unserer Website zur BU Konfiguration, u.a. unter dem Stichwort "Bereicherungsverbot".

    Der Inhalt Ihrer Fragen belegt den weiter bestehenden Beratungsbedarf. Lesen Sie gerne auf unserer Website zum Thema "do-it-yourself-Finanzberatung" nach. Ihr Anliegen, sich vor einer Beratung gut zu informieren ist völlig legitim und wir empfehlen Interessenten und Kunden definitiv eine fundierte inhaltliche Vorbereitung auf das Beratungsthema, z.B. durch Studium unserer Website. Sie bewegen sich m.E. aber schon im Bereich des abnehmenden Grenznutzens - Herr Pareto lässt grüßen :).


    Und jetzt schauen wir doch mal, was andere User dazu für Ideen haben. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag. :)

    MichaG , andere Standpunkte und Ihre persönliche Meinung kann ich gut akzeptieren. Wie man in verschiedenen Erfahrungsberichten nachlesen kann, werden von anderen gerade aktuelle Rückmeldungen zu unserer Beratung geschätzt. So geht mir das auch wenn ich ein Restaurant besuche. Da reicht es mir nicht aus, dass das Essen vor 3 Jahren lecker war. Ich möchte in den Bewertungen nachlesen können, wie es dort in den letzten Tagen, Wochen und Monaten geschmeckt hat - vielleicht hat ja der Koch gewechselt. Gleiches gilt für unsere Beratung zum Thema Berufsunfähigkeit, u.a. da bei uns z.B. auch mal neue Berater anfangen bzw. jemand ggf. nicht mehr für uns tätig ist.


    Wenn eine persönliche Sichtweise einmal kund getan wurde, sollte es damit aber auch gut sein, statt - wie unsere besonders "treuen Fans" es gerne immer wieder versuchen - hier regelmäßig die gleiche, schon in allen Facetten zu Ende diskutierte Debatte neu anzuzetteln.