Beiträge von Dr. Schlemann

    Hallo Vilma , das finde ich sehr schön, wenn sich jemand bedankt, wenn man versucht zu helfen - danke fürs Bedanken. :)


    Genau, aus Sicht der deutschen Berufsunfähigkeitsversicherung könnten Sie unproblematisch beide Leistungen beziehen. Es würde mich zwar wundern, wenn die Schweden eine private deutsche BU Versicherung zum Anlass für eine Kürzung staatlicher Leistungen nehmen würden, aber eine dortige Nachfrage ist das schon wert.


    Vermutlich können Sie das hier bei der Forsakringskassan auch selbst recherchieren: https://www.forsakringskassan.se/english/disability. Siehe dazu auch

    Berufsunfähigkeitsversicherung VS Sjukersättning.


    Wenn Sie Rat zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung suchen, die auch bei BU in Schweden oder anderen Ländern leistet, dann suchen Sie sich doch einen der Berater aus, die Finanztip auf https://www.finanztip.de/berufsunfaehigkeitsversicherung/ empfiehlt :). Vermutlich wird Ihnen keiner davon eine verlässliche Auskunft zur sozialversicherungsrechtlichen Situation in Schweden geben können. Vielleicht kann diesen Teil Ihre Partnerin über Kontakte in der Heimat beisteuern - oder die o.g. Fundstellen.

    EV und Com ist ein Unterschied.

    Bitte doch beachten.


    https://www.bdae.com/impressum

    https://www.bdae-ev.de/impressum/

    Also die Seiten sehen für mich vom Look and Feel her geklont ähnlich aus. Die scheinen irgendwie verwandt zu sein :). Und bei der .com steht dann noch

    Zitat

    Unsere Beratungsgrundlage enthält eine eingeschränkte Zahl von auf dem Markt angebotenen Versicherungsverträgen und von Versicherern. Unsere Beratung erfolgt auf der Grundlage der Produkte folgender Unternehmen. Swiss Life Prévoyance et Santé Würzburger Versicherungs-AG ARAG SE Mannheimer Versicherung AG Allianz Partners Deutschland GmbH

    Hier wird die ganze BDAE Gruppe beschrieben, inkl. e.V.: https://www.bdae.com/bdae-gruppe/ueber-den-bdae. Von dort hatte ich die o.g. Infos.


    Das muss dann jeder für sich entscheiden, ob er sich von einem solchen Dienstleister, egal ob mit dem Hut e.V. oder .com auftretend, eine wirklich unabhängige Beratung erhofft.


    Der GKV Spitzenverband ist für viele Fragen auch eine gute Adresse. Dort geht's allerdings um Krankenversicherung, nicht um BU. :)

    Hallo Vilma , das klingt nach einem sehr abwechslungsreichen Leben :). Ich kämpfe gerade mit meiner Buchhaltung, versuche aber mal in kurzen Stichpunkten etwas weiterzuhelfen.

    • Eine gute BU leistet weltweit. Bei Abschluss ist i.d.R. eine deutsche Adresse und ein deutsches Konto Voraussetzung. Viele Anbieter fragen im Antrag nach geplanten längeren Auslandsaufenthalten - das führt je nach "Zielland" dann ggf. zu einer Ablehnung oder einem Risikozuschlag.
    • Es gibt bei der BU kein "Bereicherungsverbot". In § 200 VVG steht unter der Überschrift „Bereicherungsverbot", dass „die Gesamterstattung die Gesamtaufwendungen nicht übersteigen“ dürfen. Diese Vorschrift gilt jedoch, wie die Einordnung im 8. Kapitel des Versicherungsvertragsgesetzes zeigt, nur für die Krankenversicherung und nicht generell für alle Versicherungssparten. Außerdem ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung keine Schadensversicherung, sondern eine sog. „Summenversicherung“. Das heißt wenn Sie eine bestimmte BU Höhe korrekt versichert haben, wird dieser Betrag im Fall der BU auch geleistet, unabhängig davon, wie hoch zu diesem Zeitpunkt Ihr Einkommen ausfällt oder welche weiteren Leistungen Sie beziehen.
    • Bei einer selbstständigen BU (also nicht kombiniert mit einem Sparvorgang) als Risikoversicherung sind die Beiträge - ähnlich wie bei einer Haftpflicht- oder Hausratversicherung - immer "umsonst bezahlt" wenn das Risiko nicht eintritt. Die meisten Verträge bilden vorübergehend geringe Rückkaufwerte, die bei Kündigung entweder ausgezahlt oder in eine beitragsfreie BU Rente umgewandelt werden.
    • Für eine Weile pausieren geht bei den meisten Verträgen per Stundung - die Beiträge sind danach aber nachzuzahlen.

    Meine Empfehlung wäre, sich jetzt vernünftig gegen BU abzusichern und diesen Vertrag im Ausland zumindest solange aufrecht zu erhalten, bis eine Rückkehr in ein Land ohne "BU Sozialleistungen" wie in Schweden sicher ausgeschlossen werden kann. Denn wie Sie ganz richtig schreiben wäre der Neuabschluss einer BU dann zum einen teurer, zum anderen ggf. gesundheitlich nicht mehr möglich. Da würde ich lieber in Kauf nehmen, für ein paar Jahre besonders gut abgesichert zu sein. :)

    Vielen Dank P. Engeland , dass Sie sich die Zeit genommen haben, hier über Ihre positiven Erfahrungen mit der BU-Beratung durch Herrn Mini zu berichten :):thumbsup:. Ich kann gut verstehen, dass es sich am Anfang erst mal etwas merkwürdig anfühlt, mit einem "Fremden" über sehr persönliche Themen zu sprechen. Diese Hemmschwelle lässt sich spätestens im gemeinsamen Gespräch normalerweise gut überwinden wenn man den Berater beim Online-Meeting über Teams besser kennen lernt und merkt, dass diese Informationen bei uns in guten Händen sind.

    Stimmt, hinterher ist man immer schlauer :). Wird man nicht BU, war eine Berufsunfähigkeitsversicherung rausgeworfenes Geld. Wenn doch, dann ist sie Gold wert. Ist letztlich eine Risikoabwägung. Einfach mal bei dem hier verlinkten Rechner BU-Risiko etwas herumspielen. Eintrittswahrscheinlichkeit und maximale Schadenshöhe wären mir persönlich eindeutig zu hoch, um à la Spielcasino darauf zu wetten, dass alles gut geht. Nehmen wir mal als Beispiel 150 EUR BU Beitrag im Monat - das wirft einen Akademiker selten wieder auf das Einkommensniveau eines Ausbildungsberufs zurück. :)

    Stimmt JDS , ich hatte extra ganz sparsam gerechnet und die Inflation außen vor gelassen. Mit 2,5% Inflation sind wir im obigen Beispiel schon bei über einer Million, siehe Link! Ist ja auch was anderes, ob man sich freiwillig einschränkt, wenn es einem gut geht, oder ob man sowieso schon eher unfröhlich ist und dann noch zu wenig Geld hat. Oft wird auch verkannt, dass man sich mit gesundheitlichen Einschränkungen Leistungen erkaufen muss, die man als Gesunder nicht braucht. Bildlich gesprochen: "jemand, der einen schiebt".

    Danke für die nette indirekte Vorlage Comandante :). Wir beraten bei "fremden" Verträgen nicht zum Tarifwechsel und bieten auch keine Rechtsberatung. Wir empfehlen für solche Fragestellungen jedoch sehr gerne kompetente Versicherungsberater, mit denen unsere Kunden regelmäßig beste Erfahrungen machen.


    P.S.: Nein, es ist nicht der Versicherungsberater, der hier mit anonymen Zweitprofilen für sich selbst Werbung macht :).

    Wenn ich Ihre Frage richtig verstehe Kulferes schwingt etwas der Gedanke mit

    "Ich brauche keine / weniger BU, ich bin verheiratet." Das mag auch Hintergrund der etwas archaischen Empfehlung sein, den "Hauptverdiener" abzusichern.


    Ich gehe zunächst mal davon aus, dass Sie Ihre Ehe „in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit“ aufrecht erhalten wollen. Bestimmt haben Sie auch eine loyale Ehefrau, die es trotz full-time Job noch schafft, sich um kranken Ehemann und drei kleine Kinder zu kümmern.


    Ehepartner und zweites Einkommen sind bei BU aber generell leider keine wirklich verlässliche Planungsgrundlage. Die „normale“ Scheidungsquote beträgt in Deutschland schon um die 40%. Wenn ein Ehepartner schwer erkrankt steigt diese Quote noch einmal deutlich. So erlebt bei einem Kunden von uns, dessen Frau an Multipler Sklerose erkrankt war. Im Ersttermin war noch die Rede davon, dass man das gemeinsam durchsteht. Ein Jahr später erhielten wir eine Mail: Sie hatten sich gerade scheiden lassen und er brauchte eine eigene Privathaftpflichtversicherung. Ein anderes Kundenpaar ließ sich nach mehreren Jahren Depression der Frau scheiden, weil die Situation für beide unerträglich geworden war.


    Das ausfallende Einkommen (plus bei BU erhöhter Altersvorsorgeaufwand infolge Wegfall Einzahlungen in GRV / BAV / Versorgungswerk inkl. Arbeitgeberanteilen) kann der andere Ehepartner auch selten vollständig ausgleichen, insbesondere wenn er vielleicht nur noch weniger arbeiten kann, um sich um den erkrankten Ehepartner und kleine Kinder zu kümmern.


    Deshalb: Bei allem Optimismus, jeder Partner sollte auch im Fall einer Berufsunfähigkeit finanziell auf eigenen Beinen stehen können und sich ausreichend absichern. Was für den konkreten Fall "ausreicht" muss man individuell klären. Neben den monatlichen Kosten (nicht nur fix, sondern auch variabel) gehören dazu auch Krankenversicherung und Altersvorsorge. Sehr häufig ist das Ergebnis dieser Rechnung das Nettoeinkommen. Und völlig richtig wie TobyCoby schreibt (da steht nur ein "nicht" zu viel) : Bitte auch die Inflation berücksichtigen - über eine von Anfang an entsprechend hoch angesetzte BU bzw. eine Beitragsdynamik.


    Thebat , Sparen ist leider auch keine wirkliche Alternative zu einer BU Absicherung, sofern man nicht aus einer sehr wohlhabenden Familie stammt. Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört anerkanntermaßen zu den von Ihnen angesprochenen "Basis-Risiken". Wenn ein 28-Jähriger 39 Jahre lang bis zur Rente mit 67 bei einer monatlichen Kapitalentnahme von 3.000 EUR (inkl. Krankenversicherung, Altersvorsorge etc.) von Kapital leben möchte, braucht er bei einer durchschnittlichen Aktienrendite von 4% nach Kosten und nach Steuern ein Kapital von rund 720.000 EUR. Rechnen Sie hier selbst nach. Bei einer konservativeren Anlage mit 2% Rendite wird fast 1 Mio. EUR benötigt.


    Unsere Empfehlung lautet auch hier: Das eine tun, das andere nicht lassen! Gerade am Anfang der Karriere besteht das höchste Risiko (lange Laufzeit, Kinder, Immobilienkauf etc.), deshalb ist eine hohe BU Absicherung wichtig. Sobald das Sparen Früchte getragen hat und man vom Kapital leben kann, ist eine Kündigung bzw. Reduzierung der Berufsunfähigkeitsversicherung eine Option.

    Herzlichen Dank Checkmate für Ihre positive und ausgesprochen konkrete Rückmeldung zur BU-Beratung durch Herrn Mini mit Unterstützung durch Frau Asmussen! :thumbsup: Danke auch für Ihre Anregung zur Optimierung. Risikovoranfragen können schon mal länger dauern, der Kunde sollte aber natürlich über das ungefähre Timing informiert sein. Schön finde ich, dass sich jemand zu Wort meldet, der schon vor der Beratung hier in der Community aktiv war und einige Beiträge geschrieben hat. Vielen Dank! :)

    Bezüglich Altersvorsorge wären mir die Informationen zu dünn, um auf der Grundlage eine Empfehlung abzugeben. Und die Community hat sich ja schon auf eine Anlage in einem ETF auf den MSCI World als die perfekte one size fits all Geldanlagelösung eingeschossen :).


    Zum Thema BU:

    Qualitativ ist die BU der HUK mau, nach unserer Kategorisierung ein "Dacia". Bei vielen Berufen, gerade Akademikern, ist sie noch nicht mal besonders günstig. Andererseits profitiert Torben94 hier vom günstigeren Eintrittsalter. Ob eine neue BU ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis bietet lässt sich einfach vergleichen und nachrechnen. Bei dieser Gelegenheit empfiehlt sich wie von JDS bereits angesprochen eine Anpassung der BU Rente an den aktuellen, vermutlich höheren Absicherungsbedarf.


    Wichtig: Bei Neuabschluss einer BU beginnen die Fristen gem. § 19 VVG neu zu laufen, d.h. die 5 bzw. 10 Jahre, in denen die Gesellschaft auf Falschangaben in den Gesundheitsfragen reagieren kann. Bei der alten BU sind diese Fristen schon fast abgelaufen. Daher muss bei einer Überprüfung und evtl. Veränderung wie Comandante richtig schreibt sehr sorgfältig auf eine korrekte Beantwortung der Gesundheitsfragen geachtet werden!


    Bei Betreuung durch einen Versicherungsmakler gehe ich davon aus, dass der Kollege das alles bedacht hat.

    Muenchner , wenn Sie genauer hinschauen werden Sie feststellen, dass es mehrere Mitglieder gibt, die bei unsachlichen Beiträgen bestimmter User dankenswerterweise hin und wieder intervenieren. Willis Beiträge finde aber auch ich offen gesagt manchmal unnötig offensiv, das wäre nicht mein Stil.


    KV-Fux ist eine durchaus gute Vergleichssoftware. Allerdings ist es schon ziemlich sportlich, damit als Nicht-Fachmann die vielen Kriterien richtig zu bewerten und die passenden Schlussfolgerungen zu ziehen. Finde ich aber gut, wenn jemand das erst mal versucht - danach weiß die Person den Nutzen von fundierter Beratung in der Regel noch mehr zu schätzen. :) Deshalb steht auf der Seite von KV-Fux auch groß hervorgehoben:

    Zitat

    Tipp:

    Da die Wahl einer PKV eine weitreichende Entscheidung ist, empfehlen wir zusätzlich zum Online Vergleich der privaten Krankenversicherungen eine persönliche Beratung.

    Bei unseren Vergleichen "tauchen" übrigens ebenfalls alle Gesellschaften auf, inkl. Debeka, HUK, Mecklenburgische und wie sie alle heißen.


    Unknown_10 hat sich hier wie es scheint wieder verabschiedet, insofern laufen Ihre gut gemeinten Empfehlungen vermutlich ins Leere und der Thread kann weiter in Frieden ruhen.

    Tan , nachdem eine knappe Woche Ruhe war, scheint nun Ihre Schlemannophopie wieder ausgebrochen zu sein. Wenn man die Liste Ihrer Community Beiträge in diesem Link https://community.finanztip.de…-list/20541-tan/?pageNo=1 nachliest, kreisen diese seit 7.5.2021 so gut wie nur noch um mich und unsere Firma und Sie geben darin regelmäßig auf jede erdenkliche Weise "kontra". Daraus kann sich ja jeder selbst sein Bild machen, ob das normal oder pathologisch ist. Ich fühle mich ja fast schon geehrt durch so viel Aufmerksamkeit. :)


    Eine Ihrer Verdrehungen möchte ich kurz klarstellen: Ich habe geschrieben "PKV ist etwas für Menschen, die mündige Entscheidungen treffen möchten und können." und nicht (wie Sie das jetzt versuchen darzustellen) "nur die PKV ist etwas für Menschen, die mündige Entscheidungen treffen möchten und können". Die Aussage spricht GKV Versicherten diese Fähigkeiten in keiner Weise ab - das wäre angesichts zig Millionen Versicherter eine ziemlich anmaßende und dumme Aussage. Der Satz stand im Kontext Wahlarztprinzip. Wenn ich den Arzt als GKV Versicherter nicht auswähle, dann treffe ich eine mündige Entscheidungen weniger als der PKV Versicherte. Der PKV Versicherte hat - im Guten wie im Schlechten - mehr Entscheidungsspielraum als in der GKV, vom Abschluss der Versicherung mit Auswahl von Anbieter und Tarif bis zur Auswahl des Arztes oder Zahnarztes, Auswahl von Krankenhaus, Medikamenten, Hilfsmitteln, Brille, Zahnersatz, Nutzung von Vorsorgeuntersuchungen, etc.. Die allermeisten GKV Versicherten kaufen eben keine Leistungen aus eigener Tasche dazu, das ist Utopie, sondern beschränken sich auf das, was die Kasse zahlt.


    Und nun verabschiede ich mich von diesem Parteitag wie Willi wills wissen das treffend formuliert hat. Der Fragesteller Unknown_10 scheint sich ja schon längst genervt zurückgezogen zu haben. Also ist das hier nur noch die übliche Spiegelfechterei mit Menschen wie Tan , die selbst gar nicht vor der Entscheidung "Frau verbeamtet, Mann angestellt - GKV oder PKV?" stehen, sondern sich u.a. mit Fragen wie "Was ich nur gerne wissen würde ..." in Threads anderer Menschen öffentlichkeitswirksam provokativ produzieren möchten. So long!