Beiträge von McProfit

    Die Aktienkurse können auch ohne uns weiter klettern, manchmal ist es ganz gut, man schaut nicht jeden Tag auf die Kurse wie das Kaninchen auf die Schlange.

    Und denk dran:

    in diesen Tagen gibt es bei vielen Firmen die jährliche Gewinnausschüttung also die Dividende. In meinem Fall - der vorwiegend als Privatier von den Dividenden lebt - ist das eine erhebliche Position. Wird leider von vielen Neulingen völlig unterschätzt.

    Schönen Urlaub wünscht Dir McProfit

    Kleiner Hinweis noch:

    In manchen Städten ist für die Schenkungssteuer und Erbschaftsteuer ein anderes Finanzamt zuständig als für die Einkommensteuer. Daher erstmal im Internet klären welchen FA für die Schenkungsmeldung zuständig ist.

    Die Info mit einem 3-Zeiler hat mich nicht ganz überzeugt.

    Auch Kinder haben meines Wissens schon eine Steuer-ID-Nummer.

    Diese muss bei einer Schenkung angegeben werden, denn die Schenkungen werden für jede Person unter dieser ID Nummer beim FA gebucht und gesammelt.

    Also lieber das Formular nehmen "Anzeige einer Schenkung"

    Die meisten Beamten sind auf Formulare fixiert und können zunächst mal mit Mails oder Briefen nichts anfangen, das passt nicht ins Schema. Zumindest würde es mich wundern wenn es bei Deinem FA schon moderner ablaufen würde.

    Viel Glück wünscht Dir McProfit

    der ab morgen im Urlaub ist.

    Hallo liebe Börsenfreunde, ganz speziell MONSTERMANIA

    kurz vor Urlaubsantritt nochmal mein Senf.

    Lieber Monstermania.

    Das was Du mir empfiehlst mache ich seit es im Internet die Möglichkeit gibt,

    den langfristigen Kursverlauf einer Aktie

    mit dem Durchschnittskurs ALLER Aktien -also dem MSCI - zu überlagern.

    Danach richte ich meine Anlageentscheidung schon seit vielen Jahren, vermutlich schon Jahrzehnten.

    Jede meiner Einzelaktien in meinem Depot muss beim Überlagerungscheck über 1 Jahr,

    5 Jahre, 10 Jahre oder falls vorhanden noch länger, BESSER sein als der INDEX.

    Sonst kann ich gleich den Index kaufen. Da bin ich ganz konsequent.

    Aber Achtung: Der Teufel steckt im Detail.

    Trotz der Analyse kommt es vor, dass eine Aktien sich irgendwann schlechter entwickelt als der Index.

    Wenn ich diese Aktie aber schon lange besitze, dann habe ich dort sehr hohe Gewinne angehäuft.

    Verkaufe ich nun die Aktie um diese gegen eine andere umzutauschen, dann kostet das Steuer auf den Gewinn der zu verkaufenden Aktie.

    Ich habe also nachher WENIGER Geld als VORHER:

    Daher behalte ich manche Aktien die nach 10 Jahren starkem Kursgewinn plötzlich schwächeln. Z.B. 3M, weil ich da immer noch viel Steuer zahlen müsste.

    Das ist auch der Grund warum ich keine Einzelaktien in den MSCI umschichte.

    Dann fällt leider hohe Steuer an.

    Bei mir als Langfristanleger und Ü75 Anleger sind die Gewinne immer 3-stelig, also 100, 200 oder mehr Prozent pro Aktie. Da überlegt man sich den Verkauf doppelt.

    Nur mit frischem Geld kaufe ich dagegen neuerdings auch den MSCI-ETF und PHARMA-ETF (wir werden alle älter, schau mich an und brauchen immer mehr Pillen).

    Bei ETF sind Umschichtungen kein Problem, weil dort keine Steuer anfällt.

    Man zahlt erst Steuer wenn man den Fonds verkauft.

    Das können dann meine Erben machen.

    Gruss aus Stuttgart McProfit.

    Antwort von McProfit aus dem Schwabenland

    Ich habe gerade die Frage nach den Vorschriften bei Schenkungen gelesen.

    Das ist ganz einfach.

    Ich bin kein Steuerberater, aber ich habe altersmäßig die letzten Jahre und Jahrzehnte viele Schenkungen gemacht.

    Bei den Kindern ist es ganz einfach.

    Jedes Kind kann von jedem Elternteil 400.000 Euro alle 10 Jahre steuerfrei geschenkt bekommen.

    Die Schenkung MUSS dennoch dem Finanzamt gemeldet werden.

    Auch dann wenn keine Steuer anfällt.

    Dazu gibt es ein ganz einfaches kurzes Formular zum Ausdrucken

    "ANZEIGE einer Schenkung"

    Eine viel umfangreichere "Schenkungssteuererklärung" braucht man nur bei Schenkungen ausfüllen, bei denen Steuer anfällt.

    Du wirst Dich fragen, warum man eine Schenkung anzeigen muss, wenn es unter 400.000 Euro sind. Das ist ganz einfach.

    Viele Menschen schenken den Kindern immer wieder kleinere Beträge oder Sachwerte.

    Jede Anzeige wird beim FA gesammelt.

    Damit sieht das FA wenn der Betrag im Laufe der Jahre von 400.000 überschritten wird.

    Wie sonst soll es das FA merken, dass der Freibetrag überschritten ist, wenn man den Kindern jedes Jahr beispielsweise 100.000 Euro überweisen würde?

    Noch ein Tip falls es Dich interessiert.

    Wenn Du Schenkungen machst, die über dem Freibetrag liegen, z.B. der Freundin oder einem Verwandten, dann ist der Freibetrag nur 20.000 Euro alle 10 Jahre..

    In der Schenkungssteuererklärung wird gefragt, WER die Steuer zahlt?

    Der Schenker ODER der Beschenkte? Beides ist möglich.

    Wenn Du jedoch als Schenker die Steuer zahlst, dann wundere Dich nicht wenn diese höher ausfällt, weil das FA die Steuer ebenfalls als zusätzliche Schenkung betrachtet.

    Dies nur als Tipp. Gruss aus Stuttgart von McProfit.

    Hallo MI,

    Hier kommt ein Kommentar von McProfit aus dem Schwabenland.

    Ich habe bisher auch eine NETBANK Mastercard Kreditkarte gehabt.

    Die Netbank stellt das Kartengeschäft ein und bittet drum, dass man das Restguthaben ausgeben soll bzw. zurückbezahlt bekommt.

    Aber Achtung:

    Meine Kredite karte bei netbank ist eine PREPAID Karte, also eine Karte bei der man nur das Geld ausgeben kann, das man vorher von einem Bankkonto einbezahlt hat.

    Daher gibt es bei einer Prepaid Karte auch keine Schufa Abfrage weil das je viel eher wie eine virtuelle Geldbörse ist.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch bei anderen Prepaid Karten KEIN Schufaeintrag erfolgt.

    Weil es ja kein Kredit ist.

    Allerdings bekommt Du von vielen Banken nur dann eine Karte, egal ob Kredit oder Prepaid wenn Du ein Konto dort eröffnest. Und für dieses Konto gibt es eine Schufameldung.

    Wenn es bei Dir keine ganz persönlichen Gründe sind die Dich vor einem Schufaeintrag zögern lassen, dann kann ich Dir bestätigen dass der Eintrag allein keinerlei Bonitätsnachteile hat.

    Ich glaube nicht, dass Du eine echte preisgünstige Prepaidkarte OHNE Bankkonto findest.

    Das sind alles Gebührenfresser, zum Beispiel Black und White usw. Oder die Karten haben nur geringe Limits. oder Aufladeprovision usw.

    Ich habe die Prepaid Karte nur wenn ich wo einkaufen gehe wo ich dem Laden nicht so recht traue, in manchen Ländern beispielsweise, Asien, Türkei usw.

    Viel Glück McProfit

    Hier ist noch einmal McProfit

    Ich weiß, dass hier in diesen Foren viele qualifizierte und erfolgreiche Anleger ihre Tips zum Besten geben. Da kann selbst ich als Urgestein nur staunen.

    Nicht umsonst heißt es aber auch: Viele Wege führen nach Rom...

    Und so ist es auch an der Börse.

    Ich will hier nicht behaupten, dass mein Dividendenstrategie der Weisheit letztes Schluss ist,

    sondern einfach daran erinnern, dass auch einfache Strategien Erfolg haben können.

    Ich stimme natürlich den Technologiefans hier voll und ganz zu, dass in den meisten langfristigen Dividendendepots Technologie untergewichtet ist.

    Meine einzige langjährige Technoaktie die ich bis heute halte ist Microsoft.

    Die gab es schon in den 80er und 90er Jahren, damals noch für 5 Dollar und Microsoft zahlt zudem auch Dividende.

    Selbstverständlich sind bei Technoaktien die Kursgewinne so hoch, dass die Dividende in der Tat ein Taschengeld bleibt. Microsoft kostet inzwischen auch längst über 200 Dollar pro Aktie.

    Daher mein ehrliches Kompliment an alle Börsenfreunde hier, die statt meiner eher langweiligen Dividendenstrategie die Zeichen der Zeit besser erkannt haben und Technoaktien übergewichtet haben.

    Ich muss hier aber auch zugeben, dass meiner Erfolgsgeschichte eine lange Phase voraus ging die man als "Lehrgeld zahlen" bezeichnet. Am meisten Lehrgeld habe ich aber gerade mit solchen sogenannten Technologieaktien gemacht. Viele davon gibt es nämlich gar nicht mehr. Wer kennt noch die gute alte "Digital Equipment" Börsenkürzel DE. Die Firma war die Nummer 2 in der 80er Jahren gleich hinter IBM. Auch bei HP Hewlett Packard ist die langfirstige Kustwicklung kein freudiges Ereignis. Und bei SAP verstehe ich bis heute nicht, warum die Aktie nie vorankommt sonder immer tiefer fällt.

    Und bitte vergesst bei aller Euphorie für die Technoaktien eines nicht:

    In den 90er Jahren gab es einen Technologiehype, besser bekannt als Internetblase.

    Aktien dieser Branche stürzten reihenweise ab und viele Firmen gibt es heute nicht mehr.

    Alle die Börsenfreunde hier die stolz auf Ihre Entscheidung für Technoaktien sind, sind entweder erst später an die Börse gekommen oder haben schlicht und einfach diese riesigen Verluste aus den 90er Jahren verdrängt oder vergessen oder ausgebucht, oder alles zusammen.

    Dennoch liebe Börsenfreunde hier:

    Der gute alte McProfit anerkennt neidlos den Erfolg mit anderen Strategien.

    Überlegt Euch aber auch mal:

    Wenn Ihr Euer ganzes Vermögen im Alter nur in Aktien investieren sollt, ob ihr dann nicht lieber auch zur McProfit Strategie wechselt, weil man mit regelmäßigen Dividendengutschriften auf dem Kontoauszug einfach ruhiger schläft.

    Nix für ungut, viel Erfolg weiterhin wünscht Euch McProfit aus dem Schwabenland.

    Ich bin ab Donnerstag jetzt erstmal im Urlaub.

    Es gibt nämlich noch eine wichtige Regel:

    Reise VOR dem Sterben, sonst reisen Deine ERBEN.

    Ich bin McProfit aus dem Schwabenland und heute zufällig und zum ersten Mal hier in dieser Gruppe gelandet.

    Ich gebe meine Meinung sonst immer in einer anderen Gruppe zum besten.

    Vermutlich bin ich mit meinen Ü75 nicht nur einer der ältesten Schreiber hier, sondern auch einer der längsten Börsianer.

    Meine ersten Aktien habe ich Anfang der 80er Jahre gekauft, Da haben einige von Euch hier noch gar nicht gelebt. Manche Aktien habe ich heute noch.

    Leider hat mir damals niemand gesagt, dass HALTEN und LIEGEGENLASSEN die beste Strategie ist.

    Die Börsenweisheit: HIN und HER macht Taschen LEER, musste ich leider selbst erfahren.

    Damals gab es kein Internet. Die Kurse standen im Schaufenster meiner Hausbank auf einem DIN A4 Blatt.

    Mein Banker sagte immer, wenn ich im Gewinn mit einer Aktie war:

    "Vom Gewinne mitnehmen ist noch keiner arm geworden."

    Sehr schnell lerne ich: "Aber auch nicht reich..."

    Die meisten Anleger haben bis heute noch nicht verstanden, dass man mit Aktien nicht nur an der jeweiligen Firma beteiligt ist, sondern auch am Gewinn.

    So wie man eine Immobilie als Kapitalanlage wegen den Mieteinahmen kauft, so beteiligt man sich an einer Firma wegen den Gewinnausschüttungen. Das sind die Dividenden.

    Die gibt es nicht nur jedes Jahr, sondern sie steigen auch jedes Jahr.

    Kaum ein Börsianer kennt heutzutage die Kraft der Dividende.

    Die meisten Neulinge schauen nur auf den Kurs.

    Richtige und echte Kapitalanleger kennen jedoch den Unterschied:

    Wusstet Ihr ,dass es zahlreiche Firmen gibt, die seit mehr als 100 Jahren jedes Jahr ohne Unterbrechung nicht nur Dividende zahlen, sondern jedes Jahr ohne Ausnahme eine HÖHERE Dividende?

    Nur wer Aktien besitzt, der merkt wie unwichtig im Laufe der Jahre der Kurs wird, weil die persönliche Dividendenrendite immer höher steigt.

    Die steht leider in keiner Zeitung.

    Dort steht immer nur die Dividende bezogen auf den aktuellen Kurs, aber nicht auf den persönlichen Einkaufskurs.

    Selbst bei langweiligen Aktien wie Procter&Gamble, CocaCola, Colgate, Johnson+Johnson, McDonalds habe ich heute je nach Einstiegszeitpunkt Renditen von 20 - 50% pro JAHR!

    Jedes Jahr, Jahr für Jahr!!

    Hier nur ein echtes Beispiel aus meinem Depot:

    Eine meiner ersten Aktien die ich heute noch halte ist die McDonalds.

    Die habe ich in den 80er oder 90er Jahre gekauft weil mein Sprössling immer zu McDonalds wollte.

    Also habe ich gedacht, was ich bei McDonalds ausgebe hole ich mir durch die Dividende teilweise wieder zurück.

    Der Aktienkurs war damals rund 10 Dollar, die Dividende rund 2% also rund 0,20 Dollar.

    Für meine 10.000 Dollar Anlage habe ich 200 Euro Dividende im Jahr bekommen.

    Mein Banker sagte damals zu mir "langweilig".

    Heute habe ich die McDonalds immer noch.

    Die Dividende wurde wie ihr vielleicht wisst, klammheimlich Jahr für Jahr erhöht.

    Von 20 Cent in den 80er Jahren auf zuletzt knapp 4 Dollar pro Aktie.

    Bezogen auf den aktuellen Aktienkurs von heute 200 Dollar immer noch langweilige 2%.

    Bezogen auf meinen Einkaufskurs von 10 Dollar pro Aktie bzw. 10.000 Dollar sind das inzwischen knapp 4.000 Dollar Dividende oder umgerechnet 40% Rendite, Jahr für Jahr.

    Ganz nebenbei ist der Aktienkurs bei dieser Aktien zusätzlich noch gestiegen.

    Aus meinen 10.000 Dollarvon damals wurden heute über 200.000 Dollar.

    Leider kann ich das meinem Banker nicht mehr sagen, der ist längst im Ruhestand.

    An dem Beispiel seht ihr es selbst:

    Der Aktienkurs wird immer unwichtiger, je länger man Aktien hält und von steigenden Dividenden profitiert.

    Meine Aktien verkaufe ich wie meine Immobilien normalerweise NIE.

    Die werden höchstens mal vererbt. So ist das zumindest bei den echten Schwaben.

    Natürlich hat der Börsenfreund JD-JDS-Koryphäe hier im Forum Recht, dass es natürlich einen Unterschied macht ob ich 3,50 Euro investiere oder 3,5 Mio.

    Übriggens vergesst nicht:

    Bezugsrechte, Gratisaktien, Aktiensplits, Spinn-Offs und ähnliche Unternehmensmaßnahmen verbilligen den Einkaufskurs oder erhöhen die Stückzahl. Das merkt man nur, wenn man die Aktien besitzt.

    Kompliment an Alle, die diesen langen Text bis hierher gelesen haben.

    Meine Strategie habe ich vereinfacht wiedergegeben. Der Teufel steckt auch bei mir im Detail. Auch ich habe in den Anfangsjahren fast keinen Fehler ausgelassen. Bei Interesse gerne davon mehr. Heute reicht es aber erstmal.

    Viele Grüße aus dem Schwabenland von McProfit.

    Mittwoch 30.3.2022 um 20 Uhr

    Hallo zusammen,

    hier kommt wieder ein Kommentar aus dem Schwabenland von McProfit.

    Eines habe ich in diesem Forum schon lange gelernt:

    Jede Aussage, die man hier macht, sollte man nicht einfach so dahin schreiben, sondern ziemlich genau belegen.

    Gerade die Börsenfreunde PUMPHUT, KATER.KA, JDS-Koryphäe oder AL-ALTACHSE haben meine letzten Kommentaren sehr präzise analysiert.

    Daher hier wieder einmal notgedrungen eine Klarstellung:

    Ich habe in meinem letzten Beitrag hier am Beispiel des DAX gezeigt, dass die Börse seit Jahrzehnten mit Kriegen, Krisen und unterschiedlichen Politikern leben muss.

    Am Beispiel DAX wollte ich zeigen, dass die Börse ja richtigerweise die "Wirtschaft" ist und daher allen Krisen zum Trotz wächst.

    Natürlich unter großen Schwankungen.

    Der Grund für das Wachstum ist u.a. auch die wachsende Bevölkerung.

    In nur 100 Jahren von ca. 3 Mrd auf 8 Mrd.

    Mehr Menschen brauchen eben mehr Produkte...

    (Ihr wisst schon: Pampers, Essen, Trinken, Nestle, Computer, Autos, Wohnungen, und am Ende des Lebens Hüftgelenke, Zahnersatz, Brillen und Herzschrittmacher...)

    Wenn ich den DAX als Beispiel genommen habe, dann hat das einen einfachen Grund:

    Zur Zeit geistert im Internet wieder das POSTER herum von dem fallenden DACHS , also dem putzigen Tierchen (mit chs) das gerade von einem Baum oder vom Himmel fällt...

    Da einige meiner Freunde mir dieses Poster geschickt haben, bin ich eben in meiner Antwort speziell auf den DAX (also den mit X) eingegangen.

    Der Welt-Aktien-Index MSCI wäre aber für das Beispiel langfristig steigender Aktienkurse genauso oder sogar noch besser geeignet.

    Als ich erstmal in den 80er Jahren an die Börse ging wurde der DAX neu erfunden und begann mit 1.000 Punkten. Heute 13.000 Punkte.

    Den MSCI Weltindex gab es damals schon länger. Der wurde wohl schon 10 Jahre früher erfunden.

    In den 80er Jahren stand der MSCI bei rund 300 Punkten, heute 40 Jahre später bei rund 3.000 Punkten, also eine Verzehnfachung.

    Auf den ersten Blick kein riesengroßer Unterschied zum DAX!

    Aber Achtung:

    Beim langfristigen Vergleich DAX mit MSCI darf man nicht vergessen, dass beim DAX die Dividenden mitgerechnet werden.

    Das hat langfristig einen gewaltigen Zinseszinseffekt zur Folge.

    Diese Dividenden fehlen beim MSCI. Sonst wäre der MSCI in dieser Zeit längst doppelt so stark gestiegen wie der DAX.

    Ich wollte das Thema aber nicht zu kompliziert machen.

    Zumal meine Texte hier ohnehin immer viel zu lang werden.

    Nochmal:

    Mir ging es nur darum aufzuzeigen, dass eine Aktienanlage nur längerfristig erfolgen sollte.

    Je länger man investiert ist, desto weniger belasten einen kurzfristige Rückschläge wenn z.B. ein Politiker mal wieder etwas Dummes sagt oder gar macht.

    Schöne Grüße aus Stuttgart von McProfit.

    PS

    Ich bin ein lebendes Beispiel für Erfolg bei langfristiger Anlage.

    Ich habe zum ersten Mal 1982 Aktien gekauft. Das war vor 40 Jahren. Damals war ich 36 Jahre alt. Nächsten Monat werde ich 76. Ich bin somit mit dem DAX groß und alt geworden.

    Vom MSCI hat man damals in Deutschland noch nichts gewusst.

    In den 80er Jahren konnte man als kleiner Privatanleger noch keine amerikanischen Aktien kaufen, sondern nur BASF, VW, Beiersdorf usw. US Aktien gab es nur bei Brokern wie Merryl-Lynch o.ä. Bei meinen ersten Aktien ist die jährliche Dividende heute so hoch wieder damalige Kaufkurs (für die Mathematiker unter Euch: auch auf Grund von Splits, SpinnOffs, Gratisaktien, Bezugsrechten usw.)

    Dienstag 29.3.2022

    Guten Morgen Gruss von McProfit aus Stuttgart

    Mit Bewunderung lese ich die zahlreichen Kommentare der letzten Tage hier in diesem Forum.

    Statt der in solchen Foren überwiegenden Spekulationsthemen werden anspruchsvolle wirtschaftliche und politische Thesen diskutiert.

    Ich muss neidlos zugeben, dass ich damit selbst überfordert bin, um die unterschiedlichen Theorien der Börsenfreunde hier zu beurteilen.

    Daher war ich froh, dass heute der "Sparkönig" bzw. "LE- Leben-im-Süden" das das Thema in diesem Forum erinnert hat: "Hilfe der Crash kommt..."

    Ich stimme dem "Sparkönig" zu:

    In Anbetracht der heftigen Krisen ist es erstaunlich, dass sich die Aktienkurse nach dem ersten Schock immer noch so gut halten.

    Natürlich sind die meisten Anleger die in den letzten 1 - 2 Jahren erstmals neu in Aktien investiert haben mehr oder weniger im Minus.

    Dies ändert aber nichts daran, dass wir bei den Aktienkursen längerfristig einen kontinuierlichen Anstieg haben, allen Krisen zum Trotz.

    Ich weise ja immer wieder kokett darauf hin, dass ich als der ältesten aktiven Teilnehmer hier in diesem Forum, schon seit den 80er Jahren an der Börse war. Ich habe daher auch die Erfindung des "DAX" persönlich miterlebt.

    Der DAX ist ja bekanntlich nur dazu da, auf einen Blick die durchschnittliche Wertentwicklung der größten Aktiengesellschaften hierzulande zu zeigen.

    Viele Teilnehmer hier waren bei seiner Erfindung noch gar nicht geboren.

    Daher erinnere ich, dass dieser DAX Ende der 80er Jahre mit 1.000 Punkten erstmals gestartet ist.

    Allen Krisen zum Trotz inclusive der aktuellen Corona- und Ukraine-Krise hat sich der Wert von 1.000 Punkten bis heute auf über 14.000 Punkte erhöht.

    Wer damals umgerechnet mit 10.000 Euro investiert hat und bis heute nur an diesen DAX Werten orientiert hat, der hat heute immerhin ein Guthaben von 140.000 Euro auf dem Konto.

    Daher ist es verständlich, dass alle langjährigen Anleger, auch solche die erst später eingestiegen sind, vor einem sogenannten Crash, also einem Kursrückschlag, viel weniger Sorge haben, als die Jung-Aktionäre der letzten 1 - 2 Jahre.

    Ich vermute dass das Hilferuf daher auch eher von einem Jung-Aktionär ausgestoßen wurde.

    Je länger man in Aktien investiert ist, umso mehr weiß man, dass Kursrückschläge einfach dazugehören und dass nach JEDER Krise die Kurse jedesmal neue Höchststände erreicht haben.

    Daher nochmal vielen Dank an den den "Sparkönig", dass er mal wieder daran erinnert hat.

    Viele Grüße von McProfit.

    Dienstag 23.3.2022

    Von McProfit an die Börsenfreunde hier.

    Zunächst mal ein persönlicher Gruß an "Koryphäe", da er wohl auch zu den älteren Semestern hier gehört und natürlich ganz besonders an meinen Fan "Adrianberg". Dessen Lob war mir aber fast schon zu viel des Guten.

    Der alte "Andre Kostolany" hat mal gesagt, wie gut ein Börsianer wirklich ist, "wissen erst seine Erben".

    Will heißen, solange man noch Eisen im Feuer hat, also engagiert ist, kann sich noch vieles ändern.

    Andererseits ist es jedoch schon so:

    Wenn eine MSCI Strategie oder auch Direktanlage in den größten Multis der Welt wie Nestle, und Co. zu Kapitalverlust führen sollte, dann haben wir eine Weltkrise bei der auch Gehälter oder Renten nicht mehr sicher wären.

    Selbst die vielgelobten Immobilien, gerade hier bei mir im Schwabenland, sind immer nur dann eine gute Anlage, solange es genug zahlungskräftige Mieter gibt. Steine zahlen nämlich keine Miete.

    Mein heutiger Rat an die Teilnehmer hier, die noch nicht so lange in Aktien investiert sind:

    Wer erst im letzten Jahr oder auch in den letzten Jahren mit der Aktienanlage begonnen hat, der sieht zur Zeit seine anfänglichen Gewinne jeden Tag dahinschmelzen.

    Einige von Euch, vor allem wenn sie im letzten Jahr aufgestockt haben, haben sogar inzwischen die ersten Verluste zu verzeichnen.

    Ich verstehe, dass die bei meinen optimistischen Texten hier langsam der Kopf schütteln.

    Als Langfristanleger kann ich gut reden. Es kommt eben immer auf den Betrachtungszeitraum an.

    Ich bin aber auch aktuell, zumindest wegen den Aktienkursen, völlig entspannt.

    Mit der aktuellen Krise ist nach meiner Überzeugung nicht das Ende der Welt gekommen.

    Die Welt hat schon viel schlimmere Krisen und Kriege überstanden.

    Warum ist mir aber um die Zukunft nicht so bange ist, wie man es im Moment überall lesen kann? Dazu heute mal wieder ein neues Argument zum Nachdenken:

    Was glaubt Ihr, wieviel Menschen JEDEN TAG neu auf die Welt kommen, also geboren werden?

    Ihr werdet es kaum für möglich halten:

    Es sind über 100 Millionen neue Menschen, Tag für Tag!

    Die wollen nichts von unseren Krisen wissen. Die wollen alle erstmal essen und trinken und erfreuen sich möglicherweise zunächst mehr an Pampers, bevor sie an Computer, Autos oder Handy denken.

    Als ich geboren wurde, gab es auf der Erde rund 4 Mrd. Menschen.

    Wenn ich richtig gezählt habe (!), sollen es zur Zeit schon das Doppelte sein .

    8 Mrd. Menschen brauchen nun mal mehr Energie, mehr Nahrungsmittel, mehr Medizin, mehr Wohnungen oder Häuser usw. usw.

    Solange die Weltbevölkerung immer schneller wächst, wächst die Nachfrage nicht nur bei Pampers bei Kindern sondern bis zum künstlichen Hüftgelenk oder Herzschrittmacher am Lebensende.

    Und wenn dann doch alles viel schlimmer kommt, dann kann ich nur wiederholen, dass am Ende auch eine Immobilie oder ein Goldbarren nichts hilft, die kann man nämlich nicht essen.

    Viele Grüße vom Daueroptimisten McProfit aus dem Schwabenland.

    Montag 22.3.2022:

    Antwort aus Stuttgart von McProfit,

    ganz besonders an KARTER-KA und ADRIANBERG und die aAderen die auf meinen Kommentar Bezug genommen haben.

    Die Besonderheit hier in diesem Forum ist, dass üblicherweise KURZE Beiträge gewünscht werden und keine endlosen Geschichten.

    Da ich ohnehin meist nicht so viel Zeit habe "um mich KURZ zu fassen" sind meine Kommentare leider immer sehr lang.

    Kompliment daher an Alle, die sie dennoch offensichtlich lesen.

    Die Kürze hat natürlich den Nachteil, dass ich manche Kriterien hier weg lassen muss, die ich in einem persönlichen Gespräch im Freundeskreis erwähne-

    Ein wichtiger Punkt, bei dem ich Euch voll zustimme:

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Anleger der keine Einzelaktien kauft, sondern nur den Weltindex MSCI am Ende nicht schlechter dasteht, als ein Anleger der mühsam Einzelaktien heraussucht.

    Je länger der Betrachtungszeitraum umso mehr gleichen sich die Ergebnisse an.

    Wenn ich hier wenig zum Index schreibe, dann vor allem deshalb, weil ich vermute, dass die meisten Börsenfreunde hier Einzelaktien bevorzugen.

    Sonst wären sie vermutlich nicht in einem solchen Forum.

    Bei mir gibt es noch einen wichtigen Grund warum auch ich in den letzten Jahren neues Geld auch in den MSCI oder auch den Pharma-Index investiert habe.

    Bei Umschichtungen von Einzelaktien fallen immer Steuern an.

    Will man einen Teil einer stark gestiegenen Einzelaktien verkaufen und den Gegenwert bei einer anderen nicht so stark gestiegenen Aktie anlegen, zahlt man Gewinnsteuer.

    Das entfällt bei einem Fonds, der kann steuerfrei innerhalb des Fonds umschichten.

    Eine spannende Frage von CASPER hier war, wie ich denn in den 80er Jahren meine Aktien ausgewählt habe.

    Dies gibt mal einen lustigen Bericht hier an anderer Stelle, weil sich mancher von Euch heute im Internetzeitaltier nicht mehr vorstellen kann.

    Nur soviel vorab:

    Ich habe mich damals fast nur Firmen orientiert, die ich im Alltag gekannt habe.

    Nestle, Procter&Gamble-Ariel, Beiersdorf-Nivea, McDonalds, weil meine Kids da immer hinwollten.

    Später habe ich dann im Alltag immer geschaut, wer ist der Hersteller von Produkten des Alltags? Ist das eine AG? Gibt es von der Firma Aktien?

    So bin ich z.B. auf NOVO eine Pharmafirma gekommen ,weil meine ältere Verwandtschaft Pillen von dieser Firma täglich eingenommen hat, oder auf STRYKER, weil ein Freund ein künstilches Hüftgelenkt bekommen hat.

    Den Betreiber von Pflegeeinrichtungen habe ich im Elysee-Hotel in Hamburg kennengelernt. Dort war ich bei einem Wochenendausflug und die Firma COLOPLAST hatte im Spiegelsaal ihre Firmenpräsentation. Die haben dort das Wachstum im Pflegebereich erklärt.

    Das hat mich derart überzeugt dass ich die damals völlig unbekannte Aktie gekauft habe.

    So habe ich zu fast jeder Aktie ein Geschichte, lange schon bevor man das alles auf Knopfdruck im Internet finden konnte.

    Ich habe früher als es noch kein Internet gab, auch oft Hauptversammlungen besucht.

    Das konnte man schon mit einer einzigen Aktie. Man wurde damals noch mit einem Menü bewirtet und konnte sich ein Bild vom Vorstand machen.

    Dabei habe ich unglaubliches erlebt.

    Manche Vorstände waren arrogant und ich betrachtete sie als Sprüchemacher. Deren Aktie hätte ich nie gekauft.

    Bei anderen Firmen waren die Vorstände so überzeugend und glaubwürdig, dass ich nur wegen dem Vorstand die Aktien gekauft habe.

    Nicht immer hat alles geklappt.

    Letztlich zählt aber der SALDO und vor allem das konsequente Durchhalten in guten und schlechten Börsenzeiten.

    Jetzt ist mein Text schon wieder so lange geworden.

    Sorry, und Kompliment an diejenigen von Euch, die bis hierher gelesen haben

    McProfit aus Sutttgart.

    Sonntag-Morgen Gruss aus Stuttgart von McProfit

    Je länger man an der Börse aktiv ist umso mehr stellt man fest, dass es eigentlich unmöglich ist, langfristig besser zu sein als der Durchschnitt.

    Im Gegenteil: Die meisten Anleger sind eher schlechter .

    Warum schaffen die meisten Privatanleger nicht mal den Durchschnitt?

    Der Hauptgrund warum die langfristige Wertentwicklung fast aller privaten Depots schlechter ist als der Durchschnitt der Kursentwicklung liegt vor allem im fehlenden Durchhaltevermögen.

    Das gilt vor allem im Gewinnfall!! Warum?

    Ganz einfach:

    Wenn man bei einer einzelnen Aktie mal richtig Pech hat, dann verliert man im Extremfall schon mal bei einer solche Aktie 20, 30 oder auch mal 50%.

    Anders jedoch im Gewinnfall:

    Die dümmste Börsenweisheit heißt:

    "Vom Gewinnmitnehmen ist noch niemand arm geworden"

    Die Empfehlung Gewinne zu realisieren, kommt eigentlich aus der amerikanischen Brokerszene. US Börsenmakler lebten früher vor allem vom Umsatz, also vom Kaufen und Verkaufen. Daher konnten sie in guten Zeiten nur dann Umsatz machen, wenn sie den Kunden empfahlen auch Aktien von guten Firmen mal zu verkaufen.,

    Welch riesiger Fehler es ist, Aktien von erfolgreichen Unternehmen zu verkaufen, nur weil der persönliche Einstiegskurs gerade schön im Plus liegt, will ich Euch an einem einfachen echten persönlichen Beispiel erklärt.

    Als alter Hase - zumindest hier in diesem Forum - der schon seit den80-Jahren des vorigen Jahrhundert Aktien kauft, halte ich einige Aktien davon immer noch in meinem Depot.

    Ich will Euch hier nur ein Beispiel sagen:

    Eine meine ältesten Aktien in meinem Depot ist die McDonalds.

    Diese habe ich Ende der 80er Jahre gekauft , weil meine Kids damals gerne zu McDonalds gingen. Und wenn ich die Aktie habe, dann ist das sozusagen ein "Return on Investment." Was die Kids auf der einen Seite für die Hamburger ausgeben, verdiene ich als Aktionär auf der anderen Seite.

    Die McDonalds-Aktie kostet in den 80-Jahren noch umgerechnet rund 5 Dollar.

    Nach wenigen Jahren hatte sich der Kurs bereits verdoppelt.

    Wer jetzt auf den Rat seines Broker gehört hat ("man solle auch mal Gewinn mitnehmen"), der merkt wie falsch ein Rat ist, NUR wegen einem Kursgewinn zu verkaufen.

    Vermutlich wisst ihr es selbst:

    Der McDonalds Kurs war um die Jahrtausendwende bereits bei 50 Dollar und vor 10 Jahren hat die Aktie erstmal über 100 Dollar gekostet.

    Aus meinen 10.000 DM damals, also umgerechnet 5.000 Euro sind bis heute über 100.000 Euro geworden.

    Wohlgemerkt: Nur mit Kaufen und Liegenlassen und nicht den Ratschlagen des damaligen US Brokers zu folgen.

    An diesem Beispiel seht Ihr, warum die Durchschnittsrendite der meisten Privatanleger meist schlechter ist , als die Kursentwicklung des INDEX, also aller Aktienkurse zusammen, einfach weil man oft zu schnell verkauft und Gewinne "nicht laufen läßt".

    Verlieren kann man mit Aktien zumindest von guten Firmen, wenn es ganz dumm läuft. selten über 50%.

    Gewinnen kann man langfristig oft über 100%, 200% oder wie im Fall meiner McDonalds den Einsatz mehr als verzehnfachen.

    Dies gilt übrigens nicht nur für McDonalds.

    Einige meiner Aktien aus den 80- und 90er Jahren die ich heute noch habe, verzeichnen einen ähnliche Entwicklung.

    NESTLE Schweiz von 10 auf zuletzt über 100.

    Walt Disney von 8 auf über 100.

    Selbst meine langweilige Nivea-Aktie Beiersdorf ist in dieser Zeit klammheimlich von 20 auf über 80 Euro geklettert.

    Jede dieser Aktien hat aus einem kleinen Einsatz heute für mich heute einen 6-stelligen Wert.

    Was will ich damit sagen:

    Für eine hohe Rendite eines Depots kommt es vor allem auf die langfristigen Gewinner an. Diese kann man nur bekommen mit eiserner Disziplin. Selbst bei den schlechtesten Nachrichten nicht verkaufen, lieber die Zeitung abbestellen oder die Nachrichten ausschalten!!

    Bei einer Aktien kann man nie mehr als 50, meinetwegen auch 100% verlieren,

    Aber mit Ausdauer und Zeit 100. 500 oder 1.000 Prozent gewinnen,

    Wohlgemerkt: NUR mit Halten und Liegenlassen.

    Die einzige Kunst ist, sich nicht vom Bankberater oder Broker oder einer Zeitungsmeldung verunsichern lassen, dass vom Gewinne mitnehmen noch niemand arm geworden ist.

    Sagen Sie dann immer "aber auch nicht reich"

    Schönen Sonntag noch von McProfit aus Stuttgart.

    Samstag 10.3.2022, 10 Uhr

    Guten Morgen Gruss aus dem Schwabenland .

    Ich bin immer wieder erstaunt wie unterschiedliche die Beiträge hier verstanden werden und wie sehr man beim Schreiben aufpassen muss, dass man nicht in irgend ein Fettnäpfchen tritt, das man gar nicht beabsichtigt hatte.

    Mir ging es gerade so, als ich die Kommentare gelesen haben, dies ich wohl auch auf meinen letzten Beitrag bezogen haben.

    Der Börsenfreund K.FEE fragt, aus welchen Gründen man hier manche Beiträge schreibt und was man damit wohl bezwecken will.

    Das war eine interessante Frage die ich mir selbst noch gar nicht gestellt habe.

    Ich vermute mal, dass es unterschiedliche Gründe gibt.

    Es gibt sicher Teilnehmer hier, die an der Börse große Gefahren sehen.

    Mit ihrem Beitrag warnen sie andere Teilnehmer, obwohl es ihnen persönlich eigentlich egal sein könnte. Sie selbst können ja ohne weiteres Ihre eigenen Aktien verkaufen und müssen das niemand begründen.

    Andere Teilnehmer sehen bei irgendwelchen Werten besonders große Chancen und berichten hierüber.

    Da sie solche Aktien auch kaufen können ohne jemand zu fragen, geht es ihnen möglicherweise darum, noch ein paar Unterstützer zu finden, die sie in ihrer Meinung bestärken.

    In meinem Fall ist es so, dass ich in Coronazeiten verstärkt dem Forum beigetreten bin.

    Ganz einfach, weil man weniger Reisen macht, weniger Einladungen bekommt und daher schlicht und einfach mehr zuhause ist und für solche Spielereien dann eher Zeit hat.

    Von der Sache her ist mein Motiv, den Teilnehmern hier den Blick für die langfristige Anlage zu schärfen.

    Da ich so ziemlich einer der ältesten Jahrgänge hier repräsentiere und schon am sogenannten Börsenkrach 1987 dabei war, habe ich den Langfristblick.

    Damit bin ich bestimmt eine MINDERHEIT hier, weil die meisten Börsianer vor allem in solchen Foren nur kurzfristige Chancen suchen und daher viel kaufen und verkaufen.

    Wer jedoch langfristig mal sein Ergebnis ehrlich ansieht muss zugeben, dass er in den meisten Fällen mit einem Welt-ETF besser gefahren wäre.

    Das das vielen Anlegern vor allem in solchen Foren hier zu langweilig ist, verstehe ich.

    Viele Börsianer vergessen sehr oft realisierte Verluste in ihre Erfolgsbilanz aufzunehmen.

    Die tauchen einach nicht mehr auf weil sie ja auf dem Depotauszug auch fehlen.

    Der Forumsfreund STEFAN-77 hat hier seine persönliche Strategie empfohlen:

    Einfach eine hohe Liquidität halten um dann in Krisenzeiten billiger nachkaufen zu können.

    Das hört sich gut an.

    Als "alter Dackel" muss ich leider sagen, dass das auf Dauer nix bringt, eher eine schlechtere Performance. WARUM?

    Wer hohe Liquidität hält, verpasst in guten Börsenzeiten Rendite. Er muss für seine persönliche Rendite immer auch das nicht angelegte Geld einrechnen.

    Erst dann sieht er, dass er viel schlechter ist als wenn er nur die Rendite des investierten Geldes nimmt.

    Das große Problem ist jedoch: Kommt es mal wieder zu einer Krise, dann sind in der Regel die Nachrichten derart schlecht dass viele Anleger sich nicht trauen bei solchen Meldungen Aktien zu kaufen. Wenn die Kurse dann wieder gestiegen sind, weiß man dann wo man HÄTTE kaufen sollen.

    Liebe Forumsfreunde, ich habe am Anfang auch keinen Fehler ausgelassen.

    Allerdings habe ich recht bald gelernt, dass ich mich nicht auf Banker, Broker oder Presse verlassen kann.

    Jetzt halte ich seit Jahrzehnten dieselben internationalen (langweiligen) Bluechips.

    Meine jährliche Dividende ist bei manchen Aktien inzwischen höher als der aktuelle Kurs.

    Das kommt daher weil viele Firmen die Dividende seit Jahrzehnten jedes Jahr erhöhen.

    Dazu kommen Gratisaktien, Splits und andere Kapitalmaßnahmen.

    Davon liest man selten etwas in der Presse und schon gar nicht in der Statistik,

    Das merkt man nur wenn man die Aktien selbst besitzt.

    Von dieser Erfahrung will ich hier ein bissle weitergeben und Euch sagen, dass Ihr an der Börse wie beim Autofahren nicht vor die Motorhaube schauen sollt, sondern weit in die Ferne. Das ist nicht nur beim Autofahren sicherer, sondern auch bei der Aktienanlage.

    Schönes Wochenende wünscht McProfit aus Stuttgart.

    Freitag 18.3.2021 um 9 Uhr:

    Antwort von McProfit aus Stuttgart an Herrn oder Frau R.Nowotny, meinen "Vorredner":

    Wenn Sie mich und den Börsenfreund JDS schon so loben, dann will ich zumindest darauf auch kurz antworten.

    Die Gelassenheit bei Kursschwankungen an der Börse hat bei den meisten Anlegern vor allem etwas mit Lebenserfahrung und somit auch dem Alter zu tun.

    Je länger man im Leben Erfahrungen gesammelt hat, umso weniger aufgeregt ist man bei unvorhergesehenen Vorkommnissen.

    Für mich ist es immer lustig, wenn ich mit meinen Freunden über Aktien spreche, dass mir diese immer wieder sagen ...

    "wann man Aktien in der Vergangenheit HÄTTE kaufen sollen".

    Dabei vergessen diese Leute immer, dass bei gesunkenen Aktienkursen auch die Stimmung und die Schlagzeile in der Presse so schlecht ist, dass die meisten Anleger in solchen Zeiten nie und nimmer Aktien kaufen.

    Hinterher, wenn sich die Welt dann doch wieder weiterdreht, sind die Schlagzeilen schnell vergessen und man trauert nur den entgangenen Chancen nach.

    Bei dem ersten vor mir persönlich miterlebten "Börsenkrach" im Okt. 1987 sind Broker in ihrer Panik an der Wallstreet sogar aus dem Fenster gesprungen (nicht nur aus dem EG).

    Es wurden damals Erinnerungen an die Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre wach.

    Wer traut sich denn da, Aktien zu kaufen?!

    Falls jetzt noch jemand von Euch immer noch Zeit und Muse hat, meine Schilderung weiter zu lesen, noch eine kleine Episode:

    Ein Anleger, der am 1. Jan. 1987 für 1 Jahr in Urlaub gefahren ist und keine Kurse angeschaut hat und am 31.12.1987 zurückkam, der hatte im Dow Jones Index (dem Durchschnittskurs von US-Aktien) ein kleines PLUS von eine paar Prozent zu verzeichnen und er hatte somit en Eindruck, das wäre wohl ein langweiliges Jahr 1987 gewesen.

    Der große Kursrutsch am Freitag 13. Okt. 1987 (schwarzer Freitag) war in Langfristvergleich von nur 1 Jahr, lediglich eine Korrektur der zuvor extremen Kursgewinne und am Jahresende war sogar in Plus übrig.

    Merke: Es kommt immer auf den Betrachtungszeitraum an.

    Daher sind alle diejenigen Börsianer hier in diesem Forum entspannt, je länger sie Aktien schon halten.

    Auch wenn wenn es wieder mal heißt: "Diesmal ist alles anders...."

    Schönes Wochenende und nicht vergessen:

    Manchmal hilft auch, etwas seltener die Kurse anzuschauen.

    Viele Grüße von McProfit aus dem Schwabenland.

    Hallo zusammen

    hier bin ich schon wieder.

    Ich kann es einfach nicht unkommentiert stehen lassen, wenn ich manches abenteuerliche Argument hier lese.

    Erstmal meine Antwort an die "JDS Koryphäe"

    Also mein lieber unbekannter Börsenfreund.

    Wenn ich in diesem Forum von 7-stelligen Beträgen geschrieben habe die ich in Aktien investiert habe, dann wollte ich genau das Gegenteil davon erreichen, was Du mir hier unterstellt hast.

    Du schreibst: Ein Anleger wie ich (oder vermutlich auch Du) die hohe Beträge an der Börse investieren, können einen Kursverlust leichter verschmerzen als ein Normanleger der vielleicht mal 4- oder 5-stellig investiert ist.

    Meine Erfahrung zeigt aber das Gegenteil:

    Bei vielen Anlegern in meinem Freundeskreis sind Aktien immer noch nur ein kleiner Teil ihrer Vermögensanlage. Die meisten hier im Schwabenland investieren lieber in noch eine weitere Eigentumswohnung die ihnen viel sicherer erscheint als Aktien. (Allerdings kann man diese auch im Gegensatz zu Aktien finanzieren)

    Daher ist es gerade bei diesen Anlegern so, dass für sie eine Kursrückgang keine Vermögensbedrohung darstellt weil sie nur einen kleinen Teil an der Börse investiert haben.

    Gerade aber bei Menschen wie mir, oder vermutlich auch bei Dir, die nahezu ihr gesamtes Vermögen in Aktien investiert haben, sind solche Schreckensszenarien wie sie hier verbreitet werden, eine viel größere Bedrohung (wenn sie denn eintreffen würden)

    Bei uns geht es um unser gesamte Vermögen!

    Wenn der Fall eintreten sollte, der hier so dramatisch an die Wand gemalt wird, dann wären wir viel mehr mit unseren hohen Anlagesummen in einem Dilemma, als unsere Freunde die mal mit ein paar tausend - oder zehntausend Euro Aktien halten.

    Lange Rede kurzer Sinn:

    Obwohl ich nahezu mein gesamtes Vermögen, das ich mir als Inhaber einer Firma im Laufe meines Berufslebens gebildet habe, an der Börse investiert habe, bin ich keine Sekunde nervös.

    Ich lese mit Interesse die dramatischen Einschätzungen in diesem Forum.

    Als Aktionär sind wir Miteigentümer der erfolgreichsten Konzerne der Welt.

    Von Pharma über Nahrungsmittel, Getränke, Medizin, Energie.

    Alles Produkte die man auch in Krisenzeiten braucht.

    Wer spart schon - nur weil irgendwo Krieg ist - an der Zahnpasta, am Waschmittel, am Herzschrittmacher, am Essen, Trinken oder an seinen Blutdruckpillen.

    Alles Produkte die unsere Firmen herstellen (und die hoffentlich auch in Deinem Depot sind).

    Selbst wenn die Aktienkurse auch mal keine Freude machen, so bekommen wir jedes Jahr, oft sogar vierteljährlich, unsere Gewinnausschüttung in Form der Dividende überwiesen.

    Ich bleibe dabei:

    Ich verkaufe keine einzige meiner Aktien an irgendeinen Schlauberger, der mir diese jetzt sozusagen mit Preisnachlass abkaufen will um sich dann nächstes Jahr ins Fäustchen zu lachen über meine oder unsere Angst.

    Schöne Grüße aus Stuttgart McProfit.

    Hier ist mal wieder McProfit aus dem Schwabenland. Gerade Schwaben sind ja bekannt, dass sie Aktien von jeher misstrauen und ihr Vermögen eher in Immobilien anlegen.

    Ich bin das Gegenteil davon.

    Ich gehöre mit meinen deutlich über 70 Jahren zu den alten Hasen.

    Ich habe in den letzten Jahren die meisten meiner Immobilien verkauft, vor allem weil die Verwaltung und Instandhaltung immer mehr Arbeit macht.

    Den Erlös habe ich in Aktien investiert.

    Ich rede von siebenstelligen Beträgen.

    Trotz dem aktuellen Kurs-Rückgang bin ich unverändert entspannt.

    Mit Aktien meine ich allerdings keine Nebenwerte sondern nur solche von internationalen Welt Konzernen.

    Das sind Aktien die viele hier für langweilig halten.

    Nur solche Unternehmen haben jedoch seit Jahrzehnten jede Krise, jeden Krieg, jede politische Veränderung überlebt.

    Sie zahlen Jahr für Jahr Dividende, teilweise seit über 100 Jahren und das ohne Unterbrechung!!

    Dividende ist bei einer Aktie wie die Miete bei einer Immobilienanlage.

    Selbst im zweiten Weltkrieg haben die großen Multis Dividende bezahlt.

    Mich interessiert bei Aktviem mehr die Dividende der Kurs ist zweitrangig weil ich Aktien nicht verkaufe.

    Auch bei meiner Immobilienanlage war mir immer die Mieteinnahme wichtiger als der aktuelle Wert.

    Allen Krisen und Kriegen zum Trotz , sind sowohl die Preise für Immobilien wie auch für Aktien seit Jahzehnten nur gestiegen. Natürlich mit großen Schwankungen.

    Aber die Richtung ging nach oben.

    Ich war schon an der Börse als der DAX mit 1000 Punkten neu eingeführt wurde.

    Wo er heute steht -trotz Ukraine - brauche ich euch hier nicht zu sagen.

    Jetzt muss ich aber doch noch einen Kommentar zu der Behauptung vom Forums Freund Benjamin 2021 los werden.

    Lieber Benjamin.

    Ich weiß nicht, ob Dir bewusst ist, wenn du Aktien kaufst, wirst du Eigentümer der Firma.

    Dir gehört Nestle, Unilever, Daimler, L’Oreal, Procter & Gamble, Microsoft und so weiter. Natürlich nicht komplett.

    Sondern eben nur ein Teil davon.

    Du bist Mit-Eigentümer.

    Wenn dir die ganze Firma allein gehören würde, würdest du dann tatsächlich deine ganze Firma jetzt verkaufen nur weil gerade irgendwo auf der Welt wieder ein Krieg ist?

    Weil ein Teil der Firma gehört ist die Firma ja nicht schlechter.

    Du musst Dir doch eine andereFrage stellen:

    Glaubst du wirklich, dass man die Produkte Deiner Firmen in Zukunft nicht mehr braucht?

    Wenn du natürlich der Meinung bist in Zukunft braucht man keine Auto mehr, keine Medikamente, keine Computer, keine Energie , dann werden zunächst mal Millionen von Mitarbeitern arbeitslos und die Firmen müssen dann Insolvenz anmelden.

    Dann wären in der Tat die Aktien wertlos. Dann könnten auch die Mieter keine Miete mehr bezahlen, immobilien wäre dann genauso wertlos und ob Dir dann ein paar Goldbarren noch helfen halte ich für fraglich. Gold kann man man nicht essen.

    Wenn du wirklich ein solches Szenario ernsthaft glaubst, dann musst du eher einen kleinen Bauernhof am Ende der Welt kaufen. Hoffentlich kommst du dann noch rechtzeitig dahin.

    Sei mir nicht böse,

    ich bin Optimist und gehe davon aus dass die Welt auch diese Krise überstehen wird wie so viele andere auch.

    Alles Gute und viele Grüße von McProfit aus dem Schwabenland.

    Von McProfit an Benjamin

    Lieber Benjamin

    Es ist normal, dass in so einem Forum verschiedene Ansichten herrschen.

    Auch die Börse funktioniert nur, weil die Anleger unterschiedliche Einschätzungen haben.

    mit Deiner Prognose von einem DAX5000.

    Kann ich nicht viel anfangen

    Die meisten Anleger kaufen so wie ich Aktien von einzelnen Unternehmen,

    Für den Aktienkurs einer Firma kommt es aber vor allem auf deren Umsatz, Gewinn und Dividende an.

    Weniger, wer gerade Bundeskanzler ist oder wo gerade auf der Welt ein Krieg herrscht,

    Vorsichtige Anleger kaufen daher vor allem solche Firmen die auch in Krisenzeiten wenig anfällig sind.

    Firmen an deren Produkte man auch in Krisenzeiten nicht spart.

    Das sind immer dieselben Aktien von denen ich hier immer schreibe und die ich seit über 30 Jahren auch selbst habe.

    Das sind Nahrungsmittel von NESTLE ,

    Oder Medikamente zum Beispiel von NOVO, Oder Pampers von Procter & Gamblez, Oder Herzschrittmacher von Medtronic, Oder künstliche Gelenke von Styker, selbst Coca-Cola gehört dazu.

    Schau dir mal an was mit den Aktien dieser Firmen selbst zu Kriegszeiten passiert ist. Selbst im zweiten Weltkrieg haben diese Firmen weiterhin Jahr für Jahr sogar Dividende bezahlt. Procter & Gamble oder Coca-Cola und viele andere sogar seit über 100 Jahren unverändert.

    Procter&Gamble zahlt nicht nur seit 100 Jahren Dividende, sondern jedes Jahr eine höhere.

    Sorgen um den Kurs mache ich mir erst wenn die Menschen an den Medikamenten sparen, oder an den Windeln, Oder an den Nahrungsmitteln.

    Wenn aber kein Mensch mehr Windeln kauft dann sind erst mal 400.000 Mitarbeitet bei Procter arbeitslos Und können ihre hohe Miete nicht mehr bezahlen. Dann hast du auch mit einer Immobilienanlage deine Probleme. Und der Staat mit den Steuer Einnahmen.

    Du siehst, es hängt alles zusammen.

    Daher bleibe ich lieber weiterhin Optimist. Auch wenn du mich für naiv hältst. Viele Grüße aus Stuttgart von McProfit


    Hallo liebe Forumsfreunde,

    ich habe mir schon gedacht, dass ich selbst auf banale Börsenweisheiten Widerspruch erhalten. Das ist vermutlich ein besonders ausgeprägte Eigenschaft der Forumsfreunde hier.

    Am meisten musste ich über die Aussage vom Forumsfreund BENJAMIN hier schmunzeln.

    Er sagte genau das was bei ALLEN Krisen immer der meistgenannte Satz ist.

    Der lautet:

    "Diesmal ist alles anders....."

    Ja lieber Freund BEJNAMIN.

    Du hast völlig recht. Jede Krise ist anders. Keine Krise ist wie die vorherige.

    Ich war schon bei der 1. Ölkrisw 1973 an der Börse.

    Das war damals wo man Autofahrverbot hatte.

    Da konnte man auf den Autobahnen Fahrrad fahren oder spazieren gehen.

    Das Ende des Wohlstands war angesagt.

    Beim Golfkrieg 1979 drohte dann wieder das Ende der Welt.

    Und beim Schwarzen Montag 1987 war ich auch dabei als die Börsenhändler in New York aus dem Fenster sprangen.

    Die JÜNGEREN hier erinnern sich noch 1990 an den 2. Golfkrieg und 1997 an die Asien-Krise. Und die ganz Jungen an die Dotcom-Blase NeuerMarkt-Crash.

    Dazwischen noch 2009 die Finanzkrise, Eurokrise, China-Krise und 2020 die Corona Krise. Jedesmal gab es Kommentare mit der Überschrift.

    "Diesmal ist alles anders...."

    Und was war am Ende?

    Die Krise war immer eine ANDERE, das Ergebnis immer DASSELBE.

    In der Krise sind die Kurse teilweise erheblich gesunken, nach jeder Krise waren sie am Ende jedesmal HÖHER als vor der Krise.

    Daher habe ich mir schon 1987 geschworen: Ich werde nie wieder in einer Krise Aktien verkaufen.

    Solange die Börse wegen fehlender Käufer nicht geschlossen ist, sondern solange es dort Menschen gibt, die Aktien zum niedrigeren Kurs einsammeln, überlege ich mir, ob diese Käufer tatsächlich keine Zeitung lesen oder ob sie nur aus Mitleid den Zittrigen die Aktien abkaufen.

    Inzwischen mache ich es umgekehrt. In jeder Krise stocke ich sofern es meine Liquidität zulässt meine Aktien etwas auf und bekomme so einen günstigeren durchschnittlichen Einkaufskurs. Ich schaffe auch NIE den Tiefstkurs.

    In den letzten Jahrzehnten hat das bei jeder Krise funktioniert. Das ist keine Garantie für die Zukunft.

    Aber die Welt hat schon schlimmere Krisen überlebt. Selbst während des 2. Weltkrieges hat z.B. Procter und Gamble (Pampers) JEDES Jahr Dividende gezahlt. Insgesamt schon seit 130 Jahren und das OHNE ein einziges Jahr Unterbrechung. Das ist nur ein Beispiel von vielen.

    Coca Cola zahlt seit 120 Jahren. Und Colgate erhöht seit 60 Jahren jedes Jahr die Dividende.

    Inzwischen ist die Dividende bei Colgate oder auch bei 3M schon 50% im Jahr, bezogen auf den Einkaufskurs.

    Schönen Sonntag wünscht McProfit aus Stuttgart.

    Heute habe ich in der Zeitung gelesen:

    Aktien im Keller

    Ich habe nachgeschaut, in meinem Keller war keine Aktie.

    letzte Woche habe ich gelesen:

    Aktien fliegen aus den Depots.

    Ich habe nicht gewußt, dass Aktien fliegen können.

    Ich weiß aber dass sie maximal in ein anderes Depot geflogen sind

    Aktien kann man nur verkaufen, wenn sie ein anderer kauft.

    Die Börse nimmt keine Aktien zurück, die Firma auch nicht und die Bank erst recht nicht.

    Daher sind auch in der Krise Aktien nie weg.

    Die sind immer da. Sie sind nur in anderen Depots.

    Der alte Kostolany hat immer gesagt:

    In Krisenzeiten wechseln die Aktien von den ZITTRIGEN zu den HARTGESOTTENEN

    Es kann sein: Wer jetzt nach 20% Kursrückgang seine Aktien verkauft, der freut sich in 4 Wochen weil die Kurse noch weiter gesunken sind.

    Wer jetzt diese Aktien kauft ärgert sich vielleicht weil er dieselben Aktien in 4 Wochen noch billiger hätte kaufen können.

    Es kann aber auch genau anders herum sein.

    Fest steht: Wer aber NIE verkauft sondern durchhält erlebt viel Auf und Ab, am Ende aber standen die Aktien immer höher als VOR jeder Krise

    Daher nicht verrückt machen lassen und nicht vergessen:

    Wer die Aktien nicht hat wenn sie fallen, hat sie auch nicht wenn sie steigen.

    Schöne Grüße von McProfit aus dem Schwabenland

    Hallo zusammen

    hier kommt jetzt auch noch ein Kommentar von einem der immer noch zu den ältesten Teilnehmer hier gehört. Der McProfit aus dem Schwabenland, 76 Jahre, davon fast 50 Jahre an der Börse.

    Ein Wunsch vorab:; Bitte nicht alle Themen wild durcheinander bringen.

    Der erste Grundsatz in einem jeden Depot heißt immer auf die Mischung achten.

    In ein erfolgreiches Depot gehören Aktien von mindestens 10 verschiedenen Unternehmen und aus verschiedenen Branchen.

    Energie ist nur eine davon. Also nicht endlos darüber steiten, welche Energieaktie. Genauso gehören dazu Pharma und Nahrungsmittel. Auf jeden Fall Branchen die vom Bevölkerungswachstum und den länger lebenden Menschen profitieren.

    Als ich geboren wurde gab es 4 Mrd Menschen auf der Welt. Jetzt sind es bald 8 Mrd.

    Das Tempo geht immer schneller weil eben 8 Mrd. mehr Kinder kriegen als 4 Mrd.

    Die wollen alle erst mal essen und trinken. Davon profitiert z.B. NESTLE.

    Aber nicht vergessen, als Allererstes brauchen sie WINDELN.

    Davon profitiert Procter und Gamble. Egal was auf der Welt los ist, an Windeln wird nicht gespart.

    Wenn die Menschen nicht nur immer mehr werden, sondern auch länger leben, brauchen sie auch immer mehr Pillen. Gegen Cholestrin, gegen Bluthochdruck usw. Davon profitiert z.B. NOVO, Pfizer usw.

    Nicht vergessen je älter die Menschen werden umso mehr Brillen brauchen sie. Wer ist der weltgrößter Hersteller: Richtig, ESILOR Frankreich.

    Aber auch mehr Herzschrittmacher. Wie heißt der bekannteste Hersteller MEDTRONIC.

    Oder mehr künstliche Hüftgelenke. Hersteller Stryker,

    Wer spart denn am Herzschittmacher nur weil gerade Krise in der Ukraine ist?

    Und natürlich bauchen mehr Menschen auch mehr Energie, ich setze seit Jahrzehnten auf AIR LIquide Frankreich.

    Mit dieser Strategie habe ich noch jede Krise übelrebt.

    Aktien können kurzfristig steigen oder fallen, langfristig geht es nach oben.

    So wie die Löhne, die Inflation, die Immobilien, die Mieten und die schwäbische Brezel.

    Daher macht Euch nicht verrückt mit dieser Krise. Eine von vielen.

    Wer es nicht aushält sollte die Zeitung abbestellen und NTV ausschalten und nur 1 x im Jahr an Weihnachten sein Depot ansehen.

    Nicht vergessen, dazwischen gibt es als Trost Dividende. Bei manchen Firmen seit mehr als 100 Jahren und das ohne Unterbrechung. Jahr für Jahr.

    Schöne Grüße aus dem Schwabendland Euer McProfit.