Beiträge von Pantoffelheld

    Du musst die Prüfung auf Widerrufsmöglichkeit von Fachleuten machen lassen (mit der Möglichkeit, dass Du einen der Verträge hast, bei denen alles in Ordnung war) und auch auch in der Kommunikation mit dem Versicherer brauchst Du Unterstützung von Menschen mit leicht dreistelligen Stundensätzen. Eventuell musst Du Verfahrenskosten vorstrecken und wenn Du "gewinnst", sprich mehr Geld bekommst als den Rückkaufswert, geht es in aller Regel mit einem Vergleich aus, bei dem jeder seine Kosten selber trägt. Ohne Verfahren zieht es sich Monate hin, mit Verfahren länger. Wenn Du mehr Geld rausbekommst als Du eingezahlt hast, musst Du den Gewinn als Kapitaleinkünfte versteuern, dies auch bei einer steuerfreien Versicherung. Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, wäre zu prüfen, ob die das abdeckt (häufig nicht mehr drin), Du zahlst dann pro Versicherung nur den Selbstbehalt, riskierst aber wie bei jedem Fall danach die Kündigung durch den Versicherer.


    Bei Dir könnte sich das rein kommerziell trotzdem lohnen, weil es kein ganz kleiner Vertrag ist und Du einen relativ großen Schaden hast. Dann wäre die Frage, wie Du Deinen eigenen Stundensatz bewertest, ob Du gerne Schriftsätze von Anwälten liest oder andersherum wie viel es Dir Wert ist, die Sache vom Tisch zu bekommen. Die Kündigung ist ein Dreizeiler und das Geld hast Du eine Woche später auf dem Konto.

    Wie viel Geld hast Du eingezahlt und wie viel ist drin (Rückkaufswert, Stichtag)? Hintergrund der Frage: Widerruf ist häufig möglich, aber deutlich komplizierter als die Kündigung. Die Prüfung lohnt sich nur dann, wenn Du schon fünfstellig eingezahlt hast und am besten der Rückkaufswert noch unter den Einzahlungen liegt. Also wenn Du einen ordentlichen Schäden erlitten hast. Sonst ist die Kündigung der einfachere schnellere und meist auch wirtschaftlichere Weg.

    Ich bin da anderer Meinung. Wenn man das eingesetzte Kapital ins Verhältnis zur möglichen Einsparung setzt, ist der Austausch einer alten, schlecht geregelten Heizungsanlage oft das beste Investment.

    Das kann so sein, muss aber nicht. Wir kennen das Haus ja nicht. Vielleicht sind ausnahmsweise doch die Fenster der Schwachpunkt. Oder jemand heizt alles auf 23° und macht Kipplüftung. Dann kann er durch kleine Änderungen am Verhalten mit null Kapitaleinsatz noch wesentlich mehr einsparen als mit jeder Baumaßnahme, und sei sie noch so toll gefördert.


    Ich würde zur Beratung als erstes immer jemand holen, der einen Gesamtüberblick hat und mir nichts verkaufen muss.

    PN geschrieben

    Es hat sich herausgestellt, dass im Tilgungsplan von Interhyp/PSD der Tilgungszuschuss der KfD in Höhe von 18.000 € nicht berücksichtigt war. Das hatte erhebliche Auswirkungen auf die Höhe der Restschuld ;-) Offen geblieben ist die Frage, warum die DKB nur 100k KfW angeboten hat statt der möglichen 120k. Dies mag vielleicht die DKB beantworten.

    Warum ist KfW 100.000 besser als die maximal möglichen 120.000? Allein schon die 3.000 Euro Tilgungszuschuss...


    Wenn ihr 50k jetzt habt, finde ich 59k Darlehen über den Hauspreis hinaus zu viel. Auch bei niedrigen Zinsen gilt: Es läppert sich doch etwas und alles nicht aufgenommene muss später auch nicht getilgt werden. (Noch mehr läppert sich eine geringfügig höhere Rate über die 20 Jahre. Schon 100 € mehr bewirken kleine Wunder.)


    Kann es sein, dass im ersten Modell ein Fehler ist? Bei 355.000 abzüglich 15.000 Tilgungszuschuss, 1,21 % Zins und 1031 € Rate komme ich nach 20 Jahren auf gut 153.000 € Restschuld und nicht gut 138.000 €.

    295.696 Euro

    Und wie viel Cent? ;) Aber auch so ist es schon eine sehr präzise Prognose. Banken stehen auf sowas! Und es ist für heutige Verhältnisse ein ausgesprochen preiswerter Bau. Ihr müsst in einer günstigen Gegend sein und die unterkellerte Dreifachgarage mit Fußbodenheizung habt ihr auch weggelassen. Gut so!


    Allerdings ist das Eigenkapital wirklich knapp. 20.000 reichen vielleicht gerade mal so eben für die reinen Kaufnebenkosten. Und es kommen noch ein paar Sachen dazu - Umzug, Küche, Mietzahlungen in der Bauphase... - , die Geld kosten auch wenn ihr Euch zurückhaltet und viel selbst macht. In sofern sind die 355.000 Kreditsumme wiederum sehr realistisch.


    Also hättet ihr eine 120% Finanzierung. Wenn die Bank auf die Erstellungskosten einen Abschlag von 10% rechnet, sogar 133%. Das ist riskant, weil es bei einem Haus(-not-)verkauf in den ersten Jahren dazu kommen kann, dass der Verkaufserlös geringer ist als die Restschuld. Und es wird teurer, weil es nur noch wenige in Frage kommende Anbieter und mit ordentlichen Zinsaufschlägen gerechnet wird. Dafür erscheinen mir die von Dir genannten Zinssätze ausgesprochen günstig.


    Mit welchem KfW-Programm wollt ihr arbeiten? Ist das Nr. 153 Energieeffizient Bauen
    20/ 3/ 10 auf ein KfW-Effizienzhaus 55?


    Warum habt ihr bisher nur 20.000 Eigenkapital? Seid ihr noch sehr jung oder gab es Altlasten?


    Grundsätzlich muss der Ratschlag an Euch lauten, erst weiter zu sparen und als absolute Untergrenze mindestens alle direkten und indirekten Kaufnebenkosten abzudecken. Wenn ihr noch weitere 20 % der Erstellungskosten angespart habt, um die Darlehenssumme auf 80% zu drücken, wird es eine grundsolide Finanzierung. Zumindest in die Richtung solltet ihr kommen.

    Es ist noch eine abbezahlte Immobilie in der Hinterhand die in ca. 10-15 verkauft und zur Kreditablöse rangenommen werden soll.

    Hallo Acxiss2014 , das verstehe ich nicht.


    Warum verkauft ihr die nicht jetzt zu guten Konditionen und geht mit massiv mehr Eigenkapital in die Finanzierung? Geringerer Beleihungsauslauf => geringerer Zinssatz. Weniger Zinsen => mehr Tilgung => kürzere Laufzeit. Kürzere Laufzeit => kürzere Zinsbindung. Kürzere Zinsbindung => geringerer Zinssatz. usw.


    Oder wohnt da noch jemand von Euch drin?

    Hallo Fab, es kommt darauf an, in welcher Situation Ihr seid bist und was es sonst noch für Geldanlagen bei Euch gibt.


    Für eine Festzinsanlage sind 1% derzeit total in Ordnung, zumal es ja auch noch halbwegs flexibel ist. Je nach Vertrag in 3-6 Monaten kommt ihr an das Geld ran.


    Wenn ihr schon mehrere Sparbriefe habt und das Tagesgeldkonto randvoll ist, käme eher die Anlage in Aktien-ETF in Frage. das geht auch per VL. https://www.finanztip.de/vermo…rksame-leistungen/#c77611


    Viele Grüße, Guido

    Hallo Hoppel, in Deutschland haben wir das Recht auf freie Berufswahl, Du kannst im Prinzip anmelden was Du willst und Dein Glück damit versuchen bzw. so tun als ob. Der Metro ist es egal, ob Du ein Nagelstudio hast oder Grobbleche wälzt (glaube ich).


    Es gibt einige wenige genehmigungspflichtige Gewerbe (Sicherheitsdienst, Finanzen, Lebensmittel usw.), die sich also nicht anbieten.


    Aber ich würde mir das gut überlegen. Abgesehen von der Frage von Uwe Vinke , was es wirklich an Ersparnis beim Einkauf bringt, bekommst Du mit der Gewerbeanmeldung schnell viele neue Freunde: Neben dem Finanzamt kommen auch noch mindestens Berufsgenossenschaft und IHK, schicken Dir Fragebögen und wollen gerne Beiträge. Eine Steuererklärung für das Gewerbe wird fällig und wenn Du ein paar Jahre keinen Umsatz hast oder sogar Verluste geschrieben, machen sie Dir das Finanzamt den Laden auch wieder zu z.B. wegen Liebhaberei / mangelnder Gewinnerzielungsabsicht. Die eventuell vorher von der Steuer abgesetzten Einkäufe bekommst Du von denen dann auf Deine private Rechnung gesetzt.

    Der Steuersatz kam daher, dass ich die 1284 € mal 12 genommen habe und das Ergebnis dann in der Steuertabelle 2021 nachgeschlagen habe. Das waren dann etwa 7 %.


    Es hängt natürlich sehr stark davon ab, wie viel Du zusätzlich verdienst. Da hatte ich bei Dir nicht genau gelesen und nachgedacht, denn diese Information fehlte noch. Wenn Du ab März 3/4 einer 6.000-Euro-Stelle dazuverdienst, gerät meine großzügige Schätzung gehörig ins Wanken...


    Die Rechnung geht so, dass Du zunächst die 25 % Kapitalertragssteuer abgezogen, also (nicht genau, nur über den dicken Daumen gepeilt) 250 €, und den Rest ausgezahlt bekommst.


    Wenn Dein Durchschnittssteuersatz am Ende des Jahres unter 25 % liegt, dann wird bei der Steuerfestsetzung statt dessen dieser Steuersatz eingesetzt und Du bekommst die Differenz zurück. In meinem Beispiel wären das 250-100= 150 €.


    Ich hatte den Fall noch nicht, aber ich denke, wenn Du Elterngeld, Zusatzeinkommen und Kapitalerträge einträgst wird die Günstigerprüfung ganz automatisch gemacht. Ich denke nicht, dass man dafür einen gesonderten Antrag ausfüllen muss. Kann das hier jemand bestätigen?

    Hallo Chili0306,


    am wichtigsten ist es, den Freistellungsauftrag einzurichten.


    Wenn Du nicht mehr weißt, wie viel Du insgesamt eingezahlt hast oder wann es mit den Einzahlungen losging, dann kannst Du diese Daten ermitteln. Das gibt manchmal der Depotauszug her, wenn nicht kannst Du das auch über Deine Sparkasse oder direkt bei der Deka erfragen. Aber musst Du das vorher so genau wissen?


    Dir werden Steuern abgezogen, aber es ist nicht so schlimm. Mal angenommen, Du hast 7 Jahre lang monatlich 40 € eingezahlt, dann ist der sog. Einstandswert 7 * 12 * 40 = 3340 €. Wenn Du für 5540 € verkaufst, hast Du 2200 Gewinn gemacht. Davon musst Du nicht alles versteuern, weil ... es ist kompliziert (nach neuer Regel Teilfreistellung nur 70%, aber überwiegend Altbestand, daher fiktiver Verkauf zum 1.1.2019). Sagen wir mal, Du musst 80 % versteuern, dann wären das 1760. Davon geht der Freistellungsauftrag ab: 1760-801= 959 €. Drauf musst Du die Kapitalertragssteuer von 25 % plus ggf. Kirchensteuer zahlen. Also um die 250 €, die Dir abgezogen werden.


    Wie gesagt, das ist über den dicken Daumen gepeilt, aber es zeigt die ungefähre Größenordnung. Das Drama hält sich also in Grenzen.


    Viele Grüße, Guido

    Unter den gängigen Online-Brokern hat nur Flatex einen Negativzins von -0,5% auf das Verrechnungskonto ab dem ersten Euro. Weil die Kollegen zusätzlich auch noch eine Depotgebühr eingeführt haben, sind sie nicht mehr so beliebt wie früher.


    Negativzinsen aufs Verrechnungskonto gibt es inzwischen auch bei ING, Postbank, Deutsche maxblue, comdirect, onvista und Smartbroker, aber erst ab 100.000 bzw. 250.000 Euro Guthaben. Smartbroker hat ein Modell mit 15% Freibetrag auf den Depotwert. (Stand 16.1.21 nachgesehen bei justETF)


    Wobei man sich wie bei allen Kostenoptimierungen ruhig mal einen Taschenrechner zur Hand nehmen darf: Was kostet es wirklich, wenn über das Jahr im Schnitt 63,78 € von noch nicht angelegten Ausschüttungen da herumdümpeln (3,40 €) oder mal eine Woche 10.000 € bis zur Wiederanlage brauchen (96 Cent).


    Also wenn ich schon bei Flatex wäre und ansonsten glücklich dort, denn würde mich das nicht vertreiben. Aber es ist definitiv ein Minuspunkt.