Beiträge von Pantoffelheld

    Wenn Du Dich nicht entscheiden kannst, dann verkaufe doch eine Hälfte sofort und die andere Hälfte zu einem fixen Datum oder bestimmten Ereignis. Dann kannst du hinterher auch noch auf dem Kontoauszug sehen, was besser gewesen wäre.


    Es besteht sonst die Gefahr, dass man es nie tut, weil man immer noch auf irgendeine Sache wartet.

    Anleihe-ETF und Aktien-ETF sind ja völlig verschiedene Risikoklassen.

    Und Anleihe-ETF mit langen Restlaufzeiten ist eine ganz andere Risikoklasse als Anleihe-ETF mit kurzen Restlaufzeiten. Wenn z.B. Kommer von Anlage-ETF als Sicherheitsbaustein spricht, dann meint er sowas: Lyxor EuroMTS Highest Rated Macro-Weighted Government Bond 1-3 mit der prickelnden Aussicht auf regelmäßige kleine Verluste (spätestens nach Inflation). Der Langläufer von Alex1990! hat Risikokennzahlen, die von einem Aktien-Welt-ETF gar nicht mehr weit entfernt sind. Und das, obwohl wir über Staatsanleihen Eurozone reden, wenn auch nicht ausschließlich "highest-rated".

    Hallo Jen, was ist denn Deine Rolle dabei? Bist Du "Mann"?


    Was sagt der rechtliche Betreuer dazu? Seid ihr in Kontakt?


    Ich versuche mal eine kurze Deutung: Die Bedarfe für Unterkunft und Heizung ("KdU") werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen anerkannt (§ 22 SGB II). Wenn "Frau" nun sagt, dass sie nach dem Krankenhausaufenthalt dort nicht mehr einzieht, sondern woanders, werden die Kosten der anderen Unterkunft übernommen. Ich kenne es so, dass auch für Wohnraum, in den man eingewiesen wird, Kosten abrechnet werden, die denn über ALG II laufen. Es kann sein, dass bei dem Dir vorliegenden Bescheid die "Abmeldung" schon berücksichtigt wurde und die "Anmeldung" noch nicht.


    Wenn absehbar ist, dass "Frau" nur kurze Zeit in der Pension bleibt und danach in die vorige Wohnung zurückkehren kann und will, kann sie versuchen, auch für alte alte Wohnung noch KdU zu bekommen. Das ist aber die große Ausnahme, bei der es hauptsächlich um die Wirtschaftlichkeit für das Jobcenter geht: Wenn es z.B. um 3 zu überbrückende Monate, Übernahme der Räumungskosten, neue vielleicht teurere Wohnung und dann wieder fällige neue Ersteinrichtung geht, dann gibt es gute Chancen, für die Übergangszeit zwei Mieten gezahlt zu bekommen.

    Die bei anderen Einkunftsarten gängigen Möglichkeiten der steuerlichen Geltendmachung wie vor allem die Abschreibung von Anlagen funktionieren im Bereich der Kapitalanlage nicht. Du musst allerdings auch eine zwischenzeitliche Wertsteigerung nicht versteuern. Es kommt immer auf den Stichtag der Realisierung von Gewinnen bzw. Verlusten an. Dass Verluste überhaupt vorgetragen werden können, ist auch nicht selbstverständlich. Versuche das mal beim Lohneinkommen mit Werbungskosten...

    Anlagesummen sind hier völlig egal...

    Bei sehr kleinen Anlagesummen wird eine Diversifizierung über mehrere Produkte unpraktisch, weil es denn extrem kleinteilig werden kann. Wenn Du Dich für eine Strategie mit 5 % Aktien und 5 % Small Caps entscheidest, hast Du bei 15.000 € Einmalanlage je 750 €. Und bei 300 € Sparplan jeden Monat 15 € Sparrate. Das kann man machen, muss man aber nicht. Die praktischen Auswirkungen auf Rendite oder Volatilität sind in Euro gemessen so gering, dass Du Deinen Aufwand an Arbeitszeit dadurch nicht zurückbekommen wirst. Es sei denn, Du machst es zu Deinem Hobby, dann gibt es die Rechnung nicht mehr.

    Beim Auto-Leasing sind auch 36 oder 48 Monate gängig. Wie machen die das?

    Hätte ich mir auch gleich selbst beantworten können: Es geht bei § 309 Abs. 9 BGB um ein"Vertragsverhältnis, das die regelmäßige Lieferung von Waren oder die regelmäßige Erbringung von Dienst- oder Werkleistungen durch den Verwender zum Gegenstand hat". Das trifft auf den Mobilfunkvertrag zu, aber nicht das Leasingauto.


    Durch die Abspaltung der Hardware kann auch der Mobilfunkanbieter dort 36 Monate anbieten, aber in einem eigenen Vertrag nur für Handyleasing/-finanzierung. Etwas komplizierter, aber was macht man nicht alles, wenn man auf diese Weise ein Handy zum grob geschätzt doppelten Preis verkauft bekommt. ;-)

    Aber besteht nicht in D Vertragsfreiheit?

    Wir haben beides. Vertragsfreiheit und Verbraucherschutz. Das führt manchmal dazu, dass starke Verbraucher nicht alles so einfach abschließen können wie sie wollen. Dafür profitieren aber die schwächeren - normalen - Verbraucher von vielen Regelungen, die sie vor dem allzu freien Markt schützen. Auf der einen Seite sitzt eine spezialisierte Anwaltskanzlei, die 20 Seiten AGB formuliert hat, auf der anderen Seite sitze ich, der eigentlich nur telefonieren will und weder Zeit, Lust noch Verständnis für die Lektüre habe. Wer gewinnt da?


    Gibt Anbieter, die aktuell weiterhin 36 und sogar 48 Monatsverträge anbieten

    Beim Auto-Leasing sind auch 36 oder 48 Monate gängig. Wie machen die das?

    Dein Buzer-Link ist genau das was ich gesucht hatte, danke Kater.Ka!


    Wenn ich da durchklicke wird § 309 BGB gefühlt alle halbe Jahre geändert. Aber die maximal zwei Jahre bindende Laufzeit des Vertrags aus § 309 Abs. 9 Buchstabe a sind seit mindestens 2008 drin.


    Das Versatel Urteil ist fast schon etwas gemein gewesen von der VZ. Wegen der paar Tage zwischen Unterschrift und technischen Vertragsbeginn gleich die ganze Klausel gekippt zu bekommen. Aber Mitleid ist hier vermutlich fehl am Platz.

    Im redaktionellen Teil findest Du ausführliche Informationen dazu: https://www.finanztip.de/vermo…rksame-leistungen/#c77611 . Kurz zusammengefasst: Wer Oskar nicht will, für den gibt es noch Finvesto und sonst wird die Suche kleinteilig.


    Kleinteilig ist aber auch genau das richtige Stichwort bei VL. Das ist nett, kann man machen, sollte man irgendwie auch nicht liegen lassen (auch z.B. 6,63 monatlich läppern sich über die Jahrzehnte), aber es ersetzt auf keinen Fall das richtige Sparen. Also nicht davon ablenken lassen!

    passiert bei den meisten breiten (Welt) ETFs automatisch.

    Nur bei ausschüttenden. (Die Vorabpauschale spielt derzeit keine Rolle.)


    Wenn Du 100+k anlegst, hast Du allerdings das umgekehrte Problem, dass Du aktuell zu viel versteuerst und somit nicht von den dem Steuerstundungseffekt profitierst, der langfristig einen erklecklichen Renditebeitrag leisten wird.


    Eine individuelle Betrachtung bleibt Dir nicht erspart.

    Mir ist ein Handyvertrag von Yourfone (Drillisch) untergekommen, dessen Vertragslaufzeit mit 14.3.2020 bis 13.3.2023 (also 36 ;onate) angegeben ist. Danach könnte man ihn also noch nicht nach der auch für Altverträge geltenden Regelung monatlich kündigen.


    Ich bin verwirrt, denn ich dachte, dass auch vor der Neuregelung zum 1.1.21 schon die Vertragslaufzeit auf maximal 24 Monate begrenzt war. (Wenn auch meist mit der ungünstigeren Regelung "Kündigung 3 Monate vor Vertragsende sonst Verlängerung um 12 Monate.)


    Gab es auch vorher schon eine Begrenzung der maximalen Vertragslaufzeit auf 24 Monate? Seit wann?

    Als jemand, der noch nicht ganz so lange im Geschäft ist wie Altsachse, aber doch schon unbestreitbar in der zweiten Lebenshälfte angekommen, darf ich hier schon mit altersweisen Sprüchen auftreten?


    Einer wäre: Wer Rendite will, aber Risiko scheut; wer Aktien als Spekulation von sich weist und sein Heil in "sicheren" Zinsgeschäften sucht und dabei die Zinseszehntel optimiert...


    ...der wird alle paar Jahre wieder erfahren, dass auch Zinsgeschäfte riskant sein können. Und dass dieses Risiko auch immer wieder realisiert wird. Wenn auch in ganz vielen Fällen für den Anleger stark abgefedert und beschränkt auf die Frage, ob das Geld schon Samstag oder erst nächste Woche wieder zurück ist.


    Ein paar Jahre noch, dann ist alles ist wieder vergessen und der Deutsche geht auf Zinsjagd.


    Ich wäre statt dessen für ein Sicherungssystem auf ETF-Sparpläne...

    Wenn Oppa seinen Enkeln etwas schenkt, denn gehört es danach den Enkeln.


    Deren Erziehungsberechtigte sorgen bis zur Volljährigkeit dafür, dass das Geschenk sicher verwahrt und in der Substanz erhalten bleibt. (Versicherungs-) Verträge, die die Erziehungsberechtigten für ihre Kinder abgeschlossen werden, bleiben bis zu deren Volljährigkeit schwebend unwirksam. Das Versicherungsunternehmen meldet sich dann bei den Kindern und bittet um Unterschrift. Verschweigen funktioniert also nicht und wäre seitens der Eltern (zumindest) rechtlich nicht in Ordnung. Das Geld für die Ausbildung der Kinder einsetzen geht auch nicht. Die Eltern sind für die Ausbildung des Kindes zuständig und dürfen nicht das Vermögen ihres Kindes dafür verwenden.


    Wenn also wirksam irgendwelche Konstrukte aufgebaut werden sollen, die die Kinder vor sich selbst schützen, müsste das bereits der Schenker tun. Ich glaube aber, dass bei normalen Kindern und normalem Vermögen eine Mischung aus Elternliebe und Finanzbildung erfolgversprechender ist.

    Wenn in "normalen" Zeiten der aktive Fond kostenbereinigt dann die gleiche Performance und in Krisenzeiten eine bessere Performance als ETFs abliefert, spricht das doch eigentlich für einen aktiven Fond?

    Die Antwort auf Deine Frage hat einen Namen: Survivorship Bias.


    Ja, es gibt einige wenige Fonds, die nach Kosten gleich gut oder sogar besser als der Vergleichsindex abschneiden. Diese Fonds werden uns präsentiert und uns wird der Mund wässrig bei der Überlegung, was für Gewinne wir in den letzten X Jahren hätten machen können, wenn wir Y Euro in den Fonds ABC investiert hätten. Da schlägt dann die Gier zu. Da wären wir gerne dabei gewesen.


    Waren wir aber nicht. Und selbst wenn wir vor X Jahren Y Euro in einen aktiven Fonds investiert hätten, wäre es dann der ABC gewesen? Es gab von der gleichen Fondsgesellschaft nämlich auch den BAC und den CBA, die beide aber nicht so gut liefen und irgendwann mit dem ABC verschmolzen wurden. Du warst dann jahrelang in den Rohrkrepierer BAC investiert, aber wegen mieser Performance hat den keiner mehr gekauft und er geschlossen und die Anteile in ABC getauscht. Jetzt hast Du einen Fonds mit einer tollen Kurve in der Vergangenheit im Depot, die aber mit Deiner tatsächlichen Kurve nichts zu tun hat, und hoffst, dass Du nun endlich in der Zukunft von der Wertentwicklung des ABC in der Vergangenheit profitieren kannst, was aber unwahrscheinlich ist.

    Wenn ich bereits jetzt meine Zielsumme im Depot 'sicher' hätte, würde ich meine Investitionsstrategie anders gestalten -> Risiko herunter schrauben (Aktienquote senken).

    Irgendwann ist genug halt genug. Mein Ziel ist nur nicht Arm zu sterben.

    Spannende Gedanken. "Genug ist halt genug" ist eine Philosophie, der die meisten von uns im Prinzip zustimmen würden. Aber wann ist wirklich genug?


    Bei Einkommen ist es so, dass fast alle für eine "gerechte" Einkommensverteilung mit nicht zu großen Unterschieden zwischen Mindestlohn und Spitzenverdienern sind. Doch wo wäre die Maximalhöhe? Wenn Du berufstätige Leute mittleren Alters fragst, kommt dabei heraus, dass sie regelmäßig das 1,5-fache ihres eigenen Einkommens als eine sinnvolle Obergrenze ansehen.

    Hallo Hoffnung, ich denke tatsächlich darüber nach, noch heute meinen Bargeldbestand signifikant zu erhöhen. Ich habe nämlich gerade entdeckt, dass nur noch 10 € im Portemonnaie sind. -


    Aber im Ernst: Wenn Du an einem langfristigen Vermögensaufbau interessiert bist, solltest Du Dich von solchen Entwicklungen nicht beeinflussen lassen. Du kannst sie wie wir alle (außer John) nicht vorhersagen und alles Bekannte ist schon eingepreist. Langfristig wird sich die Investition lohnen. Langtext z.B. aktuell bei Kommer: https://gerd-kommer.de/russland-ukraine-krieg/


    P.S. Du schreibst vom DAX. Du solltest weiter streuen. Nur ein Land und nur 30 sorry 40 Werte, das erhöht unnötig das Risiko und liefert dauerhaft keinen Mehrertrag.

    Klassische Immobilienfinanzierungen mit Absicherung über's Grundbuch tauchen nicht in der Schufa auf. Das ist ein anderes System.


    Dass durch Verzicht auf eine Dispolinie der Score abrauscht, ist ein interessantes Phänomen. Eigentlich geht das Risiko ja runter, wenn man an der Stelle gar keine Schulden machen kann. Vielleicht sah es für den Computer so aus, als ob Du nach Stunk mit der Sparkasse schnell gleich zwei neue Konten aufgemacht hast und es bei keiner der beiden geschafft hast, wieder einen zu bekommen?