Beiträge von Pantoffelheld

    Es geht bei den ganzen §§ überhaupt nur darum, wer für den vom Kunden erlittenen Schaden (=Geld vom Konto ist weg) aufkommt.


    Die Bank (Regelfall, denn deren Aufgabe ist es, unzulässige Transaktionen zu verhindern), der Kunde vollständig (wenn er sich grob fahrlässig verhalten hat) oder eine Aufteilung (z.B. der Selbstbehalt des Kunden von 50 € aus dem § 675 v - den Rest trägt der Zahlungsdienstleister).


    Es geht also nicht um einen Schaden, den die Bank durch das (Fehl-?) Verhalten des Kunden erlitten hätte. Welcher sollte das auch sein?

    Wir waren ja nicht dabei.


    Aber ich lese die Schilderung so, als ob sie nicht dem vermeintlichen Berater am Telefon die Zugangsdaten durchgegeben hätten. Sondern der einen Link zum "neuen fusionierten" Portal, mit der Bitte, dort zu testen. Das unter der Telefonnummer der Bank und sogar mit der richtigen Durchwahl. Das Onlinebanking sah genau so aus und hat funktioniert. Wahrscheinlich war es auch das echte, mit einer vorgeschalteten betrügerischen Anmeldeseite. Und dann muss auch noch der TAN-Mechanismus ausgehebelt worden sein. (Bei VR sind teilweise noch SMS-TAN möglich.)


    Ich bin mir nicht mal sicher, ob sowas in den Online-Banking-Führerscheinkursen der Bankangestellten vorkommt.

    (der Euro) eine, mit Hilfe von Negativzinsen, künstlich am "Leben" gehaltene (Währungsspekulation)

    In wie fern leisten Negativzinsen einen Beitrag, den Euro am Leben zu halten?



    An sich müssten die niedrigeren Zinsen doch dazu führen, dass die Anleger in andere Währungen mit attraktiveren Zinsen flüchten, die dann gefragter sind und in der Folge müsste der Wechselkurs des Euro sinken. Wenn man eine "starke" Währung als Zeichen der Stärke des Systems sieht(*), wären künstlich niedrige Zinsen doch genau das falsche Instrument, denn die erzeugen einen Abwertungsdruck. (**)


    (*) Wobei mancher Schweizer, der nicht zum Einkaufen über die nächste Grenze fahren kann, eine differenzierte Meinung dazu hat.


    (**) Aber nur als einer von vielen Einflussfaktoren. Im Vergleich mit USA und Dollar funktioniert das in den letzten Jahren nämlich nicht so.

    So ganz klassisch ist der Fall nicht. Das war nicht die millionenfach versendete Dumm-Mail in schlechtem Deutsch, sondern hier haben sich die Gauner richtig viel Mühe gegeben. Ein echter Mensch ruft mit der Telefonnummer des echten Beraters an (woher hat er die eigentlich?). dann werden nicht etwa nur ein paar TANs abgegriffen, sondern der komplette Zugang gekapert. Wie haben die das gemacht? Hat die Volksbank noch mit klassischer SIM-TAN gearbeitet?


    Das klingt alles so raffiniert, dass ich mir gut vorstellen könnte, dass es nicht mehr als grob fahrlässig angesehen wird.


    Mona! kannst Du noch genauer schildern, was passiert ist?

    Hallo Franz-Josef,


    hier bei Finanztip im redaktionellen Teil gibt es einen Artikel dazu: https://www.finanztip.de/baufi…tsentschaedigung-kredite/


    Die dann Frage ist eigentlich nur, wie viel Vorfälligkeitsentscheidung Du zahlen sollst (das sagt Dir gerne die Bank). Zweitens, ob die Bank dabei richtig gerechnet hat und drittens ob sich das Geschäft für Dich lohnt.


    Den zweiten Punkt können wir hier gemeinsam über den Daumen peilen. Wenn es um viel Geld geht oder Du es genau wissen willst, kannst Du Dich auch einen unabhängigen Experten z.B. bei der Verbraucherzentrale wenden. Die Darlehensgeber "vergessen" in ihren Berechnungen gerne mal Aspekte, die zu Gunsten des Kunden eingerechnet werden müssten wie z.B. mögliche Sondertilgungen, Risikovorsorge etc.


    Ob sich das Ganze am Ende für Dich lohnt, hängt vor allem davon ab, mit welchen Alternativen Du es vergleichst.


    Viel Erfolg!

    Guido

    Viele Entnahmeszenarien zunächst überhaupt kein Problem. So auch das Auto von Thebat: Bei 9.000 € fällt keine Schenkungssteuer an (Freibetrag 20.000 €).


    Aber ihr müsst wissen, was ihr tut und es wird schnell kompliziert. Wieder das Auto: Der Freibetrag gilt für 10 Jahre. Du darfst ihr also in den nächsten 10 Jahren insgesamt nur noch 11.000 € schenken. Und wenn sie zum Ausgleich etwas zurückschenkt, wird das nicht gegengerechnet. ;-)


    Außerdem geht es nicht nur um Entnahmen, die zu Schenkungen werden können , sondern auch die laufenden Steuern. Ihr müsst das Gemeinschaftskonto dann hälftig in die beiden einzelnen Steuererklärungen eintragen. Da geht nichts mehr automatisch und es gibt garantiert Rückfragen vom Finanzamt. Ist es das wert?


    Ich würde mir das nicht geben und immer zwei Einzeldepots nehmen.

    (CAP =) capitalizing, was genauso gut wie accumulating ist.

    Hier immer ins KIID oder den Verkaufsprospekt schauen, dort steht acc.

    Ich sehe sonst immer nur acc. Und das ist auch gut so, denn sonst kommt man ja total durcheinander. Das wäre dann die dritte Deutungsmöglichkeit neben "small cap"/"all cap" etc. und "X % issuer capped". Letztere ist häufig bei den SRI-ETF vorzufinden, um den Anteil einer einzelnen Aktie (auf meistens 5 %) zu begrenzen.


    Bitte beim Eingeben der Order nie nach dem Namen des ETF suchen, sondern immer WKN oder ISIN verwenden. Man erwischt sonst gerne einen, dessen Name ganz ähnlich klingt wie der gewünschte. Oder man findet den gewünschten nicht, weil der Broker ihn gerade mal etwas anders abgekürzt hat.

    Hattest Du geschrieben. Ich war an der Textmenge gescheitert und habe etwas zu schnell am Mausrad gedreht.


    Mehr Puffer ist natürlich immer schön und wenn's am Ende viel zu viel wird, kann man immer noch spenden. Oder doch noch in die 50k+ Küchenliga einsteigen. Aber um 250k extra anzusparen brauchst noch das eine oder andere Jahr länger. Und der Frugalist will eben nur so lange arbeiten wie unbedingt nötig.


    Ich hatte nur 500.000 geschrieben, um Servus314 nicht mehr als nötig zu frustrieren und weil dieser geschrieben hat, dass er sich auch nach Beginn der Entnahmephase vorstellen kann, dazu zu verdienen. Damit ließen sich eventuelle Lücken stopfen.

    Wenn man dann ca. die durchschnittlichen 7 % p.a. komplett immer ausschöpfen würde, würde dies für mich zum leben reichen

    Herzlichen Glückwunsch! Wenn Du mit unter 1500 € im Monat auskommst, denn kannst Du Dir so manchen Stress sparen, der mit der Jagd nach immer mehr Geld verbunden ist. Und Du tust was für Klima, wenn Du den Konsum aufs Notwendige beschränkst.


    Ob dafür allerdings 250.000 € Kapital reichen, wage ich zu bezweifeln. Es ist zumindest stark davon abhängig, dass die ersten 10-20 Jahre gleichmäßig gut laufen.


    Du hast ja das Problem, dass die 7 % zwar ein langjähriger Durchschnitt für die Rendite ist, aber auch durchaus mehrere Jahre darunter liegen können, inklusive Negativrenditen. Wenn Du da weiter 7 % entnimmst der sogar die Summe, die zu Anfang mal 7 % waren, knabberst Du in der Zeit enorm an der Substanz. Frugalisten sprechen in der Stelle meist von 4 % und nutzen Überrenditen in den ersten Jahren zum Aufbau eines Puffers.


    Und Du musst an die Inflation denken. Erträge in Höhe der Inflationsrate würde daher immer auf den Kapitalstock legen, um die auszugleichen.


    Letzter Punkt: Du musst noch Steuern auf die Erträge zahlen.


    Um den Gegenwert von 1.500 € lebenslang regelmäßig inflationsgesichert entnehmen zu können, wirst Du eher an die 500.000 € Kapital rechnen müssen.


    Die Frugalismus-Experten hier im Forum mögen mich gerne korrigieren. Wer weiß, vielleicht würde es doch auch schon bei mir reichen und ich habe es nur noch nicht gemerkt?


    Viele Grüße, Guido

    Eine Pflicht für Übergabeprotokolle gibt es nicht

    Und wenn der Stromanbieter die Meldebescheinigung anfordert? Dann suchst Du Dir eine günstige WG in einer nahegelegenen Stadt, schließt einen Mietvertrag, fährst mit dem in der Hand zum Bürgerservice und meldest Dich an, kündigst sofort wieder (Untermiete = 14 Tage Kündigungsfrist) und meldest Dich dann zurück in der Heimatstadt. Kann man alles machen.


    Nicht vergessen: Vorher noch sicherstellen, dass der Stromanbieter in der anderen Stadt nicht liefert.


    Selbst wenn es klappt, wird es vom Stundenlohn attraktiver sein, Pfandflaschen im Stadtpark zu sammeln.