Beiträge von Pantoffelheld

    Hallo Juju88 , wenn Du Dir den Hintergrund direkt von Saidi per Video erklären lassen möchtest:



    Ab Minute 4 geht es in die Vollen mit dem Creation & Redemption Prozess und der doppelten Preisbildung durch die Börse und Nettoinventarwert.

    Hallo Thomas, das ist aus meiner Sicht schon so in Ordnung. Zunächst einmal sind ja Deine Eltern jeder für sich und gegenseitig in der Pflicht für die Ausgaben, auch das Vermögen wird dabei herangezogen. Dann kommen (aufgrund hoher Einkommensgrenzen eher selten) die Kinder dran und alles was denn noch fehlt zahlt das Amt.


    Wenn Deine Mutter erbt, erhöht sich ihr Vermögen und das wird nun erneut zuerst aufgebraucht bevor das Amt wieder zahlt. 5.000 Euro Vermögen darf sie allerdings selbst immer behalten. Wenn nicht beide Elternteile erben sondern nur Deine Mutter genannt ist, geht Dein Vater dabei leer aus.


    Ich weiß nicht wie es genau abläuft. Ob das Amt sich die komplette Erbschaft sofort holt und damit frühere Auslagen wieder zurückholt? Oder nur nach vorne sieht, die Erbschaft blelässt und nur solange die Zahlungen einstellt bis das Geld aufgebraucht ist. Das wäre für den Fall interessant, dass Deine Mutter stirbt bevor die Erbschaft aufgebraucht ist, weil dann Dein Vater noch zum Zuge kommen könnte.

    Als ersten Schritt müsstest Du Dir überlegen, wie viel Verlust Du ertragen kannst bzw. wie lange Du auf bessere Zeiten warten kannst. (Wenn Du immer sofort an das komplette Geld kommen willst und dabei keinen Verlust akzeptieren kannst bist Du bei 100% Tagesgeld.)


    Wenn Du das definiert hast, schaust Du Dir Deine Basisanlage = den Renditeträger an und da die Risikokennzahlen. Das ist eine Wissenschaft für sich, bei der man auf Anhieb eigentlich immer nur die maximale Verlusthöhe und -dauer versteht und bei den anderen Sachen schon froh ist wenn man dahinter kommt, ob ein niedriger oder höherer Wert besser ist.


    Blöd: Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Garantie für die Zukunft. Wir haben aber immer nur die Werte aus der Vergangenheit für unsere Berechnungen.


    Beruhigend: Die Angaben beziehen sich immer auf eine Einmalanlage und den schlimmsten Fall. Es ist aber ausgesprochen unwahrscheinlich, dass Du zum absoluten Höchstkurs kaufst und dann auch noch am historischen Tiefpunkt zwingend verkaufen musst. Bei einem Sparplan kann Dir das schon deshalb nicht passieren, weil Du zu verschiedenen Zeitpunkten und unterschiedlichen Kursen kaufst.


    Mit den Annahmen kannst Du auf die Suche gehen nach einer Komplementäranlage, deren Wertentwicklung möglichst wenig oder gar nicht von der Basisanlage abhängt. Klassisch sind das im ersten Schritt kurzfristige Anleihen erstklassiger Schuldner oder Tagesgeld. Dann bestimmst Du anhand Deiner Vorgaben das passende Mischungsverhältnis, das Du in regelmäßigen Abständen auch wieder herstellt (Rebalancing).


    Fortgeschrittene können auf die Suche gehen nach Anlagen, die sich sogar gegenläufig entwickeln und damit bei gleichem Risiko eine Rendite erzielen, die über den Renditen der Einzelanlagen liegt. Das war z.B. lange Zeit mit Zinsen und Aktienkursen so oder mit Gold und Aktienkursen, aber gerade die letzten Jahre haben gezeigt, dass man sich darauf nicht verlassen kann. (Das war es wohl, wonach Du oben gefragt hast.)


    Wenn Du jung bist und sonst noch gar nichts gespart hast würde ich Dir aber pragmatisches Vorgehen empfehlen. Wenn Du in den nächsten meinetwegen 5 Jahren neben dem Studium 5 * 12 * 200 = 12.000 € sparen kannst ist das für sich schon eine super Sache. Die meisten anderen haben nix oder Schulden. Vielleicht wird es auch noch etwas mehr:


    Leg Dir doch von den 200 € monatlich so lange 100 € auf das Tagesgeld bis da eine Summe X drauf ist, den Rest in den ETF. X sind dreimal Deine Monatsausgaben. Oder TÜV mit unverhofften Reparaturen. Oder ein schöner neuer Goldzahn. Jedenfalls so viel, dass Du bei kleinen Katastrophen nicht gleich in den Dispo kommst oder an das Depot gehen musst. 1000 € vielleicht? Wenn das aufgefüllt ist steckst Du alles in den ETF. Wenn Du an das Tagesgeld ranmusstest, leitest Du wieder so lange einen Teil der Sparleistung um, bis Du wieder auf X bist.


    Auf diese Weise könnten es statt 12.000 € recht wahrscheinlich 13 oder 14.000 € werden. Oder auch mehr. Wahrscheinlich hast Du dann einen Job und kannst einfach weitersparen. Wenn Du Dein Studium schmeißt, Dich für eine Selbstständigkeit entscheidest, das Geld dafür sofort brauchst und kurz vorher die Kurse in den Keller gegangen sind, hast Du vielleicht zu dem Zeitpunkt gerade nur 10.000 € zur Verfügung und müsstest damit auskommen. Oder jobben bis die Lücke wieder gefüllt ist. Kannst Du diese Ungewissheit aushalten?

    Die Strategie mit der Absicherung (es geht hier wohl mit Derivaten / Put-Optionen) sieht im Moment ganz toll aus, weil sie in kurzer Zeit zweimal gut funktioniert hat. Aber was steht dahinter?


    Bei der langfristigen Investition in Aktien gehen wir doch davon aus, dass Aktien gegenüber anderen Anlagemöglichkeiten langfristig einen Renditevorteil bringen. Den Renditevorteil erkaufen wir mit Unsicherheit / Schwankungen.


    Die Schwankungen können wir durch Diversifikation und Disziplin mildern, zum Beispiel: Nicht nur eine Hand voll Titel kaufen, sondern viele. Nicht nur in Deutschland oder Europa investieren sondern in der ganzen Welt. Nicht nur eine Branche, sondern alle. Nicht irgendwelchen Trends hinterherlaufen. Akzeptieren, dass sich kurzfristige Entwicklungen nicht vorhersagen lassen. Akzeptieren, dass man nicht schlauer ist als der Rest des Marktes und die tollen Gedanken über Corona, Trump, Niedrigzinsen, Inflation, Immobilien, Goldminenaktien und den Rest der Welt sich Millionen andere Anleger auch gerade machen und in ihre Entscheidungen einbauen oder das schon lange getan haben. Alles was der Markt weiß oder ganz fest glaubt ist schon im Preis. Zwischenzeitliche Buchverluste akzeptieren und aussitzen. Am besten per Sparplan immer einfach weitersparen. Und sich entweder über steigende Kurse freuen oder dass man günstig nachkauft. Und über kostengünstige Produkte dafür sorgen, dass die durch dieses Verhalten erzielte Rendite auch wirklich ungeschmälert bei Dir ankommt.


    Kann man die Schwankungen nicht einfach absichern und die Überrendite risikolos kassieren? Nein, denn die Absicherung kostet Geld. Es kommt eine Anlage heraus, die bei fallenden Kursen prima funktioniert und den Crash abfedert; bei steigenden Kursen durch die Kosten der Absicherungen in der Wertentwicklung zurückbleibt. Ich gehe aber langfristig von steigenden Kursen aus, darum investiere ich ja in Aktien.


    Noch schlauer wäre es natürlich, die teure Absicherungsstrategie nur zu fahren wird, wenn man sie auch wirklich braucht. Dazu müsste man allerdings rechtzeitig vorher wissen, wann man sie braucht. Wie geht das?


    Da braucht man einen charismatischen Manager, einen durchsetzungsstarken Visionär, ganz jung und unkonventionell mit langer Erfahrung im Geschäft. Ein guter Zuhörer, ein Querdenker. Frei in seinen Gedanken steht er mit beiden Beinen ganz fest auf dem Boden. Er kennt die Welt, weiß aber auch, wo er her kommt / wo sein Zuhause ist. Der hat ein starkes Team für die Analyse um sich, auf das er sich verlassen kann. Er weiß aber auch, wann er Leadership zeigen und seine eigenen Entscheidungen treffen muss.


    Das ist Herr ... , der Fondsmanager vom ... Fonds.


    Den Fonds gab es schon länger / er ist noch ganz frisch. Er schwamm bisher im Markt so mit / war nicht besonders erfolgreich, aber in jüngster Zeit kam es durch einen Strategiewechsel / weil die Strategie auch in schwierigen Zeiten konsequent beibehalten wurde mit dem neuen Management / unter Führung des langjährigen Managers zu einer Outperformance gegenüber dem Gesamtmarkt, die auch zukünftig / ab jetzt immer / immer wieder / bald wieder / demnächst zu erwarten ist.


    Oder er hat einfach Glück gehabt.

    Ich verstehe nicht, wieso du zu comdirect wechselst, obgleich dort die Kosten viel höher sind als bei Smartbroker. Eine Depotbank mit geringen Kosten steigert die Rendite des Depots!

    Im Prinzip hast Du Recht. Kosten drücken die Rendite und ganz häufig unterschätzen wir die Auswirkungen, gerade wenn es um lange Zeiträume geht.


    Aber wenn ich alles richtig verstanden habe, reden wir hier über eine Einmalanlage in einen einzelnen ETF, der dann gehalten wird. Wenn es z.B. um 250.000 € geht, zahlst Du bei Comdirect den Maximalbetrag von 59,90 €, bei Smartbroker sind es tatsächlich nur 4 €. Depotgebühr bei beiden keine.


    Wie viel Einfluss würden die gesparten 55,90 auf die Gesamtperformance nehmen und in welchem Verhältnis stünde das zur benötigten Arbeitszeit? - Auswahl des richtigen Brokers, Anmeldung, Einarbeitung in die andere Oberfläche...

    ...mein Finanzberater, der übrigens ein wenig irritiert schien, als ich ihm von meinem Plan erzählt habe. Hilfe bei der Umsetzung desselben hat er mir jedenfalls nicht angeboten - komisch, oder?

    Die Irritation könnte darauf zurückzuführen sein, dass sich der Berater es sich gedanklich schon mit noch 30 Jahren Bestandsfolgeprovisionen für sich auf die aktiven Fonds gemütlich gemacht hatte und Deine Entscheidung das nun zunichte macht. Oder ist es ein echter Honorar-Finanzanlageberater, der die Kickbacks an Dich weitergegeben hat?


    Noch eine Bemerkung zur FFB: Mir ist aufgefallen, dass dort bei Fremdwährungen mit einem erheblichen Spread gearbeitet wird. Wenn Du also Fonds hast die nicht mit EUR als Fondswährung laufen, wird Dir über einen schlechteren Kurs sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf zusätzlich Geld abgezogen. Bei USD machte das 0,3% in beide Richtungen aus (meine letzte Recherche war Anfang des Jahres).

    Hallo Helmut,


    scheidet Haupterwerb wirklich aus? Hobby wäre es, wenn Du es nicht aus der Motivation machen würdest, Geld zu verdienen. Und für einen Nebenerwerb bräuchtest Du einen Haupterwerb. Also bleibt...


    Was ich mich frage ist, warum die so eine Frage stellen.


    Viele Grüße, Guido

    Das ist ja wirklich ein erheblicher Kahlschlag und eine nennenswerte Einschränkung des Anlageuniversums.


    Leider hat die Gothaer auch nicht die Gelegenheit genutzt, wenigstens halbwegs kostengünstige Indexfonds anzubieten, um mal von hohen laufenden Kosten der aktiv verwalteten Fonds und Mischfonds etwas runterzukommen.


    Etwas zugespitzt formuliert: Das neue Angebot sieht aus wie eine Resterampe von Fonds, die keiner braucht und die auch keiner freiwillig kaufen würde.


    Wie viel Guthaben hast Du derzeit in der Versicherung (Rückkaufswert) und wie lange soll der Spaß noch gehen?

    Hallo Dieter, erst einmal herzliches Beileid!


    zu 1: "Hat der Verstorbene bereits eine Rente bezogen, kann die Rentenversicherung nach dem Tod drei volle Monatsrenten als Vorschuss auszahlen. Das können Sie innerhalb von 30 Tagen nach dem Tod beim Rentenservice der Deutschen Post in jeder Postfiliale beantragen."


    So steht es in einem Artikel zur Hinterbliebenenrente in der aktuellen November-Ausgabe von Finanztest oder hier online (kostenlos). Hier bei Finanztip gibt es auch einen Ratgeber: https://www.finanztip.de/witwenrente/


    zu 2 und 3: In den Artikeln steht in groben Zügen, wie die neue Rente Deiner Mutter berechnet wird und welche Steuern und Sozialabgaben davon noch abgezogen werden. Aber das Thema ist wirklich kompliziert.


    Meine Empfehlung an Euch ist eine kostenlose Beratung bei der Deutschen Rentenversicherung in Anspruch zu nehmen. https://www.deutsche-rentenver…chen-und-buchen_node.html "Beratung vor Ort".


    Und frage gerne hier weiter!


    Viel Erfolg! Guido

    Mir ging es eher darum, wie abgesichert wird.


    Leerverkäufe, Hedging und Co. sind gerade in der Nachhaltigkeits-Finanz-Szene ja eher Reizwörter und werden eher mit der bösen Seite der Macht in Verbindung gebracht.


    Fragt sich

    Guido, der selbst auch teilweise grün investiert

    Hallo RealTobi,


    dieser Aspekt der Fragestellung "wie wirken sich Negativzinsen auf Verträge mit Zinsgleitklauseln aus, die zu einem Zeitpunkt geschlossen wurden als an Negativzinsen noch kein Mensch gedacht hat" wurde bisher kaum beachtet.


    Ich glaube, das liegt einfach daran, dass in Deutschland so gut wie keine keine Verbraucher-Immobilienkredite mit variablen Zins abgeschlossen werden. Der Wunsch nach mehr Sicherheit und Kalkulierbarkeit bei der für die meisten größten Einzelinvestition ihres Lebens führt im Gegenteil zu immer längeren Zinsbindungsfristen, Forward-Darlehen werden populärer und die Bausparer mischen ebenfalls kräftig mit.


    Das ist für die Kunden im Nachhinein sehr schade, denn in den letzten Jahrzehnten hättest Du mit dem Floater regelmäßig tausende oder vielleicht zehntausende Euro Zinsen sparen können gegenüber klassisch zinsgebundenen Krediten. Zwischendurch hättest Du aber auch starke Nerven und einen erweiterten finanziellen Spielraum gebraucht. Du bist der erste überhaupt, von dem ich weiß, dass er so etwas abgeschlossen hat. Magst Du hier den Darlehensgeber nennen und vielleicht die Zinsgleitklausel posten?


    Nach meinem "Rechtsgefühl" würde ich sagen, dass die Bank Dir auf den Altvertrag keinen Negativzins zahlen muss und sich dabei auf eine Störung der Geschäftsgrundlage o.ä. berufen könnte. (Und dass es ja echt gemein wäre, weil die sich das damals ganz anders gedacht haben. Selbstverständlich würden sie Dir genauso entgegenkommen, wenn Du nachträglich ein Problem mit einem gemeinsamen Vertrag hättest, Ehrensache!)


    Das ist hier aber gar nicht der Fall, denn der vereinbarte Zinsaufschlag würde immer noch zu einem positiven von Dir zu zahlenden Zins führen. Durch die Kappung bei 0 % erhöht sich einfach nur die Marge der Bank. Das halte ich für einseitig und ungerecht. Pacta sunt servanda. Das sollte auch für Banken gelten. Ich könnte mir vorstellen, dass Menschen, bei denen so Meinungen stärkeren Einfluss auf die Wirklichkeit nehmen als es bei mir der Fall ist, das auch so sehen. Richter beispielsweise.


    Ein Vorteil des Darlehens mit variablen Zins ist ja die Möglichkeit, es jederzeit mit Dreimonatsfrist ohne Vorfälligkeitszinsen kündigen zu können und sich etwas Besseres zu suchen. Das solltest Du auch unabhängig von dieser Geschichte regelmäßig tun. Eine gute Gelegenheit für einen Marktüberblick mit dem Zusatzthema "Berechnung des Kundenzinses bei negativem Basiszins". Wirst Du uns davon erzählen?


    Das sollte Dich nicht davon abhalten, Deine Punkte oben trotzdem abzuarbeiten. Ich würde noch Punkt 0. hinzufügen: Gibt es am Markt ein gleichwertiges oder besseres Angebot? Wie hoch wäre mein Schaden im Altvertrag, wenn ich in einigen Monaten dorthin wechsele? Wie hoch liegt meine finanzielle Schmerzgrenze dabei? Oder liegt sie sogar bei 0, weil ich denen das aus Prinzip nicht durchgehen lasse?


    Punkte 2 bis 4 kosten Dich Deine eigene Arbeitszeit und Briefmarken. Punkt 5 kannst du Dir aus meiner Sicht sparen. Bei Punkt 6 kommst du außergerichtlich über die Verbraucherzentralenbei um die 100 € raus. VZ NRW: "Die 45-minütige Beratung bieten wir Ihnen zum Preis von 65,80 € an. Für eine außergerichtliche Rechtsvertretung (...) inkl. Rechtsberatung durch Anwalt werden 131,60 € fällig." Und gerichtlich muss man denn mal sehen, wenn es überhaupt so weit kommt. Die Kosten Kosten trägt ja ohnehin die unterlegene Partei ;-)


    Auch nach einer Kündigung des Vertrages kannst Du Deine Forderungen noch durchsetzen. Du musst dann aber ein wenig auf die Verjährung schauen: Wenn Du im nächsten Jahr kündigst sollte spätestens Dezember 2024 die Klage eingereicht sein. Oder - wahrscheinlicher - das Thema mit Vergleich abgehakt.


    Viel Erfolg! Guido

    Ich lese dieses öfter, daß man nicht nachhaltig angelegt soll, sondern lieber spenden soll. Dieses kann ich nicht nachvollziehen.

    Ich hatte das eher ironisch gemeint in dem Sinn, dass Du bei der bescheidenen Rendite dieses Produktes lieber gleich spenden könntest.


    Aber dahinter steht natürlich auch die Frage: Was sind Deine Ziele? a) maximale Kohle für Dich b) maximaler Nutzen für die Gesellschaft oder c) beides?


    In Richtung a) und b) jeweils einzeln zu optimieren ist schon eine Aufgabe für sich. Bei c) wird es dann schwierig...

    Stimmt. Das macht nur Sinn, wenn man auf diese Weise den teuren Excellent-Tarif loswird, der eben den „Einbruch über nicht versicherte Räume“ inkludiert.


    Da schließt sich dann die Frage an, ob Du den Tarif darüber hinaus für Euch nützlicher findest als den Normaltarif von Versicherer "Günstig AG" und das Dir den Preisunterschied wert ist.

    Hallo Freya, alles was Kater.Ka oben sagt ist richtig und bedenkenswert.


    Beim Lesen der langen Liste der Wenns und Abers könnte aber die Gefahr bestehen, dass Du im letzten Moment Deinen Entschluss doch noch in Zweifel ziehst und die Chance zum Aufräumen und besser machen verpasst. Also zügig weitermachen, bitte!


    Ich würde vielleicht mit einem Testballon - dem kleinsten Posten oder den Fonds, den Du noch nie mochtest - anfangen, um die Prozedur für die große Rutsche durchzuspielen.


    Du könntest auch in Erwägung ziehen, die Fonds vom Altdepot erst zur Comdirect umzuziehen. Das geht kostenlos und Du erleichterst den sofortigen Umstieg, weil Du nicht erst auf Abrechnung und Eingang der Überweisung warten musst. Die Übertragung auf ein eigenes Depot kostet nichts. Wenn Du die richtigen Häkchen setzt, kannst Du gleichzeitig noch die nicht übertragbaren Bruchstücke verkaufen und das Altdepot auflösen.


    Eventuell wird der Verkauf bei comdirect auch etwas günstiger, das muss aber nicht so sein. Sich damit näher zu beschäftigen lohnt aber nur bei einem richtig großen Depot oder zu viel Tagesfreizeit.


    Da wäre schon eher der Blick auf die steuerlichen Aspekte interessant, z.B. die geschickte Ausnutzung der Sparerfreibeträge durch Verteilung der Verkäufe auf 2020 und 2021. Wenn Du nicht nur Nieten unter den Fonds hattest, sollten bei "normalen" Anlagesummen in den letzten Jahren so viel Gewinne aufgelaufen sein, dass Du da sinnvoll Dinge gestalten kannst.


    Viel Erfolg! Guido

    Im aktuellen Finanztest Heft November 2020 sind zwei Artikel über Geldanlagen für Kinder. Auf den 6 Seiten werden auch die hier im Forum neulich diskutierten Fragen zu NV-Bescheinigung, KV-Familienversicherung, Kindergeld, Bafög & Co behandelt. Und es gibt eine Spalte zu speziellen Kinderprodukten, in der auch Oskar auftaucht. Die Überschrift lautet "Meist zu teuer"...


    Nachtrag: Auf den Artikel hatte tom70794 oben auch schon verwiesen. In der Online-Variante https://www.test.de/Sparen-fuer-Kinder-4824915-0/ kostet er 3 €. Ich würde aber das Heft für 6,10 € empfehlen, denn da sind noch weitere spannende Artikel drin wie "Was im Hausflur stehen darf" und viele andere 8).