Beiträge von Pantoffelheld

    Im Falle einer drohenden Schieflage der Versicherung wird zunächst der Garantiezins für die Zukunft dran glauben müssen. Das gilt insbesondere dann, wenn der Garantiezins für die Schieflage verantwortlich ist. Die eingezahlten Beiträge und bereits eingenommen Zinsen dürfen als sicher gelten. Sie müssen extrem konservativ angelegt sein. Das ist einer der Gründe, warum die früher versprochenen Garantiezinsen heute kaum noch erwirtschaftet werden können.


    Wenn Du ein komplettes Bild Deiner Optionen haben möchtest, könntest Du auch noch den Widerruf der Versicherung prüfen (lassen). Bei einer Generali (richtig?) aus 1999 kann es gut sein, dass der Widerruf möglich ist und Du jetzt mehr herausbekommst als bei einer Kündigung. Freunde von mir hatten so einen Fall auch ungefähr aus der Zeit und die Proxalto schien ganz froh zu sein, den Vertrag loszuwerden. Die Zahlung kam prompt und war sogar höher als ihnen vorher ausgerechnet wurde. Allerdings ist es ein Thema mit vielen Facetten - es ist ein nicht unbeträchtlicher Aufwand und auch das Thema Steuern spielt am Ende eine Rolle.

    Danke Maus2000! Das ist tatsächlich noch eine etwas andere - radikalere - Idee als der erste Vorschlag. Diesmal sind die Bedingungen deutlich unkomplizierter.


    Ich kann mir aber auch diesmal nicht vorstellen, dass das auf große Begeisterung stößt. Es geht zwar das Problem Garantien verderben Aktienquote und Renditeerwartung an, allerdings nur in die Vergangenheit gerichtet. Und es wird die meisten Kunden nach einem schlechten Geschäft klingen, bei dem der Anbieter seine Probleme auf ihrem Rücken lösen möchte. Dass für eine so weitreichende Entscheidung dem Kunden nur 14 Tage Zeit eingeräumt werden - Sonderaktion bis 31.3.2021 - vermag zusätzlich Misstrauen zu wecken. Was soll diese Befristung?

    Finds aber komisch dass die direkt so kommen. Wenn die im Recht sind halten die es ja normalerweise nicht für nötig § zu nennen...

    Weil sie meinen, Leute damit beeindrucken zu können. Und das ja auch völlig zu recht. Schließlich handelt es sich um ein erstinstanzliches Urteil des legendären Amtsgerichts Frankenthal. Hier wurde schon häufig Rechtsgeschichte geschrieben, gerade auch in Mietkautionskontenauflösungsangelegenheiten.

    Dies würde dann für eine (z. B. fondsgebundene) Riester RV sprechen und gegen den Fondssparplan, da bei ersterem nichts abgezogen wird und das komplette Guthaben (heißt eingezahlte Beträge +Plus Zulagen plus etwaige Rendite) verrentet wird?

    Da hast Du den Unterschied der Systeme gut herausgearbeitet:

    • Riester-FRV=Komplettverrentung ab "67" (vereinbartes Riester-Renteneintrittsalter)
    • Riester-FSP=mit "67" Aufteilung in Entnahmeplan und Anteil für "Restverrentung" ab 85

    Die Frage ist, was Du mit abgezogen meinst. In beiden Fällen wird Dein Kapital für Dich eingesetzt, nur nach etwas unterschiedlichen Systemen. In beiden Fällen wird der Versicherer versicherungsmathematisch korrekt unter Wahrung aller Interessen (einschließlich seiner eigenen) kalkulieren.


    Es gibt bisher so gut wie gar keine Erfahrungen, wie das bei Renteneintritt und überhaupt keine, wie das am Ende ausgeht.


    Wer an die Fondslösung insgesamt mehr glaubt als an die Versicherungslösung, müsste sich mit dem FSP wohler fühlen, weil er bis 85 investiert bleibt und noch von der vermeintlich überlegenen Wertentwicklung profitieren könnte. Ob sich eine überlegene Wertentwicklung unter dem Riester-Korsett entfalten kann, bleibt offen.

    Kann man für den Fall, dass man mit dem Vorschlag des Ombudsmanns nicht einverstanden ist, auch noch den Klageweg bestreiten? (Nur zur Info)

    Ja, die Bank ist an den Spruch gehalten, Du kannst aber dennoch klagen.


    Eigentlich müsste es ja reichen, wenn ich mich auf geltendes Recht gegenüber der Bank berufe.

    So sollte es eigentlich sein. Leider gibt es immer noch ein Machtgefälle zwischen großen Organisationen, die viele kleine und auch größere Probleme einfach aussitzen können, und ihren Kunden, denen die Mittel im Einzelfall fehlen und die am Ende klein bei geben, weil es sich für die 50/500/oder auch 5000 Euro eben einfach nicht lohnt. Es sei denn, die geraten an einen Gegner wie Altsachse , der die Sache trotzdem durchzieht...

    Der einfachere Weg führt über die Abgabe einer Steuererklärung.


    Gegen die fehlerhafte Anmeldung der Kapitalertragsteuer der Bank vorzugehen ist nicht unmöglich, aber komplizierter und teurer als die Abgabe einer Steuererklärung.

    Das ist erwägenswert. Du kannst übrigens die Erklärung auch mit Hilfe des Finanzamtes machen. Die sind verpflichtet, Dir kostenlos zu helfen.

    Hallo Jochen1,


    drei Jahre sind die allgemeine Verjährungsfrist nach BGB, der Fall wäre danach also nicht verjährt. Ich kann mir vorstellen, dass die Bank auf die zwischenzeitlich (häufig vierteljährlich) erstellten Rechnungsabschlüsse mit ihrer 6-wöchigen Einwendungsfrist abstellt und Dir gegenüber die Auffassung vertritt, dass durch Ablauf dieser Frist auch ihr Fehler mit den nicht berücksichtigten NV-Bescheinigungen von damit Dir genehmigt wurde. Ich kann mir ebenfalls gut vorstellen, dass die Bank mit ihrer Auffassung zwar daneben liegt (und das auch selbst weiß), aber sich erstmal stur stellt und abwartet.


    Wie groß ist denn Dein Schaden? Und welche Bank?


    Viel Erfolg! Guido

    - Sofort verkaufen und die 15% mitnehmen, bzw. umschichten?

    Ist das sofort möglich? Ich kenne von einem international tätigen Großkonzern eine Mindesthaltedauer von 6 Monaten.


    Ich würde nicht dauerhaft auf den Einzelaktien eines Unternehmens sitzen bleiben wollen, das denn auch noch mein Arbeitgeber ist. Stichwort: Klumpenrisiko.

    Lies Dir das noch mal in Ruhe durch und beachte vor Allem auch das jeweilige Fazit des Finanzwesirs!

    Nein, bitte nichts mehr in Ruhe durchlesen, denn "Die garantierte ETF-Rendite von bis zu 6,99% oder mehr gibt es nur noch, wenn bis zum 31.3.2021 die erste Abbuchung vom Sparplan getätigt wurde."


    Vielleicht hilft Dir der Gedanke weiter, dass Du beim ETF-Sparplan kleine Fehler immer wieder korrigieren kannst. Wenn Du im ersten Jahr noch nicht den ganz perfekten ETF gefunden hast, dann besparst du ab dem zweiten Jahr den perfekteren und lässt den ersten liegen. Oder nutzt genau die Position, um beim Aufräumen Gewinne zu realisieren und den Sparerfreibetrag auszunutzen. Done is better then perfect, wie man hier in Ostwestfalen so sagt.

    Hallo @Emanuel, hier im Forum wurde das Du als Standard eingeführt, das ist hoffentlich auch ok für Dich.


    Das ist eine missliche Situation für Deinen Kunden und Dich, denn wie der Ratgeber hier auf Finanztip deutlich sagt: "Baukindergeld kannst Du als Zuschuss erhalten, wenn Du bis zum 31. März 2021 eine Immobilie kaufst oder baust. (...) Achte darauf, die Frist einzuhalten. Dafür muss Deine Baugenehmigung oder Dein unterzeichneter Kaufvertrag im Förderzeitraum liegen."


    Da kann man nur nochmal nett nachfragen und auf ein kleines Wunder hoffen. Weitere Steigerungen der Bemühungen führen dann schnell in den strafbaren Bereich...


    Oder in welche Richtung ging Deine Frage? Eigentlich bist ja Du der Profi.

    Ich sehe gerade, dass bei den Finanztip-Empfehlungen tatsächlich fast alle die Steuer nicht mehr abführen. CosmosDirekt gäbe es noch. Wobei Du wahrscheinlich sowieso keine Steuern zahlen musst. Bei Kapitaleinkünften über 801 Euro im Jahr bist Du als Azubi wahrscheinlich noch nicht, wenn Du nicht gerade geerbt hast.


    Aber man darf sich von der Geschichte nicht zu viel versprechen: Ob Du nun 0,1 % Zinsen mehr oder weniger auf ein paar Tausend Euro bekommst, macht am Ende des Jahres ein Eis aus.

    Wäre es nicht beispielsweise sinniger, den ''Notgroschen'' in einen separaten ''sicheren'' ETF zu investieren?

    Es gibt ja nicht nur Aktien-ETF, sondern auch Fonds mit Anleihen und sogar Anleihen-ETF. Da könntest Du statt in Tagesgeld anlegen. Das Problem ist, dass die wirklich sicheren Anleihen-ETF nur in Euro-Staatsanleihen bester Bonität mit kurzen Restlaufzeiten investieren. Und da ist im Moment weniger Rendite drin als bei Tagesgeld, nämlich eine leicht negative. Dafür aber sehr zuverlässig!


    Bei den renditestärkeren Anleihenfonds hast Du längere Laufzeiten, unsichere Schuldner oder fremde Währungen drin und holst Dir Risiken ins Haus, die Du beim sicheren Teil ja gerade vermeiden möchtest.


    Also, wie die Vorredner schon gesagt haben: Das Tagesgeldkonto ist genau das richtige für Dich.


    Die Frage mit der Steuer habe ich nicht verstanden.

    Robert2001 ist mindestens 19 und vielleicht schon 20, wenn der Nickname in die irre führt.


    Wie JDS schon sagt, sind IPOs nur selten ein dolles Geschäft (für den Käufer); sehr häufig kann man einige Tage danach ganz normal an der Börse günstiger kaufen, wenn man denn die Aktie unbedingt haben will. Zu Vantage Towers kann ich gar nichts sagen. Ich bin sowieso eher so die ETF-Lusche.


    Aber natürlich kannst Du einem Freund legal Geld leihen.

    Natürlich kann der Freund legal Aktien kaufen.

    Natürlich kann ein Freund Dir legal seine Aktien verkaufen und die Dir dann ins Depot buchen lassen.

    Auf der anderen Seite soll jeder seine Geldgeschäfte selbst besorgen und nicht über Dritte abwickeln lassen. Geldwäsche und so.

    Aus meiner Laiensicht: Die einzelnen Schritte sind ok, ein Vertrag über alle Schritte wäre ... sagen wir zweifelhaft.

    Der hohe Anteil derjenigen, die vor dem Regeleintrittsalter in Rente gehen, könnte bedeuten:

    1. Das Regeleintrittsalter ist jetzt schon so hoch, dass es für viele kaum noch zu erreichen ist.
    2. Die Rentenhöhe ist so auskömmlich (ggf. inklusive von Zusatzeinkünften), dass man die Abschläge gerne in Kauf nimmt und lieber 2 Jahre früher nach Mallorca zieht.
    3. Beides, aber es betrifft unterschiedliche Personenkreise.

    Stimmt schon. Marco hat noch gar nichts in der Hand. Und ab dem Moment, wo es die Verträge gibt, geht auch schon ein normales Darlehen, dessen Auszahlung ja immer mehr oder weniger flexibel terminiert ist. Da bleibt nicht viel Platz für Angebote von Forward-Darlehen.


    Auf der anderen Seite wäre die Auszahlung wie sonst auch immer erst nach Baufortschritt, so dass die Sicherheiten immer da sind. Und wenn der Kunde doch nicht abnimmt, kassiert man als Bank eben statt dessen eine Vorfälligkeitsentschädigung. Gut, für die hat man denn keine Sicherheit, aber als Bank auch wenig zu verlieren. Also doch ein Geschäftsmodell? Jetzt schon einen Kredit für die Saison 2025/26 mit attraktiven 1,99% sichern - wer möchte? Aber gab es da nicht schon...

    Richtig krass ist der letzte Satz.

    "Dies, aber auch soziale Differenzierungen bei der Lebenserwartung, sprächen gegen eine Heraufsetzung des Regelrentenalters."


    Das deute ich so: Die Armen sterben im Schnitt früher und haben deswegen sowieso schon nicht so viel von der Rente. Daher würden sie unter der Anhebung des Regelrentenalters überproportional leiden.


    Dem kann ich wohl folgen. Aber krass ist es trotzdem, in all seinen Verästelungen.