Beiträge von Pantoffelheld

    Ich muss mich in einem Punkt korrigieren: 150.000 Eigenkapital bei 600.000 Gesamtkosten sind nach wie vor sehr solide (in der Hoffnung, dass da schon alle Kaufnebenkosten/Umzug/Küche drin sind).


    1500 € monatliche Rate sind - wie die Vorredner schon erwähnten - recht knapp für das Vorhaben. Wenn Deine Tochter sicherheitsorientiert mit 20 Jahren Zinsbindung finanziert, kommt sie mit 1,1% Zins nach den 20 Jahren auf ca. 157.000 € Restschuld. Wenn sie dann immer noch mit nur 1500 € tilgt und nach weiteren 10 Jahren fertig sein möchte (bzw. rechtzeitig vor der Rente werden muss), könnte sie sich eine zwischenzeitliche Zinssteigerung auf über 3% leisten. Besser wäre es aber, mit 1600 / 1700 € einzusteigen, um vielleicht "schon" innerhalb von 25 Jahren vollständig getilgt zu haben. Damit blieben 5 Jahre mehr Zeit, sich für die Rente noch etwas mehr anzusparen als nur das abbezahlte Haus.


    Binsenweisheit, aber ich sag es trotzdem: Das größte Risiko sind nicht die Zinsen, sondern ob die Beziehung so lange hält.


    Ich drück Euch die Daumen!
    Guido

    Hallo Uli,


    es hört sich so an, als würdet ihr nach einem Forward-Darlehen suchen https://www.finanztip.de/baufinanzierung/forward-darlehen/ . Das nimmt die Angst vor einem plötzlichen Zinsanstieg. Aber Vorsicht: Das ist keine Option, sondern Du musst es dann auch zu den Konditionen abnehmen (oder Dich freikaufen). Das war in den letzten 10 Jahren regelmäßig ein schlechtes Geschäft... Ihr könntet auch überlegen, das zu stückeln. Also nur einen Teil über Forward absichern und mit der anderen Hälfte (z.B.) mehr ins Risiko gehen und mit besseren Konditionen schneller tilgen (Forward kostet natürlich einen Aufpreis - aber immer noch besser als die Idee, einen Kredit aufzunehmen und daneben Geld unverzinst liegen zu lassen). Das Eigenkapital und die Sparrate klingen solide und lassen Euch Spielraum.


    Viele Grüße
    Guido

    Meintest Du mit Kennzahl die Performance über 5 Jahre und nicht den aktuellen Kurs? Die Werte liegen ja in einer ähnlichen Größenordnung. Da könntest Du ebenfalls der Verwechslung der Tranchen erlegen sein, insbesondere weil comdirect keine Werte für die I-Tranche anzeigt, wohl aber für A (aktuell +116,00% auf 5 Jahre).


    Bei der Performance ist nochmals die Währung sehr entscheidend: Wenn der Fonds in Fremdwährung läuft, wird häufig die Entwicklung in der Fremdwährung genannt, deren Kurs sich in den 5 Jahren aber ebenfalls bewegt hat. Dich interessiert in der Regel aber das Ergebnis in EUR, denn Du gibst beim Kauf Euro her und willst hinterher auch Euro verjubeln (wenn Du aus klimatischen und steuerlichen Erwägungen zwischenzeitlich auf die Caymans umsiedelst). comdirect berücksichtigt das und nennt Dir zunächst den Wert als wenn Du vor 5 Jahren EUR in USD getauscht, den Fonds gekauft, heute verkauft und USD in EUR zurückgetauscht hättest. Weil der Dollarkurs in der Zeit gestiegen ist, ergibt das einen höheren Wert, als wenn es in USD ausgewiesen wäre. Du kannst aber auch umschalten auf Fremdwährung. Wenn Du unter Börse z.B. "Fondsges. in USD" auswählst, kannst Du bei den Kennzahlen wählen zwischen "Berechnung: Euro / Fondswährung".

    Wenn es um die Kurse geht, kommen die von@lieberjott oben genannten Effekte in Frage:

    • Andere Börse, anderer Zeitpunkt am gleichen Tag, Geld-/Briefkurs (Unterschiede An- und Verkaufspreis) -> maximal wenige Prozent Unterschied, meist viel weniger
    • USD (oder andere Fremdwährung) mit EUR (es sollte eigentlich immer dabei stehen - bei manchen Portalen kriege ich regelmäßig die Krise deswegen) -> bei USD/EUR derzeit in beide Richtungen um 10%, je nach Dollarkurs

    Allerdings erklärt das alles nicht den Ausreißer bei comdirect. Ich sehe den dort im Moment allerdings auch bei 90,98 EUR (finanzen.net 90,44 EUR; onvista 90,98 EUR).


    Ich könnte mir vorstellen, dass Du nicht über die WKN gesucht hast, sondern den Namen eingegeben hast und dabei eine der anderen Tranchen des Fonds erwischt hast. Das könnte die AB SICAV I American Growth Portfolio - I USD ACC (WKN 986974 man beachte das zwei "I") gewesen sein, die im Moment bei 121,37 USD steht. "Deine" Tranche mit der WKN 986838 ist die "- A USD ACC". Bei comdirect gibt es aber auch noch 9 weitere Tranchen im Angebot: A, B, C, I, AX, USD oder EUR, H oder nicht.


    Das wirft dann wahrscheinlich gleich die nächste Frage auf...

    "vor drei Jahren... eingerichtet" und "monatlich einen Betrag in Höhe von 200 Euro ein" wären zwar insgesamt 7200 €. Aber trotzdem sind "noch 600 Euro im Minus" … trotzdem … zumindest aus Sicht des Kunden … stark verbesserungswürdig.


    Die Performance des Fonds war nicht toll (ohne dass ich es im Detail mit entsprechenden Mischfonds verglichen hätte), und dann wurden auch noch hohe Kosten belastet. Wurde hier evtl. mit zukünftigen noch höheren Beiträgen gerechnet (Dynamik)?

    Hallo Benscherlin,


    wenn Du strukturiert an das Thema herangehen willst, dann stelle Dir die folgenden Fragen:


    1. Was ist mein Ziel bei dieser Geldanlage? Brauche ich das Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt? Wie viel Verlust kann ich zwischendurch ertragen? Wie viel Rendite wünsche ich mir / muss ich haben, um das Ziel zu erreichen?
    2. Ist ein Sparplan auf eine Mischung von Aktien und Anleihen der richtige Weg, dieses Ziel zu erreichen? (sehr gut möglich, Du scheinst noch eher jung zu sein und langfristig regelmäßig sparen zu wollen)
    3. Wenn ja, stimmt die Mischung aus Aktien und Anleihen? Bei Dir ist es im Moment eine sicherheitsorientierte Mischung mit mehr Anleihen als Aktien im Fonds. (wenn meine Annahme unter 2 stimmt, dürfte es für Dich auch ein -evtl. deutlich- höherer Aktienanteil sein)
    4. Soll es ein aktiv gemanagter Fonds sein? Wenn ja, soll es dieser sein? Wenn ja, ist der Weg über das DVAG-DWS-Depot der günstigste Weg, den zu besparen?


    Versuch mal wirklich von oben nach unten durchzugehen.


    Vielleicht ist eigentlich alles perfekt. Die Mischung passt zu Deinem Risikoprofil, Du glaubst, dass Fondsmanager dauerhaft bessere Entscheidungen treffen können als der Markt und dass der Kapital Plus genau der richtige ist. Möglicherweise kommst Du aber auch darauf, dass Du derzeit in Hinblick auf Deine Ziele den falschen Fonds besparst und statt dessen ein ETF-Sparplan auf einen weltweiten Aktienindex plus einen selbst gewählten Anteil im Anleihen-ETF (oder als Festgeld) die bessere Lösung wäre. Dann wären "nur noch" die Fragen zu klären, welches dafür die richtigen Produkte sind und wie Du mit dem vorhandenen Bestand umgehst.


    Hilft Dir das weiter?


    Viele Grüße
    Guido

    @fitom auf Gran Canaria wachsen auch Avocados... Wie wäre es mit der ersten kanarischen Bio Guacamole Manufaktur?
    @NaturalFarms den anderen wurde ein gutes Bier in Kolumbien angeboten, mir nicht. Da fühle ich mich doch etwas benachteiligt. Das hat aber sicher nichts mit meiner leicht kritischen Nachfrage zu tun. Oder doch?

    @johannesD: Die Sterbetafeln sind nichts anderes als eine Berechnung, wann bei einer angenommenen Lebenserwartung noch wie viele Menschen eines Jahrgangs leben. Aus Sicht der Versicherung soll das so Fragen beantworten wie: Wenn 100 Leute des Jahrgangs 1975 heute bei mir in der Versicherung sind, an wie viele muss ich im Jahr 2063 noch Leistungen zahlen? Dabei muss sie in der Tat Sicherheitszuschläge kalkulieren, denn die Zahlungen soll sie ja verlässlich leisten können, auch wenn die Leute doch noch etwas länger gesund bleiben als heute gedacht. Oder weil Leute, die eine Rentenversicherung abschließen, im Schnitt länger leben als die anderen. Weil hier regelmäßig zu viel Puffer angesetzt werden muss, entstehen bei der Versicherung Überschüsse, die nach den "bewährten anerkannten versicherungsmathematischen von einem unabhängigen Treuhänder kontrollierten" Verfahren berechnet und zum Teil an die Versicherten ausgeschüttet und zum anderen als zusätzlicher Gewinn eingestrichen werden dürfen. Das Ganze ist nicht sonderlich transparent und so oder so weißt Du nicht, was dabei herauskommt. Von daher sollte man sich immer nur auf die garantierten Leistungen verlassen. Es gab auch schon Stimmen, dass die Versicherungen in der Vergangenheit mit viel zu optimistischen Sterbetafeln (optimistisch heißt hier: schneller tot) gerechnet haben und in der Zukunft Probleme bekommen könnten, die Verpflichtungen in der Zukunft zu erfüllen. Andere sagen, dass man die Erhöhung der Lebenserwartung nicht einfach so fortschreiben kann und eher mit einer Stagnation rechnen müsse oder sogar mit Rückgängen (in den USA ist das schon der Fall).


    Vorhersagen sind halt immer schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.


    Die 30 Jahre waren wahrscheinlich eher so gemeint, dass eine Versicherung so kalkuliert, dass Du nach Renteneintrittsalter 67 im Schnitt noch 30 Jahre Leistungen beziehst. 97 zu werden klingt für die meisten von uns sehr viel, aber ich gönne es allen, die hier mitlesen. Und den Versicherungen gönne ich eine ausreichende Zahl von Leuten, die rechtzeitig vorher sterben, um das wieder auszugleichen. (Bei Lebensversicherungen wird es irgendwie immer schnell makaber, aber im Kollektiv betrachtet geht es noch...)

    Hallo Rentenfuchs,


    da muss ich denn doch mal gleich mehrere Lanzen brechen für den Riester:


    1. Man starrt zunächst immer nur auf die 175 € Zulage, die aus 1925 € Einzahlung die berühmten 2100 € Höchstbetrag machen. Ganz nett, aber die erkauft man sich ja auch mit Nachteilen - hauptsächlich bei der Flexibilität in späterer Verwendung und Produktauswahl. Aber das ist bei Gutverdienern nur der kleinere Punkt: Zusätzlich erhältst Du über die Steuererklärung im nächsten Jahr eine Erstattung von 700 € cash und steuerfrei auf die Hand (über den Daumen bei 42% Grenzsteuersatz). Wenn Du die wieder anlegst, sparst Du mit 1925 € Einsatz jährlich immerhin 2800 € an (für Paare jeweils die doppelten Werte).
    2. In der Rente wird der Fiskus dafür die Hand aufhalten. Aber vielleicht hast Du denn einen niedrigeren Steuersatz. (Wenn Du weiterhin so viel verdienst und ordentlich sparst, wird das bei Dir nicht der Fall sein, weil Dich Deine Kapitalerträge trotzdem über den Spitzensteuersatz schieben). Viel wichtiger ist aber, dass Du bis dahin 40 Jahre lang mit den gesparten Steuern arbeiten konntest. Mach damit mal eine Reihe in Excel mit Deinem angenommenen Anlagezinssatz und den Zinseszinsen.
    3. Ein weiterer Vorteil wird selten diskutiert: Bei Fonds, die in Riester-Verträgen liegen, wird die Vorabpauschale nicht fällig. Es bleibt bei der bisher üblichen Methode. Hier hast Du wieder einen Steuerstundungseffekt. Der Fiskus zieht Dir in der Sparphase weniger Geld aus den Fonds als bei einer freien Anlage. Diese Beträge dürfen sich über die Jahrzehnte weiter vermehren. Wieder der Zinseszins. Es soll Leute geben, die einen Riester-Vertrag ungefördert nur aus diesem Grund abgeschlossen haben.


    Wenn es mal soweit ist, gibt es noch die Kinderzulage. Wer richtig reinhaut, bekommt die 2100 € Höchstbetrag auch nur mit Kindern zusammen...


    Jetzt nur noch das richtige Produkt und Du könntest noch richtig glücklich werden mit Riester.


    Meint
    Guido (der keine Riester-Verträge verkauft)

    Hallo Meike,
    zum einen bist Du nicht so flexibel: Wenn das Geld bei der Direktversicherung einmal in dem Vertrag drin ist, dann läuft alles darauf hinaus, dass es bis zum Rentenbeginn dort bleibt und danach daraus eine lebenslange Rente an Dich gezahlt wird. Punkt. Bei einer freien Anlage bist Du flexibler: Einen ETF-Sparplan kannst Du z.B. jederzeit pausieren oder ganz stoppen oder Dir von einem Tag auf den andern das komplette Guthaben auszahlen lassen.
    Zum anderen gibt es steuerliche und sozialversicherungsbeitragsbedingte Nachteile. Der Trick bei der betrieblichen Altersvorsorge ist ja, dass du bei der Einzahlung auf die Beiträge keine Steuern und auch Sozialabgaben zahlst, beides aber bei der Auszahlung nachgeholt wird. Das ist normalerweise gut für Dich, weil Dein Steuersatz im Alter voraussichtlich geringer ist als heute und Du bis dahin von einem Steuerstundungseffekt profitierst - das Geld kann bis dahin "arbeiten". Wenn Du allerdings privat einzahlst, kommt das Geld von deinem eigenen Konto und es entfällt die Ersparnis der Sozialabgaben, die aber trotzdem bei der Auszahlung erhoben werden.
    Bei den Sozialabgaben gibt es ohnehin eine Schieflage, die bis heute bei der Direktversicherung nicht korrigiert ist: Weil sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge hälftig teilen, spart auch Dein Arbeitgeber seinen Anteil, wenn Du daran teilnimmst. Wenn später ausgezahlt wird, zahlst Du die Beiträge vollständig allein. Das ist unter dem Stichwort "Doppelverbeitragung" bekannt. Der Nachteil wird normalerweise dadurch ausgeglichen, dass der Arbeitgeber Dir einen Zuschuss zahlt.
    Von den vielen Wenns und Abers solltest du Dich aber nicht bange machen lassen. In aller Regel lohnt es sich für Dich!
    Viele Grüße,
    Guido


    Das komplexe Thema hat einen langen Finanztip-Artikel abbekommen: https://www.finanztip.de/betriebliche-altersvorsorge/

    Hallo Oberweiler,


    natürlich müsste man wie immer bei Dir den Einzelfall prüfen, aber ganz generell kann man sagen, dass es günstiger ist, nicht privat in die Direktversicherung einzuzahlen. Du hättest nicht die Vorteile der Direktversicherung, würdest mit den eingezahlten Beiträgen aber die gleichen Nachteile erleiden. Deshalb den Betrag lieber frei weitersparen.


    Viele Grüße
    Guido

    Sehr geehrter Herr Schühle,


    das klingt ja wirklich großartig bei Ihnen! Schön, dass Sie schon so lange so erfolgreich sind im Bio-Landbau.


    Sie geben auf der Website an, dass Sie "eine Cooperative bestehend aus 6 Farmern(Vier Kolumbianer, ein Amerikaner und ein Deutscher)" sind, besitzen "zusammen 82 Hektar Farmland" und haben die "Farmen Global Gap, EU-Bio und USDA Organic zertifiziert".


    Wo liegen denn diese Farmen und unter welchen Namen bzw. unter welcher Nummer sind sie registriert? Im Directory of Certified Organic Operators kann ich weder unter Ihrem Namen noch unter der Firmenbezeichnung "Natural Farms" einen Eintrag finden. Die Adresse auf der Website ist in Bogotá, nicht im Kaffeedreieck. Und alles ist nur auf deutsch. Seltsam bei einem kolumbianischen Unternehmen und Sie davon sprechen, dass Sie 70% Ihrer Produktion in die USA exportieren.


    Wenn Sie sagen, dass sie sich selbst mit Finanzen nicht so gut auskennen, wer ist denn in der Cooperative für die Finanzen zuständig? Der sollte schon was drauf haben, denn insgesamt möchten Sie in den nächsten Jahren 9,2 Mio EUR von den geneigten Freunden der Sachanlage einwerben (270 Hektar mal 34.028 EUR lt. Angabe von der Website).


    Bitte nehmen Sie es mir nicht übel, aber laut den vorliegenden Angaben von einem windigen Angebot zu sprechen, wäre glatt untertrieben. Stürmisch trifft es besser.


    Viele Grüße
    Guido Winkelmann

    Hallo Sasove,


    da hast Du der Community ja eine schöne Knobelaufgabe gestellt. Ich habe nach einigem Suchen im Kundenforum der Allianz (!) gefunden:


    "Da nun die Riesterrente ein Produkt zur eigenen privaten Absicherung im Alter ist, welches staatlich gefördert wird, erhalten Sie keine vermögenswirksamen Leistungen."


    (Es sei denn Du bist in der Eisen-, Metall- und Elektroindustrie beschäftigt: "vermögenswirksame Leistungen in einer Riester-Rente dürfen ausschließlich von Beschäftigten im Tarifvertrag der Eisen-, Metall- und Elektroindustrie in Form von altersvorsorgewirksamen Leistungen genutzt werden.")


    https://forum.allianz.de/servi…oegenswirksame-leistungen Danke an Marina von der Allianz!


    Am besten lässt Du Dir die Aussage noch von deinem Riester-Anbieter bestätigen. Wenn es dabei bleibt, solltest Du die VL in ein anderes möglichst kostengünstiges Vehikel fließen lassen.


    Viele Grüße
    Guido

    Der Bausparer lohnt sich (wenn überhaupt) nur, wenn Du in absehbarer Zeit Wohneigentum erwerben und dafür das Bauspardarlehen verwenden möchtest. Wenn das nicht der Fall ist, macht eine Kündigung häufig Sinn, weil die gezahlten Sparzinsen niedrig sind und zum Teil sogar Gebühren erhoben werden, die dann zu einer absoluten Negativrendite führen.


    Ich kenne eine Kündigung nur von zwei Fällen und bin kein Bausparexperte, aber:
    1. Es gab in der Sparphase eine Kündigungsfrist von einem halben Jahr. Die Kündigung ist gebührenfrei.
    2. Vorfälligkeitsentschädigungen gibt es keine. Übrigens auch nicht in der Darlehensphase. Du kannst einfach das Geld überweisen und fertig. Mal ein Vorteil für den Bausparer.
    3. Mir ist noch die Frage eingefallen, ob es ein VL-Bausparer ist (Vermögenswirksame Leistungen). Da gibt es die Regel, dass man mindestens 6 Jahre einzahlen und dann 1 Jahr ruhen lassen muss, bevor man wieder ran darf. Aber selbst wenn: Du bist ja schon im 10. Jahr.


    Viel Erfolg!
    Guido

    Zitat von muc

    Meiner Einschätzung nach werden gerade die Menschen, die eigentlich der Hilfe bedürfen würden, nicht willens und/oder nicht in der Lage sein, die bescheidenen 20 EUR/Stunde zu bezahlen, die hier als Beratungshonorar aufgerufen wurden.

    Wäre es anders, hätten die Verbraucherzentralen mehr Erfolg.

    Deine Einschätzung teile ich. Wobei die Beratungshonorare je nach Thema sehr unterschiedlich ausfallen können. In NRW geht es z.B. von Budget- und Rechtsberatung Energiearmut für 0 € bis Anschlussfinanzierungs­beratung mit 170 € für 1,5 Stunden. Die Themen, die vorrangig besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen betreffen bewegen sich dabei im Bereich von 0-20 €. Aber selbst zu einer 0 € Beratung kommt nur ein Bruchteil der Leute, die davon profitieren könnten. Besonders in der Prävention macht das fast keiner. Wenn der Stromversorger wegen nicht bezahlter Rechnungen mit Sperre droht und die Visitenkarte der Energieberatung rüberschiebt, klappt es deutlich besser. Doch das hätte man für alle Beteiligten vorher einfacher, billiger und angenehmer haben können (mal abgesehen von der Inkassoindustrie).